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Abschätzung Energieeinsparung: Fixe Vorlauftemperatur vs witterungsbedingte Steuerung

Diskutiere Abschätzung Energieeinsparung: Fixe Vorlauftemperatur vs witterungsbedingte Steuerung im Forum Heizung 2 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Avatar von ArgProp1
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    Abschätzung Energieeinsparung: Fixe Vorlauftemperatur vs witterungsbedingte Steuerung

    Wir haben eine Gastherme Junkers ZsR 24-5 KE mit einer Nennleistung von 24 kW. Derzeit wird diese mit einer festen Vorlauftemperatur von 60°C betrieben. Wir haben derzeit einen relativ konstanten Gasverbrauch von ca. 40.000 kWh im Jahr.

    Kann ich die Energieeinsparung abschätzen, die ich erziele, wenn ich einen Außenfühler für witterungsbedingte Steuerung installieren? Wenn ja, wie?
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  2. Abschätzung Energieeinsparung: Fixe Vorlauftemperatur vs witterungsbedingte Steuerung

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  3. #2

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    Nein, die Einsparung kann man seriös nicht abschätzen. Da spielen zu viele Faktoren mit rein, die mit der Witterungsführung nur am Rande etwas zu tun haben, die sich aber trotzdem auf den Gasverbrauch auswirken.

    Jeder der hier eine Einsparung von xx% verspricht sollte das garantieren müssen. Spätestens dann würde er es sich zweimal überlegen.

    Immer daran denken, nicht der Wärmeerzeuger "verbraucht Gas", sondern die Beheizung des Gebäudes. Der Wärmeerzeuger kann nur im Rahmen seines Wirkungsgrads seinen Teil dazu beitragen.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
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    Der Wärmeerzeuger kann nur im Rahmen seines Wirkungsgrads seinen Teil dazu beitragen.
    Allerdings kann die Betriebsweise für heftige Verluste und einen schlechten Anlagennutzungsgrad sorgen. 10% Bereitstellungsverluste sind m.E: die unterste Grenze des Aufschlags für nen Konstantbetrieb .... tendenzielle sinds eher mehr.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  5. #4
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    Avatar von ArgProp1
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    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    10% Bereitstellungsverluste sind m.E: die unterste Grenze des Aufschlags für nen Konstantbetrieb .... tendenzielle sinds eher mehr.
    Danke Achim für die Abschätzung eines Bereitstellungsverlustes. Wenn ich dies als Mindesteinsparung nehme, kann ich die Alternativen schon mal etwas besser vergleichen bzw. den nachträglichen Einbau des Außenfühlers besser bewerten.
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  6. #5

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    Hi Achim,

    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Allerdings kann die Betriebsweise für heftige Verluste und einen schlechten Anlagennutzungsgrad sorgen.
    Das sehe ich auch so, deswegen hatte ich ja von vielen Faktoren gesprochen.

    Das mit den 10% liegt mir aber noch etwas quer im Magen, denn er möchte ja ausschließlich die Regelung umstellen. Da schätze ich den Vorteil eher im einstelligen Prozentbereich. Letztendlich bedient er ja "nur" den Heizkreis mit einer witterungsgeführten Temperatur, der ganze Rest bleibt gleich.

    Es wäre etwas Anderes wenn er die Therme ersetzt mit allem drum und dran, dann natürlich inkl. Witterungsführung, und dann auch noch die Heizflächen hydraulisch abgleicht. Das alles stand aber nicht zur Debatte.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
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    Ralf,

    wenn die Anlage ganzjährig auf den 60°C rumjuckt dann sind regelmäßig in den Übergangszeiten und im Schwachlastbetrieb Taktzahlen angesagt die einem mehr Verluste denn Heizenergie bescheren.

    Keinen Wasserinhalt am Kessel .... Verrohrung auf unnötig hoher Temperatur ... abgeregelt wird am Heizkörper .... Anlagennutzungsgrad *gedaumt* keine 60% .... da hats heftig Luft.

