Dampfsperre feuchte stellen an Balken und Wandanschluss

Diskutiere Dampfsperre feuchte stellen an Balken und Wandanschluss im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Kann helfen, muss aber nicht. Bei dem geschilderten Szenario empfehle ich auch, raumseitig der Innendämmung eine Dampfbremse anzubringen. Ich...

  1. Michi7516

    Michi7516

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    Das ganze wurde ja vom Energieberater dimensioniert, weshalb ich davon ausgegangen wäre, ja. Aber was meinst du mit Problem nach außen verlagern ? Würdest du die erste Dampfsperre dann entfernen?
     
  2. Michi7516

    Michi7516

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    Ausbauen ist leider keine Option, da leider von der KFW so vorgegeben. Ist deiner Meinung dann Dampfbremse nach innen verschieben zwingend notwendig? Mehr aufheizen ist leider auch schwierig, da ich den Dachboden nicht heizen kann. Habe es mit einem 2kW Ölradiator versucht, war aber leider eher ein Tropfen auf dem heißen Stein. Hab mir jetzt mal Hygrometer bestellt, damit ich die Raumfeuchte besser messen kann. Besteht Deiner Meinung nach die Möglichkeit, dass das beobachtete Phänomen die Norm ist und sich das über das Jahr hinweg dann wieder normalisiert und nur temporär im Winter ein Problem ist ?
     
  3. ps0125

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    Was heißt die Norm? Normal ist, wenn Physik funktioniert, und das ist ja bei dir der Fall. Kalte Oberfläche + Feuchtigkeit = Kondensat.
    Und ja, das ist natürlich nur im Winter ein Problem. Aber das ist bei allen Tauwasserproblemen in unseren Breitengraden der Fall.

    Wir sprechen bei dir ja jetzt nicht über ein theoretisches Problem, das eventuell auftreten könnte, sondern über definitiv vorhandenes Tauwasser.
    Ein gewisses Maß an Kondensat kann man sicher tolerieren, aber mir wäre das sehr unsympathisch, wenn ich wüsste, dass es hinter meinen Gipskartonplatten feucht ist und es ggf. anfängt, zu schimmeln.

    Der Energieberater mag das ja vielleicht sogar berechnet haben.
    Für die Tauwasserberechnungen geht man aber auch von einem Normalklima aus, das sind 20° Lufttemperatur innen, und die hast du nunmal nicht.
    Was bleiben also für Optionen?
    - Innendämmung ausbauen fällt flach wegen Förderung und wäre auch nicht sinnvoll
    - Den Raum stärker heizen oder entfeuchten kannst oder willst du nicht
    - Dann kannst du noch die Tauwasserebene nach innen holen, damit diese wärmer ist, dazu musst du die Dampfbremse rausschneiden und innen an der Dämmung anbringen
    - Oder alles so lassen und dir keinen Kopf machen und damit leben, dass es halt mal etwas feucht wird, wenn es zu kalt ist.
     
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  4. Michi7516

    Michi7516

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    Danke erst mal für deine ausführliche und sehr gut strukturierte Antwort. Wofür mir hald komplett die Erfahrung fehlt, ist abzuschätzen, ob ich dem Ubakus glauben schenken kann, dass sich das gesamte Problem über den Sommer hinweg wieder auflöst, und ob das, was ich gerade beobachte den Worstcase an Feuchtigkeitsansammlung darstellt, zumal der Winter ja auch schon zu 2/3 vorüber ist. Wäre dem so würde ich vermuten, dass die aktuelle Feuchtigkeit vertretbar wäre, zumal man dies am Raumklima nicht bemerkt. Wichtig für mich ist nur, sicherzustellen, dass hierdurch, über die Jahre hinweg keine Schäden an der statischen Dachkonstruktion entstehen. Denkst du, es würde Sinn machen die Dampfsperre an ein paar feuchten Stellen aufzuschneiden und die Feuchtigkeit der Sparren zu messen?
     
  5. chris84

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    Wenn die Physik nicht lügt , wird es da erstaunlich trocken sein. Warum? Die Sparren werden wg. Der Wärmebrücke von innen erwärmt, sind aber gleichzeitig durch die Folie vor Feuchte geschützt. Durch die Wärme im Sparren entsteht ein Temperaturgefälle, das den Sparren austrocknen lässt (nach draußen).
    Das Problem mit der Feuchtigkeit entsteht in der Untersparrendämmung. Deshalb gehört die Folie ja auch idealerweise ganz nach innen.
     
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  6. Michi7516

    Michi7516

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    Würdest du dann sagen, dass der aktuelle Aufbau für die statische Dachkonstruktion keine Rolle spielt? Sprich hierfür aufgrund der Feuchtigkeit keine Gefahr besteht?
     
  7. chris84

    chris84

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    Meiner persönlichen Einschätzung nach korrekt, solange das Wasser auf der Innenseite bleibt, besteht keine Gefahr. Aber: das ist nur meine persönliche Einschätzung - ohne die Angelegenheit vor Ort gesehen zu haben, das heißt: ich bin nicht dafür haftbar zu machen, wenn doch was passiert.
     
  8. ps0125

    ps0125

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    Ja das hat er gesagt und da hat er auch recht, so lange die Soße innen an der Dampfbremse hängt, werden deine Sparren nicht vergammeln.
    Dass du an der Situation nichts ändern willst, haben wir mittlerweile auch verstanden, ist ja auch verständlich.

    Aber ich denke nicht dass du jetzt hier die eine Antwort bekommen wirst, die du dir wünschst.
    Die wäre ja:
    "Das bisschen Kondensat ist kein Problem, das trocknet wieder ab, du kannst die Decke bedenkenlos schließen und alles wird gut."

    Gut möglich, dass es sogar zutrifft, aber wer weiß das schon? Kondensat auf der Innenseite der Dampfbremse würde ich vielleicht noch tolerieren, wenn gerade der Estrich eingebaut wurde, aber nicht im fertigen Zustand. Aber das weißt du ja schon.
     
  9. Michi7516

    Michi7516

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    Natürlich nicht, hättest du nicht sagen müssen, bin aber über jede Einschätzung dankbar.
     
  10. Michi7516

    Michi7516

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    Versuch nur besseres Verständnis für die Gesamtthematik zu bekommen. Hast du gut erkannt, dass ich nur sehr ungern etwas ändern würde, würde dies aber machen wenn ich’s muss. Versuch nur auch zu verstehen obs so passt oder auf Dauer zum ernsthaften Problem werden könnte. Habe parallel auch mal bei dem Dampfbremshersteller angefragt undein Hygrometer aufgestellt.
     
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