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  1. #1
    Avatar von micha2412
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    Frage WDVS Plattenstöße werden dunkel

    Hallo Kollegen und Mitglieder im Forum

    Die beiden Fotos habe ich letzte Woche gemacht. Der Putz ist ca. 6 Monate alt!!

    Dieses Erscheinungsbild ist nur auf der Westseite zu erkennen.

    Ist das Problem bekannt? Oder etwas neues??

    http://www.bauexpertenforum.de/attac...1&d=1300460784

    http://www.bauexpertenforum.de/attac...1&d=1300460784

    Viele Grüße
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  2. WDVS Plattenstöße werden dunkel

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  3. #2
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    WDVS
    Ich habe momentan einen Gutachtenauftrag da ist es ähnlich.
    Daher kann ich hier nicht viel zu schreiben.
    Erwarten würde ich das Phänomen aber auch / insbesondere an der Nordseite.
    Mail mich mal an.
    Mit Angabe des Hersteller und Material.
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  4. #3
    Avatar von Hundertwasser
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    Stoßfugen der Dämmplatten offen oder mit Armierungsmörtel verschmiert.Folgeschäden vorprogrammiert.
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  5. #4
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    Wenn es zu verschiedene Feuchtegehalte im Bereich der Fugen kommt.
    Warum kommt es zu unterschiedlichen Feuchtegehalten. Spannende Frage.
    Offenen Fugen wenn hier mehr Unterputz vorhanden ist, als in der Fläche . Unterschiedliche Masse an verschiedenen Stellen, hierdurch unterschiedliche Feuchtespeicherung?
    Weiterhin, dass durch eine offene Fuge (wegen des wesentlich geringeren Diffusionswiderstandes) im Fugenbereich mehr Feuchtigkeit per Diffusion nach außen transportiert wird, als im Bereich der Dämmplatten.
    So wie ich das sehe brauche ich offene Fugen mit Kontakt zur kalten Außenluft oder hohe Feuchtigkeit im Innenraum das hier durch diffundieren will. Oder es reichert sich mehr Tauwasser von außen im Unterputz an.
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  6. #5
    Themenstarter
    Avatar von micha2412
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    Hallo Mark,

    ich kann dir leider keine Angaben machen.

    Da ich täglich an diesem Bau vorbeifahre ist es mir nur aufgefallen.

    Also wahrscheinlich zu grosse Fugen zwischen den Platten und dort ist nun die Schwachstelle....

    Sanierung möglich? Oder komplett zu erneuern?
    Wie sieht es mit den anderen 3 Fassadenseiten aus? Ist dieses Phänomen dort auch zu erwarten?

    Hallo Hundertwasser,

    welche Folgeschäden können denn dort noch entstehen, außer optischer Schaden?
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  7. #6
    Avatar von Hundertwasser
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    Mark hat ja schon das Wesentliche gesagt. Folgeschäden entstehen durch die stehende Feuchtigkeit in den Fugen, ob sie jetzt frei vorliegt oder ob sie in dem Armierungsmörtel in der Fuge gespeichert ist.

    Nach außen wird in den Stoßbereichen mit erhöhtem bzw. vorschnellen Algen- und Pilzwachstum zu rechnen sein. Außerdem können Frostschäden entstehen wenn im Winter das Fugenwasser auffriert. Letztlich wäre also eine komplette Zerstörung des WDVS möglich.

    Nach innen hast du auf jeden Fall ein Wärmebrückenproblem. Das heisst, das auch an der Innenseite durch partiell niedrige Temperaturen Kondenswasser entstehen kann. Zusätzlich wird auch das Mauerwerk von außen feucht werden. Hängt dann von der Menge des Wassers und vom Wandaufbau ab, ob dieser durchdrungen wird.

