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Kalksandstein mit WDVS

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  1. #1

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    Kalksandstein mit WDVS

    Hallo liebe Experten,

    ich beschäftige mich schon sehr lange mit dem geplanten Neubau eines EFH und habe mich auch schon mit der Frage des "perfekten Steins / Wandaufbaus" auseinander gesetzt.

    Das es DEN Stein usw nicht gibt, habe ich längst kapiert, allerdings scheint KS mit einem WDVS doch einige Vorteile zu haben: Der Stein trägt, das WDVS dämmt. KS soll eine top Wärmespeicherfähigkeit haben, die *Sommer wie Winter* die Temperatur gut reguliert.

    Zudem wird eine Außendämmung als sehr vorteilhaft gesehen, da die tragende KS-Wand immer im frostfreien Bereich liegt, Wärmebrücken vermieden werden und die Innentemperatur der Wand höher ist (als ohne Außendämmung).

    Klingt für mich als Laien nach einem idealen System

    Nach diesem Aufsatz nun meine Frage: Welche Nachteile ergeben sich aus Euerer Sicht und wie schwerwiegend sind diese??

    Hier und da werden WDVSysteme geradezu verteufelt, weil sie eben auch sensibel zu sein scheinen. Wie lange halten sie und muss ich davon ausgehen, sie irgendwann komplett ersetzen zu müssen, was ggü. einer monolytischen Bauweise doch wieder ein Nachteil wäre (zumindest finanziell)....

    Nun freue ich mich auf Eure Meinungen aber bitte nicht zu sehr mit mir schimpfen
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  2. Kalksandstein mit WDVS

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  3. #2
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    Niemand der etwas zu meiner Frage antworten möchte...?
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  4. #3

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    Hier und da werden WDVSysteme geradezu verteufelt
    wer sagt das?
    die EFH in meiner freien zeit sind alle aus KS mit WDVS gebaut.
    immer noch die erste wahl, wenn filigrane ansichten mit viel beton gebaut werden sollen.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von DanielBu Beitrag anzeigen

    Das es DEN Stein usw nicht gibt, habe ich längst kapiert, allerdings scheint KS mit einem WDVS doch einige Vorteile zu haben: Der Stein trägt, das WDVS dämmt. KS soll eine top Wärmespeicherfähigkeit haben, die *Sommer wie Winter* die Temperatur gut reguliert.


    Nun freue ich mich auf Eure Meinungen aber bitte nicht zu sehr mit mir schimpfen
    ...guter Anfang

    und wenn du hier mal querliest, dann siehst du dass der Punkt eher unbedeutend ist.
    Fehlende Wärmespeichermöglichkeit kann man mit Elektronik relativ gut auch nachträglich in den Griff bekommen...
    Bei mangelhaftem Schallschutz wirds schon schwieriger...
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  6. #5

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    Zitat Zitat von DanielBu Beitrag anzeigen
    Niemand der etwas zu meiner Frage antworten möchte...?
    Das Thema wird hier ständig rauf und runter diskutiert. Vielleicht ist deswegen die Resonanz auf die Frage etwas "dünn".

    Letztendlich solltest Du anhand Deiner Anforderungen entscheiden, welcher Wandaufbau für DICH am besten ist. Mit KS und WDVS kann man sehr gut bauen, aber auch andere Wandaufbauten funktionieren.

    Neben den statischen Parametern sind üblicherweise Schall- und Wärmedämmung die wichtigsten Kriterien. Die Wärmespeicherkapazität ist auch ein Punkt der gerne gefordert wird, hat aber meist nicht die Priorität wie Schall- und Wärmedämmung. Weitere Punkte wie beispielsweise "Verarbeitung" müssen den Bauherrn nicht kümmern, das ist Sache der Firma die das Haus bauen soll.

    Kosten spielen natürlich auch eine Rolle, wobei man hier immer den kompletten Wandaufbau berücksichtigen muss. Aufgrund der starken regionalen Unterschiede kann man hierzu aber keine pauschale Antwort geben.

    Also, nicht zuerst über den Stein nachdenken, sondern erst einmal die eigenen Anforderungen definieren. Danach kann man sich über die verschiedenen Wandaufbauten Gedanken machen.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
    ManfredH
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    Zitat Zitat von DanielBu Beitrag anzeigen
    Niemand der etwas zu meiner Frage antworten möchte...?
    Wird wahrscheinlich daran liegen, dass der Wandaufbau KS+WDVS dermassen ungewöhnlich ist, so dass keiner hier im Forum Erfahrungen damit hat, und sich auch über die Forums-Suchfunktion oder per google in den Weiten des Internets keinerlei Infos darüber finden lassen ? ...

    sorry,

    edit: oops, R.B. war schneller
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  8. #7

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    Zitat Zitat von bernix Beitrag anzeigen
    Fehlende Wärmespeichermöglichkeit kann man mit Elektronik relativ gut auch nachträglich in den Griff bekommen...
    Wie geht das denn?
    Wenn schon, dann nur mit zusätzlichem (nicht unerheblichem) Energieeinsatz!
    Daher für die Konzeption eines Neubaus ME keine Option.
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  9. #8
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    Mal etwas Erbarmen:

    KS + WDVS wird ständig überall verbaut.
    Wanddicke von 15er Bauträgerspar bis ...

