Kurze Treppe instandsetzen - Holzbohlen oder Betonstufen oder was?

Diskutiere Kurze Treppe instandsetzen - Holzbohlen oder Betonstufen oder was? im Außenanlagen Forum im Bereich Rund um den Garten; Hallole, das anhänge Foto beschreibt mein Außentreppenproblem: Es zeigt das Betonfundament (oder was davon übrig ist) einer kurzen 4-stufigen...

  1. #1 MarkF, 07.06.2026
    Zuletzt bearbeitet: 07.06.2026
    MarkF

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    Hallole,

    das anhänge Foto beschreibt mein Außentreppenproblem:

    Es zeigt das Betonfundament (oder was davon übrig ist) einer kurzen 4-stufigen Außentreppe aus Holzbohlen/-stufen in unserem Garten. Links die Garage, danach nach zwei Palisaden eine kurze verfallene Holzpalisadenreihe entlang der Treppe. Rechts eine Palisadenwand vor und neben der Treppe, die die Terrasse abfängt. Ursprünglich ebenfalls Holzpalisaden, die ich vor mehr als 10 Jahren durch Betonpalisaden ersetzt habe (das vorhandene Betonfundament herauszubrechen war eine eine Schweinearbeit, was ich heute nicht mehr schaffen würde), nachdem diese verfault waren und die Terrasse abzustürzen drohte.
    Das alles hat vor über 30 Jahren ein Gartenbauer errichtet - aus Holz weil es er als "organischer" empfand als Stein, aber ohne den Hinweis, daß das in wenigen Jahren kaputt gehen wird (vermutlch verschärft, weil es keine Drainage, kein Schotterbett etc. gibt). Ich wußte es damals nicht besser und habe ihn machen lassen.

    Die Treppe bestand mittlerweile nur noch aus vergammelten Holzfragmenten und war praktisch nicht mehr und erst recht nicht sicher begehbar (tatsächlich gingen wir, wie sich jetzt zeigte, faktisch auf dem Beton). Das habe ich jetzt alles entfernt und stieß auf diesen Betonunterbau. Anscheinend hatte er das Betonfundament in Treppenform gegossen und die Holzstufen einfach auf den Beton gelegt und mit den jeweils zwei Moniereisen fixiert. Die Stufen/Bohlen waren 35cm tief (jedenfalls die unterste), 15cm hoch und ca. 138cm breit (die Palisaden links setzten die Garagenwand fort, die Stufen gingen über die gesamte Breite zwischen den Palisaden, zwischen Garagenwand und rechter Palisadenreihe sind es 138cm). Die unterste Stufe lag vollständig in dem Betonfundament, die oberen überlappten einige - vermutlich ca. 5cm - die jeweils untere Stufe (die Stufen"absätze" sind 30cm tief, die Höhen sind 15cm).

    Aus bestimmten Gründen müssen wir schnell und günstig wieder eine begehbare Treppe herrichten. Ob die 5, 10 oder 20 Jahre hält ist zweitrangig; bis dahin hätten wir genügend Zeit, in Ruhe zu überlegen, was auf Dauer dort hin soll.
    Ich dachte daher zunächst daran, einfach vier neue Holzstufen mit den passenden Maßen draufzulegen, also wie es bereits war. Auch vom Gewicht her noch in Eigenarbeit machbar. Leider finde ich keine Holzstufen/-bohlen mit diesen Maßen, vor allem hinsichtlich der Tiefe von 35cm.
    Blockstufen aus Beton sind zwar günstig und gibt es mit dieser Höhe und Tiefe. Aber schon mit nur 50cm Länge wiegen sie 60kg, 150cm lange Stufen (zum Ablängen auf die gewünschten 138cm) finde ich überhaupt nicht und auch "nur" 125cm lange Stufen wiegen fast 140kg - das kann ich nicht handlen. Also müßte ich mit 50cm langen Stufen arbeiten und "stückeln". Bei deren Gewicht werden sie sicher nicht verrutschen, aber ohne einen immensen Aufwand würden sie wie die Holzstufen bei der Überlappung auf den unteren Stufen aufliegen. Das finde ich als Laie zwar recht sympathisch, weil das Stufenfundament an den vorderen Kante vor allem in der Mitte (wo wir auch nach dem Verfaulen gegangen sind) ziemlich abbröckelt und so entlastet werden würde, aber soweit ich das verstanden habe soll man dies nicht tun.
    Gefunden habe ich noch Stufen aus Recycel-Kunststoffgranulat. Auch mit 1m Länge noch gut handlebar, aber leider nur mit 30cm Tiefe - abgesehen von den fehlenden 5cm an der untersten Stufe würden die Stufen dann nicht überlappen, was nicht nur aber auch wegen der bröckelnden Vorderkanten des Beton sicher zu vermeiden ist.

