Gedankenkarussell: Brauche Hilfe bei Entscheidungsfindung

Diskutiere Gedankenkarussell: Brauche Hilfe bei Entscheidungsfindung im Sonstiges Forum im Bereich Sonstiges; Hallo liebe Forengemeinde, ich lese hier schon eine ganze Weile mit und hoffe auf Eure Expertise, um meine (unsere) sich im Kreis drehenden...

  1. Kirthaki

    Kirthaki

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    Hallo liebe Forengemeinde,

    ich lese hier schon eine ganze Weile mit und hoffe auf Eure Expertise, um meine (unsere) sich im Kreis drehenden Gedanken zu sortieren. Irgendwie fühlt sich jede Lösung zwar nicht komplett falsch, aber auch nicht 100% richtig an.

    Wir (mein Mann, ich und unser volljähriges Kind) haben ein Haus. Das ist ja erst einmal nicht schlecht, aber das Haus hat für uns den gravierenden Nachteil, dass es zu groß ist. Ja, ich gebe zu, es ist ein Luxusproblem.

    Das Haus wurde bis vor ein paar Jahren als Mehrgenerationenhaus genutzt, aber wie es halt der Lauf der Zeit ist: Eine Generation fehlt jetzt. Damit wird das Erdgeschoss quasi nur noch genutzt, um in den Garten zu gehen. Der große Keller steht halb leer. Und wir suchen eigentlich seit 3 Jahren nach einem kleineren Haus (auch sanierungsbedürftig) oder einem passenden Grundstück für einen Neubau. Aber es ist nichts zu finden.

    Wir haben ein paar spezifische Anforderungen an ein Haus/Grundstück, die persönlich bedingt sind und von denen wir nicht abgehen können, die aber auch nicht wirklich außergewöhnlich sind. Unser jetziges Haus bietet das alles, aber die Größe stresst mich mehr, als ich je gedacht hätte. Wir reden hier von mehr als 100 ungenutzen qm (Keller nicht eingerechnet) in einer Region, in der Wohnraum fehlt. Großer Kasten, teuer, später von einer Person garantiert nicht mehr zu halten (oder zu pflegen).

    Das Haus müsste in Teilen saniert werden. 2009 wurde das komplette Dachgeschoss neu auf- und ausgebaut und im OG Fenster, Elektrik, Heizkörper getauscht. Das EG wurde nicht angefasst, da die ältere Generation ihre Ruhe haben wollte ("Könnt ihr alles machen, wenn wir nicht mehr da sind ..."). Wir müssten also komplett an das EG ran. Dazu wäre die Heizung fällig, das Bad müsste saniert werden (möglichst barrierearm, was wahrscheinlich einen größeren Umbau mit sich bringt) und über die Küche reden wir lieber nicht ;)

    Natürlich könnten wir jetzt sagen "Kein Thema, das Geld geben wir aus und danach ist das Haus Top", aber danach ist das Haus ja immer noch viel zu groß und in Teilen leerstehend.
    Und nein: Vermietung einer Einheit ist aus persönlichen Gründen leider definitiv keine Option. Das ist kein "Will nicht", sondern ein tatsächliches "Kann nicht".

    Und an der Stelle fängt mein Gedankenkarussell an: Eigentlich wollen (brauchen) wir ein kleineres Haus. Was aber nicht zu finden ist. Wenn wir aber hier wohnen bleiben (müssen), muss saniert werden. Wenn wir das machen, löst es das Grundproblem nicht. Und wenn wir Geld für eine Sanierung aufnehmen (dann haben wir ja keine Gegenfinanzierung durch einen Hausverkauf), haben wir vielleicht ein Problem, wenn dann doch das ideale Haus für uns auftaucht. Und wir werden nicht jünger, die Rest-Arbeitszeit vor der Rente ist halt irgendwo begrenzt.

    Wie wir aus den vielen Besichtigungen gelernt haben, ist unser Haus von der Substanz her tatsächlich im Vergleich richtig gut aufgestellt. Aber da ist die kleine Stimme in mir, die permanent "zu groß, zu teuer im Unterhalt, zu aufwändig beim Putzen, wie soll das später von einer Person gehalten werden ..." nölt.

    Und dann kommt das Teufelchen auf der Schulter mit "Euch rennt die Zeit weg, Ihr müsst jetzt was tun!", während auf der anderen Schulter das zweite Teufelchen "Wenn Ihr jetzt anfangt mit der Sanierung und dann kommt das perfekte (vielleicht auch zu sanierende) Haus und ihr könnt nix mehr finanzieren, weil das Kreditchaos gibt und das werdet ihr bereuen!!!" brüllt.

