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Neue Dachsituation - wie vorgehen?

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  1. #1

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    Neue Dachsituation - wie vorgehen?

    Hallo Gemeinde,

    da ich bis vor einigen Wochen davon ausgegeangen bin, dass unser "Neuer Altbau" ein klassisches Satteldach mit ausgebautem Dachgeschoss hat, werde ich aufgrund des geplatzten Kaufs dieses Hauses, nun bei einem neuen Objekt (war unser zweiter Favorit) vor ein neues Thema gestellt: Dach mit Betondecke.

    Beim alten Objekt war soweit auch alles klar: Da Dachgeschoss bereits ausgebaut = entspr. Dämmaßnahmen (Zwischensparrendämmung, Aufsparrendämmung) + Neuer Dachbelag = fertig.

    Nun neue Situation:
    Dach aktuell = Eternitdach (an einigen Stellen undicht), neues Ständerwerk fällig, neue Eindeckung erforderlich, Dämmung etc.
    Kurz um: ich brauche ein Neues Dach auf einer Betondecke ohne Dachbodenausbau.

    In der Planung steht derzeit auch wieder Satteldach, jedoch mit Blecheindeckung (Belag noch offen). Giebelhöhe (von Betondecke aus ca. 0,8-1,20) entspr. Neigung von ca. 15-25°

    Nun zu meiner Frage:
    Welche Dämmvariante mit welchem Materialaufbau würde man hier bevorzugen (Brauche nicht unbedingt eine Marken- oder Herstellerempfehlung - erstmal interessiert mich der technische Hintergrund)?

    Bin gespannt auf eure Antworten...

    Vielen Dank

    Alex

    P.S. Wenn die Angaben nicht detailliert genug sind, bitte nicht gleich schimpfen - Info wird sofort nachgeliefert.
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  2. Neue Dachsituation - wie vorgehen?

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  3. #2

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    dann würde mich erst mal eine Skizze (Gebäudeschnitt) interessieren. Denn bisher bin ich nicht sicher, was gemeint ist...
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  4. #3
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    Hallo Alfons,

    da ich im Büro bin, habe ich mal auf die Schnelle versucht die Frage(n) zu skizzieren:

    Foto 1.JPGFoto 2.JPG

    Bild 1 zeigt die "Dämmfrage" = Wo empfiehlt es sich zu dämmen?

    Grün= Auf,- Zwischen,- oder Untersparrendämmung

    oder

    Rot= Geschossdeckendämmung

    Anhand des zweiten Bildes würde ich wissen wollen, wenn Geschossdeckendämmung, wie wäre der Aufbau (Rot) einer Dämmung?

    Achso: Grundriss Dach = 9,5 x 12 m

    Danke.

    Viele Grüße

    Alex
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  5. #4

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    dämmen direkt auf der Decke kann man. Wenn, dann sollte m.E. eine Dampfbremsfolie verlegt werden und darauf die Dämmung. Diese sollte, wenn's vielleicht Dachfenster gibt, sogar UV-beständig sein. Dann ggf. eine Abdeckung, dafür muss aber die Dämmung/Konstruktion passen (Druckfestigkeit).
    Wichtig: Wenn der Dachraum kalt ist, muss für eine gute Durchlüftung des Dachraums gesorgt werden und zusätzlich Vorkehrungen vor Abtropfen von Kondensat von der Unterseite des Blechdachs) getroffen werden.
    Zwischensparrendämmung: wie soll diese denn montiert werden?
    Alternativ eine Aufdachdämmung ausführen.

    Alles natürlich fachgerecht geplant und ausgeführt.

    EnEV beachten, bei Inanspruchnahme von Fördermitteln zusätzlich die Anforderungen des Fördermittelgebers.
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  6. #5
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    Dampfbremse wäre selbstverständlich. Auch eine Planung vom Fachmann soll erfolgen. Hier wird nix selbst gemacht, jedoch will ich wissen was mir der "Fachmann" anbietet.