    Mangels eigener Kenntnisse und Erfahrungen würe ich gerne wissen, wie ihr unter der Maßgabe des "schnell" und "günstig" die Aufgabe angehen würdet. Vielleicht kennt ihr ja aich Bezugsquellen für passende Holz- oder Kunststoff-Blockstufen.
     

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  2. petra345

    petra345

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    An der Bauschuttdeponie muß man inzwischen für alten Beton mehr als für neuen bezahlen. Die Gewinne verrechnet man mit dem Altenheim, so daß er nicht sichtbar wird.
    Baufirmen können dem Kunden den hohen Preis in Rechnung stellen, den Beton brechen und wieder verkaufen.
    Mit Holz hast Du diese Kosten nicht.
     
  3. MarkF

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    Aha. Wie mir das jetzt weiterhelfen soll erschließt sich mir nicht.
    Neues Holz wäre wohl in ein paar Jahren ziemlich fertig, Betonstufen würden mich vermutlich überlegen. Unter diesem Gesichtspunkt ....
    Aber wie gesant hilft mir dies aktuell nicht weiter.
     
  4. BaUT

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    Frag nicht die verwirrte Petra,
    sondern lieber Dr. Google nach "betonwerkstein stufen 35 cm",
    da findest du u. a. Blockstufen und musst dann mal schauen, ob die zu deinem Format passen
     
    Baggerbedrieb gefällt das.
  5. MarkF

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    Wie Du aus meiner Anfrage unschwer entnehmen kannst ist durchaus bekannt, daß Treppen mit Betonblockstufen errichtet werden können, und daß es diese in verschiedenen Ausführungen gibt. Der entsprechende Absatz beginnt mit "Blockstufen aus Beton ..." und enthält, wenn auch nicht ausdrücklich formuliert, offene Fragen.

    Mittlerweile werden mir die Blockstufen aus Kunststoffgranulat trotz der deutlich höheren Mateialkosten zunehmend sympathischer. Wobei die höheren Materialkosten mehr als aufgewogen werden durch den Wegfall professioneller Manpower nebst Werkzeug- und Maschinenmiete.

    Aus meiner Heimwerker-Sicht haben sie die Vorteile:
    - Mit 20kg je Meter sind sie auch allein eher problemlos handhabbar. 1m lange Betonblockstufen kann ich nicht handlen und habe weder die erforderlichen Maschinen noch Werkzeuge.
    - Ähnlich wie Holzblockstufen (Schwellen, Bohlen), die ich (ebenfalls) nicht in der eigentlich benötigten Tiefe und Höhe finde, können sie wohl "einfach" auf das bestehende (und wo erforderlich auszubessernde) Fundament geleget und mit den vorhandenen oder neu eingesetzten Moniereisen vor dem zufälligen Verrutschen gesichert werden.
    - Das im zunehmendem Alter wahrscheinlicher werdende Hinfallen beim Begehen würde tendenziell zu weniger schweren Verletzungen führen als bei Betonstufen.
    - Wenn man den Angaben der Hersteller trauen kann besteht bei Feuchtigkeit und Frost ein deutlich geringeres Glätterisiko.
    - Im Gegensatz zu Holzschwellen sind sie etwas flexibel und verziehen sich nicht. D.h. auch wenn sie nur auf einen nicht ganz ebenen Untergrund gelegt (aber durch Moniereisen an einer Horizontalbewegung gehindert) werden führt das Betreten nicht zu Bewegungen (wie es definitiv bei den alten Holzstufen auch schon vor deren weitgehenden Zerfall war).
    - Sollte sich die (ohnehin etwas gefaste) Trittkante an der typischerweise hauptsächlich begangenen Stelle in der Mitte im Laufe der Jahre wirklich signifikant abnutzen, könnten die wie beschrieben nur aufgelegten Stufen um jedwede Achse gedreht und neu hingelegt werden, so daß alle 4 Längskanten (ab)genutzt werden können. Was in Summe die Lebensdauer von Holzschwellen wie auch meine eigene ganz sicher deutlich übersteigen wird.
    - Der vorhandene und wie sich gezeigt hat nicht durchgehend massive Unterbau wird durch die nur ca. 20kg schweren Gummigranulatblöcke nicht übermäßig beansprucht. Denn dieser wurde ja in Hinblick auf die (wohl auch nur) aufgelegten Holzschwellen konzipiert und wäre möglicherweise durch Betonblockstufen, die über die Breite der Stufen jeweils ca. 150kg wiegen, überlastet.

    Mir ist durchaus bewußt, daß ein Profi insbesondere die Frage des Verlegens ganz anders sieht, da für ihn die Verwendung von Betonblockstufen tägliches Brot und vor allem bei nur 4 Stufen, bei zumindest für die unterste ein auf jeden Fall ausreichendes Fudament vorhanen ist, eine lächerliche Kleinigkeit darstellt.
    Vielleicht hat jemand Erfahrung mit diesen Gummigranulatstufen und kann meine Überlegungen bewerten.
     
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