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  1. #1

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    Frage Flächenkollektor Wärmepume vs. Dachs

    Liebe Forumsteilnehmer,
    ich brauche mal eine Meinung zum Heizsystem. Eigentlich wollten wir mit einer Wärmepumpe (Direktverdampfer) über Fußbodenheizung heizen. Ergänzen sollte das System eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit einem Kaminofen.
    Eine KW/h Strom für die Wärmepumpe kostet ca. 12 ct, eine KW/h Heizöl für einen Dachs ca. 0,05 ct. Dann bekommt man allerdings nicht 75% Leistung für umsonst sondern die Ersparnis beträgt nur ca. 50%.
    Rechnet man dann noch den Stromverkauf obendrauf ist die Verwirrung vollends perfekt. Also was soll man nehmen einen Dachs oder eine Wärmpepumpe mit Flächenkollektor? und wenn ja was für ein Brennstoff: Erdöl, Erdgas oder Rapsöl. (Pellets scheiden aus weil nicht genügend Lagerkapazität im Keller).

    Noch ein paar Angaben: EFH zu beheizende Fläche 275 m², Mauerwerk mit T9, Zwischensparrendämmung 24er voll ausgedämmt.

    Gerhard
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  2. Flächenkollektor Wärmepume vs. Dachs

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  3. #2

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    also wenn Deine Angaben (bezüglich des Dachs) stimmen, ist die Rechnung doch recht einfach:

    WP:
    10kW Heizleistung = 2,5kW elktr. Leistung = 2,5 * 12 = 30 ct pro 10 kW Heizleistung

    Dachs:
    10kW Heizleistung = 5 kW Öl = 5 * 5 = 25 ct pro 10 kW Heizleistung

    Damit wäre der Dachs "besser". Den Erlös aus dem Stromverkauf könntest Du erst mal ignorieren, weil dadurch wird es ja "nur" noch besser.

    ABER:
    12 ct für WP-Strom ist relativ teuer.
    5 ct für Öl (ents. ca. 50 ct / Liter) ist relativ günstig. Zur Zeit evtl. machbar, vor einem halben Jahr war es meines Wissen deutlich teurer.

    Und was ich nicht verstehe (da kenn ich mich aber auch nicht gut aus), wo der Dachs 50 % Leistung "umsonst" erzeugt!? Der Dachs ist doch eine Art Mini-Blockheizkraftwerk, oder? Macht also Wärme und Strom. Kann aus 1 kW Öl daher auch nicht 1,5 kW Heizleistung gewinnen!? Und den zusätzliche Strom darfst Du natürlich auch nur einmal rechnen, sprich den Verkaufserlös berücksichtigen, aber nicht zusätzlich als Wirkungsgrad erhöhend.

    Dann, denke ich, wird das eher zum 0-Summen-Spiel was die Betriebskosten angeht.

    Bleibt die Anschaffung. Und da ist der Dachs für mein Gefühl "extrem" teuer. Hatte mir das mal angesehen und das Teil lag irgendwo bei
    > 40.000€ wenn ich mich Recht entsinne. Meine WP liegt bei etwa 15.000€ (mit Bohrung etc.)
    Geändert von Uwe! (02.02.2007 um 14:54 Uhr) Grund: die schlimmsten Tippfehler beseidigt
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  4. #3

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    Daumen hoch Dummfug

    Zitat Zitat von Uwe! Beitrag anzeigen
    also wenn Deine Angaben (bezüglich des Dachs) stimmen, ist die Rechnung doch recht einfach
    Offenbar nicht. Denn:
    Diese ganze Rechnerei hier ist (einschließlich der Formulierung der Fragestellung) physikalischer und mathematischer Quatsch!

    Leistung und Energie sind zwei Paar Stiefel.
    Und "KW/h" gibt es erst gar nicht (auch dann nicht, wenn richtigerweise ein kleines "k" verwendet würde)...

    Am besten ist aber, daß dem BHKW ein thermischer Wirkunggrad von 200% angedichtet wird!
    10kW Heizleistung = 5 kW Öl = 5 * 5 = 25 ct pro 10 kW Heizleistung

    Wie wäre es, sich die Sache von einem Fachplaner mal durchkalkulieren zu lassen?
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  5. #4

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    Hallo Julius,

    nur zur Klarstellung: Ich glaub auch nicht an 200% Wirkungsgrad bei einem "Dachs"! Drum meine Einleitung!
    Ging ja erst mal "nur" darum, wie man so etwas vergleichbar rechnen kann. Wenn die Angaben stimmen (würden)....

    Aber die Vergleichsrechnung gefällt Dir trotzdem nicht?