    Vom Fachmann geplant und umgesetzt:
    foto3.jpg



    Da das Dachgeschoss nicht als Raum genutzt werden soll/kann, wird es auch keine Dachfenster geben.

    Ich habe auf dem nächsten Foto folgendes versucht darzustellen: Direkt auf die Decke kommt eine Dampfbremse gefolgt vom eigentlichen Dämmstoff (Material derzeit noch offen):
    Foto.JPG

    Wie würde mann sinnvollerweise weitermachen? Wie kann eine Lucke / Klappe zum Dachboden gedämmt werden ohne dass eine Wärmebrücke entsteht?
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  7. #6

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    Sorg für eine saubere Durchlüftung des Dachbodens...
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  8. #7

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    Und du solltest mal drüber nachdenken, auf die Betondecke einfach eine Bitumenschweißbahn drauf zu machen. EIne G 200 S4 würd völlig reichen. Dann hast du den Bau immer im Trockenen, hast eine funktionierende Dampfsperre, UV-Verträglich, Begehbar...
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  9. #8

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    und da fackelt dann einer mit der Gasflamme stundenlang unter schön trockenen Holzbalken rum...
    Ist das nicht gefährlich?

    Fällt mir nämlich ein Bekannter in der Nähe von Stolberg ein. Der hat solche Schweißbahnen unter dem Dach machen lassen (oder war es auf dem Dach? So genau weiß ich es nicht...) und als er auf dem Heiweg von der Arbeit war, hat er sich geärgert, dass er andauernd seitlich ranfahren musste und Feuerwehrfahrzeuge vorbeilassen musste.
    Und als er in seine Straße eingebogen ist: oh Gott, das ist ja mein Haus, das da brennt!!
    Der gesamte Dachstuhl ist abgebrannt und als er dann endlich geköscht war, war unklar, ob das EG noch erhalten werden kann, weil so starke Wasserschäden da waren. Glücklicherweise war aber eine extra Abdichtung vorhanden, weil das ganze früher mal ein Bungalow war, der aufgestockt worden war. So war es wenigstens Glück im Unglück!
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  10. #9
    wasweissich
    Gast
    corinna , lesen
    neues Ständerwerk fällig,
    und verstehen ......
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  11. #10

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    ja ok, so genau hab ich es nicht gelesen, mehr nur die Fotos angeschaut.
    Die obige Geschichte ist trotzdem so passiert...
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  12. #11

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    Ich würde auch ne Schweißbahn als Dampfsperre nehmen, EPS oder ähnliches als Dämmträger und die Bodenluke muss natürlich entsprechend angebunden werden. Vermute mal, dass hier nen Kranz in Dämmhöhe am einfachsten wäre. Wo entsprechend die Bitumenbahn angebunden werden könnte. Unter dem Blechdach würde ich dennoch ne Unterspannbahn setzen, auch wenn das Dach belüftet ist. Sind die Voraussetzungen überhaupt gegeben? (Traufkonstruktion?) Das Kondensat bei Blechplatten ist ja nun nicht wenig. So führt mans gleich sicher in die Rinne.
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  13. #12
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    Zu H.PF 1) Bin absolut bei dir. Dieser Punkt steht als nächstes auf meiner Rechereliste!!!

    Zu H.PF 2) Bitumenschweißbahn klingt gut. Habe das im Netz recherchiert und auch weitere Experten gefunden die das empfehlen.
    Ich habe in der angehängten Grafik (U-Wert rechner) eine Überkreuzverlegung eingegeben - also zwei Schichten Bitumen.
    Frage: Notwendig - oder sogar nochmal Dampfsperre (z.B. ISOVER) oben drauf - oder ist das zuviel des Guten?

    Zu Kalle88 ) Als Dämmung wäre ich eher der "Wolle-Typ". (Siehe U-Wert Rechner) Hier bin ich ebenfalls von einer Zwei-Schichten-Verlegung (Überkreuz) ausgegangen, da es auf der Herstellerseite empfohlen wurde und der U-Wert ist mehr als ok. Obendrauf OSB? Wenn man mal "hoch" muss?

