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PV Anlage für Warmwassseraufbereitung und Einspeisung

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  1. #1

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    PV Anlage für Warmwassseraufbereitung und Einspeisung

    Hallo zusammen,

    was haltet Ihr von dem Gedanken eine PV Anlage für die Warmwasseraufbereitung, Eigenverbrauch zu nutzen und die Überschusse ins Netz einzuspeisen-->Thema Refusol PV heater.

    Kann man damit mehr Rentabilität erreichen als mit einer Solarthermieanlage?
    Hat jemand das so gebaut?

    Und würde das als erneuerbare Energie gelten. Geplant ist derzeit 365mm monolithischer Wandaufbau mit Poroton T9 mit Gasbrennwerttherme ohne KWL.

    Danke für euer feedback
    Micha
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  2. PV Anlage für Warmwassseraufbereitung und Einspeisung

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  3. #2

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    ich halte nichts von der Idee, das Warmwasser direktelektrisch zu erwärmen, eine Brauchwasserwärmepumpe wäre mir da sympathischer wenn es mit PV sein soll
    rein wirtschaftlich gesehen, musst du dir das halt, mit deinen Rahmenbedingungen, genau durchrechnen
    z. B. welche Alage ist vorhanden, gibt es einen Boiler in den der Heizstab einfach installiert werden kann,...
    grundsätzlich hat die kWh PV-Strom einen Wert in Höhe der Einspeisevergütung von derzeit ca. 12 cent (netto)
    bei Wassererwärmung mit Gas kostet die kWh 6 cent (?), dabei muß aber noch der Anlagenwirkungsgrad berücksichtigt werden
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  4. #3

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    Ich denk es geht hier um die EEWärmeG zu erfühlen.
    Wenn man nur mit eine GasTherme baut und keine Solaranlage möchte, dann braucht man Ersatzmassnahmen.
    Da monolithiser Wandaufbau von 365 mm gewünscht ist, dann wir Dämmung als Ersatzmassnahme schon mal fast unmöglich.
    Und da auch keine KWL mit wärmerückgewinng auch nciht gewünscht ist.

    Deswegen will bortel statt Solaranlage (weil nicht wirtschaftlich) PV Anlage nehmen und damit WW zu erwärmen.
    Die Frage ist ob PV anlage als Ersatzmassnahme zählt und wie groß diese sein muss.
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  5. #4

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    Der Energieaufwand für die WW-Erzeugung ist bei einer typ. 4 köpfigen Familie einfach zu gering. Zudem kommt der o.g. Nachteil im Vergleich zu Gas hinzu.
    Selbst wenn man mit der PV Analge eine BW-WP betreiben würde, somit die Kosten pro kWh auf unter 4Ct. drücken könnte (im Vergleich zur Einspeisung mit 12Ct./kWh) würde sich der Mehraufwand (typ. 2.000,- € für eine BW-WP) irgendwann bei 66.666kWh rechnen, oder grob geschätzt in 50 Jahren.

    Bei PV gilt, Eigenverbrauch (Haushaltsstrom) hat Vorrang da man dabei 25Ct./kWh ersetzen kann, gefolgt von Einspeisung zu grob 12Ct./kWh. Eeine sowieso schon günstige WW-Erzeugung zu ersetzen ergibt keinen Sinn. Das kann man machen wenn es gar keine Alternativen gibt, aber nicht wenn andere Energieträger zur Verfügung stehen.

    Die Rechnung mit Solarthermie sieht ähnlich aus. Man bedenke, eine typ. 4 köpfige Familie erzeugt das WW für um die 50Ct. pro Tag. Selbst wenn man 50% des Jahresbedarfs über Solarthermie ersetzen könnte, wären das nur ca. 90,- € pro Jahr an Einsparung. Da muss die Solaranlage schon sehr günstig sein, damit sich das jemals rechnet.
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  6. #5

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    Mit diesem Thread hatte ich schon eine ähnliche Fragestellung angesprochen: http://www.bauexpertenforum.de/showt...haus-erreichen

    Ich bin bei vergleichbaren Anfragen in meiner Praxis jedesmal schon sehr früh in diesem Ansinnen daran gescheitert, dass zwar solche Anlagen angeboten werden, aber mir bis dato keiner eine Simulation für den Warmwasser- bzw. Heizungsbeitrag (geschweige denn der Wirtschaftlichkeit) vorlegen kann. Damit blieb den Kunden letztlich nur, auf die Versprechung der Industrie bzw. Verkäufer zu vertrauen - oder eben nicht.

