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  1. #1

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    Hohe Luftfeuchtigkeit und Schimmel im Keller eines 4 Jahre alten Hauses

    Hallo zusammen,

    Wir haben ein Problem in unserer Wohnung mit extrem hoher Luftfeuchtigkeit und Schimmelbildung.

    Zu der Wohnung:
    Wir haben eine ebenerdige EG Wohnung und dazu zwei Hobbyräume und ein Bad im UG.
    Das Bad wird von zwei Personen regelmässig genutzt. In dem grösseren Hobbyraum schlafen wir, also zwei Erwachsene, der andere wird als Ankleidezimmer genutzt.
    Der grössere Raum ist ca. 12qm gross, der kleine ca. 5-6qm. Beide Räume haben Fenster zu einem grossen Lichtschacht mit ca. 1,5 x 1m Fläche.

    Grade in warmen Monaten ist die Luftfeuchtigkeit extrem hoch (80% und mehr!!!), so dass sich Schimmel bildet. Wir lüften den Raum, wie es sich gehört: zweimal täglich Stosslüften fuer 10-15min.

    Mittlerweile ist die eine Wand nach Norden wieder sehr nass. Die Vermutung unseres Bauträgers und mittlerweile auch des Hausverwalters ist, dass es eine Kältebrücke ist und sich daher Schwitzwasser bildet. Lösungsvorschlag: ein ********, der die Feuchte raustransportieren soll. Das wollen wir aber nicht akzeptieren!
    Durch zusätzliches Heizen mit einem externen Heizkörper konnten wir die Luftfeuchte auf etwa 65% drücken, aber auch das ist kein akzeptabler Dauerzustand. Nun haben wir noch 6 Monate Garantie, daher melden wir das Thema an. Aber ich fürchte, dass sowohl Bauträger und Hausverwalter auf Ihre Inventerlösung drängen, das Problem aber weiter nicht angehen wollen und werden.

    Jetzt meine Frage:
    Was kann ich hier noch verlangen?
    Kann man nachweisen, ob Nässe durch die Wand von aussen kommt? Wenn ja, wie?
    Und auch rechtlich: was passiert, wenn jetzt eine Lösung vorgestellt wird und dann evtl. Umgesetzt wird (********), aber im nächsten Sommer das Problem wieder auftritt? Das Problem tritt ja eben nur im Sommer auf.
    Und was passiert, wenn wir die Lösung des Bauträgers nicht akzeptieren? Immerhin nutzen wir den Raum als Schlafraum, daher möchte ich da keinen ******** rumpeln hören.

    Ich bin für jeden Hinweis sehr dankbar.

    Grüsse
    sokrates
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  2. Hohe Luftfeuchtigkeit und Schimmel im Keller eines 4 Jahre alten Hauses

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Warme Luft nimmt nun mal mehr Feuchtigkeit auf als kalte.
    Erste Abhilfe wird ein Lüfter mit Feuchtesteuerung sein, der zumindest im Bad immer so lange läuft bis die Luft getauscht ist.

    Wenn Bad und Schlafzimmer (der Raum mit der höchsten Luftfeuchte) beide im UG sind passiert es sehr leicht das die tendenziell kühleren Wände durch Kondensation feucht werden, damit weniger Dämmwirkung haben, damit noch feuchter werden, damit noch weniger Dämmwirkung haben uswusf...

    Zusätzliches Heizen kuriert nur an den Symptomen, nicht an den Ursachen. Die feuchte Luft muß raus, dann können die Wände auch austrocknen. Eine echte Querlüftung mit Lichtschächten ist erfahrungsgemäß schwierig.
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  4. #3

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    Wie kann man im Sommer einen Keller lüften? Eigentlich gar nicht.
    Wenn die Temperatur draußen 20-25°C mit 60% Luftfeuchtigkeit ist, bekommst Du die
    80% im Keller nicht raus. (Zumindest geht es bei uns im Keller nicht) Entweder einen Bautrockner in den Keller stellen oder eine Klimaanlage einbauen. Die entfeuchtet die Luft.
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  5. #4

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    Hallo.

    Wir lüften den Raum, wie es sich gehört: zweimal täglich Stosslüften fuer 10-15min.
    Gerade im Sommer kann man sich den Keller feucht lüften. Klar muss die feuchte Luft weggelüftet werden, was im Sommer allerdings schwierig ist.
    Die absolute Luftfeuchtigkeit muss außen niedriger sein als innen, ansonsten ist Lüften sinnlos bzw. sogar schädlich.
    Hobbykeller als Schlafzimmer und Duschen im Keller ist auch nicht gerade üblich.

