Wie muss ein Spitzboden im Idealfall gedämmt werden?

Diskutiere Wie muss ein Spitzboden im Idealfall gedämmt werden? im Dach Forum im Bereich Neubau; Aufgrund dieses Artikels: http://www.holzfaser.org/downloads/bauhandwerk06-1.pdf und dem Schlussatz "Völlig umgehen lässt sich das Problem, indem...

  1. #1 Andreas3434, 13.03.2008
    Andreas3434

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    Aufgrund dieses Artikels: http://www.holzfaser.org/downloads/bauhandwerk06-1.pdf und dem Schlussatz "Völlig umgehen lässt sich das Problem, indem der Spitzboden gedämmt wird." frage ich mich, wie sieht ein idealer Spitzboden aus?

    Ich beziehe meine Frage auf ein 1,5 geschossiges Einfamilienhaus in massiver Bauweise, das halbe Geschoss hat ein 1m hohen gemauerten Kniestock darauf sitzt der Dachstuhl. Zwischensparrendämmung 18cm, Folie, darauf dann 3,5 cm Dämmung durchgehend und Gipskarton.

    Wird der Spitzboden dann genauso gedämmt oder reicht es, wenn man nur die Zwischensparrendämmung reinmacht? Muss der Spitzboden dann beheizt oder belüftet werden? Bleibt es bei der Dämmung der OG Decke oder fällt die dann weg?

    Danke schonmal für alle Antworten!

    Gruß,
    Andreas
     
  2. #2 Andreas3434, 18.03.2008
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    Keine Antwort bis jetzt?

    Ich schreibe nochmal was dazu:

    Bei unserem Haus ist vorgesehen das Dachgeschoss zu dämmen, wie üblich. Über dem ausgebauten Dachgeschoss ist dann immer noch der ungedämmte Spitzboden.
    Diesen Spitzboden würde ich gerne als Lagerfläche und vielleicht auch als Spielplatz für die Carrerabahn nutzen. Deswegen habe ich mir gedacht ich könnte den Spitzboden noch zusätzlich dämmen. Aber auch da bekomme ich ja ein Temperaturgefälle Wohnraum im Dach -> Spitzboden -> Dach. Wenn ich mir jetzt vorstelle ich stelle im Winter einen Heizlüfter auf um mal 2h im Spitzboden mit der Carrerabahn zu spielen, passiert folgendes: in der Zeit ist natürlich die Bodentreppe ausgefahren, warme/feuchte Luft steigt nach oben in den Spitzboden, trotz Dämmung und Heizlüfter ist es zumindest in den äußeren Bereichen kälter, dort kondensiert dann Wasser. Wenn man den Heizlüfter ausmacht, runter geht, Bodenluke zu macht => wird es wieder kälter => noch mehr Wasser kondensiert. Also muss man nach dem Benutzen durchlüften und kalte, trockene Luft hereinlassen.

    Beim Suchen in diesem Forum habe ich dann dieses PDF-File gefunden mit dem Schlussatz: "Völlig umgehen lässt sich das Problem, indem der Spitzboden gedämmt wird."
    Ja klar, das will ich ja eigentlich gerne machen. Aber muss man den Spitzboden dann auch beheizen? Oder reicht die Wärme, die durch die gedämmte Decke kommt dafür aus? Wie kalt wird es in dem ungeheizten aber gedämmten Spitzboden?

    Deswegen meine Frage: Wie baut man einen idealen Spitzboden, bei dem sichergestellt ist, dass es zu keinen Feuchte-/Schimmelschäden kommt?

    Und die Zusatzfrage: Wäre es möglich den Spitzboden zusätzlich zu dämmen und so eingeschränkt nutzbar zu machen?

    Danke und Gruß,
    Andreas
     
  3. #3 Bauwahn, 19.03.2008
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    Entweder beheizen und ab und zu lüften oder weiterhin weitgehend dicht halten und trotzdem ab und zu lüften. Am sichersten wäre ein zeitgesteuerter Lüfter und eine entsprechende Zuluft von aussen.

    Beheizen kann auch über einen Raumluftverbund erfolgen. Dazu reicht der Wärmeübergang durch die Deckendämmung höchstwahrscheinlich nicht aus.

    Gruß

    Thomas
     
  4. Pfriem

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    Wie es scheint hast du die Grundlegende Problematik verstanden.
    Wenn du den Spitzboden auch nutzen willst, dann:

    Achtung Laienmeinung

    Spitzboden dämmen und natürlich auch die Dampfbremse bis in die Spitze.**
    Luftdichtheit zum unteren beheizten Teil sicherstellen, weil unten wird beheizt und oben nicht. Zwei Fenster rein zum gelegentlichen Querlüften*** und...
    Tatarata, einen Lüfter mit Wärmerückgewinnung der per Schaltuhr und oder Hygrostat(heist das so ?) betätigt wird. Ich steuer im Winter über den Hygrostat und im Sommer über Schaltuhr (nur nachts lüften ohne WRG).
    Wenn du ängstlich bist, kauf auch noch ein Funk-Hygrometer, damit kannst du bequem im Wohnzimmer sehen wenn doch mal etwas schief läuft. Die Lüfter mit WRG kosten so wenig (meiner 350Euro, google mal Bayernluft), daß sich das meiner Meinung nach in einem Spitzboden geradezu anbietet. Das ganze Technikzeug hat bei mir ca. 500Euro gekostet und sorgt für "Ruhe", ich muss mich also um nichts mehr kümmern.


    ** Kann sehr aufwendig sein, ich musste z.B. 52 Durchdringungen (26 Kehlbalken) abdichten.

    *** Habe ich noch nie gemacht, weil weil wegen Lüfter bisher unnötig. Aber im Sommer ist es je nach dem angenehm nachts oben alles aufzumachen um das Haus besser auskühlen zu lassen. Die Tür zum Spitzboden muss dann natürlich auf sein.
     
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