Steinterrasse erneuern, diesmal aber richtig + mit Gefälle. Fragen zu Unterbau, Entwässerung...

Diskutiere Steinterrasse erneuern, diesmal aber richtig + mit Gefälle. Fragen zu Unterbau, Entwässerung... im Außenanlagen Forum im Bereich Rund um den Garten; Hallo Bauexperten, dieses Forum ist voll abschreckender Beispiele für schief gelaufene Garten/Terrassenbau-Projekte. Und auch unsere aktuelle...

  1. #1 Mannimtb, 02.07.2026 um 01:36 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 02.07.2026 um 01:43 Uhr
    Mannimtb

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    Hallo Bauexperten,
    dieses Forum ist voll abschreckender Beispiele für schief gelaufene Garten/Terrassenbau-Projekte. Und auch unsere aktuelle Terrasse (mit dem Bestandshaus gekauft) ist da keine Ausnahme.

    Nun wollen wir unsere Terrasse erneuern lassen um die Probleme (Kein Gefälle + Steinoberfläche abgenutzt/ mit Hochdruckreiniger zerstört) zu korrigieren.
    Und damit wir jetzt nicht für viel Geld das nächste Negativbeispiel bauen lassen, möchte ich Euch hier den aktuellen Zustand und meine Ideen vorstellen und hoffe auf Eurem Feedback, ob das so umgesetzt werden kann und was ich noch bedenken / anders umsetzten lassen sollte.

    Aktueller Aufbau:
    - Betonplatten auf Mörtelsäckchen und Splitt
    - da drunter Schotter, Schichtdicke unbekannt
    - Wir wohnen hier 5 Jahre, seitdem hat sich nichts gesetzt / abgesenkt
    - Problem: Kein Gefälle, bei extremen Starkregen würde uns wohl nur der Lichtschacht retten
    - Entwässerung der Terrasse: An 3 Seiten geschlossen (Haus + 2x seitliche Terrassentrennwände). Das Wasser kann nur in den Fugen versickert oder in den Garten laufen, bzw. in die Kellerlichtschächte (die versickern das Wasser nur ins Erdreich).
    - Ein gewisser Schlagregenschutz an der Terrassentür ist vorhanden, da die Tür unter der OG Decke ca. 1m zurückversetzt ist.

    Terrasse_Uebersicht_Forum_1.jpg Terrasse_Uebersicht_Forum_2.jpg

    Was stelle ich mir vor:
    - Lose verlegte Natursteinplatten im versetzen Verband (Bahnenverband)
    - schön, wertig aber auch möglichst pflegeleicht und robust gegen darauf abgestellte Keramik / Tonkübel, tobende Kinder, Sand, Spielzeug, Flecken und so weiter. Mir gefallen Granit oder Quarzit.
    - idealerweise kann ich den Unterbau behalten + dort das Gefälle einarbeiten


    Meine Ideen zu Gefälle und zur Entwässerung:
    1. Das Gefälle (2-3%) der Terrasse wird in den vorhandenen Schotterunterbau eingearbeitet. Auf 4m Terrassentiefe muss dazu am Ende 8-10cm hoch Schotter abgetragen werden.
    --> Wie hoch muss der verbleibende Schotterunterbau dann noch mindestens sein (ich würde dann dort mal graben, ob noch genug Höhe vorhanden ist)?

    2. Die neuen Platten sollen am Haus (vor allem an der Terrassentür) vom Niveau her ca. 0,5-1cm unterhalb der Oberkante der Kunststofflichtschächte liegen (Wasser soll zum Garten ablaufen und nicht in die Lichtschächte – dort rein nur als Notüberlauf vor dem Wohnzimmer) - hier mal eine KI-Montage:

    Terrasse_Idee-KI_Forum_3.jpg

    3. Entwässerung: Ist es eine akzeptable Lösung die neue Terrasse ca. 30-40cm schmaler zu pflastern und am Rand zum Garten den frei bleibenden Unterbau mit Zierschotter aufzufüllen und diesen Schotterstreifen als Regenwasserversickerung zu nutzen?
    Also: Natursteinplatten, dann Randstein als Einfassung, dann der Kiesstreifen zum Versickern, dann ein weiterer Randstein als Abgrenzung zum Beet/ Rasen?

