Drainage bei Bodenplatte sinnvoll?

Diskutiere Drainage bei Bodenplatte sinnvoll? im Tiefbau Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich hoffe, ihr könnt mir beim Thema Drainage weiterhelfen. Im Forum habe ich bisher keine eindeutige Antwort gefunden. Wir...

  1. TLH90

    TLH90

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    Hallo zusammen,
    ich hoffe, ihr könnt mir beim Thema Drainage weiterhelfen. Im Forum habe ich bisher keine eindeutige Antwort gefunden.

    Wir haben letztes Jahr einen Neubau mit Bodenplatte und Frostschürze errichtet, rund ums Haus soll ein Kiesstreifen angelegt werden.

    Der Bauträger fordert nun für die Gewährleistung eine umlaufende Drainage. Im Bodengutachten steht jedoch, dass keine Drainage erforderlich ist, wenn die unterste Abdichtungsebene mindestens 50 cm über dem Bemessungswasserstand liegt. Bei uns sind es etwa 55 cm. Der Boden ist allerdings lehmig, die Versickerung also schlecht.

    Ich war zunächst bereit, trotzdem eine Drainage einbauen zu lassen. Nach weiterer Recherche bin ich jedoch unsicher, ob das sinnvoll ist, da eine schlecht ausgeführte Drainage mehr Schaden anrichten kann als verhindern. Ein Sickerschacht wäre wegen des lehmigen Bodens nicht zulässig, das Wasser müsste in die Regenentwässerung der Stadt eingeleitet werden. Dabei habe ich die Sorge, dass bei Starkregen ein Rückstau entsteht und die Dränage vollläuft. Auch die Wartung spielt eine Rolle.

    Daher meine Frage: Ist eine Dränage unter diesen Bedingungen sinnvoll oder eher ein Risiko?

    Vielen Dank für Eure Antworten im Voraus
     
  2. VollNormal

    VollNormal

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    Bei einer fachgerecht ausgeführten, an den jeweiligen Lastfall angepassten Abdichtung ist regelmäßig keine Drainage erforderlich. Die Einleitung von Dränwasser in das öffentliche Kanalnetz ist ebenso regelmäßig nicht erlaubt.

    Ich würde rings um die Frostschürze mit dem anstehenden Lehm auffüllen und nur eine dünne Lage Kies als Spritzschutz ausbringen.
     
  3. Fabian Weber

    Fabian Weber

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    Wie ist das Detail des Sockels mit Frostschürze? Welcher Lastfall steht genau im Bodengutachten?
     
  4. TLH90

    TLH90

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    Vergessen habe ich zu erwähnen, dass Lehm erst bei 1m Tiefe gefunden wurde, weswegen von einer Versickerung auf dem Grundstück abgeraten wurde. Ansonsten liegt die Bodenplatte/Frostschürze auf/in 1m Sand, was der Vorgabe des Bodengutachtens entspricht. Ich weiß daher nicht, ob Lehm um die Frostschürze immernoch sinnvoll ist.

    Detail zum Sockel und Frostschürze:
    Die Bodenplatte liegt direkt auf der leicht überstehenden Frostschürze (ca. 80cm tief), was direkt in den Sand gegossen wurde. Die Abdichtung auf der Bodenplatte wurde hinter dem Klinker hochgeführt. Die Stirnseite der Bodenplatte ist frei. Es gab Überlegungen mit Bitumen oder Ähnlichen abzudichten, aber fand ich nicht sinnvoll.
    Was du mit dem Lastfall meinst, verstehe ich noch nicht so ganz. Ich zitiere mal Teile des Bodengutachtens. Eventuell werdet ihr schlauer:

    „Das Grundwasser wurde zum Erkundungszeitpunkt nach Abschluss der Bohrarbeiten in Tiefen zwischen 1,25 m und 0,71 m unter dem Höhenbezugspunkt angetroffen. In niederschlagsreichen Perioden ist mit einem weiteren Anstieg des Grundwasserspiegels zu rechnen. Wir empfehlen den Bemessungswasserstand bei etwa 0,3 m unter dem Niveau des Höhenbezugspunktes anzunehmen.“

    „Die Abdichtung kann entsprechend der Wassereinwirkungsklasse W 1.1−E der DIN 18533−1 erfolgen, wenn sie unterste Abdichtungsebene min. 0,5 m über dem bemessungswasserstand liegt. Alternativ gelten die Wassereinwirkungsklasse W 1.2-E oder W 2.1-E.“

    Die 0,5m werden mit 55cm knapp eingehalten.
     
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Drainage bei Bodenplatte sinnvoll?

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