Sockelausführung monolithisch passt das so?

Diskutiere Sockelausführung monolithisch passt das so? im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo Leute, unser Bau soll in 2 Wochen starten und ich habe ein wenig Bauschmerzen mit der Sockel/Bodenplatten Ausführung. Die Bodenplatte...

  1. Peterk0

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    Hallo Leute,

    unser Bau soll in 2 Wochen starten und ich habe ein wenig Bauschmerzen mit der Sockel/Bodenplatten Ausführung.

    Die Bodenplatte besitzt keine Frostschürze und keine Dämmung von unten.
    Unser Architekt sagt das funktioniert und wurde schon oft von Ihnen umgesetzt.

    Wenn ich ohne Frostschürze baue dann müsste ich doch wenigstens die Bodenplatte von unten Dämmen, sonst habe ich im Winter doch ständig frost an der Bodenplatte und die Gründung soll doch frostfrei erfolgen?

    Vielen Dank.
     
  2. #2 BaUT, 25.04.2026 um 08:27 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 25.04.2026 um 08:47 Uhr
    BaUT

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    OK Bodenplatte UNTERHALB der GOK? :mauer
    Wer hat denn diese Billiglösung geplant?
    Und dann auch noch einen wannenförmigen Traufstreifen in den vermutlich auch noch die Fallrohre der Regenrinne offen entwässern?
    Und der schwellenlose Türanschluss ohne Rinne, das ist genauso bedenklich.

    Wenn die BoPla so tief in das Gelände eingebaut wird, bestünde ggf. die Anforderung dass die BoPla und alle ihre Ränder gegen drückendes Wasser abzudichten ist, wenn nicht mit 110%iger Sicherheit jegliches Stauwasser auf der Geländeoberkante für die nächsten 100 Jahre verhindert wird.
     
  3. Peterk0

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    Die Planung kommt so vom Architekt...
    Wenn die Bodenplatte höher wäre bräuchten wir aber eine zusätzliche Stufe oder?
    Die Regenrinne geht in den Boden, kann leider nicht mehr dazu sagen.
    Aber was sagst du denn zur Ausführung Bodenplatte ohne Frostschürze und ohne untere Dämmung?
     
  4. BaUT

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    Das funzt nur wenn der Boden unterhalb des Bodenaustausches (kapillarbrechende Proctorschicht) sehr gut versickerungsfähig ist (kf > 0,0001). Was steht denn im Bodengutachten? Wenn die Versickerung schlechter ist, kann die Frostschutzpackung unter der Bodenplatte voll Wasser laufen und an den Gebäudeecken durchfrieren!

    Das Schlimmste aber ist und bleibt die beschissene Höhenlage der Bodenplatte!!! OK Bodenplatte gehört auf jeden Fall über die Geländehöhe!
    Und dann frage ich mich, warum die BoPla nicht aus WU-Beton gefertigt wird und wie die Abdichtung auf der BoPla aussehen soll?
    Lt. Plan 10 mm ??? Bitumenbahn auf Voranstrich
    Da würden mich erstmal sämtliche Sockeldetails interessieren! Da ist noch viel Planungsbedarf, bevor ich als Bauherr so eine Lösung freigeben würde:
    1. Detailzeichnung Türschwelle Haustür
    2. Detailzeichnung Terrasse mit Terrassentürschwelle
    3. Detailzeichnung Wandsockel
     
  5. BaUT

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    Wenn die Regenfallrohre "in den Boden" gehen, dann sollte der Architekt bitte gleich die Versickerungsanlage mit planen und das nicht später einem GaLaBauer oder dem Bauherrn überlassen.
    Das ist so 90er Billiglösung! Würde ich auf keinen Fall machen. Bodenplatte als statisch bemessene Biegeplatte ist ok, aber bitte umlaufend mit einer malen Frostschürze. Die muss ja nix tragen, aber das Wasser fern halten, damit das nicht unter die BoPla läuft und dort im Winter gefrieren kann.
     
