Hausbau mit Architekt/GÜ

Diskutiere Hausbau mit Architekt/GÜ im Schlüsselfertig Bauen ? Forum im Bereich Rund um den Bau; Gibt es diese? Und falls ja, betrachten die auch den geplanten Hausstandort? Ich erinnere mich nur äußerst weniger Fälle, in denen mehr als vier...

  1. 11ant

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    Ich erinnere mich nur äußerst weniger Fälle, in denen mehr als vier Bohrungen für ein ganzes Baugebiet gemacht wurden; ein dichteres Netz von Bohrungen wird üblich und den Interessen angemessen den einzelnen Bauherren überlassen. Zwei Bohrstellen für zwanzig oder vier für sechzig oder mehr Parzellen sind nicht gerade "hochauflösend" für die "Pränataldiagnostik" der Bauherren. Es "langt" gerade für eine Einschätzung, ob das Baugebiet eher felsig oder eher sumpfig ist und ähnliche Essentials, aber alles andere als Feinheiten.
     
  2. Holzhaus61

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    Genau so und nicht anders. Und zwar vor (!) dem Grundstückskauf. Jeder seriöse Verkäufer wird das auch zulassen. Es wurde ja schon angesprochen, in den Regionen kann man auch mal mit Torf rechnen.

    Man gibt für das Haus 400/500 k€ aus und will sich die 1500 für ein Gutachten (inkl. LAGA/EBV) sparen? Und auch jeder halbwegs seriöse TWP wird ohne selbiges gar nicht erst mit seiner Tragwerksplanung anfangen.
     
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  3. Cutty Sark

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    Das war noch eine meiner offenen Fragen an die Gemeinde, ob wir vor Grundstückskauf ein Bodengutachten machen dürfen. Tatsächlich gibt es ein Bodengrundgutachten für das Baugebiet, ziemlich optimale Verhältnisse. Bei 70 Parzellen und 10 Bohrungen wurde an einer stelle Torf bei 0,8m angetroffen ansonsten Sand. Gibt zumindest Hoffnung, melde mich wieder wenn weiteres feststeht.
     
  4. Holzhaus61

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    Blöd nur, wenn dann die zweite Stelle die gefunden wird, direkt unter Deinem Haus ist....

    Deshalb auch gleich 4 Sondierungen machen, dann müsste es mit dem Teufel zugehen, wenns da noch Überraschungen gibt. Zur Not gibts dann ja noch die Bauwesenversicherung.

    Dem Baugrundler auch gleich sagen, was da rauf soll, dann denkt er sich auch schon mal eine Gründungsempfehlung aus.
     
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  5. #45 11ant, 06.06.2026 um 14:12 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 06.06.2026 um 14:25 Uhr
    11ant

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    Hoffnung ist zu wenig. Zehn Bohrungen bei siebzig Parzellen sind deutlich mehr als üblich, gab es Anlass zu diesem besonderen Streben nach Gewißheit, war die letzte der Treffer ?
    Die Dichte bringt Euch nur im Zusammenhang damit etwas, wie viele der Bohrstellen auf Eurer Parzelle oder zumindest in deren Nähe liegen. Ihr solltet zumindest alle diese Ergebnisse kennen und auch im räumlichen Zusammenhang auf ihre Homogenität betrachten, bzw. ob im Stern gesehen das nächste Ergebnis zum übernächsten hin eine Tendenz fortsetzt oder einen Ausreißer darstellt. Jeder solche lässt befürchten, dass eine Heterogenität vorliegt und weitere Versuche auch weitere Überraschungstreffer wären. Übrigens geben auch alte Karten Hinweise auf ehemalige Landnutzungen, versandete Bachläufe und dergleichen. Mindestens die Ecken Eures Baufensters sollten vor dem Kauf noch untersucht und mit den Ergebnissen der nächstgelegenen Bohrungen verglichen werden.

    Die Leute freuen sich immer euphorisch über Bauplätze und denken kaum darüber nach, ob die Altvorderen Gründe gehabt haben mögen, diesen Landstrich innerhalb ihrer Gemarkung nicht bereits damals zu besiedeln. Von Dürren und Kriegen einmal abgesehen, hat es einen Bedarf und die Begehrlichkeit nach mehr Bauland eigentlich schon immer gegeben.

