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Wasserführender Kamin!?

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  1. #1

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    Wasserführender Kamin!?

    Hallo zusammen,

    für unseren Neubau (120m²) haben wir uns von Anfang an einen Kamin
    gewünscht.

    Ein Kollege meines Mannes erwähnte, dass seine Eltern einen wasserführenden
    Kamin zur Heizungsunterstützung hätten.
    Also haben wir unseren Schornsteinfeger danach gefragt, der diesen natürlich
    "wärmstens" empfiehlt, aber auf die zusätzlichen Holzkosten hinweist.

    Unsere Heizungsanlage wird eine Gasbrennwerttherme Wolf CGB-K-20 mit
    Wolf CFK-1-Kollektoren für Brauchwasser- und Heizungsunterstützung.

    Eine wirklich brauchbare Aufrechnung konnten wir bei Google nicht finden.
    Überhaupt gehen die Meinungen hier auseinander.

    Wie seht Ihr das?

    Vielen Dank für Eure Hilfe im Voraus.
    Hannah.
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  2. Wasserführender Kamin!?

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  3. #2
    Avatar von OldBo
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    Wer kein Holz in der Hüttn hat, sollte die Finger davon lassen
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Hannah1978 Beitrag anzeigen
    Also haben wir unseren Schornsteinfeger danach gefragt, der diesen natürlich
    "wärmstens" empfiehlt, aber auf die zusätzlichen Holzkosten hinweist.
    Welche zusätzlichen Holzkosten?

    Durch den Anschluß an den Heizkreis wird der Ofen wirtschaftlicher betrieben, zudem mit höherem Wirkungsgrad. Woher sollen da zusätzliche Holzkosten kommen? Im Vergleich zu einem normalen Kaminofen werden die Holzkosten eher niedriger liegen.

    Ach ja, Gas kostet auch Geld.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4
    Themenstarter

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    Vielen Dank für Deine Antwort, Ralf.

    Der Schornsteinfeger meinte, wenn man den Ofen nutzen möchte, um Gas
    zu sparen, sollte man es sich durchrechnen. Sorry, hätte ich vorher erwähnen
    sollen.

    Aber wir wollen den ja nicht nur nutzen, um Gas zu sparen, sondern um das
    Angenehme mit dem Nützlichen - also, wenn der Ofen schon läuft, kann er
    ja auch gleich die Heizung und das Brauchwasser unterstützen - zu verbinden.

    Oder sind wir hier falsch beraten?
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  6. #5

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    Ja, der Ofen kann schon unterstützen. Ihr müsst nur wissen, wie oft der wirklich in Betrieb ist. Ist tagsüber jemand da, um nachzufeuern? Könnt ihr Holz überhaupt billig genug einkaufen, um gegenüber Gas einen Spareffekt zu haben? Ist in Hamburg schon mal schwieriger als irgendwo draußen auf dem Land. Und stört euch auch die damit verbundene Arbeit nicht? (Die solltet ihr ehrlicherweise auch als Kostenfaktor reinrechnen.)

    Ein wasserführender Kamin, der nur am Wochenende für ein paar Stunden brennt, wird sich nie rechnen. Denn die Mehrkosten sind nicht ohne.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Hannah1978 Beitrag anzeigen
    Aber wir wollen den ja nicht nur nutzen, um Gas zu sparen, sondern um das
    Angenehme mit dem Nützlichen - also, wenn der Ofen schon läuft, kann er
    ja auch gleich die Heizung und das Brauchwasser unterstützen - zu verbinden.
    Richtig. Wenn man sich schon die viele Arbeit macht, dann sollte man auch versuchen, jedes kg Holz möglichst wirtschaftlich zu nutzen. Da ist ein wasserführender Kaminofen der richtige Weg.

    Man muss halt rechnen, denn die Investitionskosten sind auch nicht nicht ohne. Für ein gelegentliches Feuerchen, ist ein wasserführender Kaminofen fast schon zu schade.