    Es wurden immer nur Simulationen vorgelegt, was unter Zugrundelegung einer gewissen Einstrahlgangslinie an Strom erzeugt werden kann - leider wird dabei aber ein "unendlich großer Speicher" (also das öffentliche Netz) zugrundegelegt und nicht der begrenzte und zudem veränderliche Bedarf eines Wohnhauses an Warmwasser und Heizung...
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Alfons Fischer Beitrag anzeigen
    Es wurden immer nur Simulationen vorgelegt, was unter Zugrundelegung einer gewissen Einstrahlgangslinie an Strom erzeugt werden kann - leider wird dabei aber ein "unendlich großer Speicher" (also das öffentliche Netz) zugrundegelegt und nicht der begrenzte und zudem veränderliche Bedarf eines Wohnhauses an Warmwasser und Heizung...
    Das ist ein Knackpunkt von Vielen. Bei einem el. Heizstab an einem Speicher kann man den Speicher zwar als Puffer für die PV verwenden, aber zu welchem Preis? So schlecht kann der Wirkungsgrad einer Gastherme gar nicht sein, dass sich das jemals rechnet.
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  8. #7

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    Wenn du eine eeg Pv Anlage willst musst du im Prinzip deine Anlage fernsteuern lassen bzw darfst nur 70% einspeisen. Dann kkönntest du die 30% verbraten. Aber auch hier darfSt du nicht vergessen das das der eigenverbrauch versteuert werden muss. Ich persönlich heize auch mit heizstab dieser wird von wr geschaltet wenn eine best. Pv Leistung erzeugt wird. Ist schöne spielerei aber mehr auch nicht
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  9. #8

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    Zitat Zitat von BenLuc Beitrag anzeigen
    Wenn du eine eeg Pv Anlage willst musst du im Prinzip deine Anlage fernsteuern lassen bzw darfst nur 70% einspeisen. Dann kkönntest du die 30% verbraten.
    das ist nicht korrekt formuliert, bei der sog. 70 % Regelung darf die Leistung am Einspeisepunkt 70 % der installierten Anlagenleistung nicht übersteigen.
    Das bedingt eine Reduzierung der eingespeisten Menge übers Jahr gerechnet um lediglich ca. 3-5 % der ohne diese Abregelung möglichen Menge, weil nur die Erzeugungsspitzen abgeschnitten werden.

    Und dementsprechend wären auch nur diese 3 - 5 % des Jahresertrags "zu verbraten" , das sind bei einer 10 kWp Anlage also weniger als 500 kWh im Jahr
    Wenn man jetzt keinen neuen Fronius Wechselrichter hat, braucht man um diese Menge nutzen zu können, noch zusätzliche Regelungstechnik.

    Muß man sich halt wiederum ausrechnen ob sich das lohnt
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  10. #9
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    Hallo zusammen,

    danke für die Rückmeldungen.
    Ich hatte gestern einen Solarteur zu Besuch. Solarthermie hat er bestätigt, dass diese wirtschaftlich gesehen eher keinen Sinn ergibt. Von meiner Idee hat er mir auch abgeraten, da die WW Aufbereitung mit Gas z.B. zu günstig zu erledigen ist. Wenn er neu bauen würde sagte er mir würde er nur mit Durchlauferhitzern arbeiten, spart auch Geld bei der Installation.

    Ansonsten schlägt er mir vor die komplette Südseite des Satteldaches mit PV vollzulegen. Das wären in unserem Fall 42 Module, ergibt ca. 10kw. Wenn man von 30% Eigenverbrauch ausgeht und den Rest verkaufen würde ergeben sich Einnahmen durch den Verkauf von ca. 800€ zzgl. der Einsparung durch den Eigenverbrauch von ca. 800€ jährlich. Die Anlage in der Größe würde mit Installation und Wechselrichter von SMA 15.000€ netto kosten. Somit würe sich das Ganze nach ca. 10 Jahren armotisieren, sofern der Preis pro kWh gleich bleibt, steigt dieser wäre es sogar früher. Man wäre auch für einen Akkubetrieb irgendwann vorbereitet.

    Jetzt stellen sich 1-2 Fragen.

    Was haltet Ihr von einer Innendach PV Anlage, gibt es dort irgendwelche Dinge zu beachten gegenüber der Aufdach Lösung?
    Was haltet Ihr generell von der Idee? Wäre somit die EEWärmeG abgedeckt, sofern ich keine Brauchwasserwärmepumpe einsetze? Ich habe R.B. jetzt so verstanden, dass sich die Extrakosten für die BW Wärmepumpe nicht armortisieren.

    Achso, wenn ich jetzt davon ausgehe so eine Anlage zu installieren wäre es doch vielleicht auch ein Denkansatz eine Luft-Wärme Pumpe zu montieren. Ist halt dann immer noch die Frage wie gut diese in den Wintermonaten von der PV Anlage unterstützt werden kann, sofern der Heizstab angeht...