    Es gibt verschiedene WDVS.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Julius Beitrag anzeigen
    Wie geht das denn?
    Wenn schon, dann nur mit zusätzlichem (nicht unerheblichem) Energieeinsatz!
    Daher für die Konzeption eines Neubaus ME keine Option.
    ....du denkst an eine Klimaanlage?

    Nein....gemeint ist eine zb sonnenabhängige Rolladensteuerung und eine geregelte einfache Lüftungsanlage, die nachts die Raumtemparatur (wieder) auf 22Grad (oder weniger wenn gewünscht ...meistens gehts, die wenigen Tage im Jahr, bei denen die Nachttemperatur nicht unter 20° abfällt lassen wir mal aussen vor)absenkt.
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  11. #10
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    Danke für die ersten Antworten.

    Jeder Bauherr ist nunmal mit den Angeboten an Möglichkeiten überfordert und das mit den eigenen Anforderungen ist so eine Sache: es ist halt schwer einzuschätzen WIE schlecht der schwache Schallschutz beim Porenbeton denn nun WIRKLICH ist oder wie das Raumklima von diesem oder jenem Stein denn wie beeinflußt wird und wie sich das "anfühlt".

    Aber zurück zu meiner Frage:

    Ich habe mich ja nun eigentlich auf KS mit WDVS festgelegt, weil sich hierüber aus bauphysikalischer Sicht sehr viel Positives in der Literatur finden lässt. Meine Überlegung ist nur: Muss ich davon ausgehen, dass man das WDVS irgendwann mal komplett ersetzen muss wogegen ich bei einer monolitischen Wand (z. B. aus Porenbeton) nur alle 10 Jahre mal streichen muss, so dass sich etwaige Vorteile des KS+WDVS (wirtschaftlich betrachtet) neutralisieren?

    Danke für jede Anregung.
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  12. #11
    Avatar von Hundertwasser
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    Deine letzte Frage ist schwer zu beantworten. Es gibt WDVS seit ca. 60 Jahren. Früher wurden da viele Fehler gemacht die heute bei einer korrekten Ausführung nicht mehr vorkommen. Heute gehen wir daran, vorhandene WDVS aufzudoppeln, die meisten WDVS lassen das meiner Erfahrung nach zu. Auch WDVS Fassaden müssen ab und zu gestrichen werden, keine Frage. Schäden bei falscher Verarbeitung gibt es auch bei monolithischem Mauerwerk. Aus meiner Sicht also ein klares Unentschieden.
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  13. #12
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    Da gehts schon los:

    KS-WDVS vs. Porenbeton

    Das steht praktisch nicht als Alternative an. Viel zu unterschiedliche Anforderungen/Eigenschaften/Vor- und Nachteile. Nicht vergleichbar.

    Also: man setzt für sich einen Qualitätsanspruch, die Randbedingungen Schall-, Wärmeschutz, Grundriss, Etagen, ... mit den Planern dann gehts los.

    So losgelöst kann man auch getrocknete Öko-Lehmziegel vs. T7 als Alternative sehen.
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13
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    Danke, Hundertwasser, für Deine Antwort.

    Genau in diese Richtung geht meine Frage, ich werde verstanden!

    Übrigens:
    Wir bauen in einer ruhigen, fast dörflichen Gegegend, da spielt Schallschutz keine übergeordnete Rolle. Aus dieser Sicht könnte ich dann mit jedem Stein bauen. Es soll ein "stinknormales" EFH werden ohne Besonderheiten. Auch hinsichtlich der Tragfähigkeit, Rohdichte etc. sehe ich keine besonderen Anforderungen. Konforme Wärmedämmung ist auch mit allen gängigen Materialien machbar. Also was soll dann jetzt den Ausschlag geben?

    Und da bin ich eben bei "Langlebigkeit", Erfahrungswerten, Wirtschaftlichkeit angelangt. Ferner liest man viel Gutes über K+S mit WDVS aus bauphysikalischer Sicht, siehe zum Beispiel hier (zum Thema WDVS bei Neubauten):

    http://www.iwu.de/fileadmin/user_upl...espi/espi2.pdf

    Danke für jeden weiteren (freundlichen) Hinweis, ob ich mich auf einem Guten Weg befinde.
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  16. #14
    Themenstarter

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    Hallo,

    habe mal über den U-Wertrechner noch ein bisschen experimentiert: Auch der Hitzeschutz scheint bei KS+WDVS (17,5 + 20,0 WDVS) prima zu sein mit einer (dort) als "optimal" bezeichneten Phasenverschiebung von gut 11h und Amplitudendämpfung von 154. Findet man so bei keinem anderen Stein (einschalig).

    Verbunden mit gutem Schallschutz und sorgloser Tragfähigkeit sind das doch eine Menge Argumente (zumindest gegen Poroton und Porenbeton), sichr auch preislich. Warum sich dann also für Poroton oder PB entscheiden??
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