Enge Zufahrt für Erdarbeiten und Gewerke

Diskutiere Enge Zufahrt für Erdarbeiten und Gewerke im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, wir haben einen freigegebenen Bauantrag und wollen nun mit dem Bau beginnen. Quasi als Formalität habe ich bei den Nachbarn...

  1. #1 Matthias aus Bremen, 04.08.2026 um 14:00 Uhr
    Matthias aus Bremen

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    Hallo zusammen,

    wir haben einen freigegebenen Bauantrag und wollen nun mit dem Bau beginnen. Quasi als Formalität habe ich bei den Nachbarn angefragt, ob sie zustimmen, dass eine Ecke von maximal einem Meter ihrer Einfahrt/Vorbeet für die Baustraße verwendet wird. Die Nachbarn wollen maximal abgesichert sein und setzen mit mir eine Vereinbarung auf, die mittlerweile fragwürdige Züge annimmt (sie wollen eine Kaution - ok, sie wollen Teile der Kaution für "administrativen Aufwand" einbehalten können - fragwürdig, etc.). Ich verstehe und respektiere natürlich das Recht des Grundbesitzes, auf der anderen Seite sind die zukünftigen Nachbarn aber durch die Versicherungen der Gewerke sowie unsere Bauherrenhaftpflichtversicherung und durch das Gesetz sehr gut abgesichert.

    Rein in der Theorie wäre eine Anlieferung mit Solofahrzeugen (26 Tonner, 3-Achser) möglich. Allerdings wäre es ja viel schlauer die Baustraße direkt überlappend auf deren Grundstück zu legen, um es einfach vorsorglich zu schützen.

    Der hochgeladene Lageplan zeigt den kompletten Weg zum Grundstück, welches sich ganz auf der linken Seite befindet (im Norden). Auf der Grenze des Flurstücks 20/21 ist zudem ein recht hoher Zaun. Es geht um eine Ecke des Flurstücks 26/18, welches die Anlieferung deutlich vereinfachen würde. Hier befindet sich lediglich ein Vorbeet und anteilig Auffahrt mit Acurinne. Ja, die ist hochwertig und teuer, aber schlussendlich ersetzbar. Um es noch komplizierter zu machen steht vor der Einfahrt eine Eiche (siehe Kronenbereich), deren Krone nicht unterfahren werden darf aufgrund von Baumschutz.

    Die gesamte Logistik auf noch kleinere Gefährte zu ändern würde alles vermutlich noch deutlich teurer machen. Wenn wir nun allerdings "einfach" anfangen, habe ich Bedenken, dass die Nachbarn bei der ersten versehentlichen Überfahrt einen Baustopp erwirken.

    Hat jemand Tipps, um diese Situation zu lösen und mit dem Bauen zu beginnen? Lasst mich gerne wissen, falls ich Fragen offen gelassen habe.
     

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  2. simon84

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    Ich wuerde mal versuchen das aus der anderen Perspektive zu sehen.
    Evtl haben die gar keinen Bock drauf, dass da noch einer "hinten rein" baut. Und dann 6-12 Monate Baustrasse direkt vor der Tuer mit dem ganzen Dreck und Laerm ?

    Versicherung und Recht schoen und gut, aber wer war es denn im Zweifelsfall ?
    Einen Anspruch drauf einfach nen ganzen Meter vom Nachbarn zu nutzen ? Puhhh also ich weiss ja nicht.

    Wenn man sich ein "Hinterlieger" Grundstueck kauft, dann weiss man doch von vornherein, dass es mit der Zufahrt immer ein Problem sein wird, man ggf kleinere Fahrzeuge braucht usw.

    Das ist doch auch in städtischen Regionen ganz normal. Oder meinst du in München oder Hamburg kannst du dir einfach 1 Meter von Nachbars Vorgarten ausleihen ?

    Ich wuerde da keinesfalls einfach drauf loslegen. Entweder in Absprache mit dem Nachbarn so machen wie geplant, und schon mal einkalkulieren, dass es keine Kaution zurueck gibt. Oder entsprechend mit Mehraufwand und kleineren Fahrzeugen arbeiten.

    Der Nachbar kann ja auch einfach einen Zaun direkt an die Grenze setzen, dann bist du mal richtig gelackmeiert.
     
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  3. ichweisnix

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    Bei mir wars ähnlich. Es war ein Stellplatz im Weg. Mein GU hat das ganze fotografiert und schriftlich die Wiederhestellung zu gesichert. Das wars dann schon.
    10 Jahre später hat dann der Nachbar dafür mal für ein halbes Jahr meine Zufahrt gebraucht, war dann auch kein Problem.
    Reden hilft.
     
  4. #4 Matthias aus Bremen, 05.08.2026 um 08:45 Uhr
    Matthias aus Bremen

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    Danke euch für den Input!

    Mir ist absolut bewusst, dass es keinen Anspruch darauf gibt das Grundstück zu benutzen und das respektiere ich auch.
    Ist jetzt auch müßig die ganze Situation zu erklären, aber in der Planung hatte es zu Beginn eine Rolle gespielt und ist dann in Vergessenheit geraten. Jetzt ärgert man sich natürlich, dass es so gekommen ist.

    Fotografieren, dokumentieren, etc. hat schon alles stattgefunden. Heute ist der Bauleiter noch einmal mit dem Gewerk vor Ort, um die Anlieferung erneut im Detail zu besprechen.

    Ich habe aktuell einfach sehr große Bedenken, dass das ganze Projekt platzt, weil die Kosten für die Erdarbeiten, Baustoffanlieferung, etc. ins unermessliche steigen.
     
  5. nordanney

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    Die Erdarbeiten haben nichts mit der Baustellensituation zu tun. Unter etc., was die Kosten ebenfalls treibt, kann ich mir leider nichts vorstellen. Gibt es auch in keiner Kostengruppe des Architekten ;-)
    Die Baustoffanlieferung wird wie viel teurer? Ich würde vielleicht, wenn überhaupt, auf einen kleinen tausender-Betrag tippen. Das ist eine völlig normale Baustellensituation in dieser Welt.
     
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  6. #6 Matthias aus Bremen, 05.08.2026 um 13:31 Uhr
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    Danke dir. Entschuldige bitte die unpräzise Formulierung.
    Erdarbeiten und Abtransport
    Baustoffanlieferung
    Lieferung Filigrandecke
    Anfahrt Betonmischer (nach aktuellem Stand 32-Tonner)

    Das sind meine aktuellen Sorgen.

    Aber heute Vormittag hat sich ein Lichtblick aufgetan: Nach Rücksprache mit einem Baumgutachter hat er mich auf die RSBB 2023 hingewiesen, die durchaus eine Baustraße unter dem Kronenbereich der Eiche ermöglichen könnte. Bzw. die Einhaltung und der entsprechende Schutz des Wurzelwerks während der Bauphase.
     
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