    Letztendlich tritt natürlich auch ein höherer Wärmeverlust über die Fassade auf als berechnet. Meines Erachtens deutet alles darauf hin, das bestehende WDVS umfassend zu sanieren oder gleich abzureissen. Über die juristischen Implikationen kann vielleicht Mark noch mal etwas schreiben (Mangel - Mangelfreiheit - Mangelbeseitigung usw.) Es stellt sich auch die Frage, ob durch eine Sanierung überhaupt ein mangelfreier Zustand hergestellt werden kann.
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  8. #7
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    Das Problem mit der Wärmebrücke widerspricht sich im ersten Gedankengang.
    Siehe Tellerdübelabzeichnungen bei vielen Fassaden.
    Wo sich die Wärmebrücke befindet, trocknet idR das von außen aufschlagende Tauwasser früher ab als in der Fläche. Es kommt oftmals genau hier nicht zur Veralgung.
    Hier muss also der Effekt vorliegen, dass die im Mörtel gespeicherte Feuchtigkeit um soviel größer ist, als in der restlichen Fläche, so, dass es diese "frühere Abtrocknung" übersteigt.
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  9. #8
    Themenstarter
    Avatar von micha2412
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    Zitat Zitat von Carden, Mark Beitrag anzeigen
    Hier muss also der Effekt vorliegen, dass die im Mörtel gespeicherte Feuchtigkeit um soviel größer ist, als in der restlichen Fläche, so, dass es diese "frühere Abtrocknung" übersteigt.
    Ja, das erscheint mir logisch.
    Aber wie könnte man diesen Schaden beheben?



    Ich bin froh das ich meinen Kunden die Massivbauweise ohne WDVS immer ans Herz lege......
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  10. #9
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    Wobei wir wider bei der erste Fragen sind. Siehe #4
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  11. #10
    Avatar von Hundertwasser
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    Zitat Zitat von Carden, Mark Beitrag anzeigen
    Das Problem mit der Wärmebrücke widerspricht sich im ersten Gedankengang.
    Wärmebrücken z.B. bei Dübelabzeichnungen sind imho von Wärmebrücken bei Stoßfugen zu unterscheiden. Bei letzteren kann durch Diffusionsprozesse vom Gebäudeinneren feuchtigkeit "von hinten" zugeführt werden und durchfeuchtet an dieser Stelle den Unterputz. Feuchtenachschub ist garantiert so lange entsprechende Verhältnisse (innen warm/feucht - außen kalt/trocken) vorliegen. Mit dem Speichervermögen des Untergrundes hätte das bei dieser Konstellation also nicht sehr viel zu tun.
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  12. #11
    Avatar von Hundertwasser
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    Stelle ich mir ungefähr so vor:

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  13. #12
    Themenstarter
    Avatar von micha2412
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    Wobei sich mir immer noch die Frage stellt wie so ein Fehler saniert werden kann?
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  14. #13
    Avatar von Hundertwasser
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    rein technisch gesehen müsste der Unterputz runter und dann die Fugen verschlossen werden. FDazu wäre zu klären:

    Sind offene Stoßfugen wirklich die Ursache?
    Kann durch das Schließen der Fugen (wen Ursache) tatsächlich eine mangelfreie Leistung hergestellt werden?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Wieland
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    Zitat Zitat von micha2412 Beitrag anzeigen
    Wobei sich mir immer noch die Frage stellt wie so ein Fehler saniert werden kann?

    Ich vermute, daß man die Dämmplatten wieder vollflächig u. Kraftschlüssig
    auf das Mauerwerk anbringen muß, und nicht punktuell mit Montageschaum
    befestigen sollte.
    Damit Kondensat und Dampf / Druck erst gar nicht enstehen kann.

    Grüße
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  17. #15
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    Zitat Zitat von Hundertwasser Beitrag anzeigen
    Wärmebrücken z.B. bei Dübelabzeichnungen sind imho von Wärmebrücken bei Stoßfugen zu unterscheiden.
    Genau das wollte ich damit ausdrücken.
    Nicht die Wärmebrücke selber ist das Problem, sondern etwaige Diffusion von Innen, oder Hinterlüftung und Fugenauskühlen mit Verbindung nach außen. Das ganze im Bereich der nicht stumpf gestoßenen Platten, weil, geringerer Diffusionswiederstand / bzw. möglich Durchlüftung.
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