    Sanieren fühlt sich im Bauch nicht richtig an. Abwarten und weiter suchen aber auch nicht. Ich habe mittlerweile das Gefühl, ich renne in einer Drehtür im Kreis und finde den (gedanklichen) Ausgang nicht. Das lähmt total.

    Habt Ihr vielleicht Denkanstöße für mich? Fragen, die wir uns noch nicht gestellt haben? Ist es normal, dass man sich so unwohl fühlt? Wie lange kann man eine Entscheidung hinauszögern? Was hat Euch vielleicht bei der Entscheidung geholfen?

    Ich bin für jeden Gedankenanstoß dankbar und nehme auch gerne den virtuellen Tritt in den Bobbes :)
     
  2. nordanney

    nordanney

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    Meins fängt dort auch an. Dreht sich um ein festgefahrenes "Kann nicht" - das ist praktisch immer ein "Will nicht" und kein "Kann nicht".
    Umbau und Vermietung wäre tatsächlich der Ansatz, der sofort kommt, wenn das EG sowieso umgebaut werden müsste.
    Davon können wir Dich nicht heilen, denn tatsächlich hast Du keinen Zeitstress.
    Wie alt seid Ihr? ICH würde im Alter tatsächlich das Eigentum aufgeben wollen und zur Miete wohnen wollen. Kein Stress mit dem Haus, Reparaturen, Instandhaltung, Verwaltung usw.
    Einfach beim Vermieter anrufen und machen lassen. Große Terrasse oder kleinen Gartenanteil nutzen. Bist Du erst 45, dann fällt das natürlich raus.
    Welche konkreten Fragen habt Ihr Euch gestellt? Welche ganz konkreten Wünsche habt Ihr?
    Nein, aber nicht ungewöhnlich. Was ganz konkret für zum Unwohlsein (siehe vorherig Fragen)?
    Gute Frage. Kann ich für Euch nicht beantworten.

    Mein persönliches Vorgehen: Ein Haus ist ein Haus wie ein Auto, ein Anzug oder ein TV. Da hängt mein Herz nicht dran, aber ich muss mich wohl fühlen. Ändert sich mein Leben, dann wird es eben verkauft und ein neues Haus gekauft (oder Wohnung oder gemietet). Ich bin Anfang 50 und wohne gerade in der sechsten eigenen Immobilie (gemietet ganz selten nur...). Kostet es Geld? Im Zweifel schon (meine nicht den Kaufpreis, sondern "verschwendete" Nebenkosten o.ä.). Und? Da funktionierende Handy oder Auto wird auch getauscht (ja, ist eine andere Größenordnung, aber das Prinzip und die Denke ist ähnlich). Ist mir aber auch recht egal. Ich mache das, was ich brauche und möchte. Ohne zu viel Leidenschaft.
    Musst Du nicht auf Dich übertragen, aber vielleicht kannst Du darauf Input und eine andere Herangehensweise für Dich ableiten.
     
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  3. Musketier

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    Ich kann das nachvollziehen, meine Schwiegermutter hat allein auch so ein Mehrgenerationshaus am Bein.

    Was ist denn mit dem volljährigen Kind? Wie ist dort der Plan?
    Ich könnte mir ein Mehrgenerationshaus nicht vorstellen,
    Aber sofern sich das Kind das vorstellen kann, könnte man ja unten in Ruhe ausbauen und ihr oder das Kind zieht dann runter.


    Was mir sonst noch einfällt, falls bisher nix passendes in den Immobilienbörsen dabei war:
    Beim Auto hab ich schon mehrfach in den Kleinanzeigen "Fahrzeugtausch" gesehen. Keine Ahnung, ob das auch als "Haustausch" funktioniert?
    Es gibt ja genug, Leute, die sich mit wachsender Familiengröße auch Haustechnisch vergrößern wollen.
    Allerdings kommt es auf eure persönlichen Anforderungen an. Ein Haus ist halt schon nochmal was anderes, als ein Auto.
     
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  4. Kriminelle

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    Abwarten ist Stagnation, Weitersuchen etwas anderes.
    Ich denke mal, dass Ihr Euch entschieden habt. Man kann allerdings seine Entscheidung zerreden oder verkomplizieren, wie ich es gerade herauslese.
    Oder Ihr beide seid Euch uneinig?
    Und die wären?

    Plan B wäre noch, ein 2-Parteien-Haus aus dem Haus zu machen.
     
