Oberste Geschossdecke aus Heraklithplatten nachdämmen

Diskutiere Oberste Geschossdecke aus Heraklithplatten nachdämmen im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo zusammen, ich würde gerne meine oberste Geschossdecke (Haus Bj 1969) nachdämmen. Aktuell kann man wohl kaum von Dämmung im weiteren Sinne...

  1. Klaas12123

    Klaas12123

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    Hallo zusammen,

    ich würde gerne meine oberste Geschossdecke (Haus Bj 1969) nachdämmen. Aktuell kann man wohl kaum von Dämmung im weiteren Sinne sprechen, die oberste Geschossdecke besteht aktuell aus Heraklithplatten Putzträger, darüber befindet sich 5cm alte zusammengefallene Glaswolle und dann folgt direkt der Dielenboden des unbeheizten Dachbodens. Energetisch natürlich ein Alptraum.

    Meine erste Idee war simpel, alte Dielen raus, alte Dämmung raus, die aktuellen 15cm Querbalken um 10cm erhöhen und mit Mineralwolle neu dämmen. Gedanken mache ich mir an dieser Stelle um die luftdichte ebene, da keine Dampfsperre baujahrstypisch verbaut ist. Habt ihr hier Erfahrungen?

    Ich habe das ganze auch mal in den U-Wert Rechner gepackt, Screenshot anbei.

    Besten Dank!
    Klaas
     

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  2. markus180

    markus180

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    Die Hraklithplatten sind erstmal kein Problem, die können drinbleiben, wenn sie sauber und dicht liegen. Kritisch ist hier eher die Luftdichtheit von unten: Wenn du die Dielen rausnimmst und von oben neu aufbaust, brauchst du eine durchgehende luftdichte Ebene auf der warmen Seite, sonst zieht dir feuchte Raumluft in die Dämmung und kondensiert dort.

    Bei Bj. 1969 würde ich nicht einfach blind eine Dampfsperre einbauen, sondern den Aufbau so planen, dass er entweder sicher luftdicht ist oder vorher hygrothermisch geprüft wird. Die 10 cm Aufdopplung auf 25 cm Dämmstärke ist technisch okay, aber nur mit sauberem Anschluss an Wände, Durchdringungen und Randbereiche.
     
  3. Klaas12123

    Klaas12123

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    [QUOTE="markus180, post: 1508675, member: 126844“

    Bei Bj. 1969 würde ich nicht einfach blind eine Dampfsperre einbauen, sondern den Aufbau so planen, dass er entweder sicher luftdicht ist oder vorher hygrothermisch geprüft wird. Die 10 cm Aufdopplung auf 25 cm Dämmstärke ist technisch okay, aber nur mit sauberem Anschluss an Wände, Durchdringungen und Randbereiche.[/QUOTE]

    Genau hier liegt mein Problem. Luftdichte ebene wird schwer, da ich zwar an den Giebel aber nicht an die Außenwände vernünftig anschließen kann. Wer kann bei so etwas beraten? Ein Energieberater oder eher der Dachdecker?
     
  4. nordanney

    nordanney

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    Ein ungedämmter und bestenfalls gut belüfteter alter Dachboden? Dann ist die Luftdichtheit gar kein Problem. Einfach Dämmung draufwerfen. Feuchtigkeit, die hochzieht, wird dann einfach weggelüftet. Funktioniert auch bei mir sehr gut. Werden Dir andere noch bestätigen.
     
  5. Alex88

    Alex88
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    die HWL Platten werden ja nicht frei liegen, sondern verputzt sein, so dass hier schon mal keine DB von Nöten ist,

    sehe ich genauso, ich würde nicht in das bestehende System eingreifen
     
  6. Klaas12123

    Klaas12123

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    Dachboden ist gut belüftet würde ich sagen, also auch keine Unterspannbahn unter den Dachpfannen. Dielen würde ich nach Abschluss mit etwas Raum dazwischen wieder drauflegen, also nach oben quasi offen lassen.
     
  7. nordanney

    nordanney

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    Dann wirf ordentlich Dämmung drauf. Bei mir sind es 2x20cm geworden (da ich den Dachboden nicht brauche) - also 1x längs und 1x quer (direkt auf die alte Dämmung, keiner Erhöhung o.ä.). Musst schauen, was bei Dir am einfachsten gehl.
     
