KI auf der Baustelle — was kommt als nächstes nach Deutschland?

Diskutiere KI auf der Baustelle — was kommt als nächstes nach Deutschland? im Sonstiges Forum im Bereich Sonstiges; Hallo zusammen, ich verfolge seit einiger Zeit was China und die USA in der Bauwirtschaft mit KI umsetzen — und der Abstand zu Deutschland...

  1. FachKI

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    Hallo zusammen,

    ich verfolge seit einiger Zeit was China und die USA in der Bauwirtschaft mit KI umsetzen — und der Abstand zu Deutschland wächst.

    Zoomlion setzt Turmdrehkrane ein die sich per KI vollautomatisch montieren. Ein Bagger verlässt das Werk alle 6 Minuten. In den USA analysieren KI-Agenten Ausschreibungen in 24 Stunden vollautomatisch.

    Ich habe dazu einen kostenlosen Newsletter gestartet: KI-Radar Bau & Immobilien. Jede Woche konkrete KI-Entwicklungen aus USA und China, eingeordnet für den DACH-Markt — mit Handlungsempfehlung.

    Wer Interesse hat: fachki.de

    Mich würde interessieren — nutzt hier jemand bereits KI-Tools auf der Baustelle oder im Büro?
     

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  2. BaUT

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    Der projektbezogene berufliche Einsatz von KI ist schwierig, wenn einem die DSGVO im Nacken sitzt.
    Da braucht man dann hausinterne KI-Lösungen deren Daten das Büro nicht verlassen.
     
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  3. FachKI

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    Genau das ist der Knackpunkt. Hausinterne Lösungen auf europäischer Infrastruktur sind der einzige DSGVO-konforme Weg — aber die wenigsten mittelständischen Bauunternehmen wissen heute schon welche Systeme das leisten. Ich beobachte das Thema intensiv und berichte darüber im KI-Radar Bau & Immobilien — falls es sie interessiert: fachki.de
     
  4. BaUT

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    Schon gehört von: MittelstandGPT
     
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  5. nordanney

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    Ich kenne es von allen großen GUs der Branche, dass KI im Einsatz ist.
     
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  6. BaUT

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    Frage an @FachKI
    Wie kommen die KIs an die vielen Fachinformationen aus urheberrechtlich geschützten Normen und Regelwerken, die ich für eine ingenieurmäßige Bearbeitung von Projekten brauche?
    Wie kommen die KIs an Baupreisdatenbanken, die ich für die wirtschaftliche Bearbeitung von Projekten brauche?
     
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  7. FachKI

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    Bei Normen und Regelwerken (DIN, VOB usw.) läuft es meist so: Entweder wurde die KI mit frei zugänglichem Sekundärmaterial trainiert – Kommentare, Fachartikel, nicht die Originale – oder man kopiert sich die relevanten Abschnitte selbst in den Prompt rein. Eine direkte Anbindung an Beuth & Co. gibt es produktiv eigentlich noch nicht.

    Bei Baupreisdatenbanken (BKI, Sirados etc.) ist es ähnlich. Manche Tools haben eigene Kostendaten integriert, aber eine echte KI-gestützte Abfrage lizenzierter Datenbanken ist noch die absolute Ausnahme. Wer das heute macht, bastelt sich das manuell zusammen – Datenbankexport, dann KI drüber.

    Das bleibt eine der größten offenen Baustellen bei KI im Bauwesen.

    Und ja – der Bausektor ist bei KI leider Schlusslicht. Aber ehrlich gesagt ist das auch die Gunst der späten Geburt: Die Fehler, die andere Branchen in den letzten Jahren gemacht haben, muss man hier nicht nochmal wiederholen.
     
  8. nordanney

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    Ist er das? Ich sehe das wie gesagt bei großen GUs seit Jahren. KI-Einsatz dutzendfach in den unterschiedlichsten Bereichen. Das fängt bei Chat Bots an, geht über den Verkauf, die Planung als auch die Abwicklung von Bauvorhaben. Und selbst dann ist der Einsatz noch nicht vorbei, da beim Betrieb von Gebäuden inzwischen ebenfalls KI im Einsatz ist.

    Irgendwo habe ich mal gelesen, dass etwa 20% aller Unternehmen im Immobiliensektor insgesamt bereits KI einsetzen.
     
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  9. FachKI

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    Tja dann Schlußlich mit Abstand. Denn 54% verwenden KI bereits im Durchschnitt über alle Branchen. Aber egal. Da kommt noch einiges aus Fernost...
     
  10. BaUT

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    Erklärbär
    China als Vorbild?
    Die in China derzeit massenhaft benutzten E-Autos haben eine durchschnittliche Lebenserwartung / Nutzungsspanne von 4 Jahren.
    Ist das ökonomisch? Ist das ökologisch?

