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Liapor-Fertigteill-Wand ...

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  1. #1

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    Liapor-Fertigteill-Wand ...

    Ich habe vor, ein Haus aus Liapor-Fertigteilen zu bauen.

    Dabei habe ich eine schwäbische Firma mit einem badischen Namen im Kopf ...

    Ich bin mir jedoch unsicher, ob diese Wände bzw. diese Bauweise gegenüber der herkömmlochen Bauweise einen Nachteil darstellen ...

    Hat jemand Erfahrungen mit einer solchen Liapor-Fertigwand bzw. Fertighaus? Es handelt sich um eine Klimawand mit dem U-Wert 0,165 W/m2K.

    Da keine Tragwünde verwendet werden, wird eine Spannbetondecke eingezigen...


    So Leute ... Brainstorming ... Was denkt ihr ? Oder habt ihr schon Efrfahrungen gemacht ?


    Gruss Manuel
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  2. Liapor-Fertigteill-Wand ...

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  3. #2

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    Hallo Mamo,

    wir bauen derzeit mit ist doch egal

    Am Anfang stand bei uns auch die Frage nach der Bauweise bzw. dem Wandmaterial.

    Holzständerbauweise schied für uns aus wg. der ungünstigeren Bauphysikalischen Eigenschaften (vor allem der geringen Temperaturamplitudendämpfung mangels Masse) und des geringeren Wiederverkaufswerts.

    Im Vergleich zu anderen (Stein auf Stein) Massivhäusern haben uns vor allem folgende Alleinstellungsmerkmale überzeugt:
    - Flexible Grundrissgestaltung da keine tragenden Innenwände notwendig.
    - Abgehängte Decke im EG ermöglicht einfache Unterbringung von Einbauspots oder Dunstabzugsrohren.
    - Obwohl unser Haus nur eineinhalbgeschossig ist haben wir im OG nochmals ein massives Kehlelement (bei anderen Häusern i.d.R. aus Holz).
    - Das Haus ist durch die durchgängigen Wandelemente ziemlich stabil / erdbebensicher.

    Bislang haben wir größtenteils positive Erfahrungen gemacht.
    Das einzige was uns nicht so gut gefällt ist dass es letztlich bis Baubeginn länger gedauert hat als gedacht. Die Verzögerungen kamen meist zustande durch zeitaufwändige Klärungen für konstruktive Details die in irgend einer Weise vom "Standard" abwichen.

    Viele Grüße aus Freiburg i.Br. !

    p.s. Den Auswahlprozess, den Baufortschritt sowie unsere Erfahrungen dokumentieren wir in unserem Hausbau-Blog:

    http://unserhausbauabenteuer.wordpress.com
    Geändert von sepp (06.11.2011 um 17:08 Uhr) Grund: Keine Produkt- und Firmenbewertungen!
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  4. #3

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    Zitat Zitat von steppenwolf1977 Beitrag anzeigen

    1.....Am Anfang stand bei uns auch die Frage nach der Bauweise bzw. dem Wandmaterial.

    2.....Holzständerbauweise .... geringen Temperaturamplitudendämpfung mangels Masse) und des geringeren Wiederverkaufswerts.

    3.....- Flexible Grundrissgestaltung da keine tragenden Innenwände notwendig.
    - Abgehängte Decke im EG ermöglicht einfache Unterbringung von Einbauspots oder Dunstabzugsrohren.
    - Obwohl unser Haus nur eineinhalbgeschossig ist haben wir im OG nochmals ein massives Kehlelement (bei anderen Häusern i.d.R. aus Holz).
    - Das Haus ist durch die durchgängigen Wandelemente ziemlich stabil / erdbebensicher.


    zu1.... wie üblich...

    zu2.... und du glaubst allen Ernstes, diese Amplitudendämpfung hätte in der Realität überhaupt einen Stellenwert...? ...wenn sie mit Temperatureintrag durch offene Fenster/Türen konkurriert....?
    ...und du glaubst allen Ernstes, ein gut gebautes, vergleichbares Holzhaus brächte bei einem Wiederverkauf weniger?

    zu 3.......keine tragenden Innenwände...abgehängte Decken...alles konstruktiv und nicht abhängig vom Wandmaterial...
    ....Kehlelement massiv....wenn man es braucht?!
    ....wie war das noch mal...in Erdbebenregionen bleiben die Holzhäuser bevorzugt stehen...? Erdbebensicher ist ein Haus dann, wenn es dafür konstruiert ist....

