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Nachträgliche Wärmedämmung des kalten Dachbodens

Diskutiere Nachträgliche Wärmedämmung des kalten Dachbodens im Forum Dach auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    MarkusVII
    Gast

    Nachträgliche Wärmedämmung des kalten Dachbodens

    Das Thema gibt es schon öfters hier, jedoch gingen Änderungswünsche im Dachboden auch immer einher mit einem geänderten Nutzungsverhalten, sprich der Dachboden soll nachträglich als Aufenthalsraum usw genutzt werden..

    Bei mir ist die Lage zunächst wie bei sovielen Einfamilienhäusern, das OG ist per Dampfsperre und Dämmung gegen das kalte Dach abgetrennt. Der Dachboden wurde als kalter Dachboden geplant und gebaut, Konsequenzen wurden mir als Laien nicht gesagt und wenn hätte ich doch keine Ahnung gehabt. Also bitte keine gutgemeinten Ratschläge, dass bei der Planung wohl an etwas nicht gedacht worden sei, usw...

    Ich möchte den Spitzboden also nachträglich wärmedämmen, damit im Winter die Temperatur nicht so drastisch in den Gefrierbereich geht. Mein Spitzboden soll weiterhin als Lagerraum dienen, es aber auch mal zulassen, dass man auch mal eine Stunde oben verweilen kann, ohne zu erfrieren. Der Zugang zum Dachboden geht über eine übliche Baumarkt-Dachlukenleiter, der ich aber eine zweite Tür spendiert habe, so dass ich von oben die Luke auch dicht machen kann, so dass im Winter nicht gleich die ganze warme und feuchte Luft nach oben strömt, wenn man auf dem Dachboden etwas kramt.

    Die Wärmedämmung ist prinzipiell einfach, praktisch aber kaum möglich soweit ich gelesen habe, denn auch hier ist die Frage, wo ich eine Dampfsperrfolie bodenseitig auf dem Spitzboden anschließen muss? Fummelei um die Balken herum ist fragwürdig und den ganzen Dachboden ringsherum mit einer Folie einpacken gefällt mir überhaupt nicht, weil der Dachboden ja kalt ist und ich sehr wahrscheinlich Tauwasser unterm Fussboden im Spitzboden hätte..
    Momentan ist der Dachboden ja nicht gedämmt, was würde also passieren, wenn Teile davon gedämmt wären - was ja der Fall ist, wenn ich die DS nicht konsequent durchziehe.
    Was also tun?

    Der Fussboden im Spitzboden besteht momentan aus einer Querlattung und teils aus Rauspund (Douglasie), OSB kommt mir nicht mehrs ins Haus.
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  2. Nachträgliche Wärmedämmung des kalten Dachbodens

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  3. #2
    Avatar von Flocke
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    Dein Projekt steht und fällt mit dem fachgerechten Anschluß der Dampfbremse an den Bestand. Hier bitte auch keine kompromisse eingehen, wenn eine Ecke mal nicht so gut erreichbar ist. Von diesen Ecken wirst Du viele finden.
    Generell sit es schön zu sehen, das Rauspund im Spitzboden liegt. Jetzt die Sparrenfelder lückenlos dämmen und die Dampfbremse sauber anschliessen. Wenn ein Dachausstiegsfenster da ist, sollte dieses gegen ein besser gedämmtes getauscht werden. Kommt Tageslicht in den Raum ist es vorteilhaft die DB vor dem Licht zu schützen. Fast alle Folien zersetzen sich unter der einwirkung von UV licht
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  4. #3

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    Hallo,

    ich hätte eine kurze Zwischenfrage...

    Wie lange kann denn eine Dampfbremsfolie "am Licht" verbaut sein ohne Schaden zu nehmen??

    Gruß Jonny
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  5. #4
    Avatar von Flocke
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    Da gibt es keine pauschalaussage. Genau so wie der Preis der folien schwankt, gibt es auch bei der UV Stabilisierung große Unterschiede. Auch die intensität des Lichteinfalls spielt eine große Rolle.
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  6. #5
    MoRüBe
    Gast
    Also, an der Planung ist erst mal grundsätzlich nichts zu bemängeln. Nicht ausgebauter Spitzboden und gut ist. Wenn jetzt aber die Anforderungen anders sind, nämlich, den Spitzboden quasi zum Aufenthaltsraum umzubauen, dann gelten dafür Regeln, die man einhalten muss

    Generell gilt: das muss sich jemand ansehen, der ein wenig Ahnung hat davon, unter Berücksichtigung der Besonderheiten dieses Einzelfalles. Eine Online-Planung dürfte nur schwer möglich sein (jedenfalls nicht seriös)
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  7. #6

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    Früher hätte man da einfach alukaschierte Mineralwolle zwischen die Sparren getackert.
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  8. #7

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    zusatzdämmung

    Zitat Zitat von uban Beitrag anzeigen
    Früher hätte man da einfach alukaschierte Mineralwolle zwischen die Sparren getackert.
    Genau so ist es auf meinem Dachboden gemacht und darauf Holzvertäfelung.

