Seitenwand von altem Stall "klappt" weg - was tun?

Diskutiere Seitenwand von altem Stall "klappt" weg - was tun? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, das ist mein erster Beitrag hier im Forum, ich hoffe ich bin hier im Unterforum richtig. Es geht um den Stall auf dem Grundstück meiner...

  1. #1 juliusjaro, 12.05.2022
    juliusjaro

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    Hallo,
    das ist mein erster Beitrag hier im Forum, ich hoffe ich bin hier im Unterforum richtig.

    Es geht um den Stall auf dem Grundstück meiner Eltern. Früher war es wohl einmal ein Vier-Seiten-Hof, geblieben ist seit vielen Jahren nur noch das Haupthaus sowie der eine große Stall/ Schuppen.

    Natürlich muss noch viel dran gemacht werden, es muss zum Beispiel sehr viel neu verfugt werden, dies wurde wohl mal zu DDR Zeiten gemacht, leider lässt sich der Mörtel an eingen Stellen leicht rauskratzen.
    Darum soll es hier nicht gehen, sondern um eines der Hauptprobleme.

    Wie man auf den Bildern sieht, ist die eine Wand dabei, "wegzuklappen". Heißt: Im Laufe der Jahre wurde der Riss immer länger und größer. Früher war ja rechts ein Gebäude soweit ich weiß, da wurde das natürlich stabilisiert, aber jetzt sehe ich großen Handlungsbedarf, da die Wand sonst sicherlich irgenwann wegbricht.

    Ich habe allerdings auch nichts vergleichbares im Netz gefunden, deshalb frage ich hier, was kann man da machen? Irgendwie die Wand mit Kraft zurückziehen, geht sowas? Ganze Wand erneuern?

    Als Laie würde ich sagen, die Grundsubstanz vom Gebäude ist noch ganz gut, auch wenn viel dran gemacht werden muss...

    Auch habe ich keine Ahnung, wo man sich hinwendet. Einfach bei einem örtlichen Bauunternehmen anfragen?
    Und, wenn jemand eine Idee hat, oder sich damit etwas auskennt, was wird "nur" dafür an Kosten auf meine Eltern zukommen? (Nur als ganz grobe Richtung).

    Ich hoffe jemand kann mir helfen, oder hat eine brauchbare Idee oder einen Tipp.
    Das Haus steht im schönen Branenburg.

    Danke und viele Grüße
    Julius:lock

    (Bilder im Anhang, Ansichten von Innen uns Außen)
    IMG_6136.jpg IMG_6137.jpg IMG_6138.jpg IMG_6139.jpg IMG_6140.jpg IMG_6141.jpg
     
  2. BaUT

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    In der Mitte wird die Giebelwandscheibe ja zumindest vom Giebelanker gehalten, welcher innen vermutlich am Kehlbalken des Giebelgespärres befestigt ist.

    An den Längswänden könnte man Zugbänder einfräsen mit Kopfplatten zur Befestigung der Giebelwand.

    Die Frage ist doch:
    Was soll aus dem Gebäude werden? Wieviel will man investieren? Lohnt sich das?
     
    simon84 und Dietrich von Bern gefällt das.
  3. #3 juliusjaro, 13.05.2022
    juliusjaro

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    Hallo,
    Das klingt erstmal logisch und sinnvoll, danke!
    Ja, das Gebäude wird aktiv genutzt, lohnen sollte es sich auf jedenfall.
    Investiert werden kann schon einigens, das ist grundsätzlich nicht das Problem.
    :)
     
  4. BaUT

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    Dann geh zu einem Sztatiker der sich das Ding ansehen soll und ein Sanierungskonzept vor Ort festlegt inkl. Einschätzung der Tragfähigkeit der Fundamente und des anstehdnen bodens und dann macht das eine gute baufirma.
     
  5. #5 Dietrich von Bern, 14.05.2022
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    Eigentlich war das einmal ein sehr schönes Gebäude.
    Wie BaUT vorschlägt, würde ich die Wand sichern, obwohl diese nicht zur ursprünglichen Bausubstanz passt.
    Ich denke, der gemauerte Bogen des rechten Tores findet keine Abstützung und drückt auf die Seitenwand. Deshalb sollte auch knapp über dem Bogen ebenfalls, wie bereits von BaUT beschrieben, ein Zuganker angebracht werden um die Bogenspannung zu ermöglichen.
    Grundsätzlich würde ich bei solchen Arbeiten nur reinen Zementmörtel verwenden, da nur dieser auf Dauer, selbst in alten und feuchten Wänden, hohe Festigkeit garantiert. Ob die Seitenwand für diese Maßnahmen stabil genug ist, kann ich nicht beurteilen, aber sie scheint relativ schwer zu sein und kann dadurch auch etwas seitlichen Druck aushalten.
     
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