L-Steine - wieder raus oder nicht?

Diskutiere L-Steine - wieder raus oder nicht? im Außenanlagen Forum im Bereich Rund um den Garten; Hallo liebe Bauexperten, wir würden uns über Eure Einschätzung freuen, ob wir die aktuelle Baustelle abbrechen sollen oder nicht. Der Galabauer...

  1. Kati84

    Kati84

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    Hallo liebe Bauexperten,

    wir würden uns über Eure Einschätzung freuen, ob wir die aktuelle Baustelle abbrechen sollen oder nicht.

    Der Galabauer hat auf uns als Laien am Anfang einen guten Eindruck gemacht. Dann passierten immer mehr Dinge nach denen wir zuletzt einfach jedes Vertrauen verloren haben.

    Er war für die Angebotserstellung da, hat bisschen was ausgemessen und dann ein Angebot erstellt.

    Entlang der Nordgrenze und über eine Ecke sollten insgesamt ca. 16 m Winkelsteine/Mauerscheiben gesetzt werden. Das Gelände fällt vom Carport (gepflasterte Knochensteine) zu der Garagenwand hinter der "Schottergrube" ab. Es sollte oben die Carportfläche "eben" gepflastert werden, dann ein Gefälle und dann ab dem Ende der Kellertreppe (unter der blauen Treppe) sollte eine ebene Terrassenfläche hin. Die 105 cm hohen L-Steine sollten nicht entsprechend dem Geländeverlauf nach unten abgetreppt werden, sondern alle auf derselben Oberkantenhöhe gesetzt werden (da soll später ein Zaun drauf).

    Entlang der Grenze war über Eck ein ca. 80 cm breiter Beetstreifen. Nahe der Ecke stand ein Baum (=> Erde).

    Von der Schottergrube konnte man unter die alten Waschbetonplatten schauen und hat dort gesehen, dass der Unterbau raus muss, weil nicht vorhanden oder abgesackt - jedenfalls war da teilweise Luft drunter sichtbar.

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    Als das Angebot kam, haben wir zunächst festgestellt, dass statt 24 qm Terrasse nur 18 qm draufstehen. Eigentlich hatte er gemessen. Wir haben es vor unserer Unterschrift besprochen, ausgebessert, unterschrieben und zurück geschickt. Mehr ist uns als Laien am Angebot erstmal nicht aufgefallen.

    "Grundlegende Gestaltung xy EUR" und dann drunter ein paar Positionen wie

    Winkelsteine und 1 Eckstein (ges. 16m) 3.280 EUR
    1 Palette Gala-Bau Beton (42 Sack) 245 EUR
    Betonbruch ca. 500-700 EUR (je nach Auffüllmenge)
    Splitt ca. 500-600 EUR
    Pflaster ca. 18 qm = 400-550 EUR (je nach Plattenwahl)
    Bagger 280 EUR (inkl. Mietkosten, Transport, Diesel, Reinigung)
    Stampfer Rüttelplatte = 25 EUR (exkl. Sprit, Reinigung)
    Arbeitszeit xy EUR

    Unten im Angebot steht "Zusatzleistungen, Erschwernisse und Mehrkosten: Die angebotenen Preise basieren auf den zum Zeitpunkt der Besichtigung, Planung und Angebotsabgabe erkennbaren Gegebenheiten, so wie den vom Auftraggeber zur Verfügung gestellten Informationen. Sollten während der Ausführung unvorhersehbare oder nicht erkennbare Umstände auftreten, die den Arbeits-, Material-, Maschinen-, Entsorgung oder Zeitaufwand erhöhen gelten die hierdurch entstehenden Mehrkosten als zusätzliche vergütungspflichtige Leistungen.

    Nach dem Abschluss des Angebots stellte sich dann heraus, dass er davon ausgegangen ist, dass Hornbach die Steine vorrätig hat und er die einfach auf Rechnung abholen könne. Dass sie nicht vorrätig sind war im Onlineshop ersichtlich. Dann hat er bei der Baywa angefragt. Er hat uns erzählt, er könne die Steine dort nicht bestellen, weil er kein Kundenkonto habe - wir sollen die Steine bestellen, er holt sie dann ab. Wir haben wieder guten Willen gezeigt, auch wenns für uns für die Gewährleistung ein schlechter Deal ist. Mittlerweile wissen wir, dass er die Steine bei der Baywa nicht auf Rechnung bestellen konnte und sie auch nicht hätte verauslagen können. Nachdem wir bestellt haben fällt ihm auf, dass er die gar nicht abholen kann - er ordert eine Lieferung durch die Baywa nach.

