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Kellerdämmung - innen

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  1. #1
    jackybawue
    Gast

    Kellerdämmung - innen

    Hallo zusammen,

    so langsam wird unser Bauvorhaben ernst.

    Nun stellen sich mir einige Fragen:

    Wir bekommen einen "wasserdichten Keller in Stahlbetonausführung". Die Dämmung außen machen wir selbst, eine Perimeterdämmung von 10 oder 12 mm soll es werden. Zusätzlich lassen wir Isolierverglasung einbauen, und ein schwimmender Estrich mit Wärmedämmung wird auch verlegt.

    Es soll einer (von drei) Kellerräumen beheizt werden. Was ist sinnvoller: ein Niedrigenergieheizkörper oder ein zusätzlicher Kreis für die Fußbodenheizung? Das Haus wird mit Wärmepumpe beheizt werden.

    Im Ursprungsplan (der diese Perimeterdämmung nicht vorsah) waren die Wände "rund um die Treppe" als gedämmte Wände vorgesehen. Ebenso sollten die Türen Klimaschutztüren (heißen die so?) der Klasse drei werden.

    Ist das mit der Dämmung überhaupt noch nötig? Unser Hausvermittler äußert sich dazu nicht besonders klar. Ich habe einen Architekten gefragt, und der meint, dass der Keller sowieso nicht besonders auskühlen wird und wir uns die Innendämmung sparen können.

    Andererseits habe ich gerade in einem meiner "schlauen" Ratgeber gelesen, dass die Betonwände lange brauchen, bis sie warm sind, und daher eine dünne Innendämmung anzuraten sei. Da der beheizbare Raum nicht ständig genutzt - sprich beheizt - wird, wäre eine jeweils lange "Aufwärmzeit" also unpraktisch.

    Kann mich hier jemand ein bisschen schlauer machen?

    Danke im Voraus!

    Jacky
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  2. Kellerdämmung - innen

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Beruf
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    Benutzertitelzusatz
    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Zitat Zitat von jackybawue Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    so langsam wird unser Bauvorhaben ernst.

    Nun stellen sich mir einige Fragen:

    Wir bekommen einen "wasserdichten Keller in Stahlbetonausführung". Die Dämmung außen machen wir selbst, eine Perimeterdämmung von 10 oder 12 mm soll es werden.
    mm ist wohl ein Schreibfehler. Sonst wäre das nicht sinnvoll.


    Es soll einer (von drei) Kellerräumen beheizt werden. Was ist sinnvoller: ein Niedrigenergieheizkörper oder ein zusätzlicher Kreis für die Fußbodenheizung? Das Haus wird mit Wärmepumpe beheizt werden.

    Im Ursprungsplan (der diese Perimeterdämmung nicht vorsah) waren die Wände "rund um die Treppe" als gedämmte Wände vorgesehen. Ebenso sollten die Türen Klimaschutztüren (heißen die so?) der Klasse drei werden.

    Ist das mit der Dämmung überhaupt noch nötig? Unser Hausvermittler äußert sich dazu nicht besonders klar. Ich habe einen Architekten gefragt, und der meint, dass der Keller sowieso nicht besonders auskühlen wird und wir uns die Innendämmung sparen können.
    Innendämmung im Keller ist riskant. Es kann immer Luft hinter die Dämmung kommen. Dann ist der Schimmel vorprogrammiert.

    Andererseits habe ich gerade in einem meiner "schlauen" Ratgeber gelesen, dass die Betonwände lange brauchen, bis sie warm sind, und daher eine dünne Innendämmung anzuraten sei. Da der beheizbare Raum nicht ständig genutzt - sprich beheizt - wird, wäre eine jeweils lange "Aufwärmzeit" also unpraktisch.
    Innendämmung ist gut in Ferienwohnungen im Bayrischen Wald. Die sind schnell aufgeheizt wenn die Gäste kommen. Ansonsten macht man Innendämmung bei denkmalgeschützten Fasaden. Im Neubau sollte man darauf verzichten. Es bestehtimmer die Gefahr, daß Luft hinter die Dämmung kommt. ---> Schimmel !!!

    Kann mich hier jemand ein bisschen schlauer machen?

    Jacky
    Der Keller ist bauphysikalisch immer ein kritischer Raum. Es macht sich gut auf Werbefotos einen lichtdurchfluteten Keller mit offenem Fenster und einer glücklichen Hausfrau vor der Wama darzustellen.

    Den Schimmel hinter den Schränken kann man da nciht sehen. Aaber der ist schnell vorhanden

    pauline
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  4. #3
    jackybawue
    Gast
    Hoppla...

    bei der Stärke der Dämmung habe ich mich vertippt. Pauline hat recht:

    10 mm wären wohl etwas wenig... natürlich sollen es 10 oder 12 Zentimeter werden!

    Danke für den Hinweis.

    Jacky
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  5. #4
    jackybawue
    Gast
    N'abend,

    kann mir wirklich niemand weitere Infos geben?

    Über die Suchfunktion habe ich im Wesentlichen das herausgefunden, was pauline geschrieben hat.

    Ich hatte aber den Eindruck, dass das Problem mit der Innnendämmung (Schimmel) eher bei fehlender Außendämmung besteht.

    Mir geht es unter anderem um das "Aufheizverhalten" von Betonwänden, die (so habe ich es mir angelesen) durchaus eine ganze Menge Wärme "schlucken" können, bevor sie selbst warm werden... Bei von außen gedämmten Kellerwänden dürfte es innen doch gar nicht feucht werden, oder ist das ein Denkfehler? ... das Ganze weitergedacht: wenn die Wände gar nicht so feucht (und kalt) werden, dann ist die Idee mit der Innendämmung eh' Unsinn, oder?

