Einstieg Neubau Einfamilienhaus (Bayern)

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  1. Co26

    Co26

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    Hallo zusammen,

    wir stehen ganz am Anfang unserer Baureise und stellen uns gerade die typischen Fragen, die wahrscheinlich viele Neulinge beschäftigen. Wir würden uns extrem über eure Erfahrungen, Einschätzungen und Tipps freuen!

    Unsere Ausgangslage:
    Grundstück: Vorhanden (Kauf ist Ende Oktober eingeplant).
    Bauwunsch: Freistehendes Einfamilienhaus (geplanter Baubeginn nächstes Jahr). 2 Kinderzimmer und 1 Büro werden benötigt, ansonsten reicht uns der Standart.
    Budget für den Bau: ca. 450.000 € (für Haus, Baunebenkosten, Außenanlagen etc. – ohne das Grundstück).
    Geplante Eigenleistung: Malerarbeiten, Böden verlegen und Außenanlagen machen wir komplett selbst.
    Unsere aktuellen Fragen:

    Budget-Check:
    Wie realistisch sind 450.000 € Gesamtkosten aktuell für ein durchschnittliches EFH (ca. 130–150 m²) bei den genannten Eigenleistungen? Wie eng wird das mit Baunebenkosten und Puffer erfahrungsgemäß?

    Erfahrungen & Firmenvergleich (Büttner vs. Pro Bau):
    Wir haben erste Angebote von Büttner und Pro Bau vorliegen. Büttner liegt aktuell ganz knapp über unserem Budget – mit 1–2 kleineren Einsparungen könnte es passen.
    Hat jemand aktuelle Erfahrungen mit diesen Anbietern (Qualität, Bauabwicklung, Preistreue)?
    Welcher der beiden ist aus eurer Sicht empfehlenswerter?
    Gibt es im süddeutschen / bayerischen Raum weitere Bauunternehmer oder Anbieter, die wir uns unbedingt noch zum Vergleich anschauen sollten?

    Förderung (KfW 300 "Wohneigentum für Familien" & BayernLabo) vs. Eigenleistung:
    Wir planen, KfW 300 und die Förderung der BayernLabo einzubinden.
    Welche Erfahrungen habt ihr bezüglich der Eigenleistung bei Förderungen gemacht?
    Wir hören sehr unterschiedliche Dinge: Von "Sind gar kein Problem" bis hin zu "Achtung, der Energieberater verlangt Nachweise für bestimmte Materialien/Gewerke, das wird in Eigenleistung schwierig". Was stimmt hier wirklich und was muss man beachten, um die Förderung durch Eigenleistung nicht zu gefährden?

    Allgemeine Tipps für den Start:
    Wo fängt man am besten an, wenn die ersten Angebote vorliegen? Sollen wir auf jeden Fall noch mehr Vergleichsangebote einholen oder verzettelt man sich da schnell? Welche Stellschrauben haben bei euch am meisten Budget gebracht?

    Vielen Dank schon mal für eure Hilfe und eure Einschätzungen!

    Viele Grüße
    Co
     
  2. Holzhaus61

    Holzhaus61

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    hier ist der erste Fehler. kfw 300, das ist 40+ also schon mal recht weit weg von Durchschnitt.

    Abgesehen davon, Du brauchst einen zertifizierten EnergieEffizienzExperten der auch Geld kostet. Über QNG denke am besten gar nicht erst nach.

    Realistischer würde ich eher 130 als 150 sehen...
     
