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  1. #1

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    Neubau eines Reihenendhaus KFW60 - Energiekonzept wirtschaftlich?

    Hallo,

    ich hoffe das dies das richtige Forum ist für meine Frage.
    Wir sind in den Vertragsverhandlungen mit einem Bauträger für ein Reihenendhaus nach KFW60. Nun habe ich die Baubeschreibung von einem Architekten prüfen lassen. Neben den typischen fehlenden Details ist v.a. eine für mich sehr kaufentscheidende Kritik dabei.

    Das Haus ist geplant mit Abluft-Wärmepumpe mit kontrollierter Wohnraulüftung.
    Das Haus verteilt sich auf 3 Stockwerke mit insg. 123 qm Wohnfläche und 450 Kubatur. Es hat ein Pultdach. Es besteht aus 16 cm dicken Kalksandsteinwänden mit einem 20 cm Wärmedämmverbundsystem. Eine Dämmschicht kommt auch unter den Estrich und aufs Dach. Es gibt keinen Keller.
    Die Heizung wird eine NIBE Fighter 100. Als Heizkörper gibts normale Heizkörper, quasi einer je Raum.
    Fenster haben 1,1 W/qmK.
    Nun wird der Haustyp schon seit Jahren von dem Bauträger gebaut. Ich hatte ein Telefonat mit einem Besitzer, der auch als Enerbieberater arbeitet und im Schnitt 700,- € Stromkosten für Heizung und Warmwasser im Jahr hat, ebenfalls für 3 Personen.
    Laut Gutachten für ein KFW-Darlehen hat 53 KWh/ (m2 a), der Transmissionswärmeverlust beträgt 0,29 W/(qm *K).
    Nun teilte mir der Architekt mit, dass dies aus Energiegesichtspunkten nicht wirtschaftlich zu betreiben sei.
    Das würde das Ende für dieses Projekt für mich bedeuten.
    Für jedwede Meinung bin ich sehr dankbar.
    Mit freundlichen Grüßen
    Andreas
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  2. Neubau eines Reihenendhaus KFW60 - Energiekonzept wirtschaftlich?

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  3. #2

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    ...noch mal bitte zum besseren verständnis : gibt es einen energiepass für dieses wohl schon öfter gebautes haus???
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  4. #3

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    Ich verstehen nicht, was "Energiegesichtspunkten nicht wirtschaftlich zu betreiben" bedeuten soll. 700€ für Heizung und Wasser, ist nicht gerade niedrig, aber ein Haus ist kein Wirschaftsunternehmen.
    Man baut ja ein Haus oder kauft eine S-Klasse, weil man es haben will.
    Ich dachte eigentlich, daß man Wärmepumpen -zumindest bei Neubauten- mit Niedertemperaturflächenheizungen betreibt. Kostet 10000€ (?) mehr, spart 300€ (?) pro Jahr. Nach 33 Jahren hat man die Mehrkosten heraus. Wäre das wirtschaftlich?
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo,

    es gibt keinen Energiepass, nur die Bestätigung für ein KFW60-Darlehen mit den geschilderten Werten.

    Wirtschaftlich bedeutet wohl (ich habe an der Stelle nur zitiert) meint wohl, dass die Stromkosten deutlich zu hoch wären. 700 € sind nicht gerade billig, aber wohl auch nicht zu teuer?

    Danke und Grüße
    Andreas
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  6. #5
    MoRüBe
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    Der 100er ...

    ... ist keine HeizungsWP, sondern nur für Brauchwasser. Also entweder isses der 315, oder heizungstechnisch noch ganz was anderes....
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo,

    steht so in der Baubeschreibung "Typ Nibe Fighter 100 oder vergleichbares".
    Und ist geplant für Brauchwasser und Heizung.
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  8. #7
    MoRüBe
    Gast

    ....

    ...
    Zitat Zitat von Andreas V Beitrag anzeigen
    Hallo,

    steht so in der Baubeschreibung "Typ Nibe Fighter 100 oder vergleichbares".
    Und ist geplant für Brauchwasser und Heizung.
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    is ja gut

    zumindest baulich klingt´s nicht gar so schlecht. 20cm wdvs .. und
    hoffentlich adäquate boden-/dach-/sonstwasdämmung, ordentliche fenster
    (1,1er glas, warme kante), luftdichtigkeit usw. .. wär ned schlecht.

    komisch finde ich die "mauertaktik" und die wischiwaschibeschreibung.

    btw, REH ist natürlich, bei gleicher dämmung, energetisch schlechter als RMH.

