Dachsanierung mit Aufsparrendämmung

Diskutiere Dachsanierung mit Aufsparrendämmung im Dach Forum im Bereich Neubau; Guten Morgen. Wir möchten gerne unser Dach sanieren lassen (Reihenmittelhaus, Baujahr 1986). Derzeit haben wir folgenden Bestand: Dachraum 1:...

  1. Dachsanierer

    Dachsanierer

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    Guten Morgen.

    Wir möchten gerne unser Dach sanieren lassen (Reihenmittelhaus, Baujahr 1986).

    Derzeit haben wir folgenden Bestand:

    Dachraum 1: Gipskartonplatten, Installationsebene, Isover KM Duplex Dampfbremse, Isover Mineralwolle 18 cm (Vollsparrendämmung)

    Dachraum 2:
    Gipskartonplatten, Installationsebene, blaue Folie (vermutlich Dampfsperre), Glaswolle 16 cm (Ausbau war wohl Ende der 80er)
    Der Dachraum 2 ist der Hauptgrund für die Sanierung, da sich im Winter Tauwasser unter der alten Dörken Unterspannbahn sammelt.

    Die Dachspitze ist ein Kaltraum und nicht gedämmt. Die Spitzbodentreppe ist nicht luftdicht angeschlossen.

    Über das gesamte Dach verläuft eine alte Dörken Gitterfolie, Konterlattung, Traglattung, Ziegeln

    Unser Dachdecker hat aktuell folgenden Dachaufbau mit der Sanierung geplant (mit Förderung):

    Von außen nach innen:
    - Ziegeln
    - Traglattung
    - Konterlattung
    - Linitherm PGV-T 100 mm PIR Aufsparrendämmung
    - Linitherm L+D (Luftdichtheitsschicht)
    - alte Zwischensparrendämmung bleibt und wird ggf. aufgefüllt bzw. ausgetauscht falls nötig (auch die Sparren in der Dachspitze werden mit 18 cm gedämmt)
    - die alte Dampfsperre wird zerschnitten bzw. herausgenommen
    - Installationsebene mit Lattung
    - Gipskartonplatten

    Ich versuche mich seit längerem mit dem Thema auseinanderzusetzen, merke aber immer wieder warum ich kein Dachdecker geworden bin und meine Stärken woanders liegen

    Deshalb wollte ich hier fragen, was ihr von diesem Aufbau haltet und ob ihr gravierende Probleme seht?

    Vielen Dank vorab und viele Grüße!
     
  2. nordanney

    nordanney

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    Ich möchte mit Fragen antworten.

    Warum soll das Dach gedämmt werden? Was wird noch alles saniert (lese ansonsten nichts von Sanierung, sondern nur Dämmung und neu eindecken)?
    Wie soll der Dachboden danach genutzt werden (bzw. wie wird er jetzt genutzt)?
    Warum nicht "nur" die DG Decke günstig dämmen?

    Man kann sich den ganzen Aufwand sparen, wenn z.B. die Finanzierung hierfür eng ist oder der Bedarf nach gedämmter Dachbodenfläche nicht da ist. "Nur" Tauwasser als Grund ist mir deutlich zu wenig für den Aufwand.
     
  3. Dachsanierer

    Dachsanierer

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    Hallo Nordanney,

    die Räume werden als Wohnraum und Arbeitsraum (Büro) verwendet. Das Problem mit der Feuchtigkeit war jetzt der Anstoß für den Gedanken. Generell sind wir jetzt in einer guten Situation dafür, deshalb wollen wir es gleich richtig machen, damit wir dann bestenfalls für den Rest unseres Lebens Ruhe haben. So die Wunschvorstellung.

    Viele Grüße
     
    nordanney gefällt das.
  4. #4 Tikonteroga, 18.08.2026 um 12:39 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 18.08.2026 um 12:46 Uhr
    Tikonteroga

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    Ich verstehe es so:

    Die Gebäudemodernisierungsgesetzt gibt grundsätzlich vor, dass bei einer Sanierung der U-Wert von 0,24 W/(m²K) für die Dachschrägen nicht überschritten werden darf. Wenn man die BAFA-Förderung erhalten möchte, ist der Grenzwert mit 0,14 W/(m²K) deutlich niedriger und man benötigt in etwa die doppelte Dämmstoffdicke bei gleicher Wärmeleitfähigkeit.

    Damit man mit möglichst wenig Aufwand die Sanierung im Bestand nur von Außen durchführen und den Grenzwert für die BAFA-Förderung einhalten kann, ist es nach meiner Beobachtung üblich eine PU- oder PUR-Aufsparrendämmung zu verwenden.

    Die Linitherm PGV-T Aufsparrendämmug hat eine Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl von 40 / 200. Daraus ergibt sich ein Wasserdampfdiffusionswiderstands zwischen:
    • 0.1 m * 40 = 4 m und
    • 0,1 m * 200 = 20 m.
    Somit bricht man mit dem Grundsatz, dass eine Dachschräge außen diffusionsoffen und innen diffusionshemmend ist und macht es genau umgekehrt. Die Mineralwolle zwischen und ggf. unter den Dachsparren muss dann zum Raum abtrocknen und es soll kein Kondensat anfallen, weil die Aufsparrendämmung eine ausreichende Dämmwirkung hat.

    Meine Meinung:
    Ich würde das bei meinem Haus nicht so machen. Ich würde möglichst Holzfaserdämmstoff verwenden und nach der Grundregel Außen diffusionsoffen und Innen diffusionshemmend. Außerdem habe ich bei PU- oder PUR-Dämmstoff als Aufsparrendämmung folgende Bedenken: PU- und PUR haben einen höheren Wärmeausdehnungskoeffizient als Mineralwolle oder Holzfaser. Da das Dach einerseits extrem hohen (Sonne) und niedrigen (Nachthimmel) Temperaturen und andererseits hohen Temperaturschwankungen (Tag-Nacht) ausgesetzt ist, würde ich hier befürchten, dass es zu Materialspannungen kommt. Das wäre es mir der um ~0,1 W/(m²K) bessere U-Wert nicht Wert.
     
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