    Terrasse_Idee-Entwaesserung_Forum_4.jpg

    4. Nun ein optisches Problem:
    Die Trennwände zu den Nachbarn sind mit Riemchen verkleidet, aber die enden oberhalb der Platten. Wenn die neue Terrasse jetzt ein Gefälle bekommt, dann ergibt sich ein dreieckiger Spalt:

    Terrasse_Riemchen_Forum_5.jpg

    Klebt man da ein paar Reihen Steine an und legt die neuen Platten dann seitlich gegen die Riemchen? Oder kann man die Naturstein-Riemchen so schmal zuschneiden? Habt Ihr bessere Ideen zu diesem Detail?


    5. Muss ich zum Haus hin was machen?
    Der Keller ist betoniert, ungedämmt und seit 30 Jahren trocken. Die Terrassenplatten liegen bis an den Sockelputz. Ich würde das jetzt alles genauso so lassen, da es bisher funktioniert?

    6. Was hab ich vergessen?


    Vielen Dank vorab fürs Lesen und Eure konstruktive Hilfe!
    Manni
     
  2. VollNormal

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    Ich lese nichts über das aktuelle Niveau der Grünfläche. Du willst die Terasse an einem Ende 8 bis 10 cm tiefer legen. Den Bildern nach zu urteilen läge die dann unterhalb der Grassode.

    Falls du nicht das oben beschriebene Höhenproblem bekommst, lass das Wasser doch einfach in die Wiese laufen. Dort versickert es auch.
     
  3. ToTi

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    Meine ganz persönliche Meinung? Das Haus ist sicherlich mind. 30 Jahre alt und hat bis jetzt anscheinend tadellos funktioniert. "Never change a running System". Ich würde nur den Belag tauschen und nicht eine riesige Baustelle aufmachen und überall anstückeln, damit es wieder passt. Denn das sieht man sofort.
    Ich würde mir nach dem Abnehmen des Belags nur die Abdichtung zur Hauswand und Türe anschauen und hier vielleicht nachbessern.
     
    KerstinB und nordanney gefällt das.
  4. #4 Mannimtb, 02.07.2026 um 18:53 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 02.07.2026 um 19:08 Uhr
    Mannimtb

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    Hallo VollNormal,
    ja genau das Problem besteht leider. Garten und Terrasse sind quasi auf einem Niveau. Wenn ich ein Gefälle möchte, dann kann ich entweder diesen Schotterstreifen anlegen, oder ich müsste die Wiese am Übergang zum Pflaster in eine Mulde / tiefer legen.
    Da ich viele große Kübelpflanzen auf der Terrasse stehen habe und das beibehalten will, war meine Idee die Kübel dann zukünftig auf den Schotterstreifen zu stellen.


    Danke ToTi,
    den Gedanken nur den Belag zu tauschen finde ich natürlich auch verlockend. Bisher ist nichts passiert, das stimmt. Aber bei Starkregen war es 2021 (Am Tag der Ahrtalflut) schonmal knapp für den Keller. Da ist der rechte Lichtschacht (also der nicht vor der Terrassentür gelegene) mit dem Versickern nicht mehr nach gekommen. Ich habe es gemerkt, und hab ihn mit PVC Boden abgedeckt. Liegt bis heute - den sieht man auf dem Draufsicht-Foto.
    Tja, wenn man wüsste wie oft solch ein Ereignis zukünftig droht.

    Und jetzt wo wir einen neuen Belag wollen, überlege ich wie man das am Besten absichern könnte.

    Nach was sollte ich da denn genau, schauen?
    Beim Keller kann man unten im Lichtschacht einen schwarzen Anstrich direkt auf dem Beton sehen. Im oberen, verputzten Bereich ist davon erstmal nichts zu sehen. Vermutlich überstrichen?


    Einen "versickerungsfeundlichen" Plattenbelag, der auch noch gut aussieht und direkt auf dem vorhandenen Unterbau verlegt werden kann, sowas gibt's vermutlich nicht, oder? ;)


    Grüße,
    Manni
     
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