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  5. Kriminelle

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    Bei uns wird jede dritte Wohnung als Wohnungstausch angeboten.

    Warum ich das weiß? Ich schaue selbst immer wieder nach Mietwohnungen bzw. auch ETWs
    Ich bin knapp u60 mit Haus, Mann und Hund und werde in 5-10 Jahren wohl lieber zentraler und kleiner wohnen wollen. Da werde ich mir oder wir werden uns dann kein Haus ans Bein binden wollen, nur weil ich Haus- und Gartenleben gewohnt bin. Es gibt auch andere Optionen.
    Ich würde wohl mal an Eurer Stelle anfangen, Euer Haus zu verkaufen. Wenn es klappt, zwischenzeitlich in ne Mietwohnung ziehen und dann entscheiden, welche Wohnform am besten für Euch passt. Nordanney hat es schon erwähnt: Man muss an manche Sachen auch mal pragmatisch rangehende und nicht den IST-„Zustand“ als solches wieder übernehmen.
     
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  6. BaUT

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    Ich glaube du/ihr braucht dringend ein paar Therapiestunden mit einem Architekten und einem Makler vor Ort.
    Hier ist vermutlich nicht der richtige Ort, weil wir weder das Objekt noch eure persönliche Problemlage kennen.
     
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  7. Kirthaki

    Kirthaki

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    Danke für die Antworten! Mir hilft tatsächlich jede davon - gerade auch diejenigen, die mir ein wenig den Kopf waschen. Und Eure Fragen helfen, das ganze aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Wahrscheinlich kochen wir schon zu lange im eigenen Saft ...

    Ich stimme Dir vollkommen zu, Vermietung eines Geschosses wäre tatsächlich der sinnvollste Ansatz. Allerdings gibt es hier leider wirklich ein "Kann nicht", der Grund dafür ist aber so persönlich, dass ich es hier nicht öffentlich erläutern möchte. Da bitte ich um Verständnis und ein wenig Vertrauensvorschuss, dass es dabei um mehr geht als "keine Lust drauf" ;)
    Nichtsdestotrotz würde ein Umbau so geplant werden, dass eine Umstellung auf getrennte Wohneinheiten unkompliziert möglich wäre (einmal für den Verkaufswert und auch wegen "Haben ist besser als Brauchen", es gibt ja auch eine Generation nach uns).

    Weil nach unseren Anforderungen an ein neues Haus gefragt wurde:
    • möglichst freistehend (kein Reihenhaus)
    • um die 150m³ Wohnfläche
    • Versorgung für den täglichen Bedarf gut erreichbar zu Fuß, per Rad oder ÖPNV (nicht auf ein Auto angewiesen sein, um Lebensmittel zu kaufen)
    • Keller oder genug Lagerfläche (es gibt ein nicht-störendes Nebengewerbe, daher muss Haus/Grundstück auch mit Anhänger erreichbar sein)
    • kein riesiges Grundstück mit pflegebedürftigem Ziergarten
    • eine gewisse Nähe zu medizinischen Versorgungseinrichtung der "umfassenderen" Natur ist leider notwendig, das schließt Orte weit draußen aus
    • taugliche Erreichbarkeit unserer Arbeitsstellen mit ÖPNV (aka nicht erst 45min mit dem Auto zum nächsten Bahnhof fahren)
    • keine absehbaren "Umweltgefahren" am Standort (Hochwasser etc.)
    Alles andere, was uns unser jetziges Haus bietet, wäre nur ein Nice-to have und ließe sich regeln.

    Was zu finden ist, sind entweder (teils unsanierte) Häuser am AdW, Familien-Neubaugebiete (da klettern wir mit vorhandenem Eigentum und ohne kleines Kind nicht hoch genug auf der Kandidatenliste) oder halt andere zu große, alte Kästen mit Sanierungsbedarf. Freie Grundstücke (außerhalb der Neubaugebiete) gibt es nur sehr wenige und deren Lage kollidiert bislang mit den Punkten "medizinische Versorgung" und "Essen kaufen können".

    Anfang und Ende 50

    Das Gefühl, die falsche Entscheidung zu treffen, wenn wir jetzt Geld in unser Haus stecken, das wir vielleicht für ein anderes Haus bräuchten. Wie ich Murphy kenne, sind wir keine drei Wochen fertig und dann läuft uns das ideale Haus über den Weg. Die Sanierung müsste kreditfinanziert sein - macht eine Bank das überhaupt mit, bei laufenden Sanierungskredit noch einen Überbrückungskredit für den Hauskauf zu finanzieren (und können wir das dann überhaupt finanziell gleichzeitig stemmen). Die Frage, ob wir überhaupt das, was jetzt reingesteckt wird, bei einem Verkauf annähernd wieder rausbekommen (im Vergleich zum Jetzt-Wert).

