Oberste Geschossdecke aus Heraklithplatten nachdämmen

Diskutiere Oberste Geschossdecke aus Heraklithplatten nachdämmen im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo zusammen, ich würde gerne meine oberste Geschossdecke (Haus Bj 1969) nachdämmen. Aktuell kann man wohl kaum von Dämmung im weiteren Sinne...

  1. Klaas12123

    Klaas12123

    Dabei seit:
    Gestern
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Hallo zusammen,

    ich würde gerne meine oberste Geschossdecke (Haus Bj 1969) nachdämmen. Aktuell kann man wohl kaum von Dämmung im weiteren Sinne sprechen, die oberste Geschossdecke besteht aktuell aus Heraklithplatten Putzträger, darüber befindet sich 5cm alte zusammengefallene Glaswolle und dann folgt direkt der Dielenboden des unbeheizten Dachbodens. Energetisch natürlich ein Alptraum.

    Meine erste Idee war simpel, alte Dielen raus, alte Dämmung raus, die aktuellen 15cm Querbalken um 10cm erhöhen und mit Mineralwolle neu dämmen. Gedanken mache ich mir an dieser Stelle um die luftdichte ebene, da keine Dampfsperre baujahrstypisch verbaut ist. Habt ihr hier Erfahrungen?

    Ich habe das ganze auch mal in den U-Wert Rechner gepackt, Screenshot anbei.

    Besten Dank!
    Klaas
     

    Anhänge:

  2. markus180

    markus180

    Dabei seit:
    03.07.2026
    Beiträge:
    19
    Zustimmungen:
    5
    Die Hraklithplatten sind erstmal kein Problem, die können drinbleiben, wenn sie sauber und dicht liegen. Kritisch ist hier eher die Luftdichtheit von unten: Wenn du die Dielen rausnimmst und von oben neu aufbaust, brauchst du eine durchgehende luftdichte Ebene auf der warmen Seite, sonst zieht dir feuchte Raumluft in die Dämmung und kondensiert dort.

    Bei Bj. 1969 würde ich nicht einfach blind eine Dampfsperre einbauen, sondern den Aufbau so planen, dass er entweder sicher luftdicht ist oder vorher hygrothermisch geprüft wird. Die 10 cm Aufdopplung auf 25 cm Dämmstärke ist technisch okay, aber nur mit sauberem Anschluss an Wände, Durchdringungen und Randbereiche.
     
  3. Klaas12123

    Klaas12123

    Dabei seit:
    Gestern
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    [QUOTE="markus180, post: 1508675, member: 126844“

    Bei Bj. 1969 würde ich nicht einfach blind eine Dampfsperre einbauen, sondern den Aufbau so planen, dass er entweder sicher luftdicht ist oder vorher hygrothermisch geprüft wird. Die 10 cm Aufdopplung auf 25 cm Dämmstärke ist technisch okay, aber nur mit sauberem Anschluss an Wände, Durchdringungen und Randbereiche.[/QUOTE]

    Genau hier liegt mein Problem. Luftdichte ebene wird schwer, da ich zwar an den Giebel aber nicht an die Außenwände vernünftig anschließen kann. Wer kann bei so etwas beraten? Ein Energieberater oder eher der Dachdecker?
     
  4. nordanney

    nordanney

    Dabei seit:
    15.09.2021
    Beiträge:
    6.868
    Zustimmungen:
    4.078
    Beruf:
    Finanzierer/Investor/Bau- und Sanierungslaie
    Ort:
    Niederrhein
    Ein ungedämmter und bestenfalls gut belüfteter alter Dachboden? Dann ist die Luftdichtheit gar kein Problem. Einfach Dämmung draufwerfen. Feuchtigkeit, die hochzieht, wird dann einfach weggelüftet. Funktioniert auch bei mir sehr gut. Werden Dir andere noch bestätigen.
     
  5. Alex88

    Alex88
    Moderator

    Dabei seit:
    14.10.2014
    Beiträge:
    6.726
    Zustimmungen:
    3.665
    Beruf:
    GF, Kaufmann, Trockenbaumeister
    die HWL Platten werden ja nicht frei liegen, sondern verputzt sein, so dass hier schon mal keine DB von Nöten ist,

    sehe ich genauso, ich würde nicht in das bestehende System eingreifen
     
  6. Klaas12123

    Klaas12123

    Dabei seit:
    Gestern
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Dachboden ist gut belüftet würde ich sagen, also auch keine Unterspannbahn unter den Dachpfannen. Dielen würde ich nach Abschluss mit etwas Raum dazwischen wieder drauflegen, also nach oben quasi offen lassen.
     