    Damit ihr unseren Grad der Verzweiflung ansatzweise nachfühlen könnt, schreib ich noch kurz was zum Ablauf - notfalls einfach überspringen.

    Mittwoch 08:00 Uhr:
    Komatsu PC 16R Mietbagger wird geliefert. Er sagt zu mir, er habe kein Bargeld außer der Kaution dabei, ob ich die Baggermiete auslegen kann. Er sagt 130 EUR. Baggervermieter sagt 420 EUR für 3 Tage (oben waren 280 EUR einkalkuliert). Er notiert als Quittung für mich auf dem Angebot, dass die 420 EUR bar bezahlt in Abzug zu bringen sind.

    Mittwoch 09:15 Uhr:
    Nachdem er ne Weile mit dem Minibagger an den Baumwurzeln aus dem Beetstreifen rumgeorgelt hat und teilt er mir mit, dass er davon ausgeht, dass sein Bagger den Eckstein nicht heben kann. Da will er dann den Landwirt nebenan fragen und dem nen 10er geben ... ...

    Mittwoch 10:00 Uhr:
    Er hat erheblich die Wiese vom Nachbarn abgegraben. Ausgemacht war, dass alle Arbeiten von unserer Seite aus erledigt werden.

    Mittwoch 11:15 Uhr:
    Die Baumstämme sind immernoch alle drin. Er hat mittlerweile sämtliche Bodenschichten mehrfach quer durcheinander gepflügt.

    Mittwoch 12:00 Uhr:
    Er teilt mir mit, dass "wir ein Problem haben". Die Erde müsse weg. Er brauche jetzt einen Kippanhänger und ob wir uns da einig werden mit den Kosten für den Anhänger und die Entsorgung.
    Und er wisse nicht wo man hier Aushub entsorgen könne (er wohnt ca. 30 Minuten entfernt). Ich hab ihm nen Anhängerverleih gegoogelt und gesagt, dass ich nur was von einer Annahmestelle x in der Nähe weiß.

    Er holt den Anhänger, lädt ihn voll und fährt zur Entsorgung. Er teilt mir dann mit, dass er seinen Ausweis dort lassen musste, weil er die Entsorgung nicht bezahlen konnte - ob ich das auslegen könne. Ich fahre erneut zur Bank, hole 500 EUR ab. Als ich das quittiert haben wollte fing er dann an, dass man das nicht verrechnen könne. Das sei jetzt unvorhersehbarer Mehraufwand.
    Nochmal zur Anmerkung: Entlang der Grundstücksgrenze war ein Beet und da sind Bäume drin gewachsen. Als Laie find ichs rückblickend etwas überraschend, dass er davon ausgeht, dass er nullkommanull Aushub wegfahren und entsorgen müsse.

    Zwischenzeitlich war er beim Landwirt nebenan und hat (was wir jetzt erst erfahren haben bei unserer Entschuldigung für den massiven Flurschaden) gefragt ob er ZWEI Mal über dessen ungemähte Wiese fahren dürfe. Bis heute ist er sicher 15 mal drüber gefahren und hat auf einer Breite von ca. 4 Metern entlang der Grenze alles verwüstet. Unser Nachbar ist absolut unbegeistert. Es droht jederzeit die Ansage, dass ab jetzt nicht mehr über seine Wiese gefahren wird (so wie mit dem Handwerker ursprünglich vereinbart).

    Bis zum Abend sind 510 EUR für humosen Aushub angefallen (9,5 Tonnen).

    Den Anhänger haben wir am Mittwoch zurück gebracht und Bescheid gesagt, dass der Galabauer ihn am Freitag wieder braucht.

    Donnerstag war Feiertag.

    Freitag

    Wir zeigen wieder guten Willen und holen für ihn den Anhänger ab. War im Nachhinein ein Fehler - Mietvertrag lief dann auf uns. Anhänger macht nach der ersten Fuhre die Grätsche und fällt für den Rest des Tages aus. Wir organisieren ein paar Leute ausm Nachbarort, die mit ihrem Hänger noch drei Ladungen für Privatverbrauch abholen. Er geht davon aus, dass nicht mehr Erde weg muss.

