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  1. #1

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    Frage ETW-Sanierung Fenster etc.

    Hallo Zusammen!

    Ich hoffe, dass meine Fragen hier im richtigen Forum stehen.

    Wir sind Eigentümer einer 176m2 Maisonettewohnung, etwa Baujahr 2000. Die Wohnung erstreckt sich auf 110m2 Erdgeschoss und die restlichen m2 befinden sich im Soutterain.

    Die Fassadendämmung ist erst ab Unterkante Erdgeschoss vorhanden, es sind Schüco Doppelglasfenster verbaut, am Wohnzimmer befindet sich ein Wintergarten mit 4x8m Fläche. Wir heizen mit einer Elektrofussbodenheizung, die an sich von den Kosten bislang erträglich war, gemessen an der Wohnfläche. Nach Anstieg des Strompreises und des langen Winters 2013, war die Differenz aber doch sehr deutlich zu spüren und wir denken darüber nach, da Heizkosten nunmal nicht mehr günstiger werden, was wir energetisch verbessern können. Da wir aber nicht vom Fach sind, aber viele Berichte über unseriöse Berater gesehen und gelesen haben, wollen wir uns so gut es geht im Vorfeld erkundigen und ich hoffe nun hier auf ein paar unabhängige Antworten.

    Die Baustellen, wo man verbessern kann, sind klar:

    -Verglasung Wintergarten
    -neue Fenster insgesamt
    -Fassadendämmung Untergeschoß

    Muss die Fassade zwingend zusätzlich gedämmt werden, oder macht das kostentechnisch keinen Sinn und man tauscht nur die FEnster aus? bekommt man dann immer zwangsläufig ein Schimmelproblem? Wie würdet Ihr den Wintergarten verglasen? Dreifach?Oder lieber statt Dreifach, bei Doppelverglasung bleiben aber statt Aluminiumprofilen auf diese Kunststoffschienen umsteigen?

    Entschuldigt meine Laienhafte Fragerei - wir sind noch ganz am Anfang unserer Überlegungen.

    Wen haltet Ihr für unabhängig, was die Beratung vor Ort angeht? Mein Mann sieht immer in allem gleich schwarz, was Lobbyarbeit angeht...

    Vielen Dank erstmal bis hierhin und viele Grüße aus Dortmund!

    BrummSummse
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  2. ETW-Sanierung Fenster etc.

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Die wichtigste Frage vorweg, wie hoch ist der Heizenergiebedarf? (Stromrechnung, Tarif, und kWh)

    Die möglichen Einsparungen lassen sich rechnerisch abschätzen. Dazu muss man den Bestand aufnehmen (Wandaufbau, Flächen, Fenster, etc.), die möglichen Verbesserungen planen, und dann den Kostenaufwand für die Verbesserungen kalkulieren. Aus den U-Wert Verbesserungen kann man das Einsparpotenzial abschätzen und mit den Investitionskosten vergleichen.

    Das habe ich hier im Forum schon mehrfach vorgerechnet.

    ABER, in Deinem Fall, Wohnung Baujahr 2000, glaube ich ehrlich gesagt nicht daran, dass sich solche Maßnahmen in absehbarer Zeit amortisieren können. So schlecht wurde in 2000 auch nicht gebaut.

    Schauen wir uns mal die Fenster an. Im Jahr 2000 war ein k-Wert um die 1,5W/m2K üblich. Ohne jetzt auf die Unterschiede K-Wert und U-Wert einzugehen, kann man abschätzen wohin die Reise geht. Nehmen wir an, die Fenster würden durch neue Fenster mit 3 fach Verglasung ersetzt, Uw setzen wir mal mit 0,7W/m2K an. Das Einsparpotenzial beträgt also 0,8W/m2K. je nach Pi*Daumen Formel reden wir also über ein jährliches Einsparpotenzial von 80kWh/m2. Unterstellen wir jetzt eine gesamte Fensterfläche von 40m2 (das müsstest Du jetzt selbst nachmessen und ausrechnen) dann wäre das Einsparpotenzial 3.200kWh pro Jahr.

    Was kosten die 3.200kWh und was musst Du investieren?

    Eine Stromheizung ist so ziemlich die teuerste Art zu heizen. Demzufolge könnten sich bei Dir Maßnahmen lohnen die sich in einem anderen Haus niemals amortisieren würden. Trotzdem muss man mit spitzer Feder rechnen, denn so ein Fenstertausch kostet Geld, und das nicht zu knapp.

    Ähnlich verhält es sich mit der Fassade. Da bereits eine Fassadendämmung vorhanden ist, kann man wohl davon ausgehen, dass der U-Wert so schlecht nicht sein kann. Wie oben schon geschrieben, gab es auch im Jahr 2000 bereits Anforderungen an die Wärmedämmung die einzuhalten waren. Eine Aufdopplung der Dämmung ist zwar in vielen Fällen möglich, aber nicht immer lohnenswert. Deswegen habe ich oben geschrieben, dass man zuerst einmal den Bestand aufnehmen muss. Das gilt natürlich auch für das Untergeschoss. Das ganze muss geplant werden, sonst läuft man Gefahr, dass man irgendwelchen Verkäufern in die Hände fällt die nur Dollarzeichen vor den Augen sehen, aber nicht in der Lage sind die Maßnahmen und deren Wechselwirkungen zu erfassen.

    Eine weitere Frage die sich stellt, ob es nicht besser wäre, den teuren Wärmeerzeuger zu ersetzen, oder zumindest so weit zu entlasten, dass die teuren Strompreise nicht mehr so sehr in´s Gewicht fallen.
    Hier könnte man beispielsweise über folgende Varianten nachdenken.

    a.) Split-Klima
    b.) Gastherme und neue Heizflächen
    c.) Pelletofen, wenn möglich wasserführend

    Jede dieser Optionen hat Vor- und Nachteile. Was man wie bei Euch umsetzen kann, das hängt von den Rahmenbedingungen ab, und von Eurem Nutzerverhalten. Nicht jeder mag die Luftzirkulation die eine Split-Klima verursacht, eine Gastherme lässt sich vielleicht gar nicht einsetzen weil kein Gasanschluss machbar ist, und beim Pelletofen ist auch nicht jeder bereit Sackware zu schleppen wenn kein Platz für ein Pelletlager vorhanden ist.

    Deswegen kann man aus der Ferne nur Möglichkeiten aufzeigen, aber keine Planung erstellen. Dafür muss man sich das vor Ort anschauen.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Ist das etwa eine Eigentumswohnung im Mehrfamilienhaus?

    Gibt es einen (Not)Kamin?
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  5. #4
    Themenstarter

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    Ja. Es ist ein mehrfamilienhaus. Und einen Kamin gibt es auch - mit dem heizen wir auch in der Übergangszeit und im Winter, wenn es nicht ausreicht. Durch den Wintergarten wird das halt manchmal nötig. Dieser ist nicht an die NT-Zähler angeschlossen worden (nachträglicher Anbau - war alles vor unserer Zeit), deshalb wird er ausschliesslich über den Kamin mit geheizt (dieser steht mittig zwischen Wintergarten und Wohnzimmer).
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  6. #5
    Themenstarter

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    Oder meintest Du Kamin nicht im Sinne vonheizen, sondern eben im Sinne von "Kaminabzug"??? Das ist hier nur mit einem Aussenrohr realisiert worden.
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  7. #6

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    Lässt sich denn dieser Wintergarten nicht thermisch vom Wohnraum trennen und einfach seinem Namen gerecht werden?
    Die Dinger sind mal entwickelt worden, um einen Puffer zwischen Wohnraum und Außenluft zu schaffen, in dem dem Pflanzen kühl überwintert werden und der als "Energiebremse" dient. Eine Beheizung sollte nur der Frostfreihaltung für die Pflanzen dienen.
    Eine Erweiterung des Wohnzimmers und Vollbeheizung ist nicht vorgesehen gewesen. Bei Euch daran zu erkennen, dass der Wintergarten nicht ins reguläre NT-gestützte Heizsystem einbezogen ist.

    Die Fenster werden Ihr vermutlich gar nicht selbst auswechseln dürfen, da i.d.R Gemeinschaftseigentum.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Fenster sind kein Gemeinschaftseigentum. Daher dürfen wir wechseln wie wir wollen. Der Wintergarten ist voll in den Wohnraum integriert. Das soll auch so bleiben. Er ist als Erweiterung des Wohnraumes nachträglich geschaffen worden und ist aus diesem Grund nicht an das normale Heizungssystem angeschlossen, sondern mit einer Fussbodenheizung die aber über den HT läuft.
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  9. #8

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    Wenn das so ist. Luxus muss man sich halt leisten können. Mit ein bischen Fenstertausch wirst Du nicht viel bewerkstelligen.
    Die elektr. FBH ist das eigentliche Übel und der Kostentreiber schlechthin.
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9

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    Zitat Zitat von BrummSummse Beitrag anzeigen
    Fenster sind kein Gemeinschaftseigentum. Daher dürfen wir wechseln wie wir wollen.
    "Wie ihr wollt" bestimmt nicht. Zumindest darf sich das äußere Erscheinungsbild nicht signifikant ändern.

    Mit "Kamin" meine ich das, was der Begriff bedeutet (Schornstein).
    Mit einem gewöhnlichen Kamin kann man nicht heizen. Dafür gibt es Öfen!
    Allerdings gibt es offene Kamine. Hoffentlich habt ihr nicht sowas.

    Ihr habt also einen Festbrennstoffofen und einen Außenschornstein?
    Es wird sich um einen Stückgutofen handeln.
    Dann könnte man den z.B. durch einen Pelletofen ersetzen und diesen in der Heizperiode ständig mitlaufen lassen. Macht etwas Arbeit, aber spart Brennstoffkosten.
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  12. #10

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    Zitat Zitat von BrummSummse Beitrag anzeigen
    Und einen Kamin gibt es auch - mit dem heizen wir auch in der Übergangszeit und im Winter, wenn es nicht ausreicht. Durch den Wintergarten wird das halt manchmal nötig.
    Dann könnte man überlegen, ob und wie man diesen Kaminofen intensiver nutzen kann. Ich hatte ja oben die Pelletsvariante in´s Spiel gebracht, evtl. lassen sich in einigen Räumen Heizkörper montieren und die Leitungen verlegen, dann könnte man einen Teil der Heizkosten reduzieren.
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