    Natürlich siehts wesentlich besser aus, wenn das Kesselchen gegen nen Brennwertkessel mit passendem Leistungsbereich getauscht wird .... kostet aber ne ganze Ecke mehr ... bringt aber vermutlich auch 25% aufwärts ....

    Gruß
    Achim Kaiser
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  8. #7

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    na dann einigen wir uns auf 9%, ist einstellig und noch in der Toleranz Deiner 10%.

    Ich sehe halt das Problem, dass trotz Leistungsregelung, Mindestleistung aber immerhin über 10kW, die Kiste bei niedriger VL Temp. Probleme kriegt die Leistung loszuwerden. Das macht einen Teil des Vorteils der geringeren VL Temperatur wieder zunichte.

    Dann werden wohl die Heizkörper nicht mitspielen, also muss man mit Überschuss fahren. Anstatt 60°C landen wir dann gemittelt bei vielleicht 50°C.

    Er könnte ja versuchsweise die Kiste mal auf Stufe 2 fahren, oder auf Stufe 3. Wenn ich mich richtig erinnere, kann man die Temperatur in ein paar Stufen auch manuell einstellen.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
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    Avatar von ArgProp1
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    Danke, dass Ihr meine Frage so engagiert diskutiert.

    Bzgl. Deiner Anmerkung Ralf
    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Er könnte ja versuchsweise die Kiste mal auf Stufe 2 fahren, oder auf Stufe 3. Wenn ich mich richtig erinnere, kann man die Temperatur in ein paar Stufen auch manuell einstellen.
    Die Therme ist derzeit auf E eingestellt, welches quasi Stufe 6 ist. Die letzte Stufe wäre 7 (s. Bild). Welche Einstellung würdest Du empfehlen?

    Gruß
    Peter
    Name:  Therme Junkers KSR 24-5 - Display.jpg
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  10. #9

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    Ich würde einfach ein paar Versuche fahren und beobachten. Schau mal in die Anleitung, da sollten die zugehörigen Temperaturen erklärt sein.

    Es gibt keine pauschale Empfehlung, da niemand sagen kann, wie die Heizflächen dimensioniert sind. Es könnte sein, dass die bei 50°C VL immer noch ausreichend Wärme liefern und der Thermostat nicht ständig abregeln muss. Während der Übergangszeit könnten auch 45°C ausreichen. Kommt auch darauf an, wie hoch die Spreizung ist (sprich Leistung der Heizkreispumpe) usw.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10
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    @ Ralf

    Da die Therme in einer Mietwohnung steht und noch eine weitere Wohnung dranhängt, ist wichtig, dass die Therme nahezu automatisch zu gut wie möglich für beide Mieter eingestellt ist. Im Winter wie jetzt reicht die Leistung mal gerade so aus ...wenn dann noch alle zusammen duschen...
    Jedoch stellte sich mir die Frage, ob ich nicht Energie spare, wenn an warmen Tagen die Therme runterregelt.

    Ganz andere Lösungen wie Trennung Kreisläufe, etc. kommen natürlich in Fragen, wollte ich hier aber noch nicht zur Diskussion stellen.

    Gruß
    Peter
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  12. #11

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    Wie groß sind denn die Wohnungen? Das Teil hat 24kW, damit kann man ein MFH versorgen.

    Was die Einsparung betrifft, so haben wir das oben ja schon erörtert. Natürlich werden durch eine Reduzierung der Temperatur auch die Verluste verringert. Man darf sich halt nicht zuviel davon versprechen. Wenn 2 getrennte Wohnungen versorgt werden, und dann vielleicht auch noch das Nutzerverhalten unterschiedlich ist, dann wird es schwer einen Kompromiss zu finden. Da kann einem ein einzelner Heizkörper in einem "wichtigen" Raum schon einen Strich durch die Rechnung machen, und schon muss man das komplette System mit höherer Temperatur fahren (oder den schwachen Heizkörper austauschen).

    Hier gibt es sicherlich Einsparpotenzial das auch noch deutlich über die o.g. 10% hinausgeht, aber je weiter man optimieren möchte, um so aufwändiger wird es, und um so höher werden die dafür notwendigen Kosten.

