Rückstaupumpanlage nötig?

Diskutiere Rückstaupumpanlage nötig? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Guten Tag Allerseits, wir planen den Bau eines Einfamilienhauses. Ohne Keller auf Bodenplatte. Unsere Architektin ist der Meinung, dass wir eine...

  1. DALI

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    Guten Tag Allerseits,

    wir planen den Bau eines Einfamilienhauses. Ohne Keller auf Bodenplatte. Unsere Architektin ist der Meinung, dass wir eine Rückstaupumpe benötigen, da sich die Hausanschlüsse unterhalb der Wasserkanäle der Straße befinden würden.
    Unser Grundstück ist aus einer Teilung der Stückes 6677 (ersichtlich auf dem Kanalplan) entstanden.
    Rueckstau Kanalplan.JPG

    Uns gehört der Linke Teil, die dicke schwarze Linie ist grob die Grenze der Teilung. Anschlüsse bestehen zur Zeit nur auf dem rechten Teil. Wir müssen noch einen neuen Anschluss legen lassen.

    Für uns ist die Erklärung der Architektin noch nicht ganz schlüssig. Die Kanalanschlüsse unter der Straße liegen doch tiefer als unsere Bodenplatte oder übersehen wir etwas?
    Rueckstau.JPG
    Vielen Dank schonmal im voraus!
     
  2. #2 seaway, 14.02.2026 um 12:25 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 14.02.2026 um 12:41 Uhr
    seaway

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    Ich lese raus, dass dein OK Rohfußboden bei 241,82 müNN liegen wird und sehe, dass Regenwasser 22.01 D = 242,75 müNN und Schmutzwasser 25.01 D = 242,76 müNN liegen.

    Beide Deckelhöhen (= Straßenhöhe) SW und RW sind über deinem Fußboden. --> Joa Rückstauschutz macht absolut sinn. In welcher Form wäre dann zu planen.--> Maßgebend ist die Deckelhöhe bzw. Höhe der Straße. Nicht die Höhe an der das Abwasserrohr am Kanal anschließt.

    Wobei es dann auch interessant ist mal den Fall "Überstau" zu betrachten wenn aus dem Deckel 22.01 mal so richtig Wasser raus kommt. Das geht ja dann in eure Richtung ??
     
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  3. Fred Astair

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    Da kommt der Pumpensumpf mit Doppelpumpe und gesicherter Stromversorgung im gefliesten Wohnzimmer ins Spiel.

    Das Haus 85cm höher zu setzen geht nicht?
    Ich hätte da keine ruhige Minute.
     
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  4. DALI

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    Danke für Eure Antworten!

    OK, dann macht das alles schon mehr Sinn. Ich bin davon ausgegangen, es geht um das Rohr im Kanal...

    Ansonsten würde alles laut Architektin funktionieren. Es wurden Ablaufrinnen mit eingeplant, die im Ernstfall das Wasser vom Haus abtransportieren. Ich lade dazu auch noch ein Bild hoch.
    Gelaende.JPG

    Von Straßenlevel zu Haustüre sind es ca 1 Meter Unterschied, die genauen Zahlen habe ich nicht im Kopf. Im Norden, sowie Osten sind öffentliche Fußwege, die auf Haudlevel sind. Der Platz im Süden ist ebenfalls auf unserem Level. Nur alles was westlich liegt ab Straße ist höher.
    Deshalb hat die Hausseite mit Eingang und die Einfahrt runter eine Ablaufrinne mit eingeplant.

    Wir hätten es gerne auf der Höhe gelassen und nicht höher gesetzt. Die Architektin hatte auch keine Bedenken oder Einwände deswegen. Das Grundstück fällt richtung Westen auch leicht ab und alles was danach kommt liegt tiefer als unser Grundstück. Müssten ca 0,5m von west nach ost sein.
     
  5. DALI

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    Denkst du wir benötigen 2 Pumpen? Für Regen- und Abwasser separat? Bisher war nur von einer Pumpe die Rede.
     
  6. #6 Fred Astair, 14.02.2026 um 14:56 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 14.02.2026 um 18:39 Uhr
    Fred Astair

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    Die zweite Pumpe dient der Ausfallsicherheit und einen netzunabhängen Antrieb brauchst Du obendrein.
    Ich habe sowas ein einziges Mal in meinem Leben für einen Idioten mit viel Geld gebaut (nein,es war nicht Trump), der wider besseres Wissen sein unterkellertes Haus in eine Kuhle unterhalb der Rückstauebene gebaut hat, wobei nur der Keller im Gefahrenbereich war. Aber dort war neben den 3 BMW noch eine Hausmeisterwohnung ein Gym und die Öltanks mit der Heizung untergebracht.
    Für die Doppelpumpenanlage von Kessel stand noch ein Dieselaggregat mit Autostart bereit. Die Betriebssicherheit musste der Hausmeister monatlich testen.
     
