Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 19

Auswertung des Baugrundgutachtens

Diskutiere Auswertung des Baugrundgutachtens im Forum Begleitende Ingenieurleistungen auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Holger
    Gast

    Auswertung des Baugrundgutachtens

    Hallo, liebes Forum,
    hab´ heute das Ergebnis des Baugrundgutachtens bekommen.
    Folgendes kam dabei raus:

    1. Wasser bei einer Tiefe von 1,22m
    Anmerkung : Habe ca. 5m von der Bohrung entfernt noch ein Loch gegraben (Tiefe 1,50m), hier war kein!! Wasser!

    2. Bis in einer Tiefe von 2,70 Mittelsand, grobsandig, schwach schluffig, grauweiss, feucht bis nass,
    von 2,70-3,00 Schluff, Mittelsand, braun, feucht,
    von 3,00-3,50 Mittelsand, fein- bis grobsandig, schwach schluffig, grau, feucht bis nass,
    3,50-4,40 Schluff, Sand, braun, feucht,
    4,40 -5,00 Mittelsand, schluffig, braun, feucht.



    Folgende Fragen:

    1. Ist die Versickerungsfähigkeit von Regenwasser gegeben?

    2. Möchte in jedem Fall mit Keller bauen. Wie sollte er ausgeführt werden (weisse/schwarze Wanne)? Soll ein passivhaustauglicher Keller werden ( Einbindung in die Gebäudehülle)

    Vielen Dank im voraus

    Holger
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Auswertung des Baugrundgutachtens

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von mls
    Registriert seit
    10.2002
    Ort
    obb, d, oö
    Beruf
    twp, bp
    Beiträge
    13,790
    regenwasser: dafür gibt´s i.a. akreditierte sonderfachleute lt. wasserhaushaltsgesetz
    keller: die sonderfachleute dafür nennen sich tragwerksplaner

    den tragwerksplaner solltest du im übrigen so schnell wie möglich ins boot holen, damit der ein paar worte mit dem "bodengutachter" wechselt...
    aber wahrscheinlich hast du noch nicht mal einen brauchbaren architekten.

    holger, du scheinst zu glauben, es gibt für alles eine patentlösung.
    die fragen (oben) sind genauso gut oder schlecht zu beantworten,
    - wie die frage nach dem richtigen mauerwerk für ein passivhaus,
    - wie die frage nach dem richtigen dach für ein passivhaus,
    - wie die frage nach der richtigen dachgaube für ein passivhaus ... und so weiter !
    eine funktionierende pauschallösung mit maximalen nutzen zum minimalen preis gibt es nicht!
    das kann nur individuell durch deinen architekten zusammen mit den sonderfachleuten geklärt werden.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Holger
    Gast

    Komisch

    Hallo Markus,
    das musst du mir jetzt mal erklären:
    Da werden die Bauherren immer wieder von den Statikern aufgefordert ein Baugrundgutachten zu machen und dann kann immer noch keine Aussage gemacht werden.
    Ich erwarte ja keine detaillierte Lösung, sondern nur grundsätzliche Aussagen um mir einen Überblick zu schaffen.

    Gruss
    Holger
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Bauexpertenforum Avatar von mls
    Registriert seit
    10.2002
    Ort
    obb, d, oö
    Beruf
    twp, bp
    Beiträge
    13,790
    e-moduli?
    hhw?
    mittlerer/maximaler sättigungsgrad?
    vertikale (!!!) schichtung?
    altlasten?

    für solche fragen lieben mich alle bodengutachter - die brauchen nur in bau.de und hier im forum lesen


    im übrigen ist ein betonkeller nie verkehrt!
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    W.Freund
    Gast

    Der Unterschied

    Zwischen Baugrund / Grundbau und Statik / Tragwerksplanung ist dem Baulaien offensichtlich nicht bewußt.

    Im Allgemeinen versteht der Baugrund-Fachmann wenig von Statik (auch im Sinne von Tragwerksplanung).

    Andersrum haben die Statiker oft Schwierigkeiten mit den Begriffen :
    - Bettungsmodul
    - Steifemodul
    - Versickerungsbeiwert
    etc. umzugehen (-modul darf auch durch -ziffer ersetzt werden).

    Was die Statiker interessiert, steht eben fast nie im Baugrundgutachten: die zuläsige Belastung.