    Deswegen zuerst mal die Nutzung abklären. Das beginnt bei der Frage, "Woher kommt das Holz (Preis)"?, und endet dann bei "wie oft kann ich den Ofen nutzen (Anwesenheit)?"

    Bei 120m2 Wohnhaus, wäre auch noch die Heizlast interessant zu wissen, denn so ein Ofen gibt verdammt viel Hitze ab, und wenn man nicht gerade die Hütte in eine Sauna verwandeln möchte, muss man sich Gedanken über die Wärmeverteilung und Speicherung machen.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7

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    Wenn die Therme noch nicht verbaut ist, würde ich mich fragen, ob die nicht etwas überdimensioniert ist, für einen Neubau mit 120 m2 ...
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  9. #8

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    Zitat Zitat von wall Beitrag anzeigen
    Wenn die Therme noch nicht verbaut ist, würde ich mich fragen, ob die nicht etwas überdimensioniert ist, für einen Neubau mit 120 m2 ...
    Die Antwort des Heizers kenne ich schon....

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
    Themenstarter

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    Danke, Danke, Danke an Ralf und Wall.

    Genau das haben wir uns auch gefragt - ist das alles zusammen vielleicht
    nicht etwas überdemensioniert?

    Um den KfW 70-Standard zu bekommen, ist eine Solaranlage für die
    Heizungsunterstützung notwendig, hieß es.

    Der wasserführende Kamin war letztlich unsere Idee und Entscheidung;
    ohne wirklich technisches Wissen oder Kenntnis über das tatsächliche
    Sparpotenzial zu haben.

    Fakt ist, wir würden ihn überwiegend nur abends nach Feierabend sowie
    am Wochenende nutzen, sofern zu Hause.

    Problem ist wohl, dass uns noch niemand wirklich über die Hintergründe und
    den Sinn und Zweck einer solchen Anlage beraten bzw. aufgeklärt hat.

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  11. #10

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    Ein Geld-Sparpotential hat das Ding in aller Regel nicht, im Gegenteil!
    Wenn überhaupt, dann bei nicht wasserführendem Ofen bleiben.

    Und gemeint war nicht der Umstand des zu schlecht gedämmten, daher solar gesundgebeteten Hauses (und der damit komplizierten Anlage), sondern die - zu hohe - reine Heizleistung der Gastherme.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Hannah1978 Beitrag anzeigen
    Genau das haben wir uns auch gefragt - ist das alles zusammen vielleicht
    nicht etwas überdemensioniert?
    Das sagt Dir die o.g. Heizlastermittlung (nach EN12831).

    Zitat Zitat von Hannah1978 Beitrag anzeigen
    Um den KfW 70-Standard zu bekommen, ist eine Solaranlage für die
    Heizungsunterstützung notwendig, hieß es.
    hmm...das lässt vermuten, dass mit der Solaranlage "schöngerechnet" werden soll. Ein Grund mehr die Heizlastermittlung genauer anzuschauen.

    Zitat Zitat von Hannah1978 Beitrag anzeigen
    Der wasserführende Kamin war letztlich unsere Idee und Entscheidung;
    ohne wirklich technisches Wissen oder Kenntnis über das tatsächliche
    Sparpotenzial zu haben.
    Deswegen die Fragen, "woher Holz nehmen" und "wie oft genutzt".

    Zitat Zitat von Hannah1978 Beitrag anzeigen
    Fakt ist, wir würden ihn überwiegend nur abends nach Feierabend sowie
    am Wochenende nutzen, sofern zu Hause.
    Ist tagsüber jemand zuhause? Anscheinend nicht. Da sollte man sich schon überlegen, wann und wie geheizt werden kann.

    Zitat Zitat von Hannah1978 Beitrag anzeigen
    Problem ist wohl, dass uns noch niemand wirklich über die Hintergründe und
    den Sinn und Zweck einer solchen Anlage beraten bzw. aufgeklärt hat.
    Damit man ein Heizkonzept erstellen kann, muss man zuerst einmal einige Fragen klären. Danach kann man sich über Sinn/Unsinn einzelner Komponenten den Kopf zerbrechen.