    Zum Thema Luke: Du meinst sicherlich sowas wie hier (nur in "schön")
    dachboden.jpg

    Das Thema Traufenkonstrutktion hab ich mitgenommen und wird unbedingt angefordert. Habe im Netz schon einiges über das Thema Blechdach vs. Kondensat gelesen und sehe es als einleuchtend, dass das Zeug direkt in die Rinne kann.

    Hier noch die Grafik aus dem Rechner:

    uwert.JPG
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  14. #13

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    Zitat Zitat von Allexxico Beitrag anzeigen
    Zum Thema Luke: Du meinst sicherlich sowas wie hier (nur in "schön")
    dachboden.jpg
    Auwei, sieht ja aus wie bei Fred Feuerstein, v.a. der hängende Stein an der Schnur...
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Allexxico Beitrag anzeigen
    Zu Kalle88 ) Als Dämmung wäre ich eher der "Wolle-Typ". (Siehe U-Wert Rechner) Hier bin ich ebenfalls von einer Zwei-Schichten-Verlegung (Überkreuz) ausgegangen, da es auf der Herstellerseite empfohlen wurde und der U-Wert ist mehr als ok. Obendrauf OSB? Wenn man mal "hoch" muss?
    Wo sind in der Rechnung, die benötigen Holzbalken die verdübel werden müssen um einen OSB Boden überhaupt auf MiWo montieren zu können. Lose aufgelegt dürfte das recht wenig Sinn ergeben. Bei nem ca. Abstand von 70 cm dürfte da am Ende wohl was anderes raus kommen. OSB halte ich aber für das falsche Material. Daher die Empfehlung der EPS Platten, bekommt man auch in unterschiedlichen WLG Varianten, dann aber eben nicht mehr EPS. Vorteil, je nach kPA Wert sind diese Druckfest und könnten mittels KSA-Bitumenbahn für sehr lange absolut Wasser dicht hergestellt werden. Welche Material nun aber entsprechende Berücksichtigung in der EnEv findet sollte eine Planung zeigen.

    Zum Thema Luke: Du meinst sicherlich sowas wie hier (nur in "schön")
    dachboden.jpg
    Genau so sollte man ein Dachboden nach möglichkeit nicht ausführen. Wenn man vorher hier nicht sehr intensiv Gedanken drum gemacht hat... Mir ging es eher um die Anschluss der Luftdichtigkeitsebene. Ob es Anschlussrahmen für Bodeneinschubstreppen gibt die auf Bitumenbasis basieren, weiß ich nicht und bin ich ehrlich gesagt auch überfragt.
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  17. #15
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    @ Kalle: Das mit dem Rechner war nur mal auf die Schnelle eingetippt. Auch mit Zunahme der Balken für eine potentielle OSBVerlegung wäre der Wert noch mehr als ok.
    Zum Dämmstoff / Material ist noch keine Entscheidung gefallen und da wird es in der Tat auf den Architekten ankommen, was der mir im Bezug auf die EnEV empfehlen wird.

    Wenn ich dich richtig verstanden habe, die Dämmung oberhalb noch einmal verschweißen (= wasserdicht)? Damit wäre wohl der potentielle Schwachpunkt nicht auf der Fläche zu suchen, sondern am Rand. Der ganze Kram sollte dann extrem gut an/in der Wand befestigt werden.

    Zur Lucke, da muss ich erstmal weiterrecherchieren...bleibe aber am Ball.


    Unterspannbahn: Kommt auf jedenfall!!! Bei Blechdach und im schlimmsten Fall 15° Neigung will ich da keine Kompromisse eingehen.
    Ist hier ein "Hammer" wie die z.B. "Divoroll Premium WU" nötig (wohl der Mercedes unter den USP) oder kann man hier ein-zwei Nummern kleiner fahren?
    Ich würde gerne wie beim Auto auch entscheiden: Ich will sicher ankommen (VOLVO) und nicht unbedingt schnell (FERRARI)
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