Außenwand durchbohrt für Balkon-Sichtschutz

Diskutiere Außenwand durchbohrt für Balkon-Sichtschutz im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; WDVS durchbohrt für Balkon-Sichtschutz: Pfusch bei Nachbesserung (Fischer TherMax10 in feuchten Mörtel) Hallo zusammen, ich benötige eine...

  1. Wettersturz

    Wettersturz

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    WDVS durchbohrt für Balkon-Sichtschutz: Pfusch bei Nachbesserung (Fischer TherMax10 in feuchten Mörtel)

    Hallo zusammen,
    ich benötige eine fachliche Einschätzung zu einem Ausführungsfehler und dem anschließenden Nachbesserungsversuch durch eine Fachfirma (Anbau eines Leeb-Vorstellbalkons).
    Der Fall:
    Für die Befestigung eines seitlichen Sichtschutzes hat das Montageteam eine 32,5 cm lange M12-Gewindestange komplett durch unsere Außenwand gebohrt - direkt bis ins Wohnzimmer.
    - Wandaufbau: 14,5 cm WDVS (Styropor) + 0,5 cm Putz + 11 cm Betonfertigteilwand (Zapf-Reihen
     
  2. nordanney

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    Ja, ist ein Fehler.
    Was war der Nachbesserungsversuch bzw. der Pfusch?

    Verstehe den Beitrag leider noch nicht so richtig.
     
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  3. Wettersturz

    Wettersturz

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    Wandaufbau (Zapf-Reihenhaus): 14,5 cm WDVS (Styropor) + 0,5 cm Putz + 11 cm Betonfertigteilwand.
    Schaden innen: Durchbruch im Wohnzimmer, massiver Zementmörtel an der Innentapete heruntergelaufen. Außen verblieb ein 14mm-Bohrloch.
    Die "Nachbesserung": Die Gewindestange wurde wieder ausgebaut und zur Behebung des Schadens wurde ein Fischer TherMax 10/160 M10 System mit einem 12er Kunststoffdübel in das vorgeschädigte 14mm-Loch eingesetzt.
    Außen: Das Bohrloch wurde mit einer Drahtbürste gereinigt und laut Firma mit Injektionsmörtel verfüllt.
    Innen: Tapete wurde entfernt und das Loch mit Akurit SK grau (Spachtel- und Klebemörtel) verfüllt.

    Das Problem: Das TherMax-System inklusive des 12er Dübels wurde sofort (innerhalb von 5-10 Minuten, maximal 15-20 Minuten Trocknungszeit) in den noch völlig feuchten, nicht ausgehärteten Akurit-Mörtel im Innenbereich gesetzt. Der Spreizdübel hat somit im feuchten Mörtelbett gespreizt.
    Die Firma wiegelt ab und verweist nur allgemein darauf, dass der Haltewinkel für den seitlichen Sichtschutz (Alu-Vorstellbalkon auf 4 Beton-Punktfundamenten) mit dem TherMax 10 fachgerecht montiert sei. Auf die Vorschädigung der Wand durch das Montageteam und den Einbau in nassen Mörtel wird nicht eingegangen.
     
  4. Wettersturz

    Wettersturz

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    Meine Fragen an die Experten:
    1. Statik/Befestigung: Kann der Kunststoffdübel des TherMax-Systems in einer nur 11 cm dünnen Betonwand überhaupt seine Spreizwirkung entfalten, wenn er in noch feuchten Klebemörtel gesetzt wurde? Ist die Verankerung dauerhaft tragfähig für die Windlasten des Sichtschutzes?
    (Herausgebrochen aus der Wand war bei der Erstmontage ein ca 11x6x4cm großes Stück unserer Betonwand und innen wurde hier bei der Nachbesserung Zementmörtel aufgetragen, der auch eine Woche später bei Setzen der neuen Tapete noch nicht durchgetrocknet war.)
    2. Bauphysik/Feuchtigkeit: Das WDVS war durch den Mörtelaustritt und die Durchbohrung massiv gestört. Besteht trotz der TherMax-Kappe das Risiko von Wärmebrücken, Feuchteeintrag in die Dämmung und langfristiger Schimmelbildung im Innenraum?
    Zudem wurden die letzten 2 cm des TherMax 10-Systems (schwarze TherMaxKappe) mittels eines Gummihammers in die Wand eingebracht und nicht mittels eines Akku-Schraubers vorsichtig in den WDVS-Styropor eingedreht.
    Außen wurde dann unter den Haltewinkel noch eine weiße Klebemasse aufgetragen. Der Haltewinkel selbst jedoch nicht mit einer Silikonfuge versehen.
    3. Mängelbeseitigung: Ist diese Art der Nachbesserung nach den anerkannten Regeln der Technik zulässig oder müssen wir hier einen systematischen Rückbau und eine fachgerechte WDVS-Instandsetzung fordern?
    4. Systemwechsel: Kann das mechanische TherMax 10 System in dieser vorgeschädigten Wand überhaupt belassen werden? Oder muss es zwingend entfernt und durch ein echtes chemisches Injektionssystem (wie TherMax12 oder 16 mit Verbundmörtel) ersetzt werden, um spätere Folgeschäden durch Kälte und Feuchtigkeit auszuschließen?

    Vielen Dank für Ihre Einschätzungen!
     