    Frage: Was für Heizflächen kommen zum Einsatz? FBH oder Heizkörper?

    Gruß
    Ralf
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  13. #12
    Themenstarter

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    So, ich habe gerade noch einmal mit meinem Mann gesprochen (er merkt sich
    irgendwie mehr ;-) )

    Also, die Solaranlage für die Heizungsunterstützung, um den KfW 70-Standard
    zu bekommen, brauchen wir, da das Haus mit 120 m² bzw. Rauminhalt zu klein
    ist. Ehrlich gesagt, so richtig haben wir es nicht verstanden...

    Ich bin tagsüber zu Hause und könnte mit dem Ofen heizen, aber benötigt man
    dafür nicht einen Ofen, der "ewig" laufen darf?

    Im Erdgeschoss bekommen wir komplett Fußbodenheizung, im OG normale
    Heizkörper sowie im Bad zusätzlich Fußbodenerwärmung.

    Das Holz würden wir dann beim Bauern oder ähnlich kaufen müssen.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Hannah1978 Beitrag anzeigen
    Also, die Solaranlage für die Heizungsunterstützung, um den KfW 70-Standard
    zu bekommen, brauchen wir, da das Haus mit 120 m² bzw. Rauminhalt zu klein
    ist. Ehrlich gesagt, so richtig haben wir es nicht verstanden...
    Ich auch nicht.

    Zitat Zitat von Hannah1978 Beitrag anzeigen
    Ich bin tagsüber zu Hause und könnte mit dem Ofen heizen, aber benötigt man
    dafür nicht einen Ofen, der "ewig" laufen darf?
    Ein Ofen sollte schon für Dauerbetrieb zugelassen sein. Alles andere wäre Unsinn.

    Zitat Zitat von Hannah1978 Beitrag anzeigen
    Im Erdgeschoss bekommen wir komplett Fußbodenheizung, im OG normale
    Heizkörper sowie im Bad zusätzlich Fußbodenerwärmung.
    Dann zumindest die Heizkörper auf eine niedrige VL Temp. auslegen lassen, sonst kannst Du solare Erträge kaum bzw. nur schwer verwerten. Eine Solaranlage liefert nur im Sommer hohe Erträge und hohe Temperaturen, und gerade dann musst Du sicherlich nicht heizen.

    Zitat Zitat von Hannah1978 Beitrag anzeigen
    Das Holz würden wir dann beim Bauern oder ähnlich kaufen müssen.
    Ich kenne jetzt die Holzpreise bei Euch nicht, aber in unserer Ecke darfst Du für 1 Ster Buche ofenfertig schon mal 85,- € auf den Tisch blättern. Da wird Holz heizen kaum günstiger als Gas. Hatte ich in anderen threads schon vorgerechnet.

    Gruß
    Ralf
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Im Grunde kann man doch erst sagen, ob es sich lohnt, wenn man weiß,
    welchen wasserführenden Ofen man einsetzt, den genauen Gas- sowie
    Holzpreis kennt, oder?

    Habe soeben im Internet aber folgende Rechnung gefunden:

    1 m3 Erdgas entspricht ca. 10 kWh
    1 m3 Erdgas kostet z.B. 0,59 EUR (Arbeitspreis)
    1kWh aus Erdgas kostet: 0,59 EUR : 10 = 0,059 EUR / kWh

    1 kg Stückholz entspricht ca. 4 kWh
    1 kg Stückholz kosten ca. 0,14 EUR (75 EUR / 528 kg Buche)
    1kWh aus Stückholz kostet: 0,14 EUR : 4 = 0,035 EUR / kWh

    Demnach wäre Holz (in diesem Fall Buche) günstiger als Gas. Ist das
    wirklich so "einfach"? Kann man das so pauschalisieren oder gehört da
    noch mehr zu?

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  17. #15

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    Da gehört noch deutlich mehr dazu. Z.B. der jeweilige Anlagenwirkungsgrad.
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