    Danke für eure Hilfe.
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  11. #10

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    Zitat Zitat von bortel Beitrag anzeigen
    Ich hatte gestern einen Solarteur zu Besuch. Solarthermie hat er bestätigt, dass diese wirtschaftlich gesehen eher keinen Sinn ergibt.
    Was ist denn ein Solarteur? Inwiefern würde er von der Installation einer PV-Anlage profitieren?
    Wenn er neu bauen würde sagte er mir würde er nur mit Durchlauferhitzern arbeiten, spart auch Geld bei der Installation.
    Ein ganz toller Tipp. Also ein Durchlauferhitzer für die Dusche im Elternbad, einen für die Dusche im Kinderbad, einen für die Badewanne und drei kleinere für die Waschtische und die Küche. Wenn dann warmes Wasser gezapt wird, gehen wahrscheinlich im ganzen Dorf die Lichter aus.
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  12. #11
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    Zitat Zitat von mastehr Beitrag anzeigen
    Was ist denn ein Solarteur? Inwiefern würde er von der Installation einer PV-Anlage profitieren?


    Ein ganz toller Tipp. Also ein Durchlauferhitzer für die Dusche im Elternbad, einen für die Dusche im Kinderbad, einen für die Badewanne und drei kleinere für die Waschtische und die Küche. Wenn dann warmes Wasser gezapt wird, gehen wahrscheinlich im ganzen Dorf die Lichter aus.
    Ein Solarteur ist eine Fachkraft für Solartechnik. Plant und montiert PV, Solarthermie, Speicher etc.
    Er würde die Anlage planen, verkaufen und montieren.

    Sehen mein Vater und ich genauso. Aber jeder hat dazu ja seine eigene Meinung. Ich glaube man müsste es genau gegenrechnen was man an Installation spart und wie hoch die Kosten für die Durchlauferhitzer sind. Aufgrund der "kurzen Momente" am Tag wo man Warmwasser benötigt finde ich den Gedanken nicht komplett blöd.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von bortel Beitrag anzeigen
    Ansonsten schlägt er mir vor die komplette Südseite des Satteldaches mit PV vollzulegen. Das wären in unserem Fall 42 Module, ergibt ca. 10kw. Wenn man von 30% Eigenverbrauch ausgeht und den Rest verkaufen würde ergeben sich Einnahmen durch den Verkauf von ca. 800€ zzgl. der Einsparung durch den Eigenverbrauch von ca. 800€ jährlich. Die Anlage in der Größe würde mit Installation und Wechselrichter von SMA 15.000€ netto kosten. Somit würe sich das Ganze nach ca. 10 Jahren armotisieren, sofern der Preis pro kWh gleich bleibt, steigt dieser wäre es sogar früher. Man wäre auch für einen Akkubetrieb irgendwann vorbereitet.
    von diesen 800 Euro kommt noch Steuer runter, es ist ganz normales Einkommen. Jetzt rechne die Steuer runter. Rechne auf die 15 teuro investion plus 19% Mwst drauf und plus Zinsen bis abbezahlt ist.
    Eigenverbrauch mit 30% ist schon sehr hoch angesetzt. Rechne eher mit 20%. Kommt aber auch stark darauf an wann Wäsche gemacht wird, gekocht wird usw.
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  14. #13

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    Zitat Zitat von bortel Beitrag anzeigen
    Sehen mein Vater und ich genauso. Aber jeder hat dazu ja seine eigene Meinung. Ich glaube man müsste es genau gegenrechnen was man an Installation spart und wie hoch die Kosten für die Durchlauferhitzer sind. Aufgrund der "kurzen Momente" am Tag wo man Warmwasser benötigt finde ich den Gedanken nicht komplett blöd.
    Eine Heizung hat man doch in der Regel sowieso???
    Statt ein Warmwasser rohr muss du 24A Stromleitung mit eigner Sicherung überall hinlegen udn auch noch einen Durchlauferhitzer kaufen.
    Es kommt eigentlich auf das Gesamt konzept an. Wenn man da ein Gas Therme stehen hat, dann macht null Sinn. Bei eine LWP macht es auch wenig sinn.

    Jetzt denkt man man hat doch eine PV Anlage auf dem DAch und Strom kostet nix. Wann duscht ihr? Morgen und abend! und wann wird meistens gebadet? Im Winter.
    alles zeit wo die PV anlage kaum Erträge bringt.

    Es kommt auf das gesamt konzept an. Machmal macht es Sinn mit Durchlauferhitzer oder Heizstab zu arbeiten.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Was haltet Ihr von einer Innendach PV Anlage, gibt es dort irgendwelche Dinge zu beachten gegenüber der Aufdach Lösung?
    Was haltet Ihr generell von der Idee? Wäre somit die EEWärmeG abgedeckt, sofern ich keine Brauchwasserwärmepumpe einsetze?
    Es gibt von einem deutschen Hersteller eine App EnEV-Systemberater. Dort kann man sich einen ersten Überblick verschaffen, ob die Kombination aus Heizung, Solar,Dämmung, DLE, WW... ENEV und EEwärmeG erfüllen könnte
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  17. #15
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    Vielen Dank für Eure Hinweise. Ein echt schwieriges Thema.
    Gibt es diese App vielleicht nur für Android? finde beim Apfel gar nichts
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