    Besorg Dir sowas und beobachte mal, ob Dein bisheriges Lüftverhalten tatsächlich sinnvoll war.

    Oder versuche mal verschiedene Szenarien hiermit durchzuspielen.

    Falls das alles bisher beherzigt wurde, ist natürlich ein Entfeuchter oder Lüftungsanlage die Lösung, sofern keine Bauschäden vorhanden sind.

    Gruß
    B.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo zusammen,

    vielen Dank schonmal für Eure Informationen und Eure Rückmeldung.
    Die Problematik mit warmer Außen- und kalter Innenluft ist uns natürlich bekannt, und daher haben wir auch einen zusätzlichen Radiator angeschafft, damit der Raum in den Sommermonaten geheizt werden kann. Im Moment haben wir die günstige Situation, dass es sich morgens und abends gut abkühlt und wir damit die feuchte Luft rausbekommen.
    Dass i.d.R. im Sommer immer eine erhöhte Luftfeuchte in einem UG-Raum festzustellen ist, ist auch klar und akzeptiert.

    Nur was mir quer aufstößt sind die nach wenigen Wochen wieder aufgetauchten Schimmelstellen. Die sind an Stellen, die frei zugänglich sind, also nicht durch Möbel verstellt. Beide an den Außenwänden zum Lichtschacht, also dürfte dort kein Wasser von außen durchdringen. Gleichzeitig sehe ich an einer Wand (nach Norden) einen ca. 20cm hohen, dunklen Streifen, der nach Messung mit einem Oberflächenmessgerät für Feuchte (so ein billiges Baumarkt-Teil) sehr viel mehr Feuchtigkeit hat als der Rest der Wand. Ich glaube nur bedingt daran, dass es "nur" die hohe Luftfeuchte ist.

    Weiß jemand, ob und wie man von außen eindringendes Wasser nachweisen kann? Bzw. dass es eben nicht von außen kommt? Woran kann man das erkennen?

    Ich bin gerne bereit zu akzeptieren, dass die Feuchtigkeit in/auf der Wand von innen kommt, nur habe ich echt Angst, dass hier Wasser von außen eindringt und die Wand nicht richtig dicht ist.
    das ist ja ein ganz anderer Aufwand.

    @Fliesenfuzzi: Danke für Deine Ausführungen. Den Vorschlag "Lüfter" hat unser Bauträger auch.

    @kehd: Danke für Deine Info. Schön, dass andere auch das Problem haben. Schade, dass Ihr/Du auch keine bessere Idee habt.

    @Baldbauherr: Danke für die Links. Werde das mal eruieren.

    Grüße
    Sokrates
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  7. #6
    Baufuchs
    Gast
    Zitat Zitat von Sokrates
    Immerhin nutzen wir den Raum als Schlafraum
    Dann stell Dich schon mal darauf ein, dass der BT mit dem Argument kommt: "Unzulässige Nutzung, da nur als Hobbyraum geplant".

    Ein erstes Indiz, ob die Feuchtigkeit an dem 20cm Streifen von außen kommt, könnte eine kleine Probebohrung bringen.
    Rieselt trockenes Bohrgut heraus, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es Kondeswasser ist recht hoch.
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  8. #7

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    ich hab mir vor ein paar Tagen zwei kleine Apps auf's Smartphone geladen:
    "Luftfeuchte Rechner" und "Taupunkt".
    Schöne Tools in diesem Zusammenhang, da kann man schnell Abschätzungen zu dieser Fragestellung machen.
    Gerade mit letzterem kann man z.B. den Absolutfeuchtegehalt der Außentemperatur und der Innentemperatur ermitteln und so ganz schnell abschätzen, ob man durch Lüften die Feuchtigkeit in einem Raum erhöht oder reduziert.
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  9. #8
    Themenstarter

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    @Baufuchs: Danke für den Hinweis, werde das mal mit meiner Rechtschutzversicherung klären. Und danke für den Tipp mit der Probeborhung. Meinen Sie, man braucht dafür einen Gutachter, der daas macht?

    @Alfons Fischer: Danke, guter Tipp. Die schaue ich mir auch mal an.
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  10. #9

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    Was soll denn die Rechtsschutzversicherung klären, wenn Ihr die Räume nicht bestimmungsgemß nutzt?

    Die Feuchterichtung lässt sich mit zwei kleinen Bohrungen gut feststellen:

    Zuerst an der Oberfläche die Leitfähigkeit messen (Auf die Genauigkeit des Messgerätes kommt es dabei gar nicht an).