    Und gleichzeitig ist da das Gefühl, die falsche Entscheidung zu treffen, wenn wir jetzt nicht sanieren - denn 3 Jahre erfolglose Suche erwecken irgendwie den "Wird eh nie was"-Eindruck. Am Ende stehen wir in 3, 4 oder 5 Jahren immer noch am gleichen Punkt, dann halt nur mit dem "Hättest Du mal lieber gleich saniert"-Gedanken, weil eine kostenintensive Sanierung natürlich mit nahendem Rentenalter finanziell schwieriger wird.

    Der kann sich das schon vorstellen, mit uns unter einem Dach zu wohnen. Aber wenn er nach unten zieht, dann steht das Dachgeschoss leer, da hat er nämlich jetzt seine Wohnung ;)

    Wir sind uns einig im Uneinigen ... oder anders formuliert: wir struggeln beide. Eigentlich wollen wir ein kleineres Haus - nee, das eigentlich kann man auch weglassen. Wir möchten ein kleineres Haus, finden aber keins. Die Sanierung unserer zu großen Immobilie ist vielleicht auch ein wenig Torschlusspanik, da die alte Gasheizung und die Fenster im EG echt fällig sind (in zwei Räumen sogar noch einfach verglaste Fenster aus den 50gern). Und es schwingt auch ein wenig Angst mit, dass auf einmal noch ganz andere Baustellen auftauchen, wenn wir erstmal mit der Sanierung anfangen oder zu lange damit warten.

    Ich will gar nicht ausschließen, dass ich mir viel zu viele Gedanken und Sorgen mache und wir den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Die Wahrscheinlichkeit ist sogar ziemlich hoch. Vielleicht ist die Lösung auch einfach ein Kompromiss: Notwendigste Dinge am Haus tun und gleichzeitig weitersuchen. Auch wenn ich eher zu der Fraktion "Wenn Du das Ding schon anfasst, dann mach es gleich richtig" gehöre.

    Die Therapiestunden mit insgesamt 5 Maklern haben wir schon hinter uns. Alle freuten sich über die Aussicht, unser Haus vermarkten zu dürfen, hatten aber keine Alternative im Angebot (auch nicht zur Miete, wobei das hier ohnehin nahezu unbezahlbar ist und selbst eine 3-Zimmer-Wohnung über den laufenden Kosten für unseren alten Kasten liegt). Suchaufträge wurden zwar gegeben, aber ziemlich erfolglos.
    Architekt kommt an Bord, da sind wir gerade auf der Suche.

    Aber auch der Austausch hier ist für mich sehr therapeutisch, da wir uns dadurch mit "gefühlt klaren und selbstverständlichen" Punkten auseinander setzen müssen. Das hilft beim Sortieren der Gedanken.
    Deshalb nochmal Danke an Euch für die Rückmeldungen!
     
  8. nordanney

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    Klares „Nein“. Haben ist dann ohne Nutzung wir die tausend Kartons im Keller. Willst du schön leben oder nur etwas hinterlassen, was die Eben vielleicht gar nicht wollen und dich dafür einschränken?
    Mach etwas DICH. Und für JETZT.
    In Ruhe suchen und weg vom Haus. Wohnung - Neubau. Ob Miete oder Eigentum? Musst du entscheiden nach deiner persönlichen Situation.
    Da Geld ist nur im alten Haus geparkt und wird beim Verkauf wieder frei. Thema erledigt ;-)
    Ja, wenn die Relationen ok sind. Ist Tagesgeschäft
    Nichts tun ist die falsche Entscheidung. Die einzige falsche, die du treffen kannst.
    Jep ;-)

    ich kenne eure konkrete Situation nicht, aber ICH würde verkaufen, so wie die Immobilie ist.
    Und auch gerne ins Neubaugebiet ziehen (der Neubau ist eingebrochen, da gibt es in vielen Regionen Bauplätze ohne Ende, weil Bauen zu teuer geworden ist…).

