Fenstertausch in EFH aus 2001

Diskutiere Fenstertausch in EFH aus 2001 im Energiesparen, Energieausweis Forum im Bereich Altbau; Hallo liebes Forum, dies ist mein erster Thread/Post, ich hoffe, ich breche hier keine Foren-Etiquette, wenn ich einfach wild drauflosposte, wenn...

  1. #1 FalkenChris, 28.10.2025
    Zuletzt bearbeitet: 28.10.2025
    FalkenChris

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    Hallo liebes Forum,

    dies ist mein erster Thread/Post, ich hoffe, ich breche hier keine Foren-Etiquette, wenn ich einfach wild drauflosposte, wenn doch, kann ich mich gerne auch noch in einem entsprechenden Thread vorstellen.

    Wir haben ein EFH aus 2001 in einer Kleinstadt in Brandenburg nahe Berlin gekauft. Um eine Förderung der Investitionsbank des Landes Brandenburg zu erhalten, MÜSSEN wir die bestehenden zweifach verglasten Fenster vollständig gegen dreifachverglaste Fenster austauschen (eigentlich müssen wir auf "GEG-Standard" sanieren, haben uns dahingehend mit Bank und Energieberater auf die Erreichung der Vorgaben durch Fenstertausch und Grundlast-Wärmepumpe geeinigt).
    Das Haus besitzt keine Außendämmung und die ist nach aktuellem Stand auch nicht geplant. Die Dämmung besteht ausschließlich aus dem Mauerwerk, das aus Poroton T8 in 36,5cm besteht.
    Um aus dem Fenstertausch für uns (neben "kostenlosen" neuen Fenstern) mit Mehrwert zu versehen, wollen wir gerne ein paar Anpassungen vornehmen.

    Fragen:

    1. ist der Einbau von 3-fach verglasten Fenstern mit einem Uw Wert < 0,95W/m2K ohne gleichzeitige Außendämmung der Wände ein Risiko im Bezug auf Schimmelbildung dadurch, dass die Fenster nicht mehr die kälteste Stelle der Wand sind?

    2. unser aktueller Plan sieht vor, folgende Parameter für alle Fenster anzusetzen:
    - 3-fach verglast, Uw < 0,95W/m2K
    - bei allen bodentiefen Fenstern VSG-Glas innen (Personenschutz) und außen (Einbruchschutz)
    - bei allen übrigen Fenstern nur außen VSG-Glas
    - Rahmen (aus Kostengründen - Holz-Alu ist wohl 2,5x so teuer) aus PVC, ggf. mit einem (angeblich sehr realistischen - das schauen wir uns aber erst "live" an) Holzdekor auf der Innenseite
    - Die aktuell verbauten (Aufsatz-)Rolläden können wohl nicht erhalten werden, wir präferieren gerade, künftig keine Rolläden zu verbauen (meine Frau fühlt sich in Räumen mit heruntergelassenen Rolläden eingesperrt, daher nutzen wir sie wenn dann ohnehin nur im Schlafzimmer). Stattdessen wollen wir gerne den dadurch frei werdenden Bauraum in den Laibungen nutzen, indem wir auch auf der Außenseite die Wand auf Höhe der Rolladenkästen entfernen (sofern der Sturz darüber sitzt und nicht in diesem Bereich - noch zu prüfen) und die Fenster nach oben hin um die Höhe der Rolladenkästen vergrößern.

    3. Spricht irgend etwas gegen unser Vorhaben, die Fenster zu vergrößern? Wie kann ich herausfinden, ob der Sturz oberhalb der Rolladenkästen sitzt und nicht parallel zu ihnen außerhalb des Fensters? So wie ich das Verstanden habe, sollte die Vergrößerung Genehmigungsfrei sein, da die Statik unangetastet bleibt, richtig?

    4. Kann jemand grob eine Hausnummer raten, was die zusätzliche Vergrößerung der Fenster etwa gegenüber dem reinen Austausch kosten würde? Den Putz müssen wir ohnehin erneuern lassen, da wir Risse in dern Außenwänden haben, die wir sanieren lassen wollen. Danach steht dann logischerweise auch ein Anstrich an.

    5. können die Fenster ausgetauscht werden, ohne die Fensterbänke (innen und außen) anzufassen? (die Kosten würden wir uns eigentlich gerne sparen, da die noch völlig in Ordnung sind)

    6. an anderer Stelle hier im Forum habe ich gelesen, dass beim Fensteraustausch unbedingt eine Laibungsdämmung eingebaut werden sollte. Ist das der Stand der Technik, oder wie sollte vorgegangen werden?