    Ihm fällt auf, dass er bei der Anfrage bei der Baywa nur eine Abhebeschlaufe bestellt hat und für den Eckstein zwei braucht. Ich fahre zur Baywa und hole eine zweite.

    Am Freitag Abend ist bergeweise Erde aufgetürmt - wir fangen an uns zu fragen wann und vor allem wie er die noch wegfahren will - und eine Prise Kies entlang der Grenze eingebracht.

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    Samstag:

    Kurz bevor das Kieswerk schließt, fällt ihm ein, dass er noch Kies holen muss. Er erzählt uns, dass die Waage schon um 11 geschlossen hatte und sie ihm jetzt 2 Tonnen Kies aufgeladen haben. Bezahlt hat er das noch nicht - das mache er dann am Montag.

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    Er hat insgesamt 4,5 Tonnen Frostschutzkies geholt und verteilt. Geplant hatte er 20 cm Frostschutzkies und 10 cm Beton und dann die L-Steine direkt dort rein. Meinem Mann war dann aufgefallen, dass der Gartenbauer viel zu weit beim Nachbarn und viel zu wenig bei uns ausgebaggert hatte. Der Gartenbauer hatte dann nachgebaggert. Zustand danach war an der Stelle eine Mischung aus Erde und Frostschutzkies, bei der jetzt schon matschig das Wasser stehen bleibt.

    Unser Matschloch:
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    Geschalt wurde nichts. Der Trockenbeton wurde in der Rinne ausgeleert, L-Stein drauf, fertig.

    Anschließend hat er uns mitgeteilt, dass der Abstand von Carport zur Ecke nicht aufgeht und man könne die Steine nicht schneiden. Daher lässt er beim ersten Stein ab Carport 20 cm Abstand und füllt das dann auf. Auf unsere Frage, ob man nicht besser mit dem Eckstein anfängt wurden wir angepflaumt. Nachdem dann Stein 1-3 drin waren ist ihm aufgefallen, dass eine große Lücke zwischen 2 und 3 klafft und Steine 1 und 2 jetzt wieder raus müssen. Außerdem sei die Grundstücksgrenze nicht rechtwinklig, deshalb kommt die kurze Mauer jetzt deutlich weiter innen am Carport an, statt entlang der Grundstücksgrenze.

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    Es kamen Bekannte vorbei, die auf unserer Baustelle mal schauen wollten. Beide arbeiten selbst aufm Bau. Sie haben sich das Ganze eine Weile angeschaut und uns dann nur gewarnt, dass das massiver Pfusch ist. Wir selbst können es als Laien schwerlich beurteilen.

    Immer wenn uns etwas komisch vor kam sagte der Gartenbauer, dass das genau so gemacht werden müsse (Gründung auf Erdmatsch, gefühlt wenig Frostschutzkies, warum nicht die Ecke zuerst, warum kann man keinen Stein passend schneiden an der kurzen Seite, kann man nach dem Eckstein auch mehr entlang der Grenze verlegen oder muss die ganze Mauer im 90 Grad Winkel bleiben,...).

    Zwischenzeitlich hatten wir uns von drei Mauerscheiben-Herstellern mit Laienverständnis mal die Anleitungen durchgelesen. Die Anleitungen untereinander sind ziemlich identisch - aber vielleicht auch nicht der einzige gangbare Weg.

    Als er dann Samstag Abend zwischen fast allen Steinen riesige Fugen an der äußeren Sichtseite gelassen hatte, habe ich mich getraut, das zu reklamieren. Ich wurde wieder angemault. Letztendlich hat er es dann aber gestern abend dann noch nachgebessert. Teilweise sind die Fugen jetzt gut (5-10 mm), teilweise oben 0 mm und unten weiter.

    Die Steine sind in allen erdenklichen Ausrichtungen nicht im Wasser. Ist in irgendeiner Ausrichtung ein Gefälle gut bzw. sinnvoll? Wir hätten als Laien gedacht, dass man ggf. ein minimales Gefälle nach innen Richtung Fuß macht, dass das Wasser dort nicht stehen bleibt. Die Steine sind aber nach außen gekippt (also vom Erddruck und Fuß weg, zum Nachbarn hin, vom L-Fuß weg). Seine Begründung war, dass wenn man es dann anfüllt, der Druck dann auf dem Fuß ist und es dann gerade wird.

    Die Füße stehen teilweise um bis zu 2 cm versetzt (könnten wir mit leben).