  8. Holzhaus61

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    Statt dem gelben oder braunen Zeugs Einblasdämmung, Zellulose oder Holzfaser, da biste schnell mit durch und wird nicht wesentlich teurer. Vor allem bist in einem Tag mit durch, hast das elendige Geschleppe nicht und kommst in jede Ritze rein ohne viel Gedöns...
     
  9. nordanney

    nordanney

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    Dauert das länger mit den Rollen?

    Ansonsten ist Einblasdämmung auch eine Option. ABER: M.E. eine echt schlechte in diesem speziellen Fall, denn sofern Du irgendwann mal an die Heraklith ran musst, fällt Dir alles unten alles wieder raus. Würde ich daher nicht machen.
     
  10. chris84

    chris84

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    So schnell wie die reingeblasen ist, lässt sie sich auch wieder raussaugen.
    Und wenn man mal lokal an eine Stelle muss, kein Problem, die Fasern lassen sich problemlos auf Seite räumen.
    Ich bin hier auch pro Zellulose, es geht kaum nachhaltiger und homogener. Und günstiger ist es vermutlich auch noch.
    Bis du die Rollen da oben hast, ist die Zellulose schon verteilt. Das sind vielleicht 2-3h Arbeit mit dem Einblasen...
    Und vor dem Ausrollen kommt dann ja erst mal noch der Zuschnitt...

    Was du aber noch prüfen solltest: Sind die Heraklith-Platten ausreichend stabil befestigt? Egal welche Dämmung, da kommt ja schon etwas Auflast drauf (~10-20kg/m²) - nicht dass dir da was runter kommt...
     
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  11. Holzhaus61

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    Ja, unsere Allerweltsexperten wissen alles, vor allem besser.

    Nee, das bringt kein Spaß mehr hier. Man hat auch keine Lust mehr, sich mit Laien zu streiten.
     
  12. nordanney

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    :offtopic: Dann melde Dich doch ab
     
  13. Tikonteroga

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    Schau dir bitte mal das Bild zur "OFFENEN HOLZBALKENDECKE IM BESTAND" unter folgendem Link an: Oberste Geschossdecke dämmen – Tipps | Knauf Insulation

    Es geht mir darum, wie die Dampfbremse auf dem Bild in die offene Holzbalkendecke eingebracht wird. Wäre das bei dir möglich oder besteht hier das Problem, wie du es beschreibst, also dass du an den Giebel aber nicht an die Außenwände vernünftig anschließe kannst?
     
  14. Klaas12123

    Klaas12123

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    Schonmal besten Dank für die bisherigen Antworten.

    Genau, das einbringen in die Balkendecke ist kein Ding, der Anschluss an den beiden Seitenwänden ist unmöglich.
     
  15. Tikonteroga

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    Hast du die Option bereits ausgeschlossen, dass du die untere raumseitige Verkleidung aus den verputzten Heraklit-Platten entfernst und die Dampfbrems- und Luftdichtheitsschicht unterhalb der Balken anbringst?
     
  16. nordanney

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    Das ist bei jedem Hersteller so, der sich absichert und m.W. auch theoretisch mit Glaser rechnet und keine Risiken eingeht. Das geht aber an der tatsächlichen Praxis im Altbau mit belüfteten Kaltdach vorbei.
     
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  17. nordanney

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    @TE: Kannst Dich unter fachwerk.de mal informieren. Die meisten dieser Altbauten werden ohne Folie saniert, da diese in der Einbahnstraßen-Theorie zwar nötig ist, diese aber die Realität nicht abbildet.
     
  18. Alex88

    Alex88
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    sorry, aber das wäre der größte Blödsinn den der TE machen könnte, ein funktionierendes System zu zerstören und ein
    neues Risikobehaftetes einbauen
     
  19. Klaas12123

    Klaas12123

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    Ja, die Option habe ich fürs erste ausgeschlossen. Bin frisch dabei und ehrlich gesagt fehlt mir das Geld und die Zeit das Komplette Dachgeschoss nochmal neu zu machen. Irgendwann kann man da sicherlich drüber nachdenken.
     
  20. Tikonteroga

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    Blödsinn wäre es m. M. nach nicht. Es wäre m. M. nach die bauphysikalisch sauberste und ganzheitlichste Lösung. Mir ist klar, dass das sehr aufwändig ist, deshalb habe ich ja gefragt.

    Und das Argument mit dem funktionieren System passt meiner Meinung nach nicht, weil man das System ja verändert.
     
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