leichte Feuchtigkeit in Küchenecke auf dem Putz etwas über dem Sockelbereich

Diskutiere leichte Feuchtigkeit in Küchenecke auf dem Putz etwas über dem Sockelbereich im Baubiologie Forum im Bereich Rund um den Bau; Liebe Fachleute und Experten! Wir bewohnen ein Reihenmittelhaus seit dem Neubau 2000. Nun habe ich nach dem grossen Schnee festgestellt, dass in...

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    Liebe Fachleute und Experten! Wir bewohnen ein Reihenmittelhaus seit dem Neubau 2000. Nun habe ich nach dem grossen Schnee festgestellt, dass in der Küchenzimmerecke im Übergang zum nächsten Haus eine leichte Verfärbung, die nach Feuchtigkeit aussieht, zu sehen ist. Das Haus ist mit einem zweischaligen Verblendmauerwerk verbaut. Vor dem Haus gibt es einen Kiesstreifen, der vielleicht nicht ganz korrekt angelegt ist. Nun bin ich in Panik, da ich bisher noch keine Feuchtigkeitseinträge ins Haus hatte. Anbei sehr ihr ein Foto. Alle anderen Sockelbereiche im Haus sind trocken bzw sehen gut aus. Was kann ich tun, bzw wer kann mir bitte helfen? Liebe Grüße IgelF.
     

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  2. #2 Fasanenhof, 13.01.2026
    Fasanenhof

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    Mach doch bitte ein paar Fotos von der betroffenen Ecke von Außen.
     
  3. IgelF

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    Ja, das mache ich.
     
  4. IgelF

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    Es betrifft den direkten Übergang zum nächsten Reihenhaus. Davor verläuft eine Regenrinne und ein Kiesstreifen, der erneuert wird. Fotos folgen. Lieben Dank für die Antwort
     
  5. BaUT

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    Genau das dachte ich mir. Da zieht aus dem Traufstreifen in die Gebäudefuge Nässe in das Hbl-Mauerwerk (Salz-/Wasserränder im Putz sichtbar). Da müsst ihr von außen was machen.
     
  6. IgelF

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    Lieber Fasanenhof! Hier kommen ergänzende Bilder von aussen. Bekannte meinten, dass hinter der Arbeitsplatte unter der Leiste Wasser zur Zimmerecke gelaufen ist und dann hinter oder an dem Schrank nach unten in die Zimmerecke gelaufen ist. Hm, müsste dann nicht auch etwas weiter oben schon Flecken oder Stellen sichtbar sein? Ich bin dankbar für jede hilfreiche Antwort. Mir ist auch noch nicht klar, wie ich hier von aussen Abhilfe schaffen könnte. Geplant ist den Kiesstreifen zu erneuern und zu vertiefen. Den Bitumenanstrich am Haus wollte ich erst einmal nicht erneuern, um die Feuchtigkeit nicht einzuschließen. Liebe Grüße in die Runde
     

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  7. Berndt

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    das ist nur ein wenig Kondensat das sich an der was kühleren Ecke absetzt. Guck das du was Frischluft unter die Küchenzeile bekommst
     
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  8. Peetisch

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    Wenn es von aussen käme müßte man auch Ausblühungen in den Fugen sehen ...
     
  9. BaUT

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    Nicht unbedingt!

    Ich teile deine Sorglosigkeit nicht. Die Salzränder innen sprechen eine eindeutige Sprache. Es ist kein Oberflächenkondensat sondern Mauerwerksfeuchte.

    1. Maßnahme:
    Wohin führt das Regenwasser also wohin geht das rote KG-Rohr? Rohrrigole, Sickerschacht, Regenwasserkanal? Prüf das mit einer Rohrkamera wenn du es nicht weißt.
    Kann sein, dass da eine zu kleine Rohrrigole angeschlossen ist und dass das Regenwasser bei jedem Starkregen aus der kurzen Rohrrigole zurück staut und dann unten an der Hauswand aus den Rohrverbindungen drückt und dann extra Stauwasser im Traufstreifen steht was auf diesem Weg in den Haussockel suppt.

