Pragmatismus oder richtige Ausführung

Diskutiere Pragmatismus oder richtige Ausführung im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Guten Tag, wir lassen gerade ein kleines Badezimmer für die Kinder sanieren. Das ganze ist irgendwie leicht eskaliert und ich weiß ehrlich gesagt...

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    Guten Tag,

    wir lassen gerade ein kleines Badezimmer für die Kinder sanieren.
    Das ganze ist irgendwie leicht eskaliert und ich weiß ehrlich gesagt nicht so ganz weiter, es ist quasi erst mal ein Baustopp.

    Zu den Eckdaten: Bungalow 1968, Schrägdach, Bims Außenwand 24cm, 2 cm Luft, Klinker, Außenwand rundum intakt. Dach ist vor knapp 10 Jahren gemacht worden. Alte Sparren aufgedoppelt, bei der Gelegenheit wurde Dämmung eingeblasen auf die innenliegenden abgehängten Decken. Manche Räume haben die volle Raumhöhe von max 3.2m, dort ist Zwischensparrendämmung 20cm.

    Das Badezimmer das es zu sanieren galt - Abgehängte Decke aus Streckmetall / Putzschicht. Bereits die 2. Lage Fliese in den 90er Jahren drauf gelegt worden.

    Beauftragung ging an Fliesenleger / Badinstallateur in Kombination. Klare Vorstellung war, die alten Fliesen müssen runter, die dritte Lage trotz guter Haftung wollte ich nicht entgegen der Meinung der beteiligten Betriebe drin lassen - da fing der Spaß schon an. Boden raus, Fußbodenheizung rein.

    Soweit so gut, die alte Decke wollte ich auch raus da an den Ecken Risse im Putz waren, dabei haben wir nicht bedacht, dass die Decke aus Streckmetall ist - also ist das gesamte Dämm-Material des Raumes den lieben Herren entgegengekommen.

    Jetzt ist der Raum entkernt. Planänderung - die volle Deckenhöhe nutzen. Also mit Holzständer in den "umgedämmten" Bereich des Daches seitlich mit Holzfaser dämmen und Zwischensparrendämmung von 20cm unter der Decke. Das ist mein Aufgabenbereich.

    Das Badezimmer hat 2 Außenwände. Auf dem Foto geradeaus, wo bereits Rohre für die Armatur und das Klo gelegt wurden. Rechts ist eine weitere Außenwand.

    Genau um diese Außenwände geht es jetzt. Sie sind nicht gedämmt, die Außenhülle auch nicht. Die Wand der Dusche / des Klos hat eine Flucht, da das Haus eine schräge Außenwand hat. Ca. 10cm zu überbrücken über ca 1.8m. Also müsste eine gerade Wand hergestellt werden.

    Fliesenleger / Badinstallateur haben ein grundlegendes Verständnis, aber es ist selbst ausgesprochen auch nicht ihre Expertise - fair enough. Jetzt steht die Frage im Raum wie geht es mit diesen Außenwänden weiter.

    Der Vorschlag ist - die Flucht der Wand mit Trockenbauwand ausgleichen, beplankung soll eine Mischung aus OSB, Feuchtraum Rigips, Dampfsperre, Fliesen werden. Das klingt für mich alles ein wenig unzufriedenstellend, ich kann mir kaum vorstellen, dass hier eine funktionierende Dampfbremse entlang aller Armaturen etc. eingebracht werden kann.

    Jetzt ist es kein Neubau, also werden wir sicherlich nicht alle aktuelle geltenden Normen erfüllen können. Ich kann verstehen, dass hier ein gewisser Grad an Pragmatismus einsetzen muss. Aber wie weit entfernt von der Norm ist diese Art der Ausführung ? Ich bekomme gefühlt die Rückmeldung durch die Handwerker, dass ich mir da viel zu viel Gedanken mache. Das ich alles besser weiß. Aber das sind doch grundsätzlich valide Gedanken oder nicht ?

    Der alte Raum hatte keine Dampfbremse in der Decke verbaut, das Dämmmaterial das auflag war völlig intakt, kein Schimmel. Der Raum ist an die zentrale Belüftungsanlage angeschlossen (reine Absaugung in dem Raum, Zuführung in den Schlafzimmern).
     
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  3. Alex88

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    für mich auch
    Variante 1: die Außenwände verputzen (lassen), auch hinter den bereits verlegten Rohren und dem WC Trageständer
    Variante 2: die GK Platten (keine OSB) VOLLFLÄCHIG an die Außenwände kleben,
    bei beiden Varianten müssten die Rohre und der WC Ständer zurück gebaut werden.
    da kannst du dann eine DB fachgerecht anschliessen
    Ich (als Trockenbauer) würde V1 vorziehen
     
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    Danke für die schnelle Rückmeldung.

    Variante 2 ist eh nicht wirklich machbar da es zu ungleichmäßig ist.
    Variante 1 verstehe ich, aber wie sieht dann der weitere Aufbau darauf aus ? Denn die Duscharmatur und der Spülkasten baut ja ordentlich auf
     
  5. chris84

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    Eine ganz klassische Vorwandinstallation. Also Profile + Rigips doppelt beplankt. Ich würde in diesem Fall vermutlich nur halbhoch beplanken, sodass über dem Vorwandelement durchgehend durch die Dusche eine Ablage entsteht.

    Das Geraffel für die Dusche hätte man bei einer 24er Wand allerdings auch versenken können, ist aber nur zweckmäßig, wenn man den Platz für die Dusche braucht.
     
  6. Router

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    Bei der Vorwandinstallation mit Profilen habe ich hinter der Rigipswand ja einen vermutlich halbwegs luftdichten raum. Der Putz ändert ja nix daran, dass die Mauer hinter dem Vorbau dadurch erheblich auskühlt da hier keine warme Innenluft mehr zirkuliert, nur halt jetzt auf dem putz und nicht mehr auf dem nackten Bims. Diese Vorwandinstallation müsste also 100% dampfdicht sein - was in diesem Baujahr sicherlich nie gegeben sein wird - oder steh ich auf dem Schlauch ?
     
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