    Klingt für mich als ob du dir da sehr viel schöngeredet hast....um die teure Ausführung zu legitimieren?!
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  5. #4

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    Hi Bernix,

    Zitat Zitat von bernix Beitrag anzeigen
    zu1.... wie üblich...
    zu2.... und du glaubst allen Ernstes, diese Amplitudendämpfung hätte in der Realität überhaupt einen Stellenwert...? ...wenn sie mit Temperatureintrag durch offene Fenster/Türen konkurriert....?
    Genau, das glaub ich allen Ernstes.
    Ich war schon oft genug im Hochsommer in Häusern mit unterschiedlichen Wandmaterialien - man spürt den Unterschied. Natürlich wesentlich stärker wenn man nach dem Lüften am Morgen die Fenster zu macht und auf der Südseite mit den Rollläden für etwas Abschattung sorgt. BTW: Schon mal im Hochsommer in einer alten Kirche gewesen? Und zum Vergleich in einer Kirche aus Holz (USA) ?

    zu 3.......keine tragenden Innenwände...abgehängte Decken...alles konstruktiv und nicht abhängig vom Wandmaterial...
    ....Kehlelement massiv....wenn man es braucht?!
    ....wie war das noch mal...in Erdbebenregionen bleiben die Holzhäuser bevorzugt stehen...? Erdbebensicher ist ein Haus dann, wenn es dafür konstruiert ist....
    Ich habe nicht behauptet dass ein Holzhaus weniger erdbebensicher ist.
    Aber ein Haus aus Beton-Fertigwandelementen wird tendenziell stärkere Erdbeben aushalten als ein durchschnittliches "Stein-auf-Stein" gemauertes Haus.

    Klingt für mich als ob du dir da sehr viel schöngeredet hast....um die teure Ausführung zu legitimieren?!
    Nö, schöngerechnet hab ich mir nichts. Ich bin bei meiner Entscheidung einfach meinem physischen Verständnis und meinem Bauchgefühl gefolgt.

    Wenn Du Häuser in Holzrahmenbauweise bevorzugst dann ist das ok.
    Auch wenn ich bei den kommentierten Punkten keinen Anlass sehe an meiner Sicht der Dinge etwas Grundlegendes zu ändern.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von steppenwolf1977 Beitrag anzeigen
    Genau, das glaub ich allen Ernstes.
    Ich war schon oft genug im Hochsommer in Häusern mit unterschiedlichen Wandmaterialien - man spürt den Unterschied. Natürlich wesentlich stärker wenn man nach dem Lüften am Morgen die Fenster zu macht und auf der Südseite mit den Rollläden für etwas Abschattung sorgt. BTW: Schon mal im Hochsommer in einer alten Kirche gewesen? Und zum Vergleich in einer Kirche aus Holz (USA) ?.
    Eine möglichst wenig schwankende Temperatur kann man natürlich mit Speichermasse begünstigen. Sie schwankt zwar weniger, erhöht sich aber in einer Phase heißer Tage....
    Das Vergleichen einer Holzkirche vs einer alten massiven Kirche und eine Übertragung der Erkenntnisse auf ein modernes Gebäude ist sicher nicht zielführend. Dazu weicht das moderne massive Wohngebäude sowohl was den Wandaufbau/Fensteranteil als auch die Nutzung angeht zu weit von der Kirche ab.

    Ob dein Konzept aufgeht wird sich zeigen...es kann sehr schnell daran scheitern, dass die Speicherkapazität sehr viel geringer als gedacht ist, die tagsüber eingetragene Wärme (Fenster, auch abgeschattete, nicht unterschätzen) des Nachts nicht abgeführt werden kann...sei es weil die Fenster nicht weit geöffnet werden können, keine Luftbewegung stattfindet oder die Lüftungsanlagen keinen Sommerbypass hat....

    Zitat Zitat von steppenwolf1977 Beitrag anzeigen
    Ich habe nicht behauptet dass ein Holzhaus weniger erdbebensicher ist.
    Aber ein Haus aus Beton-Fertigwandelementen wird tendenziell stärkere Erdbeben aushalten als ein durchschnittliches "Stein-auf-Stein" gemauertes Haus..
    ..sofern die Elemente bewehrt sind, vielleicht
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  7. #6

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    Jaja - die Speichermasse.
    Da muss ich immer an einen meiner Profs denken, der in sein Haus so viel Speichermasse eingebaut hatte, dass er immer als erster die Heizung ein und als letzter ausschalten durfte.
    Uuuppps

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  8. #7

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    ..sofern die Elemente bewehrt sind, vielleicht
    Jep, die Wände sind mit Stahlmatten bewehrt (vom Projektleiter bestätigt)


    Zum Thema Raumklima werde ich nach dem Einzug (irgendwann im Frühling 2012) von unseren Eindrücken und Erfahrungen berichten.
    Erfahrungen bis dahin siehe Blog.
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  10. #8

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Jaja - die Speichermasse.
    Da muss ich immer an einen meiner Profs denken...
    War das ein Ziegelphysiker namens M.?
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  11. #9

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    Zitat Zitat von bernix Beitrag anzeigen
    ...und du glaubst allen Ernstes, ein gut gebautes, vergleichbares Holzhaus brächte bei einem Wiederverkauf weniger?
    Ich glaube das auch, genauso wie der größte Teil der Leute, die ich ausserhalb dieses Forums kenne, und genau deswegen wird es wohl auch so sein. Nicht weil es vielleicht so ist, sondern weil die Leute es subjektiv so sehen, und deswegen bereit sind fürs Massivhaus mehr zu zahlen, unabhängig von der Ausführungsqualität und den bauphysikalischen Eigenschaften des Wandaufbaus.

    Es gibt Firmen, die mit genau diesem Wissen schon seit vielen Jahren sehr viel Geld verdienen....
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