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  1. #1

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    1% oder 2% Tilgung. Viel zu wenig?

    Hallo,

    ich informiere mich gerade über die Bayerischen Zinsverbilligten Kredite (labo). Da steht in den Unterlagen:
    "Der Zinssatz beträgt für die ersten 15 Jahre der Laufzeit 0,5 v. H. jährlich"
    ...
    "... Danach beträgt die Tilgung 1 "(in meinem Fall 2)" v. H. jährlich unter Zuwachs der ersparten Zinsen."

    Wenn ich das aber Rechne, komme ich erst auf eine Tilgung des Kredits nach 40 Jahren, wenn ich eine Verzinsung von 6% nach den 15 Jahren annehme. Wenn ich dann die folgefinanzierung noch geringer ansetze, verlängert sich die Laufzeit noch wieter, da der Zuwachs durch die ersparten Zinsen geringer ausfällt.

    Die Rechnung habe ich so gemacht:

    Darlehnssumme 80 000€
    Zinssatz 0,5%
    Tilgung 2%

    ergibt im ersten Tilgungsjahr eine Tilgung von 1600€ und einem Zinszahlung von 400€. Macht eine Gesamtbelastung von 200€. In den folgenden Jahren ergibt sich dann:
    Restschuld: 78400, 76792
    Zins: 392, 383.96
    Tilgung: 1608, 1616.04
    Gesamtbelastung: 2000, 2000

    Für das 16. Jahr hab ich die Jährliche Belastung mit dem erhöhten Zinssatz neu berechnet und dann das Spiel wieder begonnen.

    Rechnen die wirklich erst mit einer Rückzahlung des Gesamtkredits erst nach 40+ Jahren?

    Grüße
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  2. 1% oder 2% Tilgung. Viel zu wenig?

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  3. #2

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    Hallo!

    Der Knackpunkt ist dieser:

    Danach beträgt die Tilgung 1 "(in meinem Fall 2)" v. H. jährlich unter Zuwachs der ersparten Zinsen
    Da Du wenig Zinsen zahlst kann auch nur wenig "ersparte Zinsen" in die Tilgung fliessen.

    Rechenbeispiel 0,5% Zinsen / 5% Zinsen:

    0,5% von 80.000€ sind 400€ Zinsen/Jahr

    5% von 80.000€ sind 4000€ Zinsen/Jahr

    Wenn nach einigen Jahren Laufzeit durch die geringere Restschuld sagen wir mal 5% der Zinssumme in die Tilgung fliesst dann sind das bei 0,5% Zinsen nur 20€/Jahr und bei 5% Zinsen 200€/Jahr.

    Irgendwie müssen sich die 0.5% Zinsen (die unter der Inflationsrate liegen!) ja rechnen.


    Gruß,
    Rene'
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  4. #3

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    bei 0,5% zinsen lohnt überhaupt gar keine tilgung mehr.
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  5. #4
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    Zitat Zitat von Rene' Beitrag anzeigen
    Hallo!

    Der Knackpunkt ist dieser:



    Da Du wenig Zinsen zahlst kann auch nur wenig "ersparte Zinsen" in die Tilgung fliessen.

    Rechenbeispiel 0,5% Zinsen / 5% Zinsen:

    0,5% von 80.000€ sind 400€ Zinsen/Jahr

    5% von 80.000€ sind 4000€ Zinsen/Jahr

    Wenn nach einigen Jahren Laufzeit durch die geringere Restschuld sagen wir mal 5% der Zinssumme in die Tilgung fliesst dann sind das bei 0,5% Zinsen nur 20€/Jahr und bei 5% Zinsen 200€/Jahr.

    Irgendwie müssen sich die 0.5% Zinsen (die unter der Inflationsrate liegen!) ja rechnen.


    Gruß,
    Rene'
    Meine Frage ist ja genau die. Da wegen den 0,5% Zinsen die ersparten Zinsen, auch nach mehreren Jahren, sehr gering sind, geht die Tilgung auch entsprechend langsam voran. So richtig geht das mit der Tilgung ja eigentlich erst los, wenn man nach 15 Jahren einen höheren Zinssatz bekommt und dann ein paar Jahre Zinsen "eingespart" hat. Davor wird ja kaum was getilgt. Ich wundere mich halt, dass wenn man keine Sondertilgungen leistet, man erst nach 40 Jahren abgezahlt hat. Nicht das mich das groß stören würde, es wundert mich halt nur.

