Fassadendämmung bei Walmdach – welche Dämmstärke ohne Dachverlängerung möglich?

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  1. BUGEE

    BUGEE

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    Hallo zusammen,

    ich plane die Fassadendämmung meines Einfamilienhauses und würde gerne eure Erfahrungen und Einschätzungen hören.

    Das Haus hat ein Walmdach mit zwei unterschiedlichen Dachüberständen. Gemessen wurde jeweils von der Fassade bis zur Traufkante/Traufgitter (bzw. bis zur Mitte der Dachrinne):
    • 2 Seiten: ca. 24cm bzw. (ca. 40 cm)
    • 2 Seiten: ca. 36cm bzw. (ca. 50 cm)

      Bilder:
      IMG_4707.HEIC_compressed.JPEG IMG_4713.HEIC_compressed.JPEG

    Aktuell tendiere ich zu einem WDVS mit 180 mm EPS WLG 032 für Fassade und XPS für den Sockelbereich.

    Meine Fragen:
    1. Haltet ihr 180 mm bei diesen Dachüberständen für sinnvoll umsetzbar, ohne die Sparren bzw. den Dachüberstand verlängern zu müssen?
    2. Wie viel Dachüberstand sollte eurer Meinung nach nach der Dämmung mindestens verbleiben?
    3. Würdet ihr bei einem Walmdach rundum die gleiche Dämmstärke verwenden?
    4. Oder würdet ihr auf den Seiten mit 50 cm Dachüberstand auch eine stärkere Dämmung in Betracht ziehen als auf den Seiten mit 40 cm Überstand?
    5. Würdet ihr für dieses Gebäude ebenfalls EPS / XPS wählen oder ein anderes Dämmmaterial bevorzugen? Falls ja, warum?
    6. Kann ich evtl. sogar 200 mm dämmen?

    Zum Gebäude:
    • Einfamilienhaus
    • Baujahr 1962
    • Außenwände aus 24 cm Bims-Hohlblockmauerwerk
    • Neue 3-fach-Fenster vorhanden
    • Wärmepumpe vorhanden
    • Walmdach mit den oben genannten Dachüberständen
    Vielen Dank!

    Gruß
    BUGEE
     
  2. nordanney

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    Klar kann man das machen. Könntest aber auch über eine dünnere Dämmung aus anderem Material nachdenken. Ich habe bei mir Resol verwendet, da ich auf den Giebelseiten nur 12cm Platz hatte.
    Wenn Du einmal dabei bist, dann mach das bestmögliche, sofern es nicht massiv das Budget sprengt. Die Sowiesokosten (Kosten für z.B. Gerüst oder Arbeitsaufwand) fallen bei 20mm genauso an wie bei 200mm.
     
  3. #3 Tikonteroga, 15.06.2026 um 14:49 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 15.06.2026 um 14:55 Uhr
    Tikonteroga

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    1. Ich würde mich hier mal informieren, ob es Fachregeln über den Dachüberstand und den Regenschutz der Außenwände gibt. Vielleicht weiß ja einer der Dachdecker hier näheres dazu.
    2. siehe 1.
    3. Ich würde nur so dick Dämmen, dass die planerischen Anforderungen erfüllt werden. Die Anforderungen können durch GEG, KfW, BEG, EWärmeG ..., ... bestehen
    4. Wenn man nur die Belastung der Außenwand durch die Witterung betrachtet, lässt sich hier bestimmt differenzieren, was einen Zweckmäßigen Dachüberstand angeht (siehe wieder 1.)
    5. Hier musst du dich entscheiden, was dir neben der Wärmedämmung und dem Preis noch wichtig ist.
      1. EPS und PIR/PUR haben eine deutlich höhere Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl als die Bestandswände, sind nicht kapillaraktiv und nur schwer entflammbar anstatt nicht brennbar
      2. XPS hat eine noch deutlich höhere Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl als die Bestandswände, ist nicht kapillaraktiv und nur schwer entflammbar anstatt nicht brennbar
      3. Mineralwolle ist zwar diffusionsoffen aber auch nicht kapillaraktiv und ist nicht brennbar
      4. Multipor ist diffusionsoffen, kapillaraktiv und nicht brennbar. Bauphysikalisch meiner Meinung nach am Besteh, hat aber relativ schlechte Dämmwerte. Damit kannst du m. M. gerade so die gesetzlichen Einzelbauteilanforderungen erfüllen. Da du 3-fach verglaste Fenster hast, wäre wohl auch ein entsprechend höhere U-Wert für die Außenwände möglich, da du mit den besseren Fenster ausgleichen kannst.
    6. Du musst halt bedenken, dass du ab einer gewissen Dämmstärke durch eine Erhöhung um weitere 2 cm nur sehr niedrige Verbesserung bewirkst.

    Nachtrag: Was für mich noch von Bedeutung wäre, ist, dass man je nach Art und Dicke des Dämmstoffs die Dämmplatten entweder nur auf die Außenwand kleben kann oder zusätzlich noch entsprechend der Herstellerangaben die Dämmplatten andübeln muss. Da hätte ich jetzt erst mal bedenken, wenn wenn man was weiß ich wie viele Dübel in der Außenwand (Bausubstanz) herstellen würde.
     
  4. Hark

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    Nur die „Lebenserfahrung“, je mehr desto besser und die 2cm bei Randprofilen.

    Du kannst die Dachüberstände problemlos bei der vermutlich bald anstehenden Dachsanierung an deine Wünsche anpassen. Es ist jetzt mehr als ausreichend Platz für eine wirtschaftlich angemessene Dämmstoffdicke.
     
    simon84 und nordanney gefällt das.
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