Fassadenbündige Rollläden trotz ungleicher Laibungen?

Diskutiere Fassadenbündige Rollläden trotz ungleicher Laibungen? im Fenster/Türen Forum im Bereich Neubau; Hallo liebe Leute, Ich versuche nun schon seit längerer Zeit, für meine Altbau-Wohnung vernünftige Außen-Rollläden zu erhalten. Erst sollten es...

  1. #1 Bautanz, 17.09.2026 um 13:59 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 17.09.2026 um 14:08 Uhr
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    Hallo liebe Leute,

    Ich versuche nun schon seit längerer Zeit, für meine Altbau-Wohnung vernünftige Außen-Rollläden zu erhalten. Erst sollten es das Solar-Komplettpaket eines deutschen Anbieters werden, dann hat sich allerdings rausgestellt, dass die viel zu laut sind und noch nicht mal Hinderniserkennung haben. Nun also Alukon + Somfy-Antrieb.

    Aufgrund der Gegebenheiten der alten Holzfenster werden die Rollläden in die Laibung montiert (das war auch mein Wunsch, um zwecks Schallschutz maximalen Abstand zwischen Rollladen und Fenster zu haben). Da die Laibungen nicht gerade sind, sollen zur Montage Alu-Winkel um EUR 40 pro lfm angebracht werden. Weil die Laibungen auch unterschiedlich tief sind (20cm auf einer Seite vs. 22cm auf der anderen) kann zudem nicht garantiert werden, dass die Rollläden fassadenbündig sind - es kann sein, dass es oben einen "Keil" gibt.

    Frage: Ist das quasi eine "normale" Vorgangsweise? Hätte es halt schön gefunden, wenn eine Firma sich die Mühe macht, die Alu-Winkel in dem Fall so auszurichten, dass der Rollladen parallel zur Fassade steht und nicht parallel zum Fenster. Bin ich da naiv? Die KI blubbert, dass das für Fachbetriebe zur Routine gehört, und führt aus:

    Die 3 größten Herausforderungen sind:
    • Führungsschienen ausrichten: Diese müssen exakt parallel und im Lot stehen, sonst klemmt der Panzer.
    • Kastenmontage: Der Kasten muss rechtwinklig zur Führungsschiene sitzen, nicht zum schiefen Mauerwerk.
    • Optischer Spalt: Zwischen Kasten/Schiene und der Wand entstehen keilförmige Lücken.
    So entspricht es meinem Bauchgefühl: Schwierig für Laien, aber vom Profi sollte man es erwarten können. Macht es Sinn, mir die Fassadenbündigkeit garantieren zu lassen oder den Anbieter zu wechseln? 40 Euro/lfm für Aluwinkel erscheint mir auch arg teuer, wobei das noch das wenigste wäre, wenn die Fassadenbündigkeit garantiert wäre.

    Danke!
     
  2. chris84

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    Ich hab den Text jetzt 2 mal gelesen und immer noch keine Ahnung, wo der Rolladen hin soll und wo das Problem ist.

    Vielleicht machst du mal Fotos und ne kleine Skizze dazu...
     
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  3. Bautanz

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    Ich hab das jetzt versucht, bin mir aber nicht sicher, ob das Problem durch meine zweifelhaften Zeichenkünste klarer wird. In der Skizze hab ich das jetzt natürlich total überzeichnet, es geht um einen Unterschied von 2cm auf eineinhalb Metern, aber wenn der Rollladen fassadenbündig sein soll, sieht das halt trotzdem nicht gut aus.

    "Angebot" - so wurde es mir angeboten. Rolladen wird stur parallel zum Fenster montiert, ist aber durch die ungleich tiefen Laibungen nicht fassadenbündig und steht somit optisch schief.

    Angebot.jpg

    "Wunschdenken" - so hätte ich es mir erwartet/gewünscht, dass die Rollladenfirma den Rollladen parallel zur Fassade montiert.

    Wunschdenken.jpg
     
  4. Fasanenhof

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    Ich glaube, das lässt sich nicht sauber umsetzen.
    Dazu müsste der ganze Kasten schräg angebaut werden, inkl. nicht rechtwinklig (irgendwie unterkeilten) Schienen. Wir reden von 1° Abweichung, das könnte komplett unsichtbar sein, oder sehr auffällig.

    Wahrscheinlich ist es am einfachsten, den 1° Winkel über die Führungsschienen zu kompensieren.
     
  5. chris84

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    Wie sieht denn die Hütte von außen aus?

    Sicher, dass da nicht die Fenster schief in der Mauer sitzen?
    Welche Rollokasten werden denn da montiert, und wie werden die fest gemacht?

    Rlladen wirklich fassadenbündig macht eigentlich nur Sinn, wenn die Fassade sehr eben und glatt verputzt ist, wenn das ein Altbau ist, werden mit dem bändigen Einbau möglicherweise bestehende Unebenheiten zusätzlich optisch "verstärkt"...
     
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  6. nordanney

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    Einen Tod musst Du sterben. Beschissene Montage mit schiefen Rollläden und dann auch beschissener Optik - sieht jeder, dass es schief ist. Oder ordentliche Montage und eine Seite der Laibung steht über. Eindeutig mein Favorit.
     
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  7. Bautanz

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    Das sind im Prinzip alles auch meine Fragen. In meinen Augen kann sich der Monteur sowieso nicht drauf verlassen, dass das schon irgendwie rechtwinklig sein wird, wenn er die Winkel in gleichem Abstand zum Fenster montiert. Es kann (und wird) ja auch der Untergrund nicht ganz eben sein, und der ABSTAND der Laibungen ist ebenfalls nicht konstant (oben 2cm mehr als unten). Wenn der Rollladen hinterher nicht "vielleicht" haken soll, muss der Profi doch eigentlich routinemäßig Winkel und Abstände justieren und das hinterher überprüfen. Deshalb verstehe ich nicht, warum er sich dann nicht gleich an der Fassadenkante orientieren kann.