    Deswegen auch mein Vorschlag, zuerst einmal die Temperatur zu reduzieren um zu sehen, wie die Anlage reagiert. Da zeigen sich schnell die ersten Schwachstellen. Dann kann man weiter optimieren und weiß wo man anpacken muss.

    Gruß
    Ralf
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  13. #12
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    Super klasse Ralf, dass Du mir so hilfreiche Infos gibst.

    Die Therme versorgt insgesamt 2 Wohnungen über 3 Etagen von ca. 260 qm Grundfläche. Das klappt auch ganz gut bis auf das Warmwasser. Wobei ich dachte, dass die Therme dafür etwas knapp bemessen ist. Jetzt wollen wir dass Dach neu dämmen, was für die beiden oberen Stockwerke (Dachgeschoss) schon mal Erleichterung bringen wird.

    Deine Anmerkung zu den Heizkörpern finde ich sehr interessant. Der Vorbesitzer hat letztes Jahr noch einige aber nicht alle ausgestauscht. Wie kann ich als Laie die Heizkörper beurteilen, also ob da wie von Dir erwähnt Optimierungsbedarf ist.

    Nochmals vielen Dank für den konstruktiven Input!!!

    Gruß
    Peter
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  14. #13

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    Die Leistung der Heizkörper kann man anhand Typ, Größe und Heizwassertemperatur feststellen. Das hilft aber nicht viel wenn man nicht weiß, wie hoch die Heizlast des Raums ist. Deswegen muss man entweder die Heizlast berechnen, oder aber Versuche durchführen (s.o.).

    Gruß
    Ralf
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von ArgProp1 Beitrag anzeigen
    Super klasse Ralf, dass Du mir so hilfreiche Infos gibst.

    Die Therme versorgt insgesamt 2 Wohnungen über 3 Etagen von ca. 260 qm Grundfläche. Das klappt auch ganz gut bis auf das Warmwasser. Wobei ich dachte, dass die Therme dafür etwas knapp bemessen ist. Jetzt wollen wir dass Dach neu dämmen, was für die beiden oberen Stockwerke (Dachgeschoss) schon mal Erleichterung bringen wird.

    Deine Anmerkung zu den Heizkörpern finde ich sehr interessant. Der Vorbesitzer hat letztes Jahr noch einige aber nicht alle ausgestauscht. Wie kann ich als Laie die Heizkörper beurteilen, also ob da wie von Dir erwähnt Optimierungsbedarf ist.

    Nochmals vielen Dank für den konstruktiven Input!!!

    Gruß
    Peter
    Mit 24kw ist die Therme für Warmwasser sicher nicht zu knapp bemessen. Das macht die Heizung quasi nebenbei in 10-15Minuten. Da liegt das Problem bei dir mit Sicherheit eher bei dem Brauchwasserspeicher.
    Eventuell ist der zu klein bemessen? Oder macht die Anlage das Brauchwasser im Durchlaufprinzip (Kombispeicher)?


    Cu KyleFL
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  17. #15
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    Zitat Zitat von KyleFL Beitrag anzeigen
    Mit 24kw ist die Therme für Warmwasser sicher nicht zu knapp bemessen. Das macht die Heizung quasi nebenbei in 10-15Minuten. Da liegt das Problem bei dir mit Sicherheit eher bei dem Brauchwasserspeicher.
    Eventuell ist der zu klein bemessen? Oder macht die Anlage das Brauchwasser im Durchlaufprinzip (Kombispeicher)?
    Danke für Deinen Beitrag.
    An der Therme ist ein Brauchwasserspeicher angeschlossen, der ebenfalls vom Vorbesitzer nochmals gegen einen größeren ausgetauscht wurde. Das Volumen bekomme ich aber erst raus, wenn ich wieder vorort bin. Lt. Mieter ist das Wasser am Wochenende, wenn beide Parteien zur etwa gleichen Zeit duschen, schon häufiger etwas frischer (sind dann 5 Personen auf 2 Bäder aufgeteilt).

    Gruß
    Peter
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