    Ich will jetzt Veluxfenster einbauen bei der Gelegenheit Zusatzdämmung aufbringen.
    Habe an Hanf oder Bauder PIR DAL Dachboden-Wärmedämmelement gedacht.
    Hat jemand damit Erfahrung ?

    Braucht man da noch eine Dampfbremse wo sollte die angebracht werden ? .

    Bitte um sachdienliche Hinweise.

    Bastler77
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  9. #8

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    Zitat Zitat von jonny666111 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich hätte eine kurze Zwischenfrage...

    Wie lange kann denn eine Dampfbremsfolie "am Licht" verbaut sein ohne Schaden zu nehmen??

    Gruß Jonny

    Von einem Serviceberaters eines großen Herstellers solcher Folien bekam ich die Auskunft, daß die Dampfbremsfolien bereits nach 3 - 4 Monaten nahezu wirkunslos werden, wenn sie Sonnenlicht abbekommen.
    Es gibt aber auch UV-beständige Dampfbremsfolien.

    Gruß
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  10. #9
    MarkusVII
    Gast
    Zitat Zitat von Flocke Beitrag anzeigen
    Dein Projekt steht und fällt mit dem fachgerechten Anschluß der Dampfbremse an den Bestand. Hier bitte auch keine kompromisse eingehen, wenn eine Ecke mal nicht so gut erreichbar ist. Von diesen Ecken wirst Du viele finden.
    Generell sit es schön zu sehen, das Rauspund im Spitzboden liegt. Jetzt die Sparrenfelder lückenlos dämmen und die Dampfbremse sauber anschliessen. Wenn ein Dachausstiegsfenster da ist, sollte dieses gegen ein besser gedämmtes getauscht werden. Kommt Tageslicht in den Raum ist es vorteilhaft die DB vor dem Licht zu schützen. Fast alle Folien zersetzen sich unter der einwirkung von UV licht
    OSB-Platten haben recht schnell ein Eigenleben, daher wurde mir als Alternative Rauspung genannt und ich finde schon, dass so ein Holzfussboden was her macht.
    Die Dampfsperrfolie muss also den Spitzboden luftdicht abtrennen - das hatte ich befürchtet und ich muss um jeden Dachbodenbalken herum.

    Dachfenster ist vorhanden, ziemlich luftig, werde wohl mir eine eigene Lösung ausdenken müssen - wie z.B. eine klappbare Dämmung. Tages licht wird da oben durch kaum benötigt.
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  11. #10
    MarkusVII
    Gast
    Der Laie wird halt bei der Planung nicht immer mit allen Konsequenzen konfrontiert.

    Aber, mir geht es nicht darum, da oben ein Wohnraum zu haben! Ich will da oben nur einen nicht so eiskalten Lagerraum haben und im Sommer ggf 1-2 Stunden/Monat oben verweilen, d.h. Wasserdampf würde nur in geringen Mengen mehr anfallen. Im Winter werde ich auf dem Dachboden mangels Heizung kaum verweilen wollen.

    Eine Online-Planung will ich auch gar nicht - wie soll das auch gehen, aber Tipps und Meinungen erfragen dürfte doch erlaubt sein
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11
    MarkusVII
    Gast
    Hallo bastler77, für verschiedene Fragen in einem Forum ist es sinnvoll die Themen von einander zu trennen. Daher empfehle ich einfach einen eigenen Faden aufzumachen. Wie ich unsere antwortenen Profis aber kenne, wird man dir aber eher nahelegen einen Architekten oder ähnliche mit der Planung zu beauftragen.

    Generell gilt, dass die Dampfbremse auf der warmen Seite der Dämmung sein sollte und nur sehr geringfügig Dämmung davor - man schreibt von max 20% der Dämmung.
    Zur Verdeutlichung finde ich den Rechner recht praktisch:
    http://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/#
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  14. #12

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    Hallo,

    ich habe eine Frage zu diesem recht altem Thread. Ich bin in gleicher Situation: Dachboden ist kalt, im Gegensatz zum Rest des Gebäudes nicht gedämmt.

    Unser Haus ist verklinkert, also ringsherum sehr gut gedämmt. Im Sommer habe ich den Eindruck, dass aufgrund des immensen Wärmestaus vom Dachboden her Wärme durchdringt (wenn auch wohl verhältnismäßig gering), so dass ich überlege, diesen nachträglich zu dämmen.

    Ich halte mich wenig auf dem Dachboden auf (nur Lagerung), so dass ich nicht viel Luft benötige, aber wäre der Dachboden dann mit ringsherum Dampfbremse hermetisch abgeriegelt (es gibt kein Dachfenster, nur die Dachbodenluke)? Wäre das ein Problem und was wäre eine Lösung? Oder sollte dann auf die Dampfbremse verzichtet werden?
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