Anschluss Gaubenwange an Hauptdach

Diskutiere Anschluss Gaubenwange an Hauptdach im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; [ATTACH] [ATTACH] Hallo in die Runde, unser Dach wurde gedämmt und neu eingedeckt. Als 2. wasserführende Ebene fungieren auf dem Hauptdach...

  1. Hakaru

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    IMG_8731.jpeg IMG_9525.jpeg Hallo in die Runde,
    unser Dach wurde gedämmt und neu eingedeckt. Als 2. wasserführende Ebene fungieren auf dem Hauptdach Holzfaserplatten. Eine Flachdach-Gaube wurde mit OSB-Platten, dann einer Unterspannbahn und abschließend mit Kupfer-Stehfalz verkleidet, an den Seiten mit Ziegelüberdeckung. Nachdem im Januar die beträchtlichen Schneemengen geschmolzen sind, ist an den Gaubenwangen Schmelzwasser über die Fensterlaibung ins EG gelaufen. Nach Aussage des Dachdeckers wurden die Unterspannbahnen der Gaubenwangen nicht mit der Holzfaserplatte auf dem Hauptdach verklebt, weil kein Wasser unter das Kupfer laufen dürfe. Jetzt soll der Spalt auf dem Bohlenkranz des Flachdachs mit einem Kompriband abgedichtet werden und irgendein Kupferblech neben den Gaubenwangen zusätzlich angebracht werden. Ist das eine fachgerechte Lösung und wenn nicht, was wäre der richtige Weg? IMG_9671.jpeg
    Vielen Dank schon jetzt für die Hilfe!
    Beste Grüße
    Hans
     
  2. ToTi

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    Ich habe nicht verstanden, was du meinst.
    Wo ist das Wasser eingedrungen? An der Traufe auf der Gaube? An der Traufe / Sims der Gaube? Welche Dachneigung hat die Gaube und der Sims?
    Was ich dir jetzt schon sagen kann, dass die Seitenkehle zu schmal ist. Der Dachziegel muss das Blech um 12 cm überdecken. Wieso konntest du die Dachziegel an der Seitenkehle ausdecken? Die müsste eigentlich mind. mit einem Draht befestigt sein. Wie wird das Dach an der Traufe hinterlüftet? Da ist kein Lüftungsprofil
    Wie wird denn eigentlich das Gaubendach belüftet?
    Hat die Gaube eine Innenliegende Dachrinne, oder wird die Gaube Richtung Hauptdach entwässert? Wenn innenliegend, wo ist dann der Notüberlauf?
    Aber die Unterspannbahn/Unterdeckplatte/Aufsparrendämmung der Hauptdachfläche muss an die Gaube angeschlossen sein. Somit hätte da kein Wasser dahinter laufen dürfen.
    Mach mal mehr Bilder von den oben genannten Details.
     
    simon84 und 11ant gefällt das.
  3. Hakaru

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    IMG_8230.jpeg IMG_8123.jpeg IMG_8155.jpeg IMG_8107.jpeg IMG_8155.jpeg Hallo Toti,

    vielen Dank für die Antwort. Das ist sehr schon einmal sehr erhellend. Bei dem Wasser handelt es sich wahrscheinlich um Schneeschmelze. Flugschnee (starker Ostwind, nur eine Gaubenseite betroffen) muss hinter die Verkleidung gelangt sein, vermutlich über den Spalt auf dem Bohlenkranz des Gaubenflachdachs und/oder vom Hauptdach seitlich der Kehle. Da die Gaube nicht an das Hauptdach angeschlossen ist, konnte das Wasser in die Wand im EG laufen und an der Holzfensterlaibung austreten. So stelle ich mir das als Laie vor. Wie Du siehst handelt es sich um ein Flachdach mit Entwässerung zum Hauptdach, seitlich Speier. Zur Belüftungssituation kann ich leider nichts sagen. Müsste da was verbaut sein?
    IMG_8107.jpeg IMG_8155.jpeg IMG_8123.jpeg IMG_8230.jpeg IMG_8231.jpeg IMG_8749.jpeg IMG_8852.jpeg
     