  7. seaway

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    Nee da gehts um die kommunizierenden Röhren und man geht von einem überstaunenden Kanal aus. Eine Rinne hilft aber nix wenn ein Kanal überstaut. Da hilft es nur dem Wasser freie Bahn zu bieten und ne ordentlich dichte Tür zu haben.
     
  8. DALI

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    Da muss ich mich nochmal mit der Architektin kurzschließen. Die Pumpen sollten ja auch halbjährlich gewartet werden. Und eine Wartung der geplanten Pumpe kostet immerhin ca 500€, kann man sich bei 2 Pumpen ja dann ausrechnen. Klar, Haus höher setzen passiert auch nicht umsonst...

    Außer den beiden Optionen Rückstaupumpe oder Haus höher setzen gibt es keine Alternativen oder?
     
  9. Fred Astair

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    Doch, Du könntest noch auf das System "Hamburger Fischauktionshalle" setzen.
     
  10. Jo Bauherr

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    Die beste Alternative wäre keine Entwässerungsanlagen unterhalb der Rückstauebene einzuplanen. Oder preiswerte Version: nur Einzelhebeanlage mittels Sanilift (o.glw.) und Hebeschleife...
     
  11. Fred Astair

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    Wenn aber das gesamte EG unterhalb der Rückstauebene liegt?
     
  12. simon84

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    Dann ist das Haus “falsch” geplant
     
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  13. Fred Astair

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    Davon rede ich seit #3 und empfehle den Bodenablauf im gefliesten Wohnzimmer.
     
  14. DALI

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    Ok, EG unter Rückstauebene ist nicht optimal. Soweit verstanden. Jetzt mal angenommen das funktioniert technisch alles sauber mit einer Rückstaupumpe, Abflussrinnen usw. was sind denn eure konkreten Bedenken, was schief laufen könnte?
    Habe ich es richtig verstanden, dass es hauptsächlich darum geht, dass falls der Kanal überfließt wir mit dem Oberflächenwasser Probleme bekommen könnten. Kanaltechnisch sollte mit Rückstau theoretisch nichts passieren?

    Wie gesagt, 3 Seiten des Grundstücks sind vom Haus weg leicht abfallend, nur die Straßenseite ist erhöht. Insgesamt ist unsere Gegend sehr hügelig, da gibt es so gut wie keine Straße ohne Gefälle die nicht zu irgendeinem Haus führt. Und insgesamt liegen wir im Ort ziemlich hoch, also Wasser würde doch alles ins Tal fließen?!
     
  15. Fred Astair

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    Mach was Du willst. Ich habe keine Lust zu missionieren.
    Es ist Dein Grundstück, es wird Dein Haus und wird Dein Hochwasser sein. Niemand anders ist gefährdet.
    Wie Du Dich schützt, falls Du das willst, ist Deine Sache. Du kannst natürlich auch eine Staumauer bauen oder eine Warft.
    Deine Entscheidung.
     
  16. chris84

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    Du erkennst den Widerspruch in den beiden Aussagen aber schon selbst, oder?
     
  17. simon84

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    Ich frag mal anders, gibt es baurechtlicht Einschränkungen wie Trauf/Firsthoehe, Dach Form etc die es schwierig machen, die OKFF vom EG so zu planen, dass diese über Rückstau liegt ?

    die muss ja auch nicht drin wohnen
     
  18. DALI

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    Es geht mir hier darum eine sachliche, differenzierte Diskussion zu führen was es zu bedenken gibt, damit ich für uns Pro und Kontra abwägen kann.
    Die Meinung, dass man es so wie geplant nicht macht bringt mich ohne Begründung WARUM nicht wirklich weiter.


    Also du gehst davon aus, dass es technisch nicht funktioniert. Kannst du das weiter ausführen, warum genau?

    Die baurechtlichen Einschränkungen würden wir alle einhalten, auch wenn das Haus höher gesetzt werden würde. Uns geht es eher darum, dass wir gerne auf dem selben Höhenniveau bleiben würden, wie die öffentlichen Wege liegen. Die haben noch Grünstreifen angrenzend, die unser Grundstück quasi optisch vergrößern. Ansonsten müssten wir um das gesamte grundstück L-Steine oder Mauern setzen oder als Hang auslaufen lassen, das würden wir einfach gerne umgehen. Deshalb war der Plan das Gelände so zu belassen.
     
  19. chris84

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    Du kennst Murphy`s Law?
    Wie sieht dein Plan aus, wenn die Anlage bei einem Extremwetterereignis streikt?
    Außerdem: das Teil verursacht die nächsten >50 Jahre Wartungs- und Instandhaltungskosten.
     
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  20. DALI

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    Nach Murphy's Law baue ich am besten gar nicht :D
    Danke! Macht Sinn, ist zu bedenken, kommt auf die Kontra-Liste. Finanziell kommt Gelände aufschütten und Haus höher setzen am Ende vermutlich trotzdem teurer als Pumpanlage + Wartungskosten. Wir müssten ca 400 m² um 1m aufschütten
     
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