    Wir wissen nicht, wie er jemand den Erdhaufen rausbaggern will ohne mit dem Bagger gegen die L-Steine runter zu fallen. Es ist ein schmaler aber hoher Erdhaufen. Er wollte gestern abend eigentlich alle L-Steine fertig setzen und damit komplett zu machen.

    Der Erdhaufen, dessen Abreise wir mit Erstaunen erwarten:
    IMG_20260517_142038.jpg

    Unsere Fragen wären:

    Ist das fachgerecht gegründet und innerhalb etwaiger Toleranzen ausgeführt?

    Seht ihr noch irgendeine Chance, dass die Erde nicht mit der Schubkarre weggefahren werden muss? (sein Plan war, dass wir ihm unterschreiben, dass er die Erde wieder reinfüllen darf).

    Er will jetzt 50% des noch offenen Angebotsbetrages (viel Material davon haben wir ja zwangsläufig schon selbst bezahlt), ab jetzt alles nach Stunden abrechnen, Material nur noch selbst und mit Aufschlag beschaffen (kann er gar nicht mangels Bonität).

    Gewährleistung werden wir niemals durchsetzen können, weil diese Firma vermutlich keine zwei Wochen mehr überleben wird.

    Wenn das kein fachgerechter Einbau ist, dann ist die bisherige Leistung für uns relativ wertlos - dann muss ja eh alles nochmal raus. Wir hätten eine Firma, die den Auftrag übernehmen würde - aber nur unter der Voraussetzung, dass sie alles nochmal selbst gründen und setzen.

    Vielen lieben Dank für Eure Einschätzungen!
    Wir sind mit den Nerven vollkommen am Ende.
    Bezahlen wollen wir das nicht, wenn das nicht fachgerecht ist.
     
  2. Kati84

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    Gefälle längs der Mauer (besprochen war: alle Steine gleich hoch, damit auch der Zaun oben drauf nicht schief aussieht)

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    Gefälle vom Carport Richtung Außenecke (vermutlich hat er deshalb dann auch die ganze Längsseite der angrenzenden Mauer nach außen gekippt gesetzt)
     

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  4. Kati84

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    verschiedene Neigungen der Steine nach außen und nach innen:

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  5. Kati84

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    0 mm Fugen und Fundament-Fragmente

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  6. Kati84

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    Kann man das überhaupt noch rausbaggern, wenn die Steine zuerst gesetzt werden?

    IMG_20260517_141955.jpg

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    Der Flurschaden beim Nachbarn:

    IMG_20260517_142003.jpg
     
  7. Kati84

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    PS: Wir haben die Einbauanleitungen von Ebenseer, Diephaus und Kann gefunden. Die Steine sind aber von Unglehrt. Hat zufällig jemand diese Einbauanleitung als pdf? Dann könnten wir vergleichen, ob das was wir als Laien erkennen können ansatzweise mit dem übereinstimmt, was gemacht wurde. Wobei wir dann immernoch nicht beurteilen können, ob es abweichend "schlechter" gemacht wurde oder ob das trotzdem so fachlich passt.
     
  8. thomenec

    thomenec

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    Hallo,
    wie es aussieht seid ihr einem Scharlatan aufgesessen... der anscheinend weder das Zeug noch Wissen für diesen Auftrag besitzt.

    Ich würde ihn sofort abbrechen / pausieren lassen und mir anwaltlichen Rat einholen wie ihr den Vertrag aus wichtigem Grund kündigen könnt. Möglicherweise weiss er um seinen Pfusch und würde nicht darauf beharren den Auftrag abschließen zu wollen und bezahlt zu kommen, aber wer weiss das schon.

    Es ist nicht zu erwarten, dass er den Auftrag fachgerecht bzw. nach euren Vorstellungen abschließen könnte. Zudem stehen Mängel und Schäden in der Ausführung, beim Nachbarn sowie dem Hängerverleih im Raum für die im Zweifel ihr haftbar gemacht werdet. Seid zufrieden wenn er nicht noch den von euch gemieteten Bagger kaputt macht. Samstag war schon (Miet-)Tag Nummer Vier und er ist bei Weitem nicht fertig, mit weiteren Kosten ist zu rechnen.

    Schiefe Winkelsteine stellen sich nach dem Verfüllen nicht von alleine und exakt gerade, erst recht nicht auf einem Betonbett, sonst wären sie ja lose. Alles schief und krumm, zum Teil mit abgeplatzen Ecken, Frostschutz nicht gegeben, Fugen der Winkelsteine nicht abgedichtet, uvm.

