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  1. #1

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    Passiv-, KfW- oder EnEV-Haus TCO Vergleich

    Hallo zusammen,

    ich lese schon einige Zeit still mit, danke schonmal für die supervielen Infos. Eine Frage drängt sich mir aber gerade auf.
    Ich plane den Bau (m)eines EFH (etwa 180 qm Wfl, 1,5 Geschosse, kein Keller, Satteldach, keine Erker).

    Nun habe ich mit zwei Anbietern gesprochen:
    a) Holz Passivhaus, erwartete Kosten 1700 Euro/qm Wfl
    b) Massivhaus EnEV, 1300 Euro /qm Wfl

    Der Unterschied ist drastisch und weit oberhalb der normalerweise diskutierten 8- 15 %, sodass sich das PH wohl in Sicht auf die Total Cost of Ownership nicht rechnen wird.

    Wo bewegen sich eurer Meinung nach momentan die Baupreise? Gibt es vielleicht irgendwo einen Thread, den ich übersehen habe, der sich auf das Thema bezieht?
    Was ist eurer Meinung nach die Bauart, die im TCO - Vergleich die Nase vorn hat, wenn man von einer MODERATEN Energiepreissteigerung ausgeht?

    Der Focus liegt klar auf TCO, nicht im drücken der Investitionssumme.

    Behaglichkeit usw. mal nicht Betrachtet, das kann im Anschluss immer noch bewertet werden.

    Beste Grüße und ich hoffe, dass ich hier nicht einen neuen Glaubenskrieg losbreche
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  2. Passiv-, KfW- oder EnEV-Haus TCO Vergleich

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Du vergleichst Äpfel mit Birnen, und dementsprechend fällt auch das Ergebnis aus.

    Wenn Du ein PH zu brauchbaren Kosten realisieren möchtest, dann brauchst Du einen Planer der tief in der Materie steckt, und der es versteht, auch zu optimieren.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Worauf beziehst du Äpfel bzw. Birnen?
    Also ist der Preis des Passivhauses zu hoch und der des Massivbaus i.O.?
    Der Planer hat bereits einige PH gebaut.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von vortex Beitrag anzeigen
    Worauf beziehst du Äpfel bzw. Birnen?
    Also ist der Preis des Passivhauses zu hoch und der des Massivbaus i.O.?
    D
    Du vergleichst HRB mit einem Massivhaus, und PH mit einem einfachen EnEV Haus. Wir reden hier von völlig unterschiedlichen Dingen.

    Es gibt Anbieter die machen aus einem KfW xx Haus ein Passivhaus. Das ist sicherlich machbar, aber nicht gerade effizient. Hinter einem PH steckt mehr als nur eine hoch wärmegedämmte Hülle, und man muss die Vorteile die ein PH Konzept bietet auch nutzen um wiederum die Kosten zu drücken.
    Ein wichtiger Punkt ist hier die Haustechnik, um nur mal ein Beispiel zu nennen. Setzt man hier auf Standard-Heiztechnik, dann wird das nur unnötig teuer.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Ok, über die Haustechnik haben wir noch gar nicht gesprochen. Aber so intelligent wird der Passivhausbauer wohl sein, dass er keine Standardkomponenten verwendet.. das hoffe ich auf jeden Fall.

    Gerade durch die vereinfachte Haustechnik spart man beim PH ja.
    Da sollte ja ein Grabenkollektor mit kleiner WP reichen. Und eine Lüftungsanlage würde ich auch im Standarthaus verbauen.

    Aber danke, ich werde nochmal mit einem anderen PH Planer sprechen.
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von vortex Beitrag anzeigen
    .. Der Focus liegt klar auf TCO..
    ja. schön. und bei welchen randbedingungen?

    jedes (baustoff)lager hat seine auguren, die zu wundersamen
    baustoffspezifischen bewertungen kommen - jetzt rat mal, an
    welcher schraube die drehen?
    das für bare münze UND für das entscheidende kriterium zu
    nehmen, widerspricht dem "T" erheblich.

    bei den eingangszahlen stellt sich die frage, ob die nicht
    auch von anbieter_lilapuddinghaus_1 im vergleich zu
    anbieter_lilapuddinghaus_2 im gleichen rahmen differieren
    könnten ..
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  8. #7

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    Zitat Zitat von vortex Beitrag anzeigen
    Da sollte ja ein Grabenkollektor mit kleiner WP reichen.
    Das könnte schon unwirtschaftlich sein. Ein einfaches klimagerät, unter Umständen auch nur ein Heizeinsatz in der Lüftungsanlage, könnten zu einem Bruchteil der Kosten das Gleiche leisten.
    Oder anders ausgedrückt, vielleicht reicht ein Beutel Teelichter aus dem schwedischem Möbelhaus für 1,99 € um den Heizbedarf für das ganze Jahr zu decken. Wozu dann Heiztechnik für zig Tausende Euro einbauen?

    Das meinte ich mit "Konzept", dahinter steckt also mehr als nur dicke Wände oder eine Wärmepumpe xy.