    insgesamt nicht zwingend grund, die flinte ins korn zu werfen, aber
    um so mehr, noch gezielter nachzufragen und eindeutig zu regeln.
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  10. #9
    planfix
    Gast
    Die Heizung wird eine NIBE Fighter 100. Als Heizkörper gibts normale Heizkörper, quasi einer je Raum.
    WP und Heizkörper sind:
    Wenn Du Dir eine FBH gönnst kannst Du Betriebskosten sparen und schöner ist es allemale.
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  11. #10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Zitat Zitat von Andreas V Beitrag anzeigen
    Hallo,

    Das Haus ist geplant mit Abluft-Wärmepumpe mit kontrollierter Wohnraulüftung.
    Das Haus verteilt sich auf 3 Stockwerke mit insg. 123 qm Wohnfläche und 450 Kubatur. Es hat ein Pultdach. Es besteht aus 16 cm dicken Kalksandsteinwänden mit einem 20 cm Wärmedämmverbundsystem. Eine Dämmschicht kommt auch unter den Estrich und aufs Dach. Es gibt keinen Keller.
    Wie dick ist denn die Dämmschicht unter dem Estrich (und dem Dach)?? Die kann man später nie wieder verändern.

    Die Heizung wird eine NIBE Fighter 100. Als Heizkörper gibts normale Heizkörper, quasi einer je Raum.
    Oder gleichwertig heißt: Irgendwas

    Fenster haben 1,1 W/qmK.
    Nun wird der Haustyp schon seit Jahren von dem Bauträger gebaut. Ich hatte ein Telefonat mit einem Besitzer, der auch als Enerbieberater arbeitet und im Schnitt 700,- € Stromkosten für Heizung und Warmwasser im Jahr hat, ebenfalls für 3 Personen.
    Laut Gutachten für ein KFW-Darlehen hat 53 KWh/ (m2 a), der Transmissionswärmeverlust beträgt 0,29 W/(qm *K).
    Gleiche Häuser haben je nach Benutzer (-Verhalten) auch den doppelten oder halben Heizbedarf

    Nun teilte mir der Architekt mit, dass dies aus Energiegesichtspunkten nicht wirtschaftlich zu betreiben sei.
    Wessen Archi???
    Hat er das auch begründet??

    Das würde das Ende für dieses Projekt für mich bedeuten.
    Warum??
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  12. #11

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Es ist durchaus möglich und auch nicht unüblich, eine schwache Dämmung mit einer "modernen" Heizungsanlage zu kombinieren und dadurch die Standards einzuhalten.

    Aber nur ein Dämmung spart.

    pauline
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  13. #12
    MoRüBe
    Gast

    Sagt mal, red ich hier gegen ne Wand???...

    ....

    Der Fighter 100 ist ne Brauchwasserwärmepumpe. Selbst dann wenn gleichwertig steht, bedeutet das, Tausch gegen Brauchwasserwärmepumpe. Dat macht nur warmes Brauchwasser. Demzufolge ist das kfw-Gutachten an und für sich für die Tonne.
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  14. #13
    Themenstarter

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    Hallo,

    die Dämmschicht oben und unten ist 20 cm.
    Von den Dämmwerten ist das Haus sicher o.k.. Die Wohnraumlüftung passt ja auch.
    Allerdings hat es meine Frau gerne warm.

    Mit 'nur' einer Brauchwasser-WP vermute ich aus der Sicht des Laien, dass dann der Heizstab ziemlich oft anspringen muss.

    Der Archi ist i.ü. ein von mir engagierter Gutachter für die Baubeschreibung.

    Danke und Grüße
    Andreas
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von JDB
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    Mit 'nur' einer Brauchwasser-WP vermute ich aus der Sicht des Laien, dass dann der Heizstab ziemlich oft anspringen muss.
    Schlimmer. Du hast keine Heizung.

    Reine Abluftwärmepumpen (für Heizung und WW) sind aber grundsätzlich
    nur etwas für minimale Heizlasten! ~2kW, also (Fast-)Passivhäuser.

    Vorsicht!!!
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  17. #15
    Avatar von JDB
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    Frage am Rande...

    Neubau eines Reihenendhaus KFW60 - Energiekonzept wirtschaftlich?
    Warum sollte der Staat etwas fördern, was sich bereits wirtschaftlich darstellen lässt?
    Dann wär er ja schön blöd.
    Die Förderung soll entsprechende Anreize geben, "es" trotzdem zu tun.
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