    Saure Wiesen ließ man frei, Moor, Marsch und Feld ebenfalls, ebenso Hügellandschaften. Auch Weinberg- und Reisterrassenlagen will man erst in jüngster Zeit mit dem Kopf durch die Wand bezwingen, aber das trifft ja mehr auf andere Gegenden als die eurige zu.
     
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  6. hanghaus2000

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    Man kann sich auch mit den Eigentuemern der Nachbargrundstuecke unterhalten. Die hatten ja meist den gleichen Boden. Das ersetzt aber nicht das Bodengutachten. Einige Rammsondierungen im Bereich der Baugrube kosten nicht die Welt.
     
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  7. 11ant

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    Die Frage der Homogenitätsvermutung sprach ich ja soeben bereits an. Worst Case warten die Nachbarn gegenseitig auf die Ergebnisse der anderen.
     
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  8. Cutty Sark

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    Mir fällt gerade auf dass ich die Daten wohl falsch interpretiert/gelesen hatte. In der Hauspreiskalkulation (2800€/qm) ist die Bodenplatte inbegriffen. Dort steht außerdem "bis zu 30cm Mutterboden wird abgeschoben und zwischengelagert ... Bis zu 40cm Füllsand wird eingebracht, zusätzliche benötigter Sand geht zu lasten des Bauherrn. Ebenso die Abfuhr ... Gründung erfolgt auf gebetterter Betonsohle, d=18cm, Bewehrung Q 257a oben u. unten mit umlaufender, mindestens 80 cm tiefer Bodenfrostschürze. ... bei nicht genügender Bodenkompression, sind die daraus resultierenden Mehrkosten gesondert abzurechnen."

    Ich habe ein genaueres Bodengutachten im südlichen Teil des Baugebiets erhalten, mit einer Bohrung in dem Grundstück oder zumindest nahe dessen. Scheint immer noch sehr gute Ausgangslage zu sein. Also die Erdarbeiten werden alle Voraussicht nach keine 10k oder mehr an Kosten verursachen.
     
  9. Kriminelle

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    Wie kommst Du darauf?
    Du weißt doch sicherlich selbst, dass 30cm keine 80cm sind!
    Drin im Angebot sind 30cm.
    Gegründet wird aber mind. 80cm.
    Alles weitere geht zu Lasten des Bauherren.

    Und das hier
    betrifft das Bodengrundgutachten. Alles andere ist erst einmal der normale Standard.
     
  10. Cutty Sark

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    Genau, aufgrund dessen wird es sich bestimmt im 10k Puffer für weitere Kosten über Standard halten und ist einkalkuliert. Wir wissen hoffentlich bald mehr, zumindest ist heute schon mal die Post von der Gemeinde gekommen dass wir uns von den übrig gebliebenen Grundstücken eines aussuchen dürfen (bzw. 5 mit Prio-System) :bounce:
     
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  11. 11ant

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    Ach, es gibt noch garkein konkretes Grundstück, sondern Ihr gehört lediglich zu den Auserwählten innerhalb des Interessentenvolkes, die in die Lostrommel greifen dürfen ? - gehören von den beprobten Grundstücken denn welche zu Euren Favoriten ?

    Die magischen "dreißig Zentimeter" (wie Frau Boes meint, "nie im Leben, kleiner Peter") lassen wohl psychologisch bei vielen Bauwilligen drei grüne Lampen angehen, daß es der Bauunternehmer großzügig mit ihnen meint. Tatsächlich sind sie häufig "nahezu wertlos", da eine Tiefe bezogen auf die Geländeoberkante insofern Quatsch ist, wie Fundamente & Co. "im Wasser" liegen müssen, und das Höhenspiel im Baufenster dieses scheinbar großzügige Maß in sehr vielen Fällen schon bei optisch flachen Grundstücken übersteigt. Trotzdem wird dieser Witz immer wieder gerne als Inklusivleistung bzw. Sockelbonus "gelesen".
     
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