Eternitdach mit Solar

Diskutiere Eternitdach mit Solar im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen! Ich habe eine etwas spezielle Frage: Ich überlege ein Objekt zu kaufen, das ein Dach aus Eternitplatten hat. Wahrscheinlich aus...

  1. pocoloco76

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    Hallo zusammen!

    Ich habe eine etwas spezielle Frage:

    Ich überlege ein Objekt zu kaufen, das ein Dach aus Eternitplatten hat. Wahrscheinlich aus 1960 mit sehr wahrscheinlich Asbest. Auf dem Dach wurde in 2017 eine PV Anlage installiert (in die Platten wurde auch gebohrt), die allerdings vor 2 Jahren vom Netz genommen wurde (nicht pausiert).

    Ist es möglich, die PV-Anlage ohne Weiteres wieder ans Netz anzuschließen oder gibt es da rechtlich Probleme? Die Module haben ja noch eine gewisse Lebensdauer und ich würde die Sanierung gerne noch einige Jahre nach hinten schieben...

    Für hilfreiche Antworten wäre ich sehr dankbar!
     
  2. nordanney

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    Dann war die Montage schon eine "Straftat" - Bohren in Asbest
    Warum?
    Technisch kein Problem. Muss ein Elektriker komplett neu prüfen und dann neu anmelden.
    @alle Dachdecker hier: Ist es nicht so, dass ein Betretungsverbot auf Asbestdächer besteht, wenn nicht umfangreiche Schutzmaßnahmen ergriffen werden? Dann wäre es schon schwierig, einen Eli zu finden. Dann muss er formal am Asbestdach arbeiten und kann Probleme damit bekommen... (TRGS 519).
     
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  3. simon84

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    Ist halt die Frage ob der Eli überhaupt aufs Dach muss…. Wie wurde denn “abgeklemmt” ?

    Wegen dem Asbestdach kann dir nichts passieren wenn du es nicht bearbeitest
     
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  4. nordanney

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    Zwingend. Er muss die Verkabelung prüfen.
     
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  5. pocoloco76

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    Warum die PV-Anlage abgeschaltet wurde weiß ich nicht. Weiß auch nicht, wie diese abgeklemmt wurde. Hab nur gesehen, dass die Wechselrichter scheinbar noch mit den Modulen verbunden sind, da diese auf Knopfdruck immer noch leuchteten, aber eben "Störung" anzeigen. Insofern weiß ich nicht, ob ein Eli zwingend aufs Dach muss. Oder muss die Verkabelung bei jedem einzelnen Modul überprüft werden?
     
  6. Holzhaus61

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    Quatsch!

    Ziff. 2.10 : Arbeiten geringen Umfangs und unter 14.4 sind ausdrücklich u.a. Bohrlöcher bis 12 mm genannt.
     
  7. pocoloco76

    pocoloco76

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    Hier mal zwei Fotos. Vielleicht hilft das ja...
     

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  8. nordanney

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    Wenn er es richtig macht, schaut er sich auch die Verkabelung auf dem Dach an. Immerhin haftet er mit seiner Unterschrift für die Neuanlage - und das ist sie, auch wenn sie schon lange montiert ist.
    Jep, einzelne Löcher. Aber keine umfassende Maßnahme inklusiver Überbauung einer Asbestfläche (Gefahrstoffverordnung). Der Überbau ist auch gem. TRGS verboten - zumindest aktuell, wie es in 2017 aussah, weiß ich nicht
     
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  9. ToTi

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    Wellplatten sind nicht begehbar, auch wenn einige das anders sehen! Um auf den Platten zu laufen sind lastverteilende Beläge zu verlegen, z.B. Gerüstdiele.
    Asbest zu verdecken oder zu überbauen ist meines Wissens nach schon seit mind. der
    Anfang 2000er verboten. Somit hat sich der Bauherr und der Installateur der Anlage strafbar gemacht.

    ja, gilt aber nur für schwach gebunden Asbest!

    Bei einem Faserzementwelldach, das ca 64 Jahre alt ist, denkst du über eine Sanierung in ein paar Jahren nach?????
    Ich würde fast behaupten, das Dach ist schon sein mind. 15 Jahren überfällig.
     
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  10. chris84

    chris84

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    Wie sieht denn das Dach von außen aus? Einem >60Jahre altes Eternit-Dach sieht man das m.E. deutlich an.
    Hier muss geklärt werden, ob die Anlage tatsächlich beim Netzbetreiber abgemeldet wurde, oder ob sie nur nicht einspeist.
    Eine Anlage mit WR von 2017 wird heute nicht mehr neu anmeldbar sein, da der WR die aktuellen Normanforderungen nicht erfüllt. Die Verstringung da unterm Dach sieht für heutige Verhältnisse auch etwas "wild" aus.

    --> Das Thema wäre im PV-Forum zur Abklärung diesbezüglich besser aufgehoben.
     
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  11. pocoloco76

    pocoloco76

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    Danke für eure Antworten!

    Ich hab gerade auch einige neue Informationen erhalten. Angeblich ist die PV-Anlage doch nicht abgemeldet. Allerdings ist sie schon deutlich älter. Ein genaues Datum hab ich nicht, aber 2017 bezieht sich wohl nur auf einige Module zur Warmwasseraufbereitung. Ich hab mal recherchiert, wie alt die Wechselrichter sind und da handelt es sich wohl um Modelle aus den Jahren 2007/2008. Insofern geht ich mal davon aus, dass die PV-Anlage auch in diese Jahre fällt. Ich hoffe, dass ich noch genauere Infos bekomme, aber der Fluss ist äußerst schleppend...

    Und ja, ich weiß, das Dach ist fällig. Da aber noch einige andere Sachen anstehen, würde ich die Dachsanierung gerne um einige Jahre nach hinten schieben. Bisher ist es nämlich komplett trocken.
     
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