    Und zuletzt: 150qm + Keller und/oder weitere Flächen? Ganz ehrlich? Ich dachte, du möchtest es passend haben? Opulent sage ich dazu nur. Nur mal so off topic
     
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  9. driver55

    driver55

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    Wir wissen nach wie vor zu wenig von der jetzigen Hütte.
    Aber, wenn ich lese...
    dann wirst die 250 qm (?)-Hütte zwar verkaufen können, jedoch reicht das Geld sicherlich nicht für einen 150 qm-Neubau. Vor allem, wenn ich eure Anforderungen lese.
    Oder habt ihr >1000 qm Grundstück?

    Wie hoch ist/war denn der VK angesetzt?

    Bei einem Neubau landest doch problemlos bei >1Mio. (in eurer Gegend)
     
  10. GreatScott83

    GreatScott83

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    Hallo erstmal,
    das hört sich tatsächlich nach einem kleinen Dilemma an.
    Ich würde tatsächlich doch nochmel gerne nach ein paar Details zu einer möglichen Vermitung fragen. Den exakten Grund darfst du gerne für dich behalten, aber was mich interessieren würde:
    • Ist Vermietung nur ein Problem, so lange ihr in dem Haus wohnt? Sprich, könntet dir evtl. vorstellen zu vermieten wenn ihr nicht mehr drin wohnt?
    • Wären "Kurzzeitvermietungen" ebenfalls problematisch?
    Worauf ich hinaus möchte. Ich gehe mal stark davon aus, es handelt sich um ein abbezahltes Haus, das nur noch die "Grundkosten" erzeugt wie Steuer, Versicherungen und Instandhaltung. Wenn ihr im Bereich Hauskauf nichts findet, könntet ihr euch im Mietsektor umschauen ob da ein Haus oder eine geeignete große Wohnung ggf. verfügbar ist. Dann das Haus vermieten und ggf. noch einen Hausverwalter draufsetzen der euch Arbeit abnimmt. Ggf. reichen die Einnahmen um die Miete abzudecken oder mit einem kleinen Gewinn raus zu kommen und ihr hättet noch was "für die nächste Generation". Ggf. ist es auch eine Option zu sagen: Ihr geht raus in Miete und der Sohn bleibt drin. Dann könnte sich euer Platzbedarf vielleicht nochmal reduzieren 150m² Wohnfläche für 2 Personen empfinde ich schon als Recht viel. Ich hab ~140m² Wohnfläche (+ ~80m² Keller) mit 4 köpfiger Familie und wir wohnen platztechnisch gefühlt sehr komfortabel.

    Ansonsten gibt es auch eine Konstellation in meiner Nähe. Eine kleine Familie wohnt in einem 3 - Partienhaus im Erdgeschoss. Die anderen beiden Wohnungen sind möbliert und werden als AirBnB vermietet. Da sich die Familie aus zeitlichen und gesundheitlichen Gründen selbst nicht kümmern kann, übernimmt eine Bekannte in der Nähe die Vermietung auf Minijob Basis. Sie pflegt die Inserate, koordiniert die Buchungen und kümmert sich um die Endreinigung.

    Falls du natürlich ein persönliches Unbehagen haben solltest "Fremde" im gleichen Haus zu haben, ist das natürlich keine Option. Kein Vorurteil, kann verstehen das es auch solche Menschen gibt.

    Final wäre tatsächlich noch das Thema Haustausch zu überlegen. Auch hier habe ich genau den Fall in der Nachbarschaft. 2 Parteienhaus ehemals durch Eltern und Kinder bewohnt. Kinder sind ausgeflogen und wohnen im Ausland. Älteres Ehepaar wollte auch niemand fremden im Haus haben. 2 Straßen weiter bewohnte eine ältere Dame einen kleinen Bungalow, alleine nachdem ihr Mann gestorben ist, hat auch etwas abgebaut. Heim kam nicht in Frage. Sie haben "einfach" die Häuser getauscht. Die ältere Dame ist ins EG gezogen, ihre Tochter mit Familie, die sie sich um sie kümmern wollte ins DG. Ich weiß leider nicht genau obs eine Börse oder Portale für sowas gibt, bei uns lief es tatsächlich darüber, dass die Tochter ganz klassische Flyer im Wohngebiet aufgehängt hatte.
     
  11. nordanney

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    Nein. Ein Tausch ist so wahrscheinlich, wie ein Sechser im Lotto. Das funktioniert noch nicht einmal richtig in der Vermietung. Ausschliesslich bei Wohnungsunternehmen.
    Verschwende darauf keine Gedanken oder gar Zeit.
     
  12. Kriminelle

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    Dein Final fällt flach, wenn es eh keine Häuser gibt, die in Frage kommen.
    Aber auch der Rest geht nicht auf die Probleme ein.