  5. 415B

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    Kannst innen noch einen schweren Spiegel anbringen
     
  6. ToTi

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    Wenn die Montageanleitung und die Statik das zulässt ist das in Ordnung
    Ich weiß zwar nicht wieso die den Injektionsmörtel benutzt haben, aber es wird schon seine Gründe haben. Dafür sollte man genau wissen, wo genau wurde der Mörtel eingebracht, um die Sinnhaftigkeit zu ergründen.
    Der Akuritmörtel ist nur dafür da deinen Innenputz wieder herzustellen. Wenn der Dübel den Mörtel gespreizt hätte, würde er wieder rausgedrückt werden. Ich gehe davon aus, das passt so. Ich vermute mal auch, es wurde erst der Dübel gesetzt und dann innen verspachtelt. Würde sonst keinen Sinn vom Ablauf her ergeben.

    Jede Durchdringung durch eine Dämmung ist eine Störung, theroretisch und rechnerisch ist das eine Beeinträchtigung. (übrigens deine Rohrschellen der Fallrohre auch). Praktisch ist das zu vernachlässigen. Mir ist kein Fall bekannt, bei dem eine Schraube zu einer Wärmebrücke und Schimmelbildung geführt hat.
     
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  7. Wettersturz

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    Hallo ToTi, vielen Dank für die obige Antwort. Mein Mann wird heute Abend Fotos einstellen. Tatsächlich verstanden habe ich die Aussagen der Firma nicht. Der Fischer TherMax 10 ist ein rein mechanisches System mit einem Spreizdübel. Wir hatten durch den Wanddurchbruch ein durchgängiges 14 mm-Bohrloch, das vor Setzen des FischerTherMax und seinem 12er-Kunststoffdübel nicht wieder komplett verschlossen, d.h. zurückgebaut wurde. Herausgebrochen war zuvor dieses L11xB6xT4cm Porenbetonstück unserer Hauswand. Das Loch wurde bei der Nachbesserung von außen mit dem FischerTherMax belegt und innen war erst mal nichts. Ob dabei zuvor etwas Kombinentenmörtel in das Loch eingeführt wurde weiß ich nicht. Dies würde jedoch erklären warum im Nachgang für die letzten 2 cm des TherMax systems wegen zu schnellem Abbinden von außen der Gummihammer notwendig war und ich den Handwerker noch gefragt habe, ob ich zum Schutz des Außenputzes nicht besser noch einen Holzscheit holen soll und er dies verneint hat. Erst im Anschluss habe ich innen eine dunkle glänzende Masse fotografieren können und wurde dann noch der besagte Akuritmörtel von innen aufgetragen, wo ich wiederum gefragt hatte ob die Durchtrocknungs- und Aushärtungszeit überhaupt ausreicht, damit sich der 12er-Spreizdübel in einem festen Beton aufspreizen kann. So weiß ich nicht, ob der 12er Dübel nun innen in einem Kombinentenmörtel verklebt ist und garnicht aufspreizen konnte. Auch weiß ich nicht, ob damit ein Rückbau, den wir uns derzeit überlegen um das WDVS wieder herstellen zu lassen überhaupt möglich oder wegen weiterer zu erwartenden Schäden besser zu unterlassen ist.
     
  8. ichweisnix

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    Soviel geschrieben wegen einen Dübel und kein einzigstes Bild mal gezeigt.
     
  9. Wettersturz

    Wettersturz

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    Sorry, ich weiß leider nicht wie ich die Bilder von meinem Laptop in meine Anfrage im Forum stellen kann. Gern Unterweisung an mich. Danke.
    Sonst hilft mir ggf. mein Mann heute Abend.
     
  10. ichweisnix

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    Hier. Bildschirmfoto 2026-07-28 um 12.40.36.png
     
  11. Wettersturz

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    Tut mir leid, blicke ich nicht. Trotzdem danke, ist jetzt heute Abend mein Mann dran.
     
  12. nordanney

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  13. Wettersturz

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    Hallo, anbei die Bilder. Ich freue mich auf Antworten.
     

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  14. 11ant

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    Wtf ist denn massiver Mörtel ?
    Ein Spreizdübel gehört in den Teil des Bohrloches, in dem er sich verankern kann - nicht in einen ausgemörtelten Kratertrichter des Bohrloches. Eine Stange von 12 mm Durchmesser gehört in ein 12,5 mm Bohrloch - keines von 14 mm. Ich verstehe die gesamte Konstruktionsphilosophie nicht. 18 cm Stangenlänge ab dem überbrückten Dämmzeug gerechnet erscheinen mir unnötig viel Sicherheitsaufschlag zur Verankerung des Sichtschutzes, wieviel Gewicht und/oder Windlast soll der denn haben ?
    Wenn die Stange wirksam verankern soll, braucht sie das über eine angemessene Zahl von Windungen - aber weder Überlänge, noch einen Durchstoß über das Bauteil Wandkern hinaus. Eine Konterung am Ende wäre sinnvoll. Was ein Spreizdübel dabei zu suchen hat, ist mir schleierhaft. Spreizdübel sind Dübel mit Krallen, die ihn durch Krallen gegen Herausziehen sichern. Mit Gewindestangen bringe ich sie nicht zusammen. Das klingt für mich nach einer Konstruktion, die irgendein Klaus-Ingo zusammen mit Alexa, Siri oder Cortana erdacht haben mag. Hanebüchener Humbug. Da hilft jetzt nur noch ein (la)konisch gekröpfter Siemens Lufthaken.
     
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