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  1. #1

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    Fertighaus Bjh. 1970 - Zwischenwände Schalldicht machen?

    Hallo,

    ich hoffe ich habe mich ins richtige Unterforum verirrt.
    Wir sind aktuell dabei ein altes FH in Holzständerbauweise zu sanieren. Dabei bereitet mit ein Thema noch ein wenig Kopfzerbrechen. Zwischen SZ/Kinderzimmer und Kinderzimmer/Essimmer offenes Wohnzimmer sind die Wänder meiner Ansicht nach sehr hellhörig. Die Wand zwischen Esszimmer/Kinderzimmer ist eine nichttragende Wand 40er Stiehle mit 13mm statisch tragender Spanplatte drinnen ist eine 10mm Dämmplatte. Die Wand zwischen SZ und Kinderzimmer ist 11,6cm mit 90er Balken aber sonst Identisch aufgebaut.

    Da ich eh noch Koax, Lan und Strom einziehen muss war meine 1. Idee die Wände einseitig zu öffnen mit Steinwollle zu füllen und wieder zu verschließen. Bei meinen Recherchen bin ich nun allerdings zu der Erkentniss gelangt das es sehr schlecht ist auf beiden Seiten der Wand das selbe Material ergo selben Schwingungsverhalten zu haben. Dies führte mich dazu zu überlegen ob ich nicht statt dessen einseitig Fermacellplatten anbringe.
    Die 2te Idee war eine leichte Vorsatzwand einlagig mit GK und dahinter eine Distanzlatte 20 oder 30mm mit Sonarock. Mehr wie 30mm kann ich nicht in die entsprechenden Räume da ich sonst Probleme mit den Türzargen bekomme.

    Desweiteren sollten die Kosten nicht total überlaufen, die Wände haben ca 9qm und für die wollte ich eigentlich nicht mehr wie 200 ausgeben. Aber das käme ja auch jetzt auf die Verbesserung an. Als Alternative zu den GK Platten sahen die Knauf Diamant X sehr passend aus. Allerdings habe ich hier keinen Betrieb der diese auf Lager hat und für 6-8 Platten 99€ Transportkosten scheint mir sehr überhöht.

    Gibt es noch andere Ideen wie man dieses Problem lösen könnte?

    Gruß
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  2. Fertighaus Bjh. 1970 - Zwischenwände Schalldicht machen?

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  3. #2

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    Zitat Zitat von Martin87 Beitrag anzeigen
    und für 6-8 Platten 99€ Transportkosten scheint mir sehr überhöht.
    Dann musst Du sie selbst abholen. Ob das günstiger wird?

    Wenn keine weitere Aufbauhöhe (bzw. dicke) möglich ist, dann sehe ich wenig Chancen hier den Schallschutz deutlich zu verbessern. Ein paar mm MiWo bringen nichts, evtl. dann besser in eine doppelte Beplankung investieren. Bei der 90mm Wandstärke kann man mit einem bessere Dämmmaterial spielen, dadurch sollte man zumindest den höherfrequenten Schall in Griff bekommen. Auch hier dann doppelt beplanken und die MiWo nicht pressen.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von Martin87 Beitrag anzeigen
    ...Gibt es noch andere Ideen wie man dieses Problem lösen könnte?
    ideen schon, die passen aber vermutlich nicht zu
    deinen preisvorstellungen.

    das was du vorhast nützt so gut wie gar nix.
    naja, das gewissen ist vielleicht beruhigt und
    im kopf fangt die "schalldämmung" an, weil
    man was getan hat.
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  5. #4
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    Das habe ich mir fast gedacht.

    Steinwolle würde also im Prinzip nur hochfrequenten Schall dämpfen können. Eine Doppel Beplankung ist aber soweit ich weis nur dann zielführend wenn die Wand asymmetrisch aufgebaut wird oder?

    Aktuell: Spanplatte- Ständerwerk- Spanplatte

    Symmetrisch:Gk- Spanplatte- Ständerwerk- Spanplatte- Gk

    Asymmetrisch: GK - Spanplatte- Ständerwerk- Gk- Spanplatte

    Hintergrund ist das der Schall die Spanplatten in Schwingung versetzt und mit dem Hohlraum einen Resonanzkörper bildet. Die 2te Platte würde entsprechend des ankommenden Schalls identisch angeregt werden. Eine GK platte hätte jedoch ein anderes Schwingungsverhalten und die Konstruktion würde so Schall "schlucken".