  7. nordanney

    nordanney

    Dabei seit:
    15.09.2021
    Beiträge:
    6.868
    Zustimmungen:
    4.078
    Beruf:
    Finanzierer/Investor/Bau- und Sanierungslaie
    Ort:
    Niederrhein
    Dann wirf ordentlich Dämmung drauf. Bei mir sind es 2x20cm geworden (da ich den Dachboden nicht brauche) - also 1x längs und 1x quer (direkt auf die alte Dämmung, keiner Erhöhung o.ä.). Musst schauen, was bei Dir am einfachsten gehl.
     
  8. Holzhaus61

    Holzhaus61

    Dabei seit:
    10.04.2023
    Beiträge:
    1.438
    Zustimmungen:
    646
    Statt dem gelben oder braunen Zeugs Einblasdämmung, Zellulose oder Holzfaser, da biste schnell mit durch und wird nicht wesentlich teurer. Vor allem bist in einem Tag mit durch, hast das elendige Geschleppe nicht und kommst in jede Ritze rein ohne viel Gedöns...
     
  9. nordanney

    nordanney

    Dabei seit:
    15.09.2021
    Beiträge:
    6.868
    Zustimmungen:
    4.078
    Beruf:
    Finanzierer/Investor/Bau- und Sanierungslaie
    Ort:
    Niederrhein
    Dauert das länger mit den Rollen?

    Ansonsten ist Einblasdämmung auch eine Option. ABER: M.E. eine echt schlechte in diesem speziellen Fall, denn sofern Du irgendwann mal an die Heraklith ran musst, fällt Dir alles unten alles wieder raus. Würde ich daher nicht machen.
     
  10. chris84

    chris84

    Dabei seit:
    15.08.2023
    Beiträge:
    2.054
    Zustimmungen:
    1.204
    So schnell wie die reingeblasen ist, lässt sie sich auch wieder raussaugen.
    Und wenn man mal lokal an eine Stelle muss, kein Problem, die Fasern lassen sich problemlos auf Seite räumen.
    Ich bin hier auch pro Zellulose, es geht kaum nachhaltiger und homogener. Und günstiger ist es vermutlich auch noch.
    Bis du die Rollen da oben hast, ist die Zellulose schon verteilt. Das sind vielleicht 2-3h Arbeit mit dem Einblasen...
    Und vor dem Ausrollen kommt dann ja erst mal noch der Zuschnitt...

    Was du aber noch prüfen solltest: Sind die Heraklith-Platten ausreichend stabil befestigt? Egal welche Dämmung, da kommt ja schon etwas Auflast drauf (~10-20kg/m²) - nicht dass dir da was runter kommt...
     
Thema:

Oberste Geschossdecke aus Heraklithplatten nachdämmen

Die Seite wird geladen...

Oberste Geschossdecke aus Heraklithplatten nachdämmen - Ähnliche Themen

  1. Hohe Luftfeuchtigkeit nach Dämmung der obersten Geschossdecke

    Hohe Luftfeuchtigkeit nach Dämmung der obersten Geschossdecke: Hallo Zusammen, Mein Name ist Mike und ich komme aus Hessen. Ich bewohne ein Haus Bj. 1959. Ich habe in der obersten Geschossdecke im Sommer die...
  2. Dämmung oberste Geschossdecke - Dampfsperre undicht?

    Dämmung oberste Geschossdecke - Dampfsperre undicht?: Hallo liebe Experten, ich habe bei mir auf dem (kalt) Dachboden Feuchtigkeit festgestellt, die sich auf den Balken niederschlägt. Es ist auch...
  3. Dämmung oberste Geschossdecke

    Dämmung oberste Geschossdecke: Hallo zusammen, finde leider keinen passenden Beitrag auf mein Anliegen und bin unsicher wenn ich Teile zusammen sammle, daher einmal mein...
  4. Dämmung oberste Geschossdecke - Dampfbremse?

    Dämmung oberste Geschossdecke - Dampfbremse?: Hallo, wir sanieren einen Altbau. Wir haben eine 18cm Kerndämmung inkl. neuem Klinker verbaut. Dazu ein neues Dach mit 22cm...
  5. Aufsparrendämmung + Dämmung oberste Geschossdecke -> Dampfbremse?

    Aufsparrendämmung + Dämmung oberste Geschossdecke -> Dampfbremse?: Hallo zusammen, Wir haben gerade ein neues Dach mit Aufsparrendämmung bekommen und wollen den beheizten Dachboden nun ausbauen. Zum unbeheizten...