    Richtet euch darauf ein alles Geld bis hier verloren zu haben. Mit etwas Glück sitzen die Winkelsteine so locker, dass ein Nachunternehmer unbeschädigte Steine wiederverwenden kann.

    Der Anwalt kann auch (leider auch gegen Geld) sagen wie ihr am Besten verfahren solltet. Wenn ihr den Unternehmer einfach nur so vom Hof jagt könnte er behaupten alles wäre super, nur ihr wollt nicht bezahlen. Und der Nachunternehmer entsorgt als erstes alle Beweise der schlechten Arbeit, das wäre abermals nachteilig für euch.

    Tut mir echt leid ...
     
    Baggerbedrieb gefällt das.
  9. 415B

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    Das ganze sofort stoppen, einen Anwalt suchen und der Firma die Kündigung nach Mängelbeseitigung androhen.
    Auf keinen Fall den Unfug weiter betreiben. Es müssen erst sämtlich baulichen Fehler behoben werden.
    Die Handwerkskammer hilft dir da auch. Ich hoffe das ihr noch nichts bezahlt habt für diesen Pfusch.
     
  10. nordanney

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    Text gelesen oder nur Bildchen geschaut?
    Ja, es ist schon einiges bis viel bezahlt.
     
  11. driver55

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    Was war #9 für ein Deppenbeitrag?
    (Denn ohne kann man #10 auch löschen)
     
  12. Kriminelle

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    Inwiefern? Hat der Rezensionen? Wie seid Ihr auf ihn gekommen? Hat er einen Briefkopf? Angebotsnummer und Impressum? AGBs?
     
  13. chris84

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    Vor allem: Hat der auch eine Steuernummer? ;)

    L-Steine dieser Größenordnung setzen ist doch nix für einen 1-Mann-"Betrieb". :not_w1:
     
  14. Fasanenhof

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    Die Historie liest sich so, als wäre der Anbieter insolvent oder bei quasi jedem normalen Partner auf der schwarzen Liste.

    Sobald eine "Fachfirma" einmal mit dem Thema kommt "bezahl mir eben X" oder "Organisier mir eben Y bei Z" sollte man das Vorhaben sofort beenden.
     
  15. Kati84

    Kati84

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    Hallo,

    vielen, vielen lieben Dank für Eure Rückmeldungen!

    Wir hatten ihn zwischenzeitlich zur Mängelbeseitigung aufgefordert. Er behauptet, dass mein Mann ihm alles genau so angeschafft hätte, obwohl er ja soooo eindrücklich darauf hingewiesen habe, dass man bei Regen nicht betoniert. Und Zeugen hat er dafür - das glaubt ihr kaum. Menschen die gar nicht da waren. Außer sein vermutlich Schwarzarbeiter-Baggerfahrer, der seit neuestem als sein "Praktikant" bezeichnet wird.

    Wir haben es bei der Rechtsschutzversicherung gemeldet und sollen einen Sachverständigen beauftragen. Den hab ich heute mal kontaktiert. Die Baustelle ist gestoppt. Danke Euch für Euren Rat!

    Das Spektakel ging heute trotzdem noch weiter. Er hat mitm Bagger beim Bauern nebenan die Wiese aufgeräumt und alles in den noch offenen Teil des L-Stein-Grabens gekippt. Das Anfüllen der schon gesetzten Steine hatten wir ihm schriftlich untersagt. Er hat dabei auch einen der L-Steine in den Graben gedonnert, weil der die Schlaufen für den Bagger nicht gefunden habe (klingeln, anrufen, whatsapp oder SMS oder zur Baywa fahren Schlaufen leihen war scheinbar keine Option).

    IMG_20260518_120119.jpg

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    Er besteht weiterhin auf seine Abschlagszahlung und gibt offen zu, dass er pleite ist (abstreiten würde auch nichts helfen). Aber an der Pleite seien wir ja schuld, weil wir die Abschlagszahlung nicht bezahlen. Er besteht auch weiterhin darauf, dass kein anderes Unternehmen die Baustelle macht. Hierfür hat er beim Bauern nebenan vermutlich irgendeinen Müll über uns erzählt und behauptet, dass der Bauer ihn sofort anrufen würde, wenn irgendeine andere Baufirma bei uns anrückt. Er droht uns ohnehin mit allem Möglichen.