    7. Ein Lüftungskonzept erstellt unser Energieberater. Ich bin aber ein fauler Mensch und möchte das manuelle Lüften auf ein Minimum beschränken. Aktuell ist mein Favorit eine Kombination aus feuchtegeführten Außenluftdurchlässen in den Fenstern und einer zentralen Abluft im Obergeschoss. Ist das realistisch, um die Schimmelgefahr durch die höhere Dichtigkeit des Gesamtsystems zu begrenzen? Eine Belüftungsanlage würde ich uns eigentlich gerne ersparen, insbesondere, da ich noch keine plausible Amortisationsrechnung für Anlagen mit Wärmerückgewinnung gesehen habe.

    8. Habe ich irgend welche absolut wichtigen Gesichtspunkte vergessen, die wir unbedingt noch in unsere Überlegungen einbeziehen sollten?
     
  2. Hark

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    ja, insbesondere ohne eine ausreichende Belüftung oder sonstiges ungünstiges Wohnverhalten.

    Ich darf mir jeden Winter 5-10 "Leckstellen" in derartig sanierten Objekten ansehen.
     
  3. #3 Deliverer, 28.10.2025
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    Die Wand ist ja aber nicht dramatisch schlecht gedämmt durch den Stein. Mit ein bisschen Vorsicht (Lüften) sollte das kein Problem sein. Gefühlt, nicht gerechnet!

    Die beschriebene Lüftung reicht aus. Eine echte Lüftung mit WRG ist jedoch immer vorzuziehen. Das hat auch nichts mit Amortisation, sondern mit Komfort zu tun. Wenn du eh sanierst, warum dann nicht gleich richtig?
     
  4. #4 nordanney, 28.10.2025
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    Stimme Dir grds. zu. Bei einem 2001er Haus sollte die Wand aber eine ordentliche Dämmung haben als auch schon sehr luftdichte Fenster.
    Insofern sehe ich beim konkreten Haus aus dem Bauch heraus keine Probleme (ordentlich heizen/lüften mal vorausgesetzt)
     
  5. #5 nordanney, 28.10.2025
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    Nur der der Preis.
    Mache meine Rollläden auch praktisch nie zu. Fühle mich zwar nicht eingesperrt, will aber nicht auf die Rollladenseite schauen.
    M.E. aber zwei große Gründe, sie trotzdem zu verbauen:
    - Wertigkeit des Hauses (Wiederverkauf)
    - Sommerlicher Wärmeschutz
    Kann sein. Oder auch nicht. Muss man sich anschauen. Aus der Ferne nicht zu beurteilen.
    Fotos, Wandaufbau, Baupläne (!)
    Was sind feuchtegeführte Außenluftdurchlässe in den Fenstern?
    Würde mir ein paar denzentrale Lüfter gönnen.
    Ach ja, wie sieht Deine plausible Amortisationsrechnung fürs Haus aus oder kaufst Du es etwa nur, um Lebensqualität zu haben? Zwinker. So ähnlich ist es mit Lüftungsanlagen auch. Lebensqualität - frische Luft, weniger Staub im Haus, Pollenschutz
     
  6. Hark

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    ja stimmt, das hatte ich irgendwie überlesen .)
     
  7. #7 Fabian Weber, 28.10.2025
    Fabian Weber

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    Darf ich fragen, warum ein 24Jahre altes Haus überhaupt energetisch saniert werden muss? Oder anders gefragt, was soll denn gefördert werden?

    Das ist doch vollkommen irre.

    Ich würde da einfach einziehen und fertig ist.
     
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  8. BaUT

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    :mauer MÜSSEN ???
    Fenster mit einem Uw-Wert von 1,3...1,4 gegen Fenster mit Uw-Wert von 0,95 tauschen? Was für ein Schwachsinn!!!
    Scheiß auf den Zuschuss. Lasst die Fenster wie sie sind. Euer Fenstertausch ist weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll.

    Hoffentlich hat euch euer Energieverbrater wenigstens darauf hingewiesen, dass beim Fenstertausch die Erstellung eines Lüftungskonzeptes nach DIN 1946-6 verpflichtend ist!
     
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  9. #9 nordanney, 29.10.2025
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    Da wäre ich mir nicht sicher, ob das für den TE ökonomischer Unsinn ist. Die Förderung ist brutal gut, wenn man eh saniert.
     
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