Schallschutz Spitzboden

Diskutiere Schallschutz Spitzboden im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, nachdem der alte Dachständer an unserem Haus (Baujahr 1974) entfernt wurde, bin ich aktuell dabei, den Boden neu aufzubauen. Das...

  1. Marf1982

    Marf1982

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    Hallo zusammen,

    nachdem der alte Dachständer an unserem Haus (Baujahr 1974) entfernt wurde, bin ich aktuell dabei, den Boden neu aufzubauen. Das Hauptproblem ist der Schallschutz: Im Stockwerk darunter hört man momentan jeden Schritt.

    Der aktuelle Ist-Zustand:

    • Direkt auf den Balken liegt eine 22-mm-OSB-Platte.

    • Darauf befindet sich ein verklebter Teppichrest/Stoff.

    • Den Abschluss bildet ein 6–7 mm dickes Laminat. (Ein paar Bilder sowie die Nutzlastberechnung habe ich euch angehängt.)
    Zum restlichen Aufbau: Die Decke im Geschoss darunter besteht aus einer tapezierten Gipskartonplatte. Bei dem Material zwischen Spitzboden und Obergeschoss tippe ich auf Steinwolle, die von einer schwarzen Folie abgedeckt wird. Das Dach selbst ist zwischen den Sparren gedämmt.

    Mein Ziel: Es soll ein Kinderzimmer mit einem Vinylboden entstehen. Wie würdet ihr hier am besten vorgehen, um vor allem den Trittschall effektiv in den Griff zu bekommen?

    Ich bin sehr auf eure Ratschläge gespannt!

    Vielen Dank vorab!
     

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  2. hampshire

    hampshire

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    Das Prinzip ist Masse und Entkopplung.
    Schwimmende Verlegung lohnt.
    Zum Entkoppeln eignet sich Gummigranulatmasse (die ist auch recht schwer) ganz gut.
    Auf Stoßverbindungen zu Wand, Tür, Zarge etc. achten (vermeiden)

    Laminat ist das lauteste Obermaterial - das würde ich meiden. Teppich und Kork sind gut geeignet, aber nicht jedermanns Sache. Das ist auch angenehm, wenn auf dem Boden gespielt wird.
     
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  3. Marf1982

    Marf1982

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    Danke für deinen Beitrag!
    • Könnte der Korkboden direkt auf auf die Gummigranulatmasse oder brauche ich dann noch eine Schicht z. B. OSB Platte?
    • Würdest du den Hohlraum noch mit Steinwolle füllen oder hat das keine großen Mehrwert? Falls ja, müsste dann die schwarze Folie weg?
    • Ich denke den Kleber von den 22mm Spanplatten bekomme ich nicht mehr komplett ab. Kann ich die Gummigranulatmasse auf den restlichen Kleber oder muss dieser komplett weg? Bzw. Kann der Aufbau komplett auf das vorhandene Vlies (Teppich)?
    • Macht es Sinn bereits die Spanplatten von den Holzbalken zu entkoppeln?
    Fragen über Fragen, Vielen Dank!
     
  4. hampshire

    hampshire

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    Korkboden würde ich immer auf eine feste und wenig nachgiebige Unterlage bauen. Mag aber sein, dass das auch anders geht. Ich bin kein ausgewiesener Fachmann.

    Eine entsprechende Schüttung hilft der Geräuschdämmung im Bereich der Körperschallübertragung. Ich würde das mit meinem Handwerker überlegen. Die Folie ist eine Dampfsperre und damit baulich relevant. Wo man bei einem neuen Aufbau die Dampfsperre legt - da müsste ich mich au reinlesen.

    Das ist eine Einstellungssache. Für mich müsste der Kleber nicht komplett weg, solange es dadurch nicht schief wird.

    Ja.
     
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  5. Hark

    Hark

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    Bist Du sicher? Anhand der Fotos würde ich das jetzt eher für eine Spanpressplatte halten. Ich würde die erneuern, und durch "richtige" NF Schalung ersetzten. Ich würde in dem Fall auch nicht "entkoppeln" (also zwischen Balken und Schalung) .. die Gefahr, daß es zu Reibungen bei den Befestigungsmitteln (und der damit verbundenen Geräuschentwicklung) kommt übersteigt nach meiner Meinung die möglichen Vorteile.

    Recht gute Erfahrungen habe ich mit Gipsfaserplatten mit aufkaschierter Mineralwolldämmung gemacht (z.B. von Knauf) (verlegt auf der Schalung). Die wiegen fast 27kg/qm und haben bei mir eine deutliche Verbesserung der Situation gebracht. Am Ende bleibt es aber eine Holzbalkendecke, Wunder kannst Du nicht erwarten.

    Ich würde das auch vorher klären, wieviel zusätzliches Gewicht du aufbringen kannst. Prinzipiell, je mehr desto besser :) - Nachteil dieser Lösung ist natürlich der höhere Aufbau .. Türen/Zargen etc müssten dann angepaßt werden.
     
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  6. Marf1982

    Marf1982

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  7. Marf1982

    Marf1982

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    Du hast Recht, es ist eine 22mm Spanplatte, danke!

    Laut dem Statikbericht sind 22kg/m2 vorgesehen für den Boden. Ich spare mir aber was an der Decke darunter, hier war Putz vorgesehen.
    • Würdest du eine NF OSB Platte oder Rausspund nehmen?
    • Muss ich die Dampfbremse (in Bild schwarz) entfernen? Ich habe ja bereit eine in der Decke unter der Zwischensparrendämmung.
    Gewicht und Höhe sind definitiv ein Thema.

    Was wäre denn der schlankeste Aufbau mit der von dir vorgeschlagenen NF Schalung als Basis ohne Wunder zu erwarten?

    Danke!
     
  8. Hark

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    Das ist jetzt nicht mein Kerngeschäft, ich musste nur vor einiger Zeit 2 eigene Häuser (die quasi im OG den gleichen Aufbau hatten wie bei dir, und auch fast der gleiche Jahrgang sind) sanieren, es war schallschutzmäßig einfach nicht mehr zeitgemäß und quasi unvermietbar. Zudem waren bei mir die Spanpressplatten noch etwas dünner und die Sparrenabstände weiter, so daß sich mit der Zeit ein Durchhang bei den Pressplatten gebildet hatte.

    Rauspund, einfacher im Höhentransport, einfacher in der Verlegung, "natürlicher" ... und nachdem die Spanpressplatten damals schon keine so gute Idee waren, wollte ich nicht wieder auf großformatige Holzplatten setzen.

    Welche Dampfsperre meinst Du? ... Im Sparrenfeld sind die typischen 70er Jahre Dämmstoffrollen verlegt, die mit dem schwarzen "Papier" bestickt waren - aus heutiger Sicht Teufelszeug. Würde ich entsorgen. Eine Dampfsperre brauchst Du eigentlich dort nicht, ich nehme an, daß die Dachschrägen im OG gedämmt sind.

    Das kann ich dir leider nicht sagen. Mein Aufbau ist schon ziemlich "schlank", ich hätte damals gern mehr gemacht, war leider statisch nicht drin. - Aber z.B. Knauf hat da schon noch Alternativen im Programm .. ev. mal den Support kontaktieren. Wenn der Aufbau zu hoch ist, dann bleibt eigentlich nur das Gefachfeld, auch da gibt es sicherlich Möglichkeiten.
     
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