    Uwe
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  6. #5
    Avatar von matzi
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    Als Dachsbesitzer kann ich eine Auskunft geben.
    Wichtig ist das du die Wärme los wirst. Wenn der Dachs nur 5 Std am Tag läuft rechnet sich das nicht. Und den Strom mußt du erstmal selbst verbrauchen und den Rest dann einspeisen. im Augenblick ca 0,1 cent für die Einspeisung , und ich bez ca 0,15 für den Bezug. Mein Dachs hat 2003 15000€ gekostet. Eingebaut habe ich ihn selber. Ich brauche ca 1000 Liter Heizöl mehr und spare ca 3000 € Stromkosten Spätestens in 6 Jahren ist der Dachs bez. Noch besser ist der Wirkungsgrad mit Erdgas.
    Gruß Matzi
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  7. #6
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Vorsicht ...

    ... mit der Amortisationsrechnung!

    Bei kleinen Anlagen (1-2FH) stimmt das hinten und vorne nicht. Es rechnet sich schon, aber erst ab einer bestimmten Größe und Wärmebedarf.

    Ein objektbezogenes Angebot vorab ist dringend zu empfehlen!
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  8. #7
    Avatar von matzi
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    Richtig Volker
    Mein Dachs läuft knapp 6000 std/h
    Ich brauche 25000 kw Strom im Jahr.
    Meine Ölheizung war 25 Jahre alt,und auf.
    Was sollte ich machen?
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  9. #8
    kanzenbach
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    Matzi betreiben Sie Ihr Wohnhaus und Ihre Werkstatt mit dem BHKW?
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  10. #9
    Avatar von matzi
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    Alles was sie auf diesem Luftbild sehen.http://ferienplatz-matz.de/
    Aber der Dachs läuft immer als Grundlast. Sind ca 700qm Fläche zu beheizen.
    Bis ca 11 grad schafft er das alleine. Ich habe noch einen 50 KW Holzvergaser und 7000 Liter Puffer. Bei diesen Temperaturen heize ich mit 2 Ofenfüllungen den Puffer auf und über Tag wird der Puffer dann mit Unterstützung des Dachses entladen. Gruß Matzi
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  12. #10
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    Blinzeln Interessanter Kostenvergleich

    Hallo zusammen,
    ich bin bei meinen Nachforschungen auf eine interessante Website gestoßen:
    www.co2online.de. Hier kann man die Verbrauchswerte eingeben und bekommt dann eine Auswertung zugemailt. Ich habs aber auch noch selber nachgerechnet. Eckdaten: Heizbedarf: 276 m² * 50 W/m² = 13,75 kW
    13,75 kW x 1900 h/Jahr = 26125 kW/h pro Jahr
    Wärmepumpe 26125 kW/h / 4,2 Beta = 6220 kW/h Stromverbrauch
    6220 * 10,8 Ct = 671,-- EUR Stromkosten + 100 EUR Wartung = 771,-- EUR
    Investitionskosten 33080 EUR / 20 Jahre Nutzungsdauer = 1654,-- EUR
    ergibt = 2425,-- EUR pro Jahr.
    Dachs Gas: Erforderliche Leistung 39187 kW/h (Heizung 2/3 Strom 1/3) ergibt bei einem Wirkungsgrad von 89% = 3825m³ Gas * 69 Ct/m³ = 2646 EUR + 400 EUR Wartung = 3046,-- EUR - 1604,-- Stromverkauf 2/3 und Eigennutzung 1/3 = 1442 ,--EUR
    Investitionskosten: 33740 EUR / 20 Jahre Nutzungsdauer 1687,-- EUR
    ergibt 3129,-- EUR pro Jahr.
    In der ÖKO-Billanz blase ich im Gegensatz zu einem Gas Brennwertgerät 1414 m³ Gas mehr in die Luft um Strom zu erzeugen (Eigenverbrauch 4311 kW/h Verkauf 8621 kW/h).
    Also glaube in meinem Fall bleibt die WP das Richtige.
    Es gibt bestimmt Fälle, wo sich ein Dachs rechnet z.B. im Altbau oder bei Mehrfamilienhäusern, bei gewerblich genutzten Anlagen etc.

    Gerhard
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  13. #11

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    Genau, BHKW ist toll, wenn es um größere Leistungsbedarfe geht. Für Ein- oder Zweifamilienhäuser nach EnEV oder besser aber (noch) zu gross. Vielleicht gibts ja mal Mikro-BHKW irgendwann :-). Aber dann gibts bestimmt auch Gas-WP für kleine Leistungsbedarfe (heute auch nur für Mehrfamilienhäuser, Hotels usw.).

    Gruß, Hendrik
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