Gedankenkarussell: Brauche Hilfe bei Entscheidungsfindung

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  1. Kirthaki

    Kirthaki

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    Hallo liebe Forengemeinde,

    ich lese hier schon eine ganze Weile mit und hoffe auf Eure Expertise, um meine (unsere) sich im Kreis drehenden Gedanken zu sortieren. Irgendwie fühlt sich jede Lösung zwar nicht komplett falsch, aber auch nicht 100% richtig an.

    Wir (mein Mann, ich und unser volljähriges Kind) haben ein Haus. Das ist ja erst einmal nicht schlecht, aber das Haus hat für uns den gravierenden Nachteil, dass es zu groß ist. Ja, ich gebe zu, es ist ein Luxusproblem.

    Das Haus wurde bis vor ein paar Jahren als Mehrgenerationenhaus genutzt, aber wie es halt der Lauf der Zeit ist: Eine Generation fehlt jetzt. Damit wird das Erdgeschoss quasi nur noch genutzt, um in den Garten zu gehen. Der große Keller steht halb leer. Und wir suchen eigentlich seit 3 Jahren nach einem kleineren Haus (auch sanierungsbedürftig) oder einem passenden Grundstück für einen Neubau. Aber es ist nichts zu finden.

    Wir haben ein paar spezifische Anforderungen an ein Haus/Grundstück, die persönlich bedingt sind und von denen wir nicht abgehen können, die aber auch nicht wirklich außergewöhnlich sind. Unser jetziges Haus bietet das alles, aber die Größe stresst mich mehr, als ich je gedacht hätte. Wir reden hier von mehr als 100 ungenutzen qm (Keller nicht eingerechnet) in einer Region, in der Wohnraum fehlt. Großer Kasten, teuer, später von einer Person garantiert nicht mehr zu halten (oder zu pflegen).

    Das Haus müsste in Teilen saniert werden. 2009 wurde das komplette Dachgeschoss neu auf- und ausgebaut und im OG Fenster, Elektrik, Heizkörper getauscht. Das EG wurde nicht angefasst, da die ältere Generation ihre Ruhe haben wollte ("Könnt ihr alles machen, wenn wir nicht mehr da sind ..."). Wir müssten also komplett an das EG ran. Dazu wäre die Heizung fällig, das Bad müsste saniert werden (möglichst barrierearm, was wahrscheinlich einen größeren Umbau mit sich bringt) und über die Küche reden wir lieber nicht ;)

    Natürlich könnten wir jetzt sagen "Kein Thema, das Geld geben wir aus und danach ist das Haus Top", aber danach ist das Haus ja immer noch viel zu groß und in Teilen leerstehend.
    Und nein: Vermietung einer Einheit ist aus persönlichen Gründen leider definitiv keine Option. Das ist kein "Will nicht", sondern ein tatsächliches "Kann nicht".

    Und an der Stelle fängt mein Gedankenkarussell an: Eigentlich wollen (brauchen) wir ein kleineres Haus. Was aber nicht zu finden ist. Wenn wir aber hier wohnen bleiben (müssen), muss saniert werden. Wenn wir das machen, löst es das Grundproblem nicht. Und wenn wir Geld für eine Sanierung aufnehmen (dann haben wir ja keine Gegenfinanzierung durch einen Hausverkauf), haben wir vielleicht ein Problem, wenn dann doch das ideale Haus für uns auftaucht. Und wir werden nicht jünger, die Rest-Arbeitszeit vor der Rente ist halt irgendwo begrenzt.

    Wie wir aus den vielen Besichtigungen gelernt haben, ist unser Haus von der Substanz her tatsächlich im Vergleich richtig gut aufgestellt. Aber da ist die kleine Stimme in mir, die permanent "zu groß, zu teuer im Unterhalt, zu aufwändig beim Putzen, wie soll das später von einer Person gehalten werden ..." nölt.

    Und dann kommt das Teufelchen auf der Schulter mit "Euch rennt die Zeit weg, Ihr müsst jetzt was tun!", während auf der anderen Schulter das zweite Teufelchen "Wenn Ihr jetzt anfangt mit der Sanierung und dann kommt das perfekte (vielleicht auch zu sanierende) Haus und ihr könnt nix mehr finanzieren, weil das Kreditchaos gibt und das werdet ihr bereuen!!!" brüllt.