    Bislang haben wir folgende Posten bezahlt:
    - 420 EUR Baggermiete
    - 500 EUR Aushub
    - 40 EUR Anhänger
    - 90 EUR Stampfer

    Eine Zwischenrechnung hat er am Sonntag gestellt über knapp 2.600 EUR.
    Ich habe ihn gefragt, was von seinen bisherigen Arbeiten denn noch einen Wert hat, wenn die Steine wieder raus müssen. Er meint, er bekommt seinen Arbeitslohn für 3 Tage Erde von rechts nach links baggern.

    Dieses Geld haben wir gedanklich schon verabschiedet .. Wir werden keine weiteren Zahlungen leisten.
    Für die Schäden, die er - heute teils mutwillig - verursacht hat, wird bei ihm aber auch nichts zu holen sein.

    Wir werden jetzt erstmal entsprechend Eurer Ratschläge den Zustand sachverständig dokumentieren lassen.

    Wir hatten drei Galabauer da aus der Region. Er hatte halt einiges ausgemessen, notiert etc. Wir haben uns als Laien da leider voll blenden lassen. Er war nicht der billigste. Der eine konnte erst deutlich später starten und wir wollten es halt leider "möglichst bald" fertig haben.
    Steuernummer hat er auf der Rechnung tatsächlich keine. AGB hat er keine. Steuernummer auf der jetzt erhaltenen Zwischenrechnung aber auch nicht. Wir sind Kundennummer 6 und Rechnungsnummer 1. Wenn ich da nur früher genauer hin geschaut hätte.

    Seine Frau/Freundin hat einen Tag auf der Baustelle mit geholfen. Also sie hat halt am Handy gedaddelt. Ab dem Tag danach hatte er dann seinen seit neuestem "Praktikant" Baggerfahrer dabei. Nachdem der ab Montag seiner offiziellen Arbeit nach ging, hatte er dann meinen Mann vor der Eskalation gefragt, ob er mit ihm die L-Steine setzt. Mein Mann hat dankend abgelehnt.

    Der Typ ist wohl erst seit Kurzem selbständig. Ich weiß nicht wie das bei den LIeferanten läuft, ob und wie man da seine Bonität nachweist. Vermutlich hatte er geglaubt, er könne fröhlich alles auf Rechnung bestellen. Insolvent war er offiziell noch nicht - aber er hat heute gesagt, er habe nur noch 600 EUR. Ich ärgere mich wirklich, dass wir da blind so viel Vertrauen vor geschossen haben.

    Ein spannendes Thema für mich wäre noch die Geschichte mit dem "unvorhersehbaren Mehraufwand". Mir ist bewusst, dass keiner riechen kann, was unter Terrassenplatten und Knochensteinen drunter liegt. Allerdings gab es bei uns entlang der Grenze ein breites Erdbeet und dort ist auch ein Baum gewachsen. Im hinteren Bereich Richtung unverputzter Garage stand ursprünglich mal ein Container. Da drunter war auf gleicher Höhe wie die Nachbarswiese auch Wiese/Erde zu sehen und es lag ordentlich Bauschutt entlang der Hauswand. Unter die Terrassenplatten konnte man rein schauen, weil dort die Bodenrinne, die zuvor vor dem dann entfernten Container war, runter gebrochen war.
    Er hatte in seinem Angebot nullkommagarkeinen Aushub/Entsorgung eingeplant. Und hatte dann natürlich auch keinen Anhänger dabei. Er ist wirklich absolut davon überzeugt, dass er als Unternehmer bei den oben geschilderten Umständen nicht ahnen konnte, dass da überhaupt was an Aushub entsorgt werden müsse.

    Ist das üblich, dass man ein Angebot macht und dann einen Textbaustein dazu, dass alles was vergessen ääääh falsch kalkuliert ääääh unvorhersehbar war dann on top berechnet wird? Sein Textbaustein liest sich da schon sehr umfangreich.

    Es fehlt außerdem seit heute eine Pfandpalette. Auf dem Überwachungsvideo lädt er die auf seinen Transporter. Ich bin gespannt, was er dazu dann zu sagen hat.

    Vielen lieben Dank Euch und einen schönen Abend!
     
  16. driver55

    driver55

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    Wie seid ihr denn an den Vogel gekommen?
    Das Angebot gab’s dann auf ner Kippenschachtel oder per Zuruf?
    Der gehört weggesperrt!
     
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