  6. BaUT

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    Nicht unbedingt! Mach die Bodenplatte 10-15 cm höher und fülle das Gelände rundrum so an, dass es ein deutliches Gefälle vom Haus weg aufweist und spart auch diese Kiesstreifen mit den Borden, da steht dann immer das Wasser drin und drückt ins Haus.
     
  7. Peterk0

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    Die Höhe der Bodenplatte unter OK Gelände habe ich schön oft in Details so gesehen, ist das wirklich so problematisch? Abdichtungsdetails kann man noch keine erkennen auf den Zeichnungen.
    Die Durchlässigkeit der darunterliegenden Bodenschichten sind laut Gutachten "sehr gering" aber es ist eine Entwässerung mit KG Rohren geplant.

    Wir haben am Montag Bauanlaufberatung mit dem Rohbauer, was sag ich denn da jetzt...
     
  8. Peterk0

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    Die Höhe des Geländes kann um den Neubau schlecht angepasst werden da es ein Ersatz für ein altes Bauernhauses ist und der restliche Hofring noch besteht, so denke ich jedenfalls
     
  9. BaUT

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    Wie drastisch soll ich das denn noch formulieren, dass die Planung der Höhe Scheiße ist?!
    Die Höhenlage stellt in meinen Augen einen Planungsfehler dar, weil sich daraus ohne Not ein erhöhtes Risiko hinsichtlich von Wasserschäden ergibt.
    Und wenn ich noch keine Werkplanung zur Sockelabdichtung vorliegen hätte, dann würde ich diesen Mist auf keinen Fall freigeben.
    Glaubst du das nur oder sind das tatsächlich Auflagen vom Bauamt? Wenn du das Gelände auch im unmittelbaren Anschluss zum Gebäude tatsächlich nicht auffüllen darfst, dann ist es erst recht von wesentlicher Bedeutung, die Bodenplatte etwas höher zu legen.

    Ich habe bereits in den 90ern solche Projekte als Gerichtssachverständiger besichtigen dürfen, wo der Neubau in einer Senke stand und die OK Gelände gleichauf mit der OK Fertigfußboden lag, also die OK Bodenplatte unter Geländeoberkante und dann wurde darüber diskutiert wer daran Schuld sei, dass Wasser in den Rohbau läuft und man nicht mehr fertig bauen könne. Das ist doch idiotisch!

    Ist denn Firsthöhe und Traufhöhe bei euch limitiert oder könnte man das Haus einfach 15 - 20 cm höher setzen?
    Dann lasst den Architekten umplanen: Bodenplatte höher und mit Frostschürze.
    IHR seit die BauHERREN !!!
     
  10. Peterk0

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    Nein, solche Auflagen gibt es bei uns nicht, das war nur eine Vermutung das man eventuell alles gleich haben wollte aber wenn ich so drüber nachdenke sind 20 bis 30 cm im Bodenverlauf ja problemlos ausgleichbar und offenbar deutlich sicherer... leuchtet ja auch ein warum

    Vielen Dank erstmal, ich werde das am Montag so ansprechen und hoffe das der Rohbauer mich ein wenig unterstützt
     
  11. VollNormal

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    Wer ist "man"? Was hat "man" zu wollen?

    Und wer ist Bauherr, hat also tatsächlich zu bestimmen, was gewollt wird?

    Ich mutmaße, dass der nicht euer Archtitekt ist sondern der des GU, also vorrangig den (wirtschaftlichen) Interessen seines Arbeitgebers verpflichtet ist.
     
  12. Peterk0

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    Mit "man" meine ich den Architekten während der Planung des Baus.
    Wir haben keinen Generalunternehmer, alles seperate Unternehmen und den Rohbauer haben wir selber ausgesucht.
    Ich denke jeder "laienhafte" Bauherr wird das kennen, man wird von den Profis und insbesondere von den Architekten einfach nicht ernst genommen. Daher fällt mir das Argumentieren recht schwer, das wird dann immer abgetan mit wir haben das schon öfters so gemacht und mach dir keine Sorgen.
    Aber ich sitze dann später im Haus mit Wassereinbruch oder gebrochener Bodenplatte oder was weiß.

    Ich sehe den Rohbauer und den Architekten am Montag schon mit rollenden Augen dastehen.
     
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