Welche Dampfbremse bei Zwischensparren- und Aufdachdämmung Rockwoll

Diskutiere Welche Dampfbremse bei Zwischensparren- und Aufdachdämmung Rockwoll im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, aktuell wird meine Dach saniert, der Aufbau von innen nach außen soll wie folgt aussehen - Rigips 12,5 mm - Dampfbremse (Welche...

  1. Christoph0116

    Christoph0116

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    Hallo zusammen,

    aktuell wird meine Dach saniert, der Aufbau von innen nach außen soll wie folgt aussehen
    - Rigips 12,5 mm
    - Dampfbremse (Welche Art sollte ich nehmen?)
    - 18 cm Klemmrock Steinwolle (Sparren sind 18 cm)
    - Delta Maxx Plus Unterspannbahn
    - 14 cm Aufdachdämmung Masterrock Rockwoll Steinwolle kaschiert
    - Lattung + Kontalattung
    - Trapezblech
    - PV Anlage (insgesamt 65 Module)


    Mein Frage: Ich bin grade dabei von Innen die Klemmrock anzubringen und frage mich, welche Dampfbremse mit welchem SD Wert ich nehmen sollte. Im Internet ließt man häufig, dass es eine feuchtevariable sein sollte. Es gibt hier bspw. die Isover von 0,2 bis 5 m SD Wert. Mein Dachdecker meint aber, dass ich die günstigere Variante mit SD Wert = 100 nehmen sollte, da mein Dachaufbau nach außen diffusionsoffen ist und die Feuchtigkeit nach außen abtrocknen kann.

    Laut DIN 4108-3 bräuchte ich (falls ich es richtig verstanden habe) mindestens einen Wert von sd = 2 m.

    Sollte ich lieber eine feuchtevariable nehmen oder reicht eine normale dampfbremse mit 100 m aus? Ich glaube funktionieren könnte beides, ich will aber schon eher auf der sicheren Seite sein.

    Danke schonmal für Eure Rückmeldungen!
     
  2. Tikonteroga

    Tikonteroga

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    Nach meinem Verständnis sollte die Unterspannbahn oberhalb der Aufdachdämmung aufgebracht werden.

    Das ist davon abhängig, welchen Dampfdiffusionswiderstand die Unterspannbahn und die Aufdachdämmung in Summe haben.

    Die Aufdachdämmung sollte einen Wasserdampfdiffusionswiderstand von 0,14 m * 1 = 0,14 m haben. Nach meinem Verständnis sollte laut DIN 4108-3 und ohne Nachweis der innere Wasserdampfdiffusionswiderstand >= 2,0 m sein (Dampfbremse), wenn der äußere Wasserdampfdiffusionswiderstand (Aufdachdämmung + Unterspannbahn) im Bereich 0,1 < sd <= 0,3 m liegt. Der Wasserdampfdiffusionswiderstand der Unterspannbahn ist aber aktuell noch unbekannt...
     
  3. Christoph0116

    Christoph0116

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    Vielen Dank für die schnelle Antwort!

    Die Unterspannbahn hat laut Datenblatt einen sd Wert von 0,17 m und wurde unterhalb der Aufdachdämmung angebracht. Oberhalb der Masterrock Aufdachdämmung ist die kaschierte Folie bei der Masterrock schon integriert. So hatte der Dachdecker es mir erklärt.

    Zu dem SD Wert hatte er auch gesagt, dass wir nach außen immer diffusionsoffener werden sollten. Wenn der innere Wasserdampfdiffusionswiderstand >= 2 m sein sollte, dann könnte ich ja potentiell immer noch eine feuchtevariable Klimamembran von 0,2 - 5 meter nehmen, oder?

    Oder ist es dann besser die "normale" sd=100 m PE-Dampfbremse zu nehmen?
     
  4. Tikonteroga

    Tikonteroga

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    Okay, dass die Aufdachdämmung die Unterdeckbahn aufkaschiert hat, habe ich überlesen bzw. nicht so verstanden. Dass dann nochmal eine Unterspannbahn unter die Aufdachdämmung kommt, verstehe ich nicht, aber er hat sich dabei bestimmt was gedacht. Vielleicht ein zusätzlicher Feuchteschutz, weil die aufkaschierte Unterdeckbahn an den Stößen verklebt wird..
     
  5. Tikonteroga

    Tikonteroga

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    Im Datenblatt der Masterrock Aufdachdämmung steht, dass die aufkaschierte Unterdeckbahn einen Wasserdampfdiffusionswidertand von 0,08 m hat. Dann wären es insgesamt:

    0,14 m * 1 + 0,08 m = 0,22 m.

    Dann hast du geschrieben, dass die Unterspannbahn unterhalb der Aufdachdämmung einen Wasserdampfdiffusionswidertand von 0,17 m hat.

    Dann wären es insgesamt: 0,22 m + 0,17 m = 0,39 m. Dann liegt der äußere Wasserdampfdiffusionswiderstand im Bereich 0,3 < sd <= 2,0 m. Laut DIN 4108-3 und ohne Nachweis bräuchtest du dann innen eine Dampfbremse mit einem Wasserdampfdiffusionswiderstand >= 6 m
     
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