    Wie immer am Bau kommt es auf die Zusammenarbeit an. Selbst ein vergleichsweise simples EFH ist komplexer, als die privaten Bauherren das glauben wollen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Horst
    Gast

    Na super

    Der Bodengutachter versteht die Begriffe des Statikers nicht und umgekehrt.
    Der Bauherr muss es zahlen + später ausbaden
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    W.Freund
    Gast

    Böse Leider

    Haben Sie da völlig Recht

    Zunindest was viele (nicht alle!) Bauträger angeht. Nach völlig unbraucbaren Baubeschreibungen die oft nicht mal mit dem Vertrag übereinstimmen kommen dann die "Überraschungen".

    Deswegen bieten ja viele (ich betone: nicht Alle!) billig und eben nicht preiswert an. Die wissen genau, wo Sie es holen.

    Ich möchte hier kein Loblied auf Architekten singen, weil ich auch viele unfähige Kollegen kenne. Aber bei sauberer Abwicklung dürfte das nicht passieren.

    Nur: wenn die wahren (!!!!!!!!) Kosten auf den Tisch kommen, springt der Bauherr ab. Er zahlt die ohnehin, aber er weiß es beim Bauträger eben nicht.

    Warum gibt es denn zahllose Foren dieser Art?

    Wenn Sie schon nicht mit Architekten bauen wollen (was ich durchaus nachvollziehen kann) sollten Sie wenigesten zwei Fachleute vor der Unterschrift hinzuziehen:
    - Rechtsanwalt
    - Baufachmann
    Wobei der Baufachmann in diesem Falle ein Architekt sein sollte, der zwar nicht alles im Detail weiß, aber zimindest den größten Überblick hat.

    Haben Sie vorher überhaupt mal diese Möglichkeit ins Auge gefaßt? Wenn ja, waren die zu teuer? Teurer as die jetzigen Zusatzkosten?

    Sind Sie sicher, daß das jetzt alles war?

    Sorry, aber ich bin nebenbei auch Gutachter, daher kenne ich diese Fälle zur Genüge.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    Holger
    Gast

    Hab´ nie gesagt,

    dass ich ohne Architekt bauen will. Will halt nur gut vorbereitet sein und dafür gibt es die Bauforen ja wohl.
    Das Baugrundgutachten ist auch für den Stadtplaner gedacht, der dieses gewünscht hat ( nicht gefordert),um so Auskünfte über die Versickerungsfähigkeit des Boden für den Bebauungsplan zu bekommen.
    Da es also wohl des öfteren zu Mißverständnissen zwischen Geologen und Tragwerksplaner kommt, werde ich jetzt noch mal ein paar genauere Angaben rüberschieben, damit ihr euch besser ein Urteil über die Bodenverhältnisse machen könnt.


    Also ich versuch mal eine etwas genauere Zusammenfassung:

    1....Sande von mitteldichter Lagerung ist von auszugehen!
    2.Kf Wert nach Hazen von 4,4*10hoch-4
    3. Tabelle der Bodenklassifikation nach DiIN18196: Mutterboden/Sand, schwach schluffig/ Schluff/Sand .
    Nach Din 1054 organisch/nichtbindig/bindig.
    Nach DIN 18300 1/3/4.
    Dann noch eine allgemeine Baugrundbeurteilung:
    ....ab einer Tiefe von 1,30 mitteldichte Lagerung. Die Konsistenz der darungerliegenden schluffigen bzw. stark schluffigen Sande ist als steif einzuschätzen.
    Der Untergrund weist somit ab der vorgenannten Tiefe eine ausreichende Tragfähigkeit auf.
    Es sollte ein Aushub bis ca 1,3m unter OKG erfolgen. Nach Verdichtung der Aushubsohle ist nichtbindiges Material unter Nachweis der Verdichtung bis zur gewünschten Höhe einzubringen.
    Die Wasserverhältnisse sollten durch einen Grundwasserbeobachtungsspiegel genau bestimmt werden.
    Die zulässige Bodenpressung kann gemäß DIN 1054 ermitttelt werden.
    Was heisst das jetzt für den Kellerbau und der Versickerungsfähigkeit des Regenwassers?
    Vielen Dank im voraus
    Holger
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Bauexpertenforum Avatar von mls
    Registriert seit
    10.2002
    Ort
    obb, d, oö
    Beruf
    twp, bp
    Beiträge
    13,790

    was das heisst?

