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  1. #1
    Faesing
    Gast

    Zementestrich nach 10 Wochen nicht trocken

    Hallo liebes Forum,

    vor 9 Wochen wurde in unserem Haus der Estrich eingebaut. Ich nehme an, dass es Zementestrich ist, der keine Beschleuniger enthält. Das Estrichausheizprogramm der Fußbodenheizung wurde nach 6,5 Wochen mit Tag 8 begonnen. 1,5 Wochen später hat unser Bauleiter mit einem Digitalmessgerät (mit zwei Messpitzen, die er in den Estrich geschlagen hat) den Feuchtegehalt gemessen. Diese Messung ersetzt nicht die CM-Messung sagte er, hat aber doch eine gewisse Aussage. Die Anzeige zeigte über 70, unter 34 währe der Estrich trocken. Also hat er das Ausheizprogramm der FB auf Tag 4 (Beginn der 45°C Periode) zurückgestellt und gesagt, wir müssten die Fenster geschlossen halten und 3 mal am Tag Stoßlüften um die Feuchtigkeit rauszubekommen. Eine Woche später war dann der Parkettleger da und hat die CM-Messung gemacht. Ergebnis: über 3% Restfeuchte, lange Gesichter und böse Worte.
    Der Bauleiter schlug jetzt vor einen Bautrockner aufzustellen um die Feuchtigkeit aus dem Haus zu bekommen. Ich habe aber an anderer Stelle gelesen, dass dieses zum Estrichaustrocknen nicht geeignet währe.
    Habt ihr einen Vorschlag, wie man den Estrich sinnvoll trocknen könnte?

    Der Estrich im OG war übrigens deutlich trockener. Mit dem Digitalmessgerät hat der Bauleiter hier einen Wert unter 30 gemessen.
    Die Verzögerung beim EG Estrich könnte auch mit dem darunterliegenden Keller zu tun haben. Dieser war nach dem Estricheinbau klitschnass. Das Wasser tropfte von der Decke. Trocken wurd der Keller erst, als vor 4 Wochen die Fenster außen freigeschaufelt wurden und sich endlich öffnen ließen. Aber kann ein feuchter Keller einen so großen Einfluss auf den Estrich im EG haben?

    Vielen Dank im Voraus,

    M. Faesing
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  2. Zementestrich nach 10 Wochen nicht trocken

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  3. #2

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    Bzgl. der Bautrockner... die kann ich dir nur empfehlen. Bei uns ist EG, OG und DG wirklich trocken, aber der Keller.... trotz Stoßlüften immer noch richtig feucht. Daher haben wir uns nun für ein großen Bautrockner entschieden. Diesen kann man übers Internet bestellen und sich liefern lassen. Wir bezahlen nun pro Tag 6,- Euro Netto miete. Nach 5 Tagen merkte man schon, wie der Putz und Estrich heller wird. Insgesamt lassen wir das Gerät rund 3 Wochen durch laufen. Der Stromzähler rattert, aber wir brauchen einen trockenen Keller wenn wir einziehen. Und trocken heizen ist bei uns nicht. Im Abstellkeller gibts bei uns keine Heizung. Lediglich im Büro von meinem Mann stehen 2 fette Heizkörper die aber noch nicht angeschlossen sind
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  4. #3
    Avatar von coroner
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    Bei der gegenwärtigen Witterung kein Wunder.

    Also Heizung nochmal hochdrehen,
    3-4 Bautrockner rein, auch in den Keller.
    je nach Fassungsvolumen täglich ein bis zweimal leeren.
    Ventilatoren zum Umwälzen der Luft schaden auch nicht.
    Fenster bei techn. Trocknung eher zulassen.
    Nicht auf den Stromzähler schauen, sondern nur froh sein, dass es zeitlich klappt.
    (Wobei hauptsächlich die Bauheizer am Strom ziehen wie'd Sau, die Trockner sind noch human)
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  5. #4
    Faesing
    Gast
    Danke für die Antworten,
    ich hab´ jetzt drei Bautrockner aufgestellt und zieh jeden Tag ca. 10 - 15 l Wasser aus dem Haus (nur EG). Die Luftfeuchtigkeit liegt bei Konstanten 58%.