    Oder aber es geht gar nicht um ein Passivhaus, sondern nur um ein Haus mit möglichst geringen Heizwärmebedarf. Wer weiß, was Du unter Passivhaus verstehst. Dann sieht ein Vergleich auch wieder anders aus. Dann haben wir Äpfel, Birnen und auch noch Orangen im Angebot.
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  9. #8

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    Wenn
    Der Focus liegt klar auf TCO, nicht im drücken der Investitionssumme
    solltest Du lieber Mieter bleiben.
    Rechnet sich wahrscheinlich eher.
    Wenn's aber darum geht, unbedingt Geld in "Betongold" zu verwandeln, müsstest Du erstmal den Zeitpunkt definieren, wann der höchste oder der notwendige Renditepunkt für Dich erreicht sein soll.
    Dann hast Du wenigstens einen Zeitrahmen zum rumrechnen.
    Alles andere ist doch zu diesem Zeitpunkt Kaffeesatzleserei.


    Gruß Stoni
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  10. #9
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Das könnte schon unwirtschaftlich sein. Ein einfaches klimagerät, unter Umständen auch nur ein Heizeinsatz in der Lüftungsanlage, könnten zu einem Bruchteil der Kosten das Gleiche leisten.
    Oder anders ausgedrückt, vielleicht reicht ein Beutel Teelichter aus dem schwedischem Möbelhaus für 1,99 € um den Heizbedarf für das ganze Jahr zu decken. Wozu dann Heiztechnik für zig Tausende Euro einbauen?

    Das meinte ich mit "Konzept", dahinter steckt also mehr als nur dicke Wände oder eine Wärmepumpe xy.

    Oder aber es geht gar nicht um ein Passivhaus, sondern nur um ein Haus mit möglichst geringen Heizwärmebedarf. Wer weiß, was Du unter Passivhaus verstehst. Dann sieht ein Vergleich auch wieder anders aus. Dann haben wir Äpfel, Birnen und auch noch Orangen im Angebot.
    Ok. Also ein Passivhaus ist für mich ein Haus, das max 15 kWh/aqm Wärmeenergie verbraucht. Ich hätte diesen Wert als Ziel übernommen. Wenn man Passivhaus wörtlich nimmt, mögen die Teelichter natürlich reichen. Da gebe ich dir recht.
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  11. #10

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    wir haben ein massivhaus gebaut...na ja sind fast fertig und liegen bei etwa 1900 euro/qm
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11

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    Zitat Zitat von vortex Beitrag anzeigen

    Der Unterschied ist drastisch und weit oberhalb der normalerweise diskutierten 8- 15 %, sodass sich das PH wohl in Sicht auf die Total Cost of Ownership nicht rechnen wird.
    Wären es wirklich die besagten 15% würde man ja nur noch PH's überall bauen...wie R.B. schon geschrieben hat...es muss sehr sehr gut geplant und gebaut sein um auch nur in die Nähe davon zu kommen...mMn sind viele "PH's" eben nur Häuser mit Massig Dämmung etc. ohne ein anständiges Konzept...schon die Aussage vieler GÜ's dass man aus jedem haus ein PH machen kann ist mehr als fragwürdig...

    Die Baupreise sind je nach Region sehr unterschiedlich...und verhalten sich mehr oder weniger antiproportional zu den Kreditzinsen

    Zitat Zitat von menno19 Beitrag anzeigen
    wir haben ein massivhaus gebaut...na ja sind fast fertig und liegen bei etwa 1900 euro/qm
    Hier kommt es natürlich auch darauf an was verbaut wurde und wie groß das Haus ist...man kann praktisch jedes Haus günstig oder teuer bauen.
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  14. #12

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    Zitat Zitat von vortex Beitrag anzeigen
    .......sich das PH wohl in Sicht auf die Total Cost of Ownership nicht rechnen wird.......
    Ich liebe es, wenn mit denglischen Begriffen Unfug schick verbrämt wird.

    1) Wie berechne ich die Gesamtkosten, zu denen ja auch Verbrauch gehört, wenn keine seriöse Prognose über die Energiekosten in 10, 20 oder 40 Jahren möglich ist.
    VOR 40 Jahren, also 1975, hätten die Leute Dich in eine Anstalt einweisen lassen, wenn Du denen gesagt hättest, wie viel Geld Du (umgerechnet) ins Energiesparen investierst, weil nach deren Meinung eine Amortisationszeit von X00 Jahren errechnet worden wäre.
    Es konnte sich keiner vorstellen, im Jahr den Gegenwert von 3 - 4 Käfern für das Tanken auszugeben als normaler Autofahrer.

    2) Warum sind Menschen eigentlich so kurzsichtig geworden? Liegt das an der Wegwefgesellschaft?
    Ein Haus hält bei halbwegs vernünftiger Unterhaltung mehrere "Owner", sprich überlebt deutlich mehr als einen Besitzer, wenn wir mal Kriege und Naturkatastrophen, die auch einen Neubau ereilen können, beiseite lassen.

    Wieso also denken Bauherren nicht über ihren eigenen Lebenshorizont hinaus? Mag ja angehen, wenn man keine Verwandten hat und der Staat erben wird, aber dann soll man wie Stoni schrieb Mieter bleiben.
    An sonsten schafft man Werte!
    Und die sollte man nicht auf die eigene Lebenszeit betrachten, sondern auf die wahrscheinliche Lebensdauer eines Hauses!
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