    2. Maßnahme:
    Räum die blöden Kantensteine weg, die zusammen mit dem Grobkies wie eine Badewanne wirken.
    Dann arbeite die bituminöse Sockelabdichtung noch mal nach. Dann sickert auch nichts mehr durch die unterste Lagerfuge und durch die Gebäudetrennfuge in die Ecke rein.
     
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  10. IgelF

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    Lieber BauT!
    Herzlichen Dank für Deine Antwort und das Anschauen der Bilder!!! Was würdest Du denn an die Hauswand stattdessen pflanzen oder legen? Ein Maurer meinte mal, ich würde die Feuchtigkeit im Verblender einschließen, wenn ich die Bitumenschicht erneuern lasse bzw überstreiche.? Woher weiss ich, ob der Klinker trocken ist, wenn ich so etwas machen lasse?
    Zu Deiner Frage mit dem roten Rohr. Ich vermute in den Regenwasserkanal, frage aber nochmal meine Nachbarin. Was ist denn eine Rohrrigole? Wäre hier der Dachdecker für alle Arbeiten zuständig? Liebe Grüße ins Forum.
     
  11. BaUT

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    Vergiss den Maurer. Wenn der Ahnung gehabt hätte, dann hätte er dir dieses Bild gezeigt und dir erklärt wo welche Abdichtung hingehört.
    https://www.aquafin.com/fileadmin/r...htung_Neubau_zweischaliges_Mauerwerk_4419.pdf
    Auf dem Bild siehst du, dass du die Sockelabdichtung sogar noch höher ziehen könntest und zwar bis zur Steinlage unterhalb der Kondensataustrittsöffnungen (Schlitze = offene Stoßfugen)

    Eine Rohrrigole sieht im einfachsten Fall so aus:
    [​IMG]
    Wenn man die Rigole mit einem offenen Schlammfang baut, dann sieht man, wenn sie voll ist und überläuft.
    Wenn nicht, dann staut sich das Wasser im Standrohr und...
    [​IMG]
    Für diesen Fall solltest du also wenigstens einen besonderen Revisionsdeckel als Notüberlauf in dein Fallrohr einbauen:
    [​IMG]
     
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  12. BaUT

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    Ansonsten hab ich dir das Maßnahmenpaket 2 ja schon aufgeschrieben:
    Ich habe meinen Traufstreifen auch entfernt, und das Gelände mit leichtem Gefälle vom Haus weg bis unter die Oberkante der Bitumenabdichtung angefüllt, so dass kein Oberflächenwasser mehr in die Gebäudetrennfuge reinlaufen kann. Ich hab dann einfach nur etwas Grobkies für die Optik angestreut und davor dann kleine Stäucher gesetzt.
     
  13. IgelF

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    Lieber BauT!
    Das rote KG Rohr führt unter dem Haus in den Abwasserkanal in meinen Garten. In diesem Fall ist es Nachbars KG Rohr, weil es vor seiner Hausseite ist. Unter diesen 10 cm Bitumen, die Du auf den Fotos siehst, kommt schon der Sockel. Woher weiss ich, dass keine eingeschlossene Feuchtigkeit ( nachdem eine Bitumenschicht aufgetragen wurde) für zusätzliche Feuchteschäden führt? Muss ich dann wie in Deiner Anlage beschrieben vorgehen und auch den Sockel ca.80 cm tief schützen?
     
  14. IgelF

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    Lieber BauT!
    Wie kann ich denn verhindern, dass durch die Maßnahmen von aussen Feuchtigkeit im oder hinter dem Klinker verhindert wird und weitere Schäden verursacht? Liebe Grüße in die Runde
     
  15. Fasanenhof

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    Eingeschlossene Feuchtigkeit kennt nur einen Weg: Nach innen. Solange keine weitere Feuchte nachkommt, wird das Problem lösbar.

    Sinn und Zweck der Rigole ist ja, dass weniger Wasser an der Wand steht. Die Abdichtung verhindert dann, dass das "wenige" Wasser im Boden durch die Wand diffundiert.

    Wie viele andere Sachen im Bau sind das Systeme, die zueinander komplementär wirken, keine Bautechnik steht für sich allein.
     