    Ob nicht vielleicht die Fenster schief in der Mauer sitzen habe ich auch gefragt. Antwort: "Normal nicht." - Die Wahrscheinlichkeitsrechnung leuchtet mir schon ein, aber überprüft hat er es nicht.

    Zur Frage, wie die festgemacht werden, denke ich mir, das sollte als Auftraggeber eigentlich nicht mein Problem sein. Die ausführende Firma muss die Lösung doch so wählen, dass sie zur Aufgabenstellung passt. (Meine Antwort wäre: Naja, werden festgeschraubt - ist aber wohl nicht das, was du wissen willst. ;) ).

    "Fassadenbündigkeit" - Vielleicht gibt's da ein Missverständnis. Zur Verbesserung des Schallschutzes soll der Abstand zwischen Fenster und Rollläden möglichst groß sein, und Fassadenbündigkeit ist das Maximum, da die Kästen wegen dem Erscheinungsbild nicht überstehen dürfen. Dass man dann sieht, dass das Mauerwerk nicht mit dem Lineal gezogen wurde, ist mir klar, aber wenn der Rollladenkasten links bündig und rechts zwei Zentimeter eingerückt ist, ist das ja ein anderes Problem.
     
  8. chris84

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    Deine Erwartungshaltung / Anforderungen scheinen mir etwas zu komplex, um sie einfach einem ausführenden Unternehmen an die Hand zu geben und zu hoffen dass das so schon passen wird.

    Das muss geplant werden. Wenn die ausführende Firma keine Planungskompetenz hat, muss das jemand anderes machen. Wenn dem ausführenden keine GENAU sagt, was er zu tun hat, wird das nichts.
    Mit einer Latte und einem Zollstock lässt sich wohl ziemlich schnell feststellen, ob das Fenster schief sitzt oder nicht.
    Der Rolladen gehört lotgerecht montiert. Dazu sucht man sich in der Laibung die am "weitesten nach innen" liegende Ecke / stelle, und richtet den Rest ab dort aus.

    Ich für meinen Teil würde die Rolladenschienen min. 10mm von der Außenkante der Laibung zurück setzen. Das entschärft quasi alles und sieht optisch viel gefälliger aus. Ob da wirklich jeder cm für den Schallschutz entscheidend ist, wage ich mal zu bezweifeln.
     
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  9. Bautanz

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    Naja, aber dass Fensterlaibungen in der Realität nicht wie auf dem Reißbrett gezeichnet sind, wird ja die Regel sein und nicht die Ausnahme. Und meine Frage bezog sich ganz konkret darauf, ob man von einer durchschnittlichen Rollladenfirma erwarten kann, dass sie die erwähnte Planungskompetenz mitbringt, um das auszugleichen. Insofern nehme ich das als "nein" mit - klare Aussage, danke.

    Dass es nichts bringt, einem Profiunternehmen, dem eine Aufgabe zu komplex ist, als Laie Instruktionen zu geben, wie sie das doch erreichen können, sollte aber irgendwie auch klar sein - das machen Firmen wenn überhaupt nur unter Garantieausschluss, und dass das Ergebnis hinterher quietscht und klemmt, ist nach meiner Erfahrung so gut wie sicher ("Aber Sie sagten doch ...").

    Die 10mm sind nicht unbedingt ohne. Doppelwandeffekt tritt erst ab 50mm Abstand ein, und ich glaube nicht, dass die Physik da mit sich reden lässt:

    Rollladen als Schallschutz | Sonnenschutz | Rollläden | BauNetz Wissen

    Am Ende wäre es also ein unbefriedigender Tradeoff von Funktion gegen Optik, zumal der eine Zentimeter (ich hätte dann also sinngemäß links 1cm und rechts 3cm) das ästhetische Defizit bloß lindert, aber nicht beseitigt.
     
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  10. nordanney

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    Schon seit über 100 Jahren wird gerade gebaut. Klar, kleine Toleranzen gibt es, die aber nicht mehrere cm ausmachen. Also nein, es ist die Ausnahmen, dass sie so unterschiedlich wie bei Dir sind. Und seid gut 30-35 Jahren ist sogar praktisch ausgeschlossen aufgrund der seitdem genutzten Steine.
    Ja, man kann von einer Planungskompetenz ausgehen. Schief einbauen hat aber nichts mit Kompetenz zu tun. DU bist Auftraggeber und gibst vor, wie zu verbauen ist. Ansonsten stellst Du einen Freifahrtschein aus.
    Und Du hast 20 bis 22cm Laibungstiefe. Wo ist das Problem?
     
  11. #11 Bautanz, 18.09.2026 um 13:56 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 18.09.2026 um 14:01 Uhr
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    Die Dimensionen im Altbau. ;) Bei 280cm Höhe mit Balkontür braucht es einen 18cm-Rollladenkasten, da bleibt von der Laibungstiefe nicht viel. Klar muss man für den Abstand des Rollladens nicht die vollen 18cm abziehen, aber ich bin froh, wenn am Ende 5cm übrigbleiben. Ansonsten aber ein guter Gedanke.
     
  12. nordanney

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    Der sollte doch einfach vorne abrollen. Du schreibst und zeichnest es so. Also sind die von Dir genannten 50mm völlig irrelevant, da Du die Laibungstiefe für Deinen Doppelwandeffekt doch voll ausnutzen kannst ==> Also völlig egal, