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  1. #1

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    Warmwasser mit Pelletheizung

    Hallo zusammen,

    hat jemand Erfahrung mit Warmwassererzeugung im Sommer durch eine Pelletsheizung? Es gibt ja mittlwereile zahlreiche kleinere Pelletkessel die angeblich ihre Leistung sauber bis 3kw runterregeln können und auch die Kesseltemperatur absenken können. Laufen die Kessel hier wirklich sauber und noch einigermaßen effizient? Oder ist Warmwassererzeugung Unfug oder gar ein absolutes "no go"? Ich gehe im Augenblick von Warmwasser für zwei Personen, im Endstadium dann für vier Personen aus
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  2. Warmwasser mit Pelletheizung

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  3. #2

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    So lange da nicht gerade ein 10 Liter Eimer als Speicher am Kessel hängt, funktioniert das.
    Das Problem mit der Effizienz liegt nicht nur an der Leistung des Kessels, sondern am Prinzip an sich. Es muss ja zuerst mal der Kessel auf Temperatur gebracht werden bevor Wasser in den Speicher transportiert werden kann. Danach verpufft die Restwärme des Kessels sinnlos im Raum oder geht durch den Schornstein.
    Das gleiche Problem haben andere Kessel die auf Verbrennung basieren auch. Bei Gas aber nur in entschärfter Form, weil die heutigen Blechbüchsen kaum noch Masse haben.

    Ein Pelletkessel wird also bei der WW Erzeugung nicht die Effizienz haben wie im Heizbetrieb, aber damit kann (muss) man leben.

    Geht es nur um den Vergleich bei Nennleistung und Teillast, dann wird´s kompliziert, denn da spielen viel Faktoren mit rein. Abgastemperatur, Restsauerstoff, Wärmeverluste über die Gehäusehülle, usw. Rechnet man alle Faktoren mit ein, dann ist der Wirkungsgrad im Teillastbetrieb nur um einstellige Prozente niedriger als bei Nennlast. Bei manchen Kesseln macht es sich auch so gut wie gar nicht bemerkbar. Die verwenden dann aber auch eine aufwendige Elektronik um alle Verbrennungsparameter zu justieren. Da kann der Wirkungsgrad bei Teillast sogar höher sein als bei Nennlast.

    Was Den Betreiber jedoch interessiert ist der Anlagenwirkungsgrad, und da ist der Kessel ja nur ein Teil davon.
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  4. #3

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    Ich würde mal einen Blick hierrauf werfen oder einfach mal nach Pellet und Preisentwicklung googlen. Ob Pellets wirklich der letzte Schrei in Bezug auf kostengünstig sind ist IMHO fraglich. Biomasse ist begrenzt Strom kann auf viele verschiedene Arten gewonnen werden (WP) und Gas dürfte auf absehbare Zeit nicht sonderlich steigen.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von SvenW Beitrag anzeigen
    .... und Gas dürfte auf absehbare Zeit nicht sonderlich steigen.
    Darauf würde ich nicht wetten.

    Momentan ist ein Käufermarkt. Es gab keinen Winter, die Lager sind randvoll, selbst Heizöl ist "billig". Es gab auch Zeiten da kostete Heizöl um die 1,- € pro Lite bei Kleinmengen, und auch Gas lag mit 9Ct./kWh nicht so viel darunter. Momentan sind die Bedingungen halt günstig, aber das muss nicht bedeuten, dass es so bleibt.
    Beim Strompreis haben wir ja gesehen wie schnell es nach oben gehen kann. Wenn morgen die Amis wieder mal Lust auf einen Krieg haben, Putin mehr Geld verdienen muss, und die pipelines nach Asien die Menschenmassen dort auch besser an die Öl-/Gasversorgung anbinden, tja dann wid wieder gepokert, und uns bleibt nichts anderes übrig als jeden Preis zu zahlen der aufgerufen wird.

    Sicher ist, Energie wird ständig teurer. Welcher Energieträger wann wieder mal einen Schub nach oben macht, das hängt von vielen Faktoren ab.

    Die Pelletpreise sind natürlich mit steigender Nachfrage auch gestiegen, ist doch klar. Zuvor mussten die Pellets ja verschenkt werden weil es kaum Käufer gab. Im Rahmen dieser Preissteigerungen wurden dann Fertigungskapazitäten geschaffen die den Preis wieder normalisierten. Aktuell bewegen wir uns um die 260,- bis 270,- €/to bei haushaltsüblichen Mengen. Größere Mengen um die 250,- €/to. Fertigungskapazitäten sind ausreichend vorhanden. Beim Rohstof gibt es auch noch keinen Mangel. Wer weiß, vielleicht wird man irgendwann anstatt Holz auch Heu, Weizen oder was weiß ich verpressen. Momentan lohnt das vielleicht noch nicht, aber wer kann schon sagen, was in der Zukunft kommen wird.

    Ein weiterer Vorteil, manche Pelletkessel lassen sich als Kombikessel auch mit Brennholz betreiben, viele Kessel zumindest im Notbetrieb mit Brennholz. Da kriegt man die Bude auch warm wenn der Pelletpreis mal höher sein sollte als gewünscht und das Lager leer ist.

    Man kann halt als Betreiber in Grenzen Einfluss nehmen, was bei Gas völlig unmöglich ist. Klar hat man heute eine größer Auswahl von Lieferanten, aber letztendlich sind die meisten davon nur Wiederverkäufer. Wenn der Preis steigt ziehen alle nach oben, und 1Ct. mehr oder weniger, das macht den Kohl nicht fett.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von SvenW Beitrag anzeigen
    Ich würde mal einen Blick hierrauf werfen oder einfach mal nach Pellet und Preisentwicklung googlen. Ob Pellets wirklich der letzte Schrei in Bezug auf kostengünstig sind ist IMHO fraglich. Biomasse ist begrenzt Strom kann auf viele verschiedene Arten gewonnen werden (WP) und Gas dürfte auf absehbare Zeit nicht sonderlich steigen.
    Ralf hat dazu ja schon einiges geschrieben....

    Wenn man die Preisentwicklungsgraphik von 2005 -2013 anschaut fällt der starke Anstieg auf.
    Der dürfte dem langen Winter geschuldet sein.
    Dieses Niveau wird anscheinend versucht zu halten. Zumindest momentan...

    Verglichen mit Heizöl sind die Steigerungsraten von 2005-2013 noch sehr sozialverträglich
    http://tecson.de/pheizoel.html
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  7. #6
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    Das Thema Preisentwicklung lass ich mal bewusst außen vor. Mir ging es mehr um die Lebensdauer der Heizung. Ob die kurzen Laufzeiten im Sommer ein Problem wird dem man nur mit übermäßig großen Brauchwasserspeichern entgegentreten kann oder ähnliches. Manche behaupten, bis der Pelletkessel mal richtig auf Touren kommt kann er schon wieder abschalten. Dadurch wird er nicht im idealen Bereich betrieben und es gibt Probleme mit Ruß usw....
    Aber wenn ich halbwegs richtig Überschlage müsste ein 7KW Kessel eine Stunde laufen um 300l um 20° zu erhitzen. Das dürfte ja ok sein oder?
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  8. #7

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    Alles eine Frage der Betriebsweise. Natürlich läuft ein Pelletkessel bei der WW Erzeugung nicht gerade im idealen Bereich. Da muss die kompette Anlage auf Temperatur gebracht werden nur um ein paar Liter WW zu erzeugen. Andererseits kann man das Problem durch eine entsprechende Betriebsweise entschärfen.

    Deine Rechnung mit den 7kWh ist zwar richtig, aber wenn der Kessel schon nachheizt wenn die WW Temperatur nur um ein paar K gefallen ist, dann stimmt diese Rechnung nur bedingt. Über den Tag gesehen wären es zwar 7kWh, aber wieviel pro Ladevorgang?

    Ein Pelletkessel ist, ähnlich wie ein Holzkessel, halt kein Wärmeerzeuger den man so einfach ein- und ausschalten kann. Es dauert bis er auf Temperatur kommt und es dauert auch bis die Flammen wieder aus sind. Das geht nicht im Minutentakt. Andererseits sollte man das Problem nicht überbewerten, denn man kann durch die Betriebsweise bedingt gegensteuern.
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  9. #8

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    Vorab: ich bin absoluter Laie, deshalb nur ein subjektiver Erfahrungsbericht.

    Wir haben einen 11kw ETA-Kessel, der auch im Sommer das Warmwasser macht (Solar ist vorbereitet, aber zurückgestellt). Angeschlossen ist ein 300l-Speicher für Wasser. Natürlich hat der Kessel Anfahrzeiten und glüht auch nach, aber nach meinem Eindruck ist das nicht dramatisch bezgl. Verbrauch und Verschleiß. Der Brennteller ist vergleichsweise winzig und die Menge der beim Brennvorgang darauf liegenden Pellets überraschend gering. Dazu ist der Kessel wirklich optimal eingestellt. Die Heizung läuft jetzt seit 5 Jahren.

    Der Schorni kommt im Frühjahr und im Herbst und holt gerade mal eine gute Handvoll Ruß aus dem Kamin, Frühjahr mehr, Herbst weniger. Für einmal Warmwassermachen (65 Grad) benötigt der Kessel ca. 6 kg Pellets (hat zumindest mein Mann mal ausgerechnet, der Kessel ist sein Hobby und Heiligsblechle ). Im Sommer wird bei uns ca. 3mal die Woche WW gemacht, das reicht in der Regel aus (nur Dusche, keine Badewanne). Ist das Wasser mal zu kalt, dauert es vom Anschalten des Heizvorgangs bis zu schön warmen Wasser zum Duschen ca. 30-40 Minuten. Also sooo unflexibel finde ich das jetzt nicht.
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  10. #9

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    Das meinte ich ja mit Betriebsweise. Wenn der Kessel auf einen Speicher arbeitet und die Hysterese so eingestellt ist, dass er dort auch ordentlich Energie einlagern kann, dann spielt die Anfahrprozedur nur noch eine untergeordnete Rolle. Ein paar Wh mehr oder weniger gehen da im Rauschen unter.

    Pellets haben im Vergleich zu Scheitholz halt den Vorteil, dass man sie (theoretisch) stückweise anbrennen kann. Durch Regelung der Menge und Verbrennungsluft lässt sich auch ein ordentlicher Wirkungsgrad erzielen, selbst wenn die Kiste im Teillastbetrieb arbeitet. Da gibt es schon Unterschiede zwischen den Herstellern und einzelnen Kesseltypen.
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  11. #10
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    Na dann denke ich kann ich beruhigt einen Pelletkessel zulegen.
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  12. #11

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    Suche Dir aber jemanden der sich damit wirklich auskennt und Erfahrung hat. Nicht dass Du bei Problemen im Regen stehst, weil der Heizungsbauer nicht einmal die Anleitung lesen kann.
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  13. #12

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    Ich würde mich hier gern einklinken. Ich habe gerade einen neuen Pelletkessel installieren lassen (NBE RTB 10 kW). Angeschlossen ist ein 160l WWB. Wasserhärte 15 DH. Frage: Welche Einstellungen sind am besten, um den Kessel (im Sommerbetrieb) möglichst selten hochfahren zu lassen? Es geht mir insbesondere um die Kesseltemperatur, mit der der WWB beschickt wird. Sind mit Blick auf das Risiko Kalkausfall Kesseltemperaturen von 70° oder 75° zu hoch? Wäre es eventuell sogar sinnvoll, den Kessel im Sommer bei 10% Leistung durchlaufen zu lassen mit ständiger Warmwasserproduktion bei 60° Kesseltemperatur?

    Wie gesagt, es geht mir in erster Linie um die Reduzierung der Kesselstarts. Ob das dann zu einem Mehrverbrauch von einigen 100 kg Pellets im Jahr führt, ist weniger relevant.
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  14. #13

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    Der Thread ist aus 2014, dazugesagt ist das Forum so tot wie Hähnchen was Anfang des Jahres begraben wurde mit dem neuen Forenbetreiber und dessen Werbung..
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    @Karlheinz
    Bei mir erst unter 18°C Aussentemperatur WW vom 25kW Pelletkaminofen im Wohnzimmer sonst per Solaranlage.
    Wenn es gerade mal mit dem Wetter nicht hinhaut einfach einen Knopf dücken.
    Kommt 1-2mal im Jahr vor das der Wetterbericht nicht passt.
    Der Pellet Wärmeerzeuger läuft nach internen Echtzeit Wetterberichten.
    Viel besser als alte Witterungsführungen mit Heizkurven die nur schätzen können.
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  17. #15

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    Nur unter 18Grad Aussentemeratur deshalb weil man mit der Restenergie dann nach der WW Bereitung die Hütte bis Kessel wieder unter 20Grad ist es umsonst warm bekommt!
    Also hat man nicht wirklich Verluste!

    Solaranlage oder Durchlauferhitzer kann im Sommer effektiver sein als ein Pelletkessel.

    Er braucht bis zu 15min bis er in voller Fahrt ist!
    Es muss erst ein Glutbett aufgebaut werden, und zu schnelle erwärmung führt zu Spannungsrissen im Kesselkörper.
    Umgekehrt kann man nach WW Bereitung über 30min umsonst mit ihm heizen.
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