Fassadendämmung und Anschluss eines Balkons

Diskutiere Fassadendämmung und Anschluss eines Balkons im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich überlege aus diversen Gründen die Westseite (Giebelseite) und ggf. die Nordseite meiner Doppelhaushälfte (BJ 1975, Wände aus...

  1. Ecila

    Ecila

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    Hallo zusammen,

    ich überlege aus diversen Gründen die Westseite (Giebelseite) und ggf. die Nordseite meiner Doppelhaushälfte (BJ 1975, Wände aus 24er Porenbeton GS25) zu dämmen. An der Westseite befindet sich ein frei tragender Balkon, für den wie damals üblich einfach die Betondecke auskragt, mit 2 Balkontüren.
    Derzeit bin ich noch in der Planungs-/Entscheidungsphase und informiere mich über die diversen Möglichkeiten, Materialien & ungefähren Kosten einer solchen Dämmmaßnahme, bevor ich versuche Handwerker für mein Vorhaben zu finden.
    Da mein Budget beschränkt ist, ist die energetisch sinnvollste Variante den Balkon abzutrennen und einen neuen, entkoppelten Balkon anzubauen zu teuer. Somit bleibt nur, den Balkon mit einzupacken oder mit einer massiven Wärmebrücke zu leben. Bevorzugt würde ich die Wärmebrücke zumindest reduzieren, und da der Balkon auch nicht sonderlich breit ist, würde ich zumindest an dieser Stelle den Aufbau auf der Fassade so schlank wie möglich halten.
    Dazu ist mir nun ein Gedanke gekommen von dem ich gerne wüsste ob das technisch möglich/zulässig ist oder Wunschdenken: Normalerweise wird ja im Sockel-/Spritzwasserbereich XPS verwendet, aber wäre es auch möglich z.B. Resolplatten an die Balkonoberfläche heranzuführen oder diese auch darum herum zu führen, wenn man eine Abdichtungsbahn davor packt? Ich stelle mir das so vor: Die Resol- oder PIR-Platten werden im Sockelbereich an Wand (und ggf. Balkon) aufgebracht. Dann wird die Abdichtungsbahn oberhalb und seitlich dieser 30cm an die Hauswand angeschlossen und über die Dammung und Balkonplatte bis an den Rand des Balkons/der Balkondämmung geführt. Oberhalb und seitlich der Abdichtungsbahn wird dann „normal“ mit den hochdämmenden Platten weitergedämmt, bis man oberhalb der Balkontüren und neben dem Balkongeländer mit regulären, günstigeren Dämmstoff (EPS, Holzfaser o.ä.) weiter macht.

    Und wenn es mach at ist würde mich interessieren ob es sinnvoll ist, v.a. mit Blick auf Kosten und Haltbarkeit. Wenn das so aufwändig ist, dass es die Kosten extrem in die Höhe treiben würde ist es das ja auch nicht Wert - das es natürlich teurer als Standard wäre ist mir klar, aber die Frage ist in welcher Größenordnung.

    Viele Grüße
    Ecila
     
  2. ToTi

    ToTi

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    Wenn du es technisch richtig machen willst, musst du es bezüglich des Balkons theoretisch so machen.
    Alten Belag abnehmen, Abdichtung als mögliche Dampfbremse prüfen, Wärmedämmung mind. 4cm PIR auf dem Boden verlegen in einer Breite von mind. 50cm.
    Wärmedämmung in gewünschter Dicke an die Fassade stellen (mind 15cm über späteren Belag) und dann eindichten. Jetzt kommen wir zum eigentlichen Knackpunkt. Die Dämmung auf dem Balkon muss seitlich und unterhalb des Balkons auch verlegt werden. Da ein 50cm breiter Streifen dämlich aussieht und auf dem Balkon auch nicht wirklich funktioniert, weil Balkonrinne und Geländer nicht mehr passen, musst du diese erneuern. Kommen wir zur Balkontüre. Diese wird sicherlich jetzt auch nicht mehr passen, da du ja mind. 5 cm höher kommst als jetzt.
    Ergebnis ist also. Balkonaufbau komplett zurück bauen und gedämmt neu aufbauen. Neue Dachrinne und vor allem neues Geländer und selbstverständlich eine neue Balkontüre. Wenn die Abdichtung vom Balkon noch die erste ist von 1975, hätte ich damit keinen Schmerz, denn diese wäre eh überfällig. Ist die Abdichtung aber erst 10 Jahre alt, dann wüsste ich nicht, ob es mir wert wäre. Für einen kleinen Balkon von 7-10qm, kommen da schnell mal 10-15k € zusammen, wenn du es wirklich richtig machen willst.
    Wenn du den Balkon nicht dämmst, aber dafür die Fassade, bekommst du eine gewaltige Wärmebrücke.
     
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