Dach und Kellerdeckendämmung im Jugenstilhaus 1911

Diskutiere Dach und Kellerdeckendämmung im Jugenstilhaus 1911 im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, wir haben uns an ein spannendes, aber auch herausforderndes Projekt gewagt: Ein Einzelhaus aus dem Jahr 1911 mit ca. 130 m²...

  1. spaulding

    spaulding

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    Hallo zusammen,

    wir haben uns an ein spannendes, aber auch herausforderndes Projekt gewagt: Ein Einzelhaus aus dem Jahr 1911 mit ca. 130 m² Wohnfläche. Aktuell liegt der Energiewert bei stolzen 180 kWh/(m²a) (Klasse F). Unser Ziel ist es, das Haus fit für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe zu machen.

    Hier die Eckdaten & unser grober Plan:

    • Baujahr: 1911 (Massivbau, Fassade ungedämmt und soll es aus optischen Gründen auch bleiben).

    • Fenster: Geplant ist ein Tausch gegen 2-fach-Verglasung mit einem Uw-Wert von ca. 1,2. Bewusste Entscheidung, damit das Fenster der kälteste Punkt bleibt (Vermeidung von Taupunkt-Problemen an der ungedämmten Wand).

    • Dach: Das Dach ist top in Schuss und wurde vor 2 Jahren versiegelt inkl. 10 jähriger Garantie. Wir wollen zuerst die alte dünne Dämmung entfernen, dann von innen die Sparren aufdoppeln und eine 20 cm Holzfaser-Dämmung (Zwischen- und Untersparren) einbringen.

    • Heizung: Einbau einer Wärmepumpe. In der Küche (EG) und im Bad (OG) kommt eine Fußbodenheizung rein, der Rest bleibt (vorerst) bei großflächigen Heizkörpern.
    Mein aktuelles Kopfproblem: Der Keller Wir haben einen Nutzkeller (Deckenhöhe unter 2 m). Da wir nicht die Größten sind, wären 1,80 m lichte Höhe für uns völlig okay. Allerdings verlaufen viele Rohre unter der Decke und die Kellerfenster reichen fast bis zur Decke hoch.
    Der Keller ist insgesamt relativ trocken. Wir haben mehrere Punkte an der Wand bei einer Außentemperatur von leichten Minusgraden gemessen.
    Einige Rohre werden

    Ich schwanke hier zwischen zwei Varianten für die Kellerdeckendämmung (ca. 7–8 cm Stärke):

    1. Dämmplatten (z.B. Kork oder Holzfaser) direkt kleben: Erscheint mir bei den vielen Rohren sehr fummelig (viel Verschnitt/Stückelarbeit).

    2. Unterkonstruktion & Ausblasen/Dämmen: Ich habe ein Video gesehen , wo eine UK gebaut wird. Wäre das bei Rohren flexibler? Oder baue ich mir da eher ein Problem mit der Feuchtigkeit, wenn der Hohlraum nicht perfekt dicht ist?
    Meine Fragen an euch:

    1. Haltet ihr das Paket (Dach 20 cm + Fenster Uw 1,2 + Kellerdecke) für ausreichend, um eine Wärmepumpe in diesem Altbau effizient (und ohne Strom-Schock) zu betreiben?
    2. Kellerdämmung bei niedriger Decke und Rohren: Was ist in der Praxis bei Bj. 1911 sinnvoller? Platten kleben und Rohre "umschneiden" oder eine UK-Lösung?
    3. Gibt es bei den Uw 1,2 Fenstern in Kombination mit der ungedämmten 1911er Wand noch etwas Kritisches zu beachten, was ich übersehe?

    Vielen Dank schon mal für eure Einschätzungen!
     

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  2. Fasanenhof

    Fasanenhof

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    Moin,
    das Kellerproblem hatte ich auch.

    Das Kernproblem sind nicht die niedrigen Rohre (Bild 2) sondern der Umstand, dass es sehr dicke Rohre mit alter Gips/Miwo-Dämmung sind. Damit haben einzelne Rohre mal eben 120-150mm Breite, die natürlich bei der Kopffreiheit zuschlägt.

    Ich habe zu Beginn meines Projekts die alte Infrastruktur komplett herausgerissen, die 1 1/4" und 1 1/2" Heizungsrohre wurden durch 3/4" Kompositrohre getauscht, mit Schaumdämmung wanderten diese Stoßkanten dann gemütlich aus dem Gefahrenbereich.

    Allgemein ist Stückeln/Kleben mit EPS die Lösung für DIY, wobei man dann die ganz friemeligen Ecken mit Schaum verfüllt.
     
  3. Hark

    Hark

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    Du meinst: Es wurde mit Farbe übergepinselt.

    Wie alt ist denn das Dach? Und mach doch mal ein Foto von dem Dach (von innen und außen), damit wir dein "top in Schuss" bestätigen können :) - da gibt es schon ein paar Sachen zu berücksichtigen, bevor man sich an die Innendämmung wagt.

    Glasbausteine und das einfach verglaste Dachfenster sind sicher auch Dinge über die man sich Gedanken machen sollte.

    Worauf beruht die Aussage "der Keller ist relativ trocken"? .. Anhand der Fotos hätte ich jetzt so auf den ersten Blick das Gegenteil vermutet.
     
    Viethps gefällt das.
  4. VollNormal

    VollNormal

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    Die inneren Leibungen müssen gedämmt werden. Dabei ist die Dämmung bis über den Fensterrahmen zu führen. Das ist der kritische Bereich für den Tauwasserausfall. Sofern die Dämmung ordentlich gemacht wird, auch an den Stürzen und unter den Fenstern (erforderlichenfalls Fensterbänke ausbauen), sollten auch Fenster mit einem besseren uWert möglich sein.
     
  5. nordanney

    nordanney

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    Zu 1. ja
    Zu 2. PUR Alu. Kannst Rohre umlegen oder alternativ verbleibende Zwischenräume z.B. mit Stopfwolle füllen. Achtung: der Keller wird anschließend deutlich kälter werden. Kann zu Feuchte im Sommer führen.
    Zu 3. Nimm 3-Fach mit deutlich besserem u-Wert und mach eine kleine Laibungsdämmung. Und verbau dezentrale Lüfter.
     
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Dach und Kellerdeckendämmung im Jugenstilhaus 1911

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