Welche Maßnahmen sollte man zuerst planen?

Diskutiere Welche Maßnahmen sollte man zuerst planen? im Sanierungskonzept & Kostenschätzung Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, wir überlegen, einen älteren Hausbestand zu sanieren, und möchten die Reihenfolge der Maßnahmen möglichst sinnvoll planen. Welche...

  1. #1 webstermalcom51, 08.09.2026 um 07:39 Uhr
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    Hallo zusammen, wir überlegen, einen älteren Hausbestand zu sanieren, und möchten die Reihenfolge der Maßnahmen möglichst sinnvoll planen. Welche Erfahrungen habt ihr mit Dach, Fenstern, Dämmung, Heizung und Innenausbau gemacht? Was sollte man unbedingt zuerst prüfen, und bei welchen Arbeiten lohnt es sich, einen Sachverständigen oder Energieberater einzubeziehen? Besonders interessieren mich typische Fehler bei der Planung und unerwartete Kosten.
     
  2. ToTi

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    Wenn du es genau haben möchtest, dir keinen Kopf über in Augenscheinnahme, Ausschreibung und Ausführung zerbrechen willst, die Sanierung quasi eine Kernsanierung wird, dann würde ich dir einen Fachplaner empfehlen. Ich bin der Meinung, sobald mehr als 2 Gewerke an einem Gebäude miteinander arbeiten müssen, da es Schnittpunkte gibt, ist ein Planer/Projektüberwacher immer sinnvoll, vor allem für Laien. Dieser koordiniert, macht die Ausschreibungen und überwacht das Vorhaben. Ja, der kostet Geld, aber allemal günstiger als Fehler im nachhinein nachzubessern müssen.

    Ein Energiefachberater macht Sinn, wenn du Förderung in Anspruch nehmen willst, das heißt den brauchst du dann zwingend.
    Prüfen ob die Bauteile in Ordnung sind kann jeder Fachbetrieb für sein Gewerk machen.
    Von der Reihenfolge gibt es eigentlich nur den Grundsatz, man fängt oben an.
    Also erst Dach, Fenster, und WDVS. Der Innenausbau kann eigentlich starten, wenn die Fenster eingebaut sind.
     
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  3. 11ant

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    Zunächst einmal erzählst Du entschieden zu wenig. Wir wissen noch nicht einmal die grundlegendsten Essentials: ist es ein Reihenhaus oder freistehend, aus den Sechziger Jahren oder dem achtzehnten Jahrhundert ?
    Unbedingt zuerst prüfen sollte man sich selbst: wie viel Geld hat man, wieviel Zeit und welche handwerklichen Fertigkeiten. Dann das Haus: passen diese beiden Profile zusammen. Danach sollte man unbedingt den Gesamtumfang der Maßnahmen betrachten, ungeachtet ob man ihn am Stück oder in mehreren Abschnitten angehen will. Dann sollte man ihn planen lassen, explizit von einem im "Bauen im Bestand" erfahrenen Architekten (Neubauarchitekt, am besten Anfänger: da kann man gleich den Dönermann fragen), und zwar im vollen Umfang (LP 1 bis 8). An dessen Ausschreibung kann man GU gerne beteiligen, aber weder ausschließlich noch unbegleitet. Die häufigsten Fehler sind: 1. mit zu wenig Geld "das Nötigste zuerst" zu machen; 2. keinen oder einen Neubauarchitekten ran zu lassen; 3. zu wenig Aufklärung der Substanz; 4. nur auf den Genehmigungsaspekt beschränkt zu planen; 5. die Ertüchtigung von Dachüberständen und die Höhenkonsequenzen von neuen Fußbodenaufbauten zu übersehen; 6. (oder 0.) unrealistische Vorstellungen vom ökonomisch möglichen Nachher-Standard: nach Faustformel kostet ein Gebrauchthaus ab dem Moment mehr als ein Neubau, wenn man es auf mehr als sein halbes Alter verjüngt. Eine Gebrauchthausertüchtigung ist übrigens kein Wunschkonzert, der Gesetzgeber redet recht umfangreich dabei mit, welchen Katalog an Pflichtaufgaben der neue Eigentümer dabei hat.

    Nun stelle Euch und das Objekt erst einmal vor, damit wir überhaupt weiter reden können.
     
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