  3. nordanney

    nordanney

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    Mit der unteren Grenze und einem "Billiganbieter" ohne Sonderwünschen machbar. Du brauchst ein schlüsselfertiges Haus für etwa 370k. Der Rest vom Budget geht für Bau-NK drauf. KfW 40 ist schon mal kein durchschnittliches Haus und wird entsprechend teurer.
    Im Standard für ein durchschnittliches Haus rechnest Du etwa 3.000€/qm Wfl. + Bau-NK + Carport/Garage und Außenanlagen.
    Ein paar Punkte sind zu beachten.
    1. Bauleistungsbeschreibung lesen (lassen). Alles, was nicht drin steht, gibt es auch nicht. Da kannst Du später nicht mit "ich habe aber gedacht, dass..." kommen. Wenn nur 20cm Bodenaustausch drin sind, bekommst Du auch nur 20cm. Dass man aber eher 50-70cm braucht, kostet im Zweifel den ersten fünfstelligen Aufpreis. Usw.
    2. Überlegen, was man wirklich braucht. Egal ob Fläche oder Ausstattung.
    3. Eigenleistungen einbringen bzw. deren Wert richtig einschätzen

    KfW 300 bedeutet nicht 40+. Auch keine QNG-zertifizierten Materialien oder den dazu passenden Experten. Da reicht für die einfache Stufe die Lebenszyklusanalyse aus. Die ist sehr preiswert.
    170k dann für 2,5% weniger Zinsen sind irgendwo um 30k Zinsersparnis in 10 Jahren. Ob es sich rechnet? Muss man schauen. Aber ggf. ist GEG dann günstiger.
     
  4. Holzhaus61

    Holzhaus61

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    Du brauchst PV, sonst bekommst Du die Co2-Bilanz nicht hin. Und was ist es dann mit PV? Richtig! 40 +

    Lesen ist nicht Deine Stärke, oder? denn:

    denn die kfw bietet bei QNG verbesserte Konditionen...
     
  5. nordanney

    nordanney

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    40+ gibt es schon eine Zeil lang nicht mehr. PV-Vorgaben kommen vom Bundesland her, nicht von der CO2-Bilanz. Dafür ist PV nicht nötig. Weder für KfW 300 als auch für die QNG-Varianten. Rechnet sich mit aber tatsächlich leichter - und wenn Bayern halt keine Pflicht hat, dann kann man dort auch einfach ohne bauen (sinnvoll? na ja...)
    Bist nicht mehr auf dem aktuellen Stand, oder? ;)

    Für KfW300 braucht Du einfach nur einen Energieexperten. Wie auf für jede GEG Berechnung, wenn Du keine KfW Mittel nutzt. Der sattelt einfach nur die Lebenszklusanalyse drauf. Kein Hexenwerk, keine QNG-Vorgaben, keine großen Kosten. "Nur" das Upgrade auf KfW 40 Standard.

    Jetzt verstanden?
     
  6. Kriminelle

    Kriminelle

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    @Co26

    gratuliere zum Fund des grünen Forums ;)

    Wie sieht denn das Grundstück aus? Ist es eben? Und liegt schon ein Baugrundgutachten vor?
    Der Boden hat viel Einfluss auf die Baunebenkosten.
    Schlagen wir dafür 50000€ an und 20000€ für das Nötigste an Aussenanlage, dann verbleibt für das Haus 380000€.
    Man rechnet so ca. 3000€/qm. Das wären so knapp 130qm.
    Mit den genannten EL Malern und Bodenbeläge spart man etwas, aber nicht viel.
    Ich kenne beide Firmen nicht, aber das Problem der nicht kalkulierbaren Kosten liegt in der BLB, Bauleistungsbeschreibung. Wenn da nicht genug Steckdosen drin stehen oder ein Bad aus dem vorigen Jahrhundert, dann muss mal aufpreisige Extras dazu buchen oder diese Gewerke geschickt planen (oder rausrechnen), dass man diese in EL machen kann oder ggf. Selbst später aufrüsten.
    Die BLB kann man hingehend fehlender Positionen, also bauseitige Positionen prüfen lassen. Bauseitige Positionen bedeutet, dass man sich selbst als Bauherr drum kümmern muss, also nicht im Preis drin sind.
    Viele haben vor, die EL durch Freunde oder Bekannte machen zu lassen. Das kann nach hinten losgehen, denn diese Menschen gehen meist auch eine 40-Stunden-Woche nach und haben nicht unbedingt die zeitliche Flexibilität, die man sich dann wünscht.
     
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