    Sanieren fühlt sich im Bauch nicht richtig an. Abwarten und weiter suchen aber auch nicht. Ich habe mittlerweile das Gefühl, ich renne in einer Drehtür im Kreis und finde den (gedanklichen) Ausgang nicht. Das lähmt total.

    Habt Ihr vielleicht Denkanstöße für mich? Fragen, die wir uns noch nicht gestellt haben? Ist es normal, dass man sich so unwohl fühlt? Wie lange kann man eine Entscheidung hinauszögern? Was hat Euch vielleicht bei der Entscheidung geholfen?

    Ich bin für jeden Gedankenanstoß dankbar und nehme auch gerne den virtuellen Tritt in den Bobbes :)
     
  2. nordanney

    nordanney

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    Meins fängt dort auch an. Dreht sich um ein festgefahrenes "Kann nicht" - das ist praktisch immer ein "Will nicht" und kein "Kann nicht".
    Umbau und Vermietung wäre tatsächlich der Ansatz, der sofort kommt, wenn das EG sowieso umgebaut werden müsste.
    Davon können wir Dich nicht heilen, denn tatsächlich hast Du keinen Zeitstress.
    Wie alt seid Ihr? ICH würde im Alter tatsächlich das Eigentum aufgeben wollen und zur Miete wohnen wollen. Kein Stress mit dem Haus, Reparaturen, Instandhaltung, Verwaltung usw.
    Einfach beim Vermieter anrufen und machen lassen. Große Terrasse oder kleinen Gartenanteil nutzen. Bist Du erst 45, dann fällt das natürlich raus.
    Welche konkreten Fragen habt Ihr Euch gestellt? Welche ganz konkreten Wünsche habt Ihr?
    Nein, aber nicht ungewöhnlich. Was ganz konkret für zum Unwohlsein (siehe vorherig Fragen)?
    Gute Frage. Kann ich für Euch nicht beantworten.

    Mein persönliches Vorgehen: Ein Haus ist ein Haus wie ein Auto, ein Anzug oder ein TV. Da hängt mein Herz nicht dran, aber ich muss mich wohl fühlen. Ändert sich mein Leben, dann wird es eben verkauft und ein neues Haus gekauft (oder Wohnung oder gemietet). Ich bin Anfang 50 und wohne gerade in der sechsten eigenen Immobilie (gemietet ganz selten nur...). Kostet es Geld? Im Zweifel schon (meine nicht den Kaufpreis, sondern "verschwendete" Nebenkosten o.ä.). Und? Da funktionierende Handy oder Auto wird auch getauscht (ja, ist eine andere Größenordnung, aber das Prinzip und die Denke ist ähnlich). Ist mir aber auch recht egal. Ich mache das, was ich brauche und möchte. Ohne zu viel Leidenschaft.
    Musst Du nicht auf Dich übertragen, aber vielleicht kannst Du darauf Input und eine andere Herangehensweise für Dich ableiten.
     
  3. Musketier

    Musketier

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    Ich kann das nachvollziehen, meine Schwiegermutter hat allein auch so ein Mehrgenerationshaus am Bein.

    Was ist denn mit dem volljährigen Kind? Wie ist dort der Plan?
    Ich könnte mir ein Mehrgenerationshaus nicht vorstellen,
    Aber sofern sich das Kind das vorstellen kann, könnte man ja unten in Ruhe ausbauen und ihr oder das Kind zieht dann runter.


    Was mir sonst noch einfällt, falls bisher nix passendes in den Immobilienbörsen dabei war:
    Beim Auto hab ich schon mehrfach in den Kleinanzeigen "Fahrzeugtausch" gesehen. Keine Ahnung, ob das auch als "Haustausch" funktioniert?
    Es gibt ja genug, Leute, die sich mit wachsender Familiengröße auch Haustechnisch vergrößern wollen.
    Allerdings kommt es auf eure persönlichen Anforderungen an. Ein Haus ist halt schon nochmal was anderes, als ein Auto.
     
  4. Kriminelle

    Kriminelle

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    Abwarten ist Stagnation, Weitersuchen etwas anderes.
    Ich denke mal, dass Ihr Euch entschieden habt. Man kann allerdings seine Entscheidung zerreden oder verkomplizieren, wie ich es gerade herauslese.
    Oder Ihr beide seid Euch uneinig?
    Und die wären?

    Plan B wäre noch, ein 2-Parteien-Haus aus dem Haus zu machen.
     
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