    Da sehe ich schon einen Seltensheitswert, Rarität bzw. Immobilie, die unter der Hand weggeht: zentral gelegen, aber mit ländlichem Ausbau.
    Ich kenne Eure Gegend/Umgebung nicht. Ich kenne Eure Infrastruktur nicht oder Eure Örtlichkeit. Bei uns gibt es solche Grundstücke en mass, sind aber sehr wahrscheinlich zu weit entfernt von Eurer Arbeitsstelle.
    Problem sehe ich darin, dass Ihr Euch wohl grundsätzlich an Euren eigenen Entscheidungen nicht haltet?

    Denn: wenn man saniert, dann sollte man dazu auch stehen.
    Man kann vielleicht mal das falsche Bier oder Wein kaufen. Der wird weggekippt, und am nächsten Tag wird neuer gekauft. Man kann auch Urlaub buchen und feststellen, dass der Nebenort viel besser passen würde. Aber zu einer Sanierungsplanung sollte man dann auch stehen und für einige Jahre die Immo-Portale sein lassen.
    Ach Quatsch! Ihr werdet 1 Jahr mit Eurer Sanierung beschäftigt sein und Euch freuen, dass endlich etwas passiert und schicky läuft.

    Ja nu… da seid ihr schon 50+ und noch nicht viel dazu gelernt, wenn es um Entscheidungen geht. Wer hat denn sonst immer falsch bei Euch entschieden, dass man sich so ängstigt?
    Es geht keine Welt unter, man geht nicht pleite, es stirbt auch keiner durch eine Entscheidung.
    Und wenn man einen Kredit von 4% aufnimmt und ein Jahr später kostet Geld nur 3%: ja und, so ist das Leben.

    Ich sehe derzeit überhaupt keine Möglichkeit, sich örtlich zu verändern. Wenn es Nix gibt, gibt es Nix. Das kann man nicht ändern. Also versucht, aus Eurer Hütte das Beste draus zu machen und sucht bei der Immobilie, Eurem derzeitigen Heim, die Alternativen.

    Man muss auch nicht vermieten, man könnte auch klug trennen und verkaufen.
    Man kann auch 1/3 abreißen. Das geht alles.

    Irgendwie erinnerst Du mich an einen Thread hier, wo es um erreichbare Zufriedenheit ging. Jemand, der ruhelos immer wieder vergleicht, abwägt und deshalb auf der Stelle tritt - ohne jegliche Verbesserung für sich und seine Familie.
     
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  13. Kirthaki

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    Hallo nochmal :)

    Vermietung ist ein Problem, solange wir das Haus selbst bewohnen. Dabei ist es egal ob dauerhaft oder Kurzzeitvermietung.
    Wohnen wir nicht mehr dort, wäre eine Vermietung natürlich möglich.

    Die 150qm sind keine absolut gesetzte Zahl, sondern eher die Mitte eines grobes Plus/Minus. Bedingt durch Home Office von 1-2 Personen und das Nebengewerbe gibt es halt einen gewissen Raumbedarf, den wir aber bestimmt auch mit 120qm decken könnten. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass uns Makler alles zwischen 110 und 180 qm anbieten, wenn wir 150qm sagen.

    Hört sich vielleicht doof an, aber so eine Ansage hab ich noch nie aus meinem Umfeld gehört. Danke dafür!
    Danke auch für die Infos zum geparkten Geld und Kredit.

    Knapp drunter ;)
    Es sind auch nur noch 4 Fenster, die so alt sind. 2 von 3 Wohnetagen des Hauses sind auf Stand 2009.

    Noch ist ja keine endgültige Entscheidung getroffen worden, deshalb ja der ganze Struggle. Du täuschst Dich in Deiner Einschätzung, wir wären nicht da, wo wir sind, wenn wir uns an getroffene Entscheidungen nicht halten würden.
    Aber natürlich ist eine gewisse Sorge da, wenn es um hohe Geldsummen geht, die man möglichst nicht in den Sand setzen möchte. Wir haben noch keine so teure Entscheidung treffen müssen und deshalb auch ziemlich wenig Übung darin.

    Was meinst Du mit "ländlicher Ausbau"? Das verstehe ich leider nicht.
    Niedersachsen ist schon ein wenig außerhalb des Tagespendelbereichs - und wenn wir den verlassen würden, dann würde mein Kerl auf seine alte Heimat bestehen und wir noch weiter nördlich landen ;)
     
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