    Das die 0,5% sich nicht rechnen ist klar. Es ist ja auch eine Fördermaßnahme der Regierung und kein gewinnorientiertes Angebot einer Bank.
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  6. #5
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    Zitat Zitat von Quelle Beitrag anzeigen
    bei 0,5% zinsen lohnt überhaupt gar keine tilgung mehr.
    Die Frage ist ja hier nicht was sich lohnt, sondern was man zahlen muss. Irgendwann wollen die ja ihr geld auch wieder haben. Die 0,5% sind ja auch "nur" auf 15J festgeschrieben, danach erfolgt eine Anpassung an den Kapitalmarkt (max. 7%).
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  7. #6

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    Ehrlich gesagt, ich verstehe das Problem nicht ganz.
    Die Regeln für die Vergabe sind klar. Entweder man akzeptiert diese oder nicht.
    Eine höhere Tilgung ist nicht erlaubt, um die Förderwürdigkeit zu erhalten. Sondertilgungen sind auch möglich.
    Wenn jemand z.B. 5 % tilgen will, ist er eben für diese Zuschußdarlehen vom Steuerzahler nicht geeignet, so ist der Hintergrund. Davon mag man halten, was man will, es ist einfach so. Da muß man dann eben auf ein Bankdarlehen ausweichen.
    Diese Darlehen sind als Unterstützung gedacht. Zwischenzeitlich kann man sich um die Rückzahlung der anderen Darlehen kümmern.
    Ein weiterer Vorteil des LaBo-Darlehens ist, dass dadurch der Beleihungsauslauf für die erstrangig finanzierende Bank sinkt, da die LaBo im Nachrang selbst finanziert. Ich sehe eigentlich bei diesem Darlehen mehr Vorteile als Nachteile, wenn die Objektdaten passen und man sich deshalb nicht zu sehr verbiegen muß.

    Beste Grüße
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von baufibemu Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt, ich verstehe das Problem nicht ganz.
    Die Regeln für die Vergabe sind klar. Entweder man akzeptiert diese oder nicht.
    Eine höhere Tilgung ist nicht erlaubt, um die Förderwürdigkeit zu erhalten. Sondertilgungen sind auch möglich.
    Wenn jemand z.B. 5 % tilgen will, ist er eben für diese Zuschußdarlehen vom Steuerzahler nicht geeignet, so ist der Hintergrund. Davon mag man halten, was man will, es ist einfach so. Da muß man dann eben auf ein Bankdarlehen ausweichen.
    Diese Darlehen sind als Unterstützung gedacht. Zwischenzeitlich kann man sich um die Rückzahlung der anderen Darlehen kümmern.
    Ein weiterer Vorteil des LaBo-Darlehens ist, dass dadurch der Beleihungsauslauf für die erstrangig finanzierende Bank sinkt, da die LaBo im Nachrang selbst finanziert. Ich sehe eigentlich bei diesem Darlehen mehr Vorteile als Nachteile, wenn die Objektdaten passen und man sich deshalb nicht zu sehr verbiegen muß.

    Beste Grüße
    Nur dass mich keiner falsch versteht. Ich finde das keineswegs von Nachteil so lange Zahlen zu dürfen, ganz im Gegenteil. Ich wollte nur mal nachfragen, ob die wirklich so großzügig sind, dass sie mir 40+ Jahre geben um den Kredit abzustottern. Es kommt mir so gar sehr entgegen, wenn ich das so machen kann. Im Gegensatz zu vielen die hier schreiben, finde ich es, ganz persönlich für meine Situation, besser die monatl. Belastung möglichst niedrig zu halten, auch wenn ich dafür viele JAhre mehr Zahlen muss, und damit auch insgesamt mehr Zinsen Zahle. Ich weiß aber dass das eine nicht sehr verbreitet Meinung ist, daher bruahce ich jetzt keine großen Belehrungen, über wie unwirtschaftlich oder sonst was diese Ansicht ist.

    Grüße
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8

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    du darfst net vergessen, du zahlst ja den Neupreis ab und das solltest du innerhalb einer zeit tun, in der du die sicherheit mit dem haus dagegen hast. spätestens ab 20 jahre hausalter ist wiederaufhübschen angesagt. dann muss wieder extra geld da sein usw.

    deswegen zahlt ja auch keiner ein auto in 20 jahren ab, weil der wert einfach dem kredit entspricht. man muss i.d.R. spätestens nach 10-15 jahren nachkaufen. und dann noch mit den altschulden im nacken?
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  11. #9

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    dem kredit entsprechen muss.
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