    Dann an der selben Stelle mit einem langsamlaufenden Bohrer zwei Löcher 2-3 cm tief bohren und die Messung dann im Mauerwerk wiederholen.

    Steigt die Feuchtigkeit an, kommt die Nässe von draußen, sinkt sie, ist es selbstgemachte Taupunktunterschreitung.
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  11. #10
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    @ThomasMD:
    Ich möchte nur wissen, ob sich der Bauträger darauf zurückziehen und sagen kann: Ällabätsch, Ihr müsst es akzeptieren wie es ist.
    Und wie sieht eine Bestimmungsgemäße Nutzung eines Hobbyraums aus? Wo fängt das an, wo hört es auf.

    Ich denke schon, dass mir da ein Rechtsanwalt was erklären kann. Und ob nun Hobbyraum oder nicht: Es darf kein Schimmel an der Wand sein!
    Wenn die Feuchtigkeit von außen kommt, ist es unerheblich, wie wir den Raum nutzen.

    Mein Text war etwas mißverständlich: Die RS klärt da nix, haben aber Anwälte, die man befragen kann. Daher meine Aussage.
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  12. #11
    Avatar von saarplaner
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    Zitat Zitat von Sokrates Beitrag anzeigen
    @ThomasMD:
    ....
    Und wie sieht eine Bestimmungsgemäße Nutzung eines Hobbyraums aus? Wo fängt das an, wo hört es auf....
    Auf jeden Fall ist die bestimmungsgemäße Nutzung sicher nicht, dass ihr dauerhaft in dem Raum schlaft.

    Das ist mal Fakt.

    Ob tatsächlich noch was undicht ist, kann man nach den oben beschriebenen Methoden zumindest mal nährungsweise klären.

    Aber ganz ehrlich, ich glaube nicht daran. Ich halte es eher für Nutzfehlverhalten. Wenn ich schon lese 2x am Tag ordnungsgemäß lüften.... Das konnte man in älteren Gebäuden so halten. Mittelerweile sind die Gebäude aber so dicht, dass das bei weitem nicht ausreicht. Und die Problematik Keller und Lüften im Sommer wurde ja auch schon angesprochen.
    Geändert von saarplaner (16.07.2013 um 15:35 Uhr) Grund: Orthografie
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  13. #12
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    Zitat Zitat von saarplaner Beitrag anzeigen
    Auf jeden Fall ist die bestimmungsgemäße Nutzung sicher nicht, dass ihr dauerhaft in dem Raum schläft.
    Aber ganz ehrlich, ich glaube nicht daran. Ich halte es eher für Nutzfehlverhalten. Wenn ich schon lese 2x am Tag ordnungsgemäß lüften.... Das konnte man in älteren Gebäuden so halten. Mittelerweile sind die Gebäude aber so dicht, dass das bei weitem nicht ausreicht.
    Komischerweise ist es das, was mir jeder erzählt....
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  14. #13
    Shadowblues
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    Hmm ..

    also schlafen, insbesondere miteinander, ist ein sehr schönes Hobby .. :-) Wo steht welches Hobby man haben darf und welches nicht?
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von saarplaner
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    Zitat Zitat von Sokrates Beitrag anzeigen
    Komischerweise ist es das, was mir jeder erzählt....
    Was? Nutzerfehlverhalten?

    http://www.verbraucherzentrale-energ...zenLueften.pdf

    Das ist ein recht guter Leitfaden was Lüften angeht. Wobei hier auch steht 2-4x lüften. Das ist eigentlich auch schon hart an der Grenze bei nem Neubau.

    Ich denke doch, dass man festhalten kann, dass du einen nicht für schlafzwecke geeigneten Raum (Kellerlichtschacht) zum schlafen nutzt. Mal abgesehen dass es sich damit auch nicht um einen Aufenthaltsraum handelt, ergo 2. Rettungsweg fehlt, usw..

    Daher hast du schon einige Argumentationsprobleme.

    Es steht nicht umsonst Hobbyraum in den Planunterlagen drin und nicht Schlafzimmer.
    Geändert von saarplaner (16.07.2013 um 15:42 Uhr) Grund: Ergänzung
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  17. #15
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Sokrates Beitrag anzeigen
    Komischerweise ist es das, was mir jeder erzählt....
    Ich meine, das zweimalige Stoßlüften.
    Das ist es, was mir die Experten vor Ort immer wieder erzählen.

    Aber der Hinweis mit "Hobbyraum ungleich Schlafraum" ist auf jeden Fall wichtig, werde ich im Hinterkopf behalten.
    Und herzlichsten Dank für die Broschüre.
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