    Von Bekannten wurde mir gesagt, dass ein normaler Zementestrich auch ohne Zusätze und bei schlechter Witterung nach spätestens nach 6 Wochen belegreif sein muss. Wenn der nach 10 Wochen immer noch über 3% Restfeuchte hat stimmt was nicht. Sie hatten die Fußbodenheizung in Verdacht, aber die läuft seit vier Wochen mit 1,2 - 1,9 bar Druck. Das lässt doch eher nicht auf Undichtigkeiten schließen oder?
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  6. #5

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    Zitat Zitat von Faesing Beitrag anzeigen
    Von Bekannten wurde mir gesagt, dass ein normaler Zementestrich auch ohne Zusätze und bei schlechter Witterung nach spätestens nach 6 Wochen belegreif sein muss.
    Das ist riesengrosser Unfug.

    Bekannte mit baufachlichem Halbwissen während der eigenen Bauphase weiträumig umgehen.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Bekannte mit baufachlichem Halbwissen während der eigenen Bauphase weiträumig umgehen.
    Und am besten nicht als "Gutachter" auf die Baustelle lassen.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7

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    Mein Estrich war auch ein Zementestrich, und war schon 6 Tage nach dem Einbauh "belegfertig" => gemessene Feuchte war unter 3%.

    Das war allerdings nicht im Keller. Hat jemand von euch Erfahrung mit Estrichen die speziell für solche feuchten Angelegenheiten gedachts sind/besonders gut geeignet sind?
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Renovierer43 Beitrag anzeigen
    Mein Estrich war auch ein Zementestrich, und war schon 6 Tage nach dem Einbauh "belegfertig" => gemessene Feuchte war unter 3%.
    Belegreife bei einem Zementestrich nach 6 Tagen? Nur mit Zusätzen, und selbst da hätte ich Bauchschmerzen.

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
    Avatar von Lukas
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    Zitat Zitat von Renovierer43 Beitrag anzeigen
    gemessene Feuchte war unter 3%.
    Keine Ahnung, obs in Östereich ne andere Baufüsik gibt.

    In D ist das nicht belegreif.

    Gruß Lukas
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Lukas Beitrag anzeigen
    Keine Ahnung, obs in Östereich ne andere Baufüsik gibt. In D ist das nicht belegreif.
    Für einen Läufer reicht das schon. Und vielleicht ist das österreichische Anmachwasser trockener als in D.

    @ Renovierer: Wenn es brennt i.S. Feuchtigkeit, dann wäre Gussasphalt nach EN 13813 die einzige (genormte) Estrichmasse, die ohne Wasser verbaut wird. Dafür sind entsprechende Randbedingungen einzuhalten, die in D in DIN 18560 festgelegt sind.

    Ein freundlicher Gruß
    svjm
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  12. #11

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Belegreife bei einem Zementestrich nach 6 Tagen? Nur mit Zusätzen, und selbst da hätte ich Bauchschmerzen.

    Gruß
    Ralf
    Es war ein Produkt aus Bayern. War alles auf mineralischer Basis. Weil mir das wichtig war hatte es keine chemischen Zusätze drinnen.

    Falls es dich interessiert -> Der Estrich kam von der Firma A..... Wurde mir damals von einem Freund empfohlen. Hat wunderbar funktioniert.


    Zitat Zitat von Lukas Beitrag anzeigen
    Keine Ahnung, obs in Östereich ne andere Baufüsik gibt.

    In D ist das nicht belegreif.

    Gruß Lukas
    Scheint aufgrund der "Höhenlage" in A "baufüsikalisch" kein Problem darzustellen.
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  14. #12

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    Zitat Zitat von Renovierer43 Beitrag anzeigen
    Scheint aufgrund der "Höhenlage" in A "baufüsikalisch" kein Problem darzustellen.
    Das scheint wohl nur so.
    Wien z.B. liegt deutlich tiefer als München, es gibt in A aber auch reichlich Orte, die höher liegen.
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  15. #13

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    Wie bindet der ordentlich ab, wenn der so schnell trocknet??
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