    USA als Vorbild?
    Ich möchte eigentlich nicht von Tech-Riesen bevormundet werden und von den Fossil-Brennstoff-Giganten und Klimakatastrophenleugnern schon gar nicht.

    Muss man jeden Scheiß mitmachen nur weil es "jeder" macht?

    Ja, bei standardisierten Wohnungsbauprojekten in Modulbauweise wäre KI-Unterstützung bei der Planung sicher denkbar.
    Kranaufbau mit KI - Ja, wenn man keine Fachleute mehr hat oder solche einsparen will.
    Aufmaßerstellung mit KI-Unterstützung - ja klar.
     
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  11. nordanney

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    - KI bei der Vermaßung von Sanierungen im Bestand ==> Drohne mit Kamera und KI erstellt den digitalen Zwilling ==> aktuell im Einsatz
    - KI bei einem Soll-Ist Abgleich inkl. Mängelfindung ==> im Einsatz
    - KI in allen Schritten einer Objektplanung (Entwurf, Madaster, Ressourcen, Energieverbrauchsplanungen usw.) ==> im Einsatz
    - KI in der Modulplanung ==> im Einsatz
    usw.

    Die Liste lässt sich beliebig fortführen. Geht mal z.B. auf eine Veranstaltung von Goldbeck, bei der über KI in der Bauwirtschaft referiert wird. Da schlackerst Du mit den Ohren, was alles geht und auch eingesetzt wird.
     
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  12. FachKI

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    Ja, das ist Wahnsinn, wie schnell da jetzt geht. Aber ich kenne sehr viele, die nicht den geringsten Schimmer davon haben. Und USA und China sind Meilenweit voraus.
     
  13. BaUT

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    Eine Gutachter-KI? Das würde mich genauer interessieren!
     
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  14. nordanney

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    Musst Du Dich mit Ojektkultur in Verbindung setzen. Die haben den Bot gebaut, der einen Soll-Ist Abgleich aufgrund ungeordneter Fotos, PDF, Plänen usw. vornimmt. Kann natürlich nicht selbst sehen, ob die Leitung in der Wand korrekt verlegt oder die Abdichtung korrekt angebracht wurde.
     
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  15. 11ant

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    bringt Sie gut beraten ins Eigenheim
    Sowohl die USA als auch die VR China haben nationale wirtschaftliche Interessen, die ich nicht als kongruent mit denjenigen der BRD oder der EU wähnen würde. Da scheint mir doch so einiges Gefahrenpotential drinzustecken. Derzeit sickern Entwicklungen im Bereich der KI in diverse Lösungen in einer Einführungsphase erst einmal kostenlos ein. Aber was wissen wir darüber, welche Wasserzeichen in den Codes oder sonstigen patentfähigen Teilen eingearbeitet sind ?
    Können die UN / EU / BRD sich wirklich leisten, daß wenn diese Elemente erst einmal weltumspannend viele Lösungen durchdrungen haben und aus deren DNA praktisch nicht mehr hinauszudenken sind die USA oder die VR China sagen "da haben wir Urheberrechte, nun zahlt mal schön brav Lizenzen" - und aus welchen "Sonder(negativ)vermögen" sollen "unsere" Regierungen das dann hernehmen ?

    Man braucht eigentlich nur das Thema "Saatgutlizenzen, Wasserrechte & Co." zu gugeln um eine Vorstellung davon zu bekommen, welcher Sprengstoff darin liegt, das Thema KI als eine Art Welt-Allmende zu betrachten und wie Open Source puppenlustig frei zu developen. Mir ist zumindest keine GPL oder dergleichen für "KI an sich" bekannt. Das Thema als vogelfrei zu behandeln, kann also durchaus übelst heftig knallen. Wir reden hier ja nicht von 60 Euro für Schwarzfahren, die da drohen können oder einem Ordnungsgeld von 5k, die in einem Staatshaushalt garnicht auffallen ;-)

    Sich in der Einführungsphase von einer vermeintlichen Freiverfügbarkeit (oder eben nur noch nicht beanspruchten Urheberrechten) anfixen zu lassen, halte ich daher für gefährlicher als jeder noch so exponential senkrechtstartende Effizienzeffekt wettmachen kann. Daher rate ich zur Vorsicht vor Euphorie.
     
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  16. BaUT

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    Ja - da wird sich die Geschichte des vermeintlichen kleinen underdogs "Gockel" oder mit dem so tollen Massengierdienst WhatsApp wiederholen.
    Wenn es erstmal Monopolisten geworden sind, dann müssen die Anwender mit der Arbeitsweise dieser Datenkraken leben.

    Schon mal die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling gehört?
    Das stimmt sehr nachdenklich, wenn man fertig ist mit lachen.
     
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