  4. #4 ToTi, 14.04.2026 um 07:54 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 14.04.2026 um 08:11 Uhr
    ToTi

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    Die Abdeckung auf der Attika ist viel zu kurz/klein. Die Abdeckung sollte in ganzer Breite die ganze Attika abdecken. Hier liegt wahrscheinlich das Problem.
    Ich vermute mal, die Abdichtung der Gaube ist schon alt und wurde nur oben auf er Attika ergänzt?
    Hat die Gaube eine Zwischensparrendämmung, oder wurde die Decke betoniert?

    Edit:
    Ich sehe gerade, die Abdeckung wurde auch nur überlappt und direkt befestigt. Beides nicht zulässig und hier kann auch Wasser eindringen!
     
  5. Hakaru

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    Vielen Dank bis hierher! Kann man das „heilen“, also nur die Abdeckung vergrößern oder neu aufbauen? Könntest du vielleicht ein Bild senden auf dem es fachgerecht ist? Funktioniert das dann ohne verklebte Unterspannbahn? Das die Unterspannbahn nicht mit dem Hauptdach verbunden ist, lässt sich wahrscheinlich nicht mehr beheben ohne die gesamte Verkleidung zu entfernen oder siehst du eine Möglichkeit, das minimalinvasiv zu lösen?
     
  6. Hakaru

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    PS: Die Abdichtung/Erstellung der Gaube ist noch nicht alt, die Verkleidung kam 2 Jahre später in 2025. Die Gaube hat eine Zwischensparrendämmung.
     
  7. Hakaru

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    PS PS: Kann man die Seitenkehle nachträglich verbreitern und die Ziegel zumindest mit Draht befestigen?
     
  8. ToTi

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    Das sollte schon viel bringen. Mehr wird nicht machbar sein, ohne alles herunter zu reißen. upload_2026-4-15_5-36-48.jpeg
    Darauf achten, dass die Stöße entweder mit einem unterlegten Blech oder mit einem Stehfalz (meine Empfehlung) ausgeführt wird.

    Anbinden mit Draht muss man machen, die Verbreiterung kann man machen, die Frage ist nur, ob es den Aufwand dann Wert ist. Überdeckt der Ziegel die Kehle um 10 cm reden wir von einer Abweichung von 2 cm, was ich jetzt nicht soooo tragisch finde, weil die Seitenkehle mit einem Stehfalz ausgeführt wurde. Ist zwar nicht 100% korrekt, aber hinnehmbar

    Du hast ein Problem mit der Gaube und eventuell hast du noch ein größeres Problem mit der Gaube.
    Die Abdichtung der Gaube ist nicht fachgerecht. Die Eckausbildung ist dilettantisch, die Aufkantung darf nicht aus der Fläche hochgezogen werden und ich bin mir das ziemlich sicher, dass diese Bahn nicht vollflächig aufgeschweißt ist. Sieht man auch gut an der Faltenbildung. Die Flüssigkunststoffabdichtung am Gully ist nicht fachgerecht. Ich erkenne keine Trägervlieseinlage und die Überdeckung von Flüssigkunststoff von Blech auf Bitumen von jeweils mind. 10 cm ist auch nicht vorhanden.
    Bei einem Flachdach mit Zwischensparrendämmung und Abdichtung ohne Hinterlüftung benötigt man mittlerweile eine hygrologische Simulation.
    Dieser Aufbau ist extrem schadensanfällig und das ist schon mind. 10 Jahren bekannt.
    https://www.schimmelpilze.online/2022/01/29/selbstkompostierendes-dach/#gsc.tab=0
    Abgesoffene Flachdächer in Holzbauweise
    https://www.bausv.online/zeitschrift/aktuelle-ausgabe/obsolet-aber-spannend/index.html
     
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Anschluss Gaubenwange an Hauptdach

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