  16. IgelF

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    Das heißt, falls durch die Maßnahmen von aussen unwissentlich bzw in der Annahme es sei trocken Feuchtigkeit eingeschlossen wird, würde diese über kurz oder lang auch innen sichtbar. Wie kann man denn sicher gehen, dass keine Restfeuchte im Mauerwerk ( Verblendung) oder dahinter ist, wenn man von außen nachrüstet? Ist es dann wirklich notwendig den kompletten Sockel in dieser Komplexität nachzurüsten, oder reicht die Bitumenschicht auf dem Klinker und eine Schräglage des Erdbodens zum Weg hin? Kann man auch mit Rindenmulch an der Wand und in der Tiefe auffüllen? Viele liebe Grüße
     
  17. Fasanenhof

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    Nein.
    Wenn du Wasser in der Wand hast, dann muss es raus. Das Wasser wird immer zum Gleichgewicht hin arbeiten, also zum trockenen Raum hin. Wasser drückt nicht in anderes Wasser, wenn die andere Seite trocken ist.

    Wenn du nun eine Maßnahme Außen machst - etwa eine Versiegelung. Dann kann das Wasser aus der Wand nicht durch diese Sperre. Also trocknet die Wand nach innen hinein.
    Sobald sie dann trocken ist, kommt nichts mehr hinterher.

    Du musst hier verstehen:
    - Solche Arbeiten brauchen ihre Zeit
    - Man kann mit Bautrocknung/Wärme arbeiten, um das zu beschleunigen
    - Das geht generell besser, wenn von Außen weniger Wasser nach kommt (Sommer, Trockenphase) und man weniger Energie zum Trocknen benötigt (Grundwärme vom Haus)

    Was man jetzt machen kann sind alle Arbeiten Außerhalb, die das Wasser von der Wand weg führen - Also die Kontrolle und ggf. Reparatur der Regenwasserrohre.
     
  18. IgelF

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    Ich sehe ja nur den Bereich ab dem Klinker bis zur Kante nach unten.
    Das heißt all die Maßnahmen ( 2 bis 6)in dem von BauT beschriebenen Anhang sind notwendig?
    Auf den Bildern, die ich eingestellt habe, ist ja nur der Bereich unterhalb der Lüftungsfugen bis zur Bodenkante sichtbar. Dann kommt offensichtlich der Sockelbereich, wie im Anhang von BauT beschrieben. Das würde bedeuten, dass sich die Massnahmen über mehrere Monate iaussen und innenseits hinziehen und es immer wieder zu Feuchtigkeitserscheinung in der Zeit am Putz kommen kann? Das heißt vor, während und na Es ist im Prinzip die Küche, die fast die gesamte Hausseite beansprucht, dann könnt nur noch ein Mini WC und ein schmaler Flur mit Hausanschlüssen. Würde auch bedeuten, dass die Küchenzeile dort ist und man nur unten durch die Zierblenden an die Wand kommt.
     
  19. IgelF

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    Jetzt habe ich eine unfertige Antwort versendet. Das heisst ich muss vor, während und nach potentieller Maßnahmen von aussen auch innen die ganze Zeit entfeuchten und trocknen? Und es wird passieren, dass die Feuchtigkeit, die nach den Außenmaßnahmen nicht wieder raus kann, sich innen auf dem Putz zeigt? Ab wann könnte dann frühestens von innen ausgebessert werden?
    Dann müsste die komplette Küche abgebaut werden, um von innen zu sanieren. Wie lange bzw wie viele Stunden am Tag lässt man so einen Bautrockner laufen? Aktuell läuft ein solch orangefarbener Heizlüfter immer mal über den Tag. Gibt es auch Maßnahmen von innen, die alternativ gemacht werden können? In welcher Preisspanne bewegt man sich denn, wenn man ein sechs Meter breites Haus nachrüsten würde? Viele liebe Grüße
     
  20. BaUT

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    Meine Oma hätte jetzt gesagt: "Meine Güte, Kind - stell dich nicht so an!"

    Bring die Sockelabdichtung außen in Ordnung damit nicht immer wieder was reinläuft, sorge für ein Oberflächengefälle des Geländes vom Haus weg und lass das bissl Feuchtigkeit von alleine (nach innen) austrocknen.
     
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