    Ich lasse mich aber auch gerne korrigieren. Ich hab nun schon so viel gelesen, aber weis trotzdem nicht weiter. Zumindest sind sich alle einig das allein Gewicht bei einer LBW nicht viel bringt. Dies soll nur bei eine Steinwand etwas bringen. Was ist denn davon zu halten mit Dämmung versehen GK oder gar Fermacel Estrichplatten zu nutzen. Die haben ja nun ordentlich Gewicht. Eine breite Überlappung um keine Spalten zu bilden und halt Eine leichte Dämmung.

    Ich hoffe es ist verständlich ausgedrückt. Am Handy schreibt sich das immer sehr schlecht.


    PS: weis jemand was Knauf Diamant und Diamant X kosten?
    laPlura soll ja ähnlich sein.

    Gruß
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  6. #5

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    Bei einem asymmetrischen Aufbau produziert man mehere Resonanzstellen, bei einem symmetrischen Aufbau eine einzige, dafür aber tiefer. IM resonanzbereich ergibt sich beim symmetrischen Aufbau eine etwas schlechtere Schalldämmung, über den kompletten Frequenzbereich bertrachtet, wirkt sich das nicht so stark aus.
    Problematisch ist aber bereits die vorhandene Konstruktion, da man hier auf die Entkopplung keinen Einfluss mehr nehmen kann. Bei der Beplankung kann man mangels möglicher Aufbauhöhe auch nicht optimieren. Also insegesamt eine verfahrene Situation.
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  7. #6
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    Es bleibt also dabei, doppelt beplanken und hoffen oder wie ist es nun endgültig zu bewerten? Wäre nur gut zu wissen. Sonst würde ich nur noch doppelt beplanken und die Kabel zwischen den GK platten durchziehen. Dann bleibt der Hohlraum wie er ist.
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  8. #7

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    Doppelt beplanken bedeutet 2 Platten direkt aufeinander, da kannst Du keine Leitungen mehr zwischen den Platten verlegen. Es geht dabei nur darum die Masse der Platten zu erhöhen.

    Was willst Du sonst machen? Die Wandstärke kann nicht verändert werden, also bleiben keine sinnvollen Optionen mehr übrig.
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  9. #8
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    Das ist wahr die Wandstärke kann um maximal 30mm zu nehmen.
    Vieleicht hatte ich mich undeutlich ausgedrückt, ich wollte nur wissen ob es sich überhaupt lohnen würde die Wand aufzumachen (geschossene Nägel ) Kabel dort einzuziehen und mit Steinwolle zu verfüllen.
    Oder ob ich mir den Aufwand spare, die Kabel auf der alten Wand verlege rundherrum mit GK beplanke und eine weitere abschließende Schicht GK mit versatz über die erste GK Schicht und den schmalen Kabelkanal ziehe.
    Den Bereich in dem die Kabel liegen würde ich entsprechend möglichst in die Wandecke legen.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Martin87 Beitrag anzeigen
    und eine weitere abschließende Schicht GK mit versatz über die erste GK Schicht und den schmalen Kabelkanal ziehe.
    Eine Leitung mit Installationsrohr ist definitiv dicker als eine GK Platte.
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  11. #10
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    Von Installationsrohr hatte ich in dem Zusammenhang auch gar nicht gesprochen. Aktuell liegen die Stromkabel zum Teil in dem Spalt zwischen Spanplatte (Wand) und Decke. Wenn so bereits Elektriker verlegen dann sollte das doch bei Koax und Cat7 nicht schlimm sein. Auch wenn ich bezweifle das ein Elektriker heute die Kabel auch noch so ziehen würde. Aber das ist denke ich dem Schnellbau und "Schlanken" Wänden geschuldet. Auch lässt sich diese Verlegung der Stromkabel nicht ohne eine fast komplett Entkernung ändern.
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  13. #11

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    Zitat Zitat von Martin87 Beitrag anzeigen
    Von Installationsrohr hatte ich in dem Zusammenhang auch gar nicht gesprochen.
    Du hattest von "Kabelkanal" geschrieben.
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  14. #12
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    Mein Fehler, ich meinte natürlich einen "Kanal" innerhalb der GK Platten ausbilden.
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