    Vielleicht fällt ja doch noch jemandem etwas dazu ein. Ich drehe mich gedanklich doch irgendwie im Kreis...

    Vielen Dank im Voraus!

    Jacky
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  6. #5

    Registriert seit
    06.2007
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    Beiträge
    177
    Zitat Zitat von jackybawue Beitrag anzeigen
    Es soll einer (von drei) Kellerräumen beheizt werden. Was ist sinnvoller: ein Niedrigenergieheizkörper oder ein zusätzlicher Kreis für die Fußbodenheizung? Das Haus wird mit Wärmepumpe beheizt werden.
    Wir haben im Keller auch einen Raum mit FBH beheizt. Unser Installateur hat von einem Flächenheizkörper abgeraten da dieser aufgrund der niedrigen Vorlauftemperatur sehr groß werden würde. Nachteil der FBH aus meiner Sicht ist, wenn der Raum, wie bei uns, eher selten genutzt wird dauert das Hochheizen recht lange.

    Zitat Zitat von jackybawue Beitrag anzeigen
    Im Ursprungsplan (der diese Perimeterdämmung nicht vorsah) waren die Wände "rund um die Treppe" als gedämmte Wände vorgesehen. Ebenso sollten die Türen Klimaschutztüren (heißen die so?) der Klasse drei werden.

    Ist das mit der Dämmung überhaupt noch nötig? Unser Hausvermittler äußert sich dazu nicht besonders klar. Ich habe einen Architekten gefragt, und der meint, dass der Keller sowieso nicht besonders auskühlen wird und wir uns die Innendämmung sparen können.
    Ich tippe drauf, dass die Aussenkellerdämmung im Ursprungsplan / Typenhausbeschreibung nicht enthalten ist. Das Treppenhaus wird bis zum UG geöffnet sein. Somit gehört der Flur im UG zur beheizten Fläche. Aus diesem Grund sind die Wände des Flurs und die Türen gedämmt. Die Räume dahinter gelten als unbeheizte Fläche. Manche Hausbaufirmen lösen das "Problem" mit einer Tür und geschlossener Treppe zum Keller. Andere Dämmen in so einem Fall auch noch die Decke des unbeheizten Kellers. Dämmt ihr also jetzt den Keller und beheizt sogar einen der Räume, würde ich auf die Innendämmung und die Klimatüren verzichten.

    Ihr wollt den Keller selbst dämmen? - Lasst euch von eurer Baufirma dafür ein Angebot geben und rechnet nur mal eure Materialkosten dagegen. Bei uns waren das ca. 900 EUR Unterschied. Für diese Differenz sind wir das Risiko nicht eingegangen. Denn wenn nacher unter der Dämmung was nicht dicht ist, wird sich der BU immer rausreden wollen ihr habt beim Dämmen was beschädigt. Oder ist die Abdichtung gar Bestandteil der Dämmung? Evtl. habt ihr die Mehrkosten für die Aussendämmung durch das Weglassen der Innendämmung und Klimatüren fast wieder drin.

    norinofu
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  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  8. #6

    Registriert seit
    02.2007
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    Ulm
    Beruf
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    Beiträge
    4,821
    Ist das mit der Dämmung überhaupt noch nötig? Unser Hausvermittler äußert sich dazu nicht besonders klar. Ich habe einen Architekten gefragt, und der meint, dass der Keller sowieso nicht besonders auskühlen wird und wir uns die Innendämmung sparen können.
    Wenn der Keller nun insgesamt als "zur beheizten Hülle gehörend" betrachtet wird, dann ist die Dämmung nach EnEV unnötig, sie ist aber auch nicht schädlich, denn de facto wird man den Keller trotzdem nie so warm aufheizen wie den Rest des Hauses.
    Von daher könnte es durchaus sinnvoll sein, die Dämmung zu belassen.

    Eine neue EnEV-Berechnung und abgeänderter Energieausweis wäre beim reinen Weglassen der inneren Dämmung (eine Innendämmung ist etwas anderes) nötig, um nachzuweisen, dass auch mit der Perimeterdämmung die energetischen Anforderungen erreicht werden. Da Ihr aber einen bisher unbehizten Raum nun beheizt müsst Ihr sowieso neu rechnen lassen, die innere Dämmung spielt bei der Berechnung keine Rolle mehr. Bei einer Heizlastberechnung hingegen würde man u.U. durchaus einen Unterschied feststellen. Dort wird man auch feststellen, inwieweit man die anderen Kellerräume zwnagsläufig mitheizt.

    Mein Tip: Lasst einen FBH-Kreis einbauen, wenn Ihr ohnehin FBH und WP habt. So groß wollt Ihr den Heizkörper gar nicht haben, wie der sonst nötig wird, um effizient und effektiv zu arbeiten.
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  9. #7
    jackybawue
    Gast
    Danke für die Antworten.

    Wir haben am Dienstag einen Termin mit "unserer" Baufirma, da werde ich die Varianten mit und ohne Dämmung, Türen, FBH und Heizkörper mal berechnen lassen.

    @norinofu: Dein Tipp mit der Hausbeschreibung war genau richtig. Es sollte aber nicht die Kellerdecke gedämmt werden, sondern nur die Außenwand des Treppenbereichs und eben der Flur.
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