    für den baugrund würd ich zu fuss nach altötting pilgern und der schwarzen marie eine kerze stiften

    naja, is für dich wohl a bisserl zu weit
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Avatar von bauhexe
    Registriert seit
    02.2003
    Ort
    unterm Weißwurschtäquator
    Beruf
    Dipl. Bauingenieurin
    Benutzertitelzusatz
    high tech heXenhäuser
    Beiträge
    1,188
    Bei Schuff und Sand kann sich der Boden schnell mal ändern. Isa das Gutachten genau auf Deinem Grudstück gemacht worden oder nur im Baugebiet?
    Du braucht zu 200% einen Statiker oder einen Bauing, der auch Statiken macht. Sowohl Baungs. als auch Statiker rechnen WSNW für passivhaus.
    Ein Architekt wird keinesfalls billiger, wir rechnen alle nach der selbeb HOAI ab. Nur wenn Du einen für alles hast, hat der den totalen Überblick. Auch zu empfehlen sind Bürogemeinschaften mit kompertibler Software.
    Noch mal zum Baugrund:
    Statiker muß beim Aushub der Baugrube vorbeikommen. Wenn Du nun einen Planer sucht, dann weißt Du worauf Du achten mußt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    W.Freund
    Gast

    Das heißt

    Nicht versickerungsfähig (in teilbereichen = Wasserstau)
    Setzungen sind zu erwarten
    Sicherung gegen Auftrieb höchstwahrscheinlich erforderlich
    Es könnte anfange zu stinken (organisch)

    Da ist in der Tat saubere Planung (von Fachplanern!) gefragt. Ein Architekt kann das in der Regel nicht alleine.

    Wenn Sie das alles selbst machen (planen) wollen, geben Sie mir lieber gleich das Geld, dann kommt es einem guten Zweck zugute (meiner Frau )
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Holger
    Gast

    Vielen Dank für eure Beiträge,

    aber was ist jetzt mit der Versickerungsfähigkeit des Wassers und wie sollte ich den Keller planen?


    Gruss aus Bremen
    Holger
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    W.Freund
    Gast

    Ganz einfach

    Weiße oder schwarze Wanne. Denn Sie schreiben ja nicht, WO der Versickerungswert gemessen wurde.

    Also geht man immer vom schlechtesten anzunehmenden Fall aus, in diesem Falle mindestens aufstauendes Sickerwasser, wenn nicht sogar drückendes Wasser.

    Achtung! Die Grundwasserstände ändern sich, auch mit den Jahreszeiten!

    Am sichersten ist eine weiße Wanne, als "steifer Kasten" ausgebildet. Natürlich muß auch über Bodenaustausch nachgedacht werden.

    Sie wollen wirklich selber planen und ausschreiben? Wer unterschreibt denn dann denn Bauantrag?

    Übrigens kommt ein Mitarbeiter von mir aus Bremen, der allerdings keine Eingabeplanungen macht (ist Bauingenieur). Der hat so einige Fälle von abgesoffenen Kellern in der Bearbeitung......
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Holger
    Gast

    Da ist ja schon eine Antwort

    muss sich wohl überschnitten haben.

    Holger
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Holger
    Gast

    Ich bin Baulaie!!

    ich will hier überhaupt nicht selber planen, ich hole nur Infos ein.
    Wie kommt ihr da nur drauf?

    Hab ich vergessen. Es wurde an zwei gegenüberliegenden Gebäudeecken direkt auf unserem Grundstück gemessen.

    Gruss aus Bremen
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

Ähnliche Themen

  1. 30-jährige Haftung/Gewährleistung für "versteckte Baumängel"
    Von WMenzel im Forum Schlüsselfertig Bauen ?
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 27.07.2007, 20:04
  2. Baumangel und Mangelrüge
    Von ARGE "Bauexpertenforum" im Forum Baubegriffe
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 29.10.2005, 18:37
  3. Ausschreibung, Position/Gewerk vergessen?
    Von Gast im Forum Architektur Allgemein
    Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 10.07.2003, 23:43
  4. Risse im Fließestrich
    Von Ramona im Forum Estrich und Bodenbeläge
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 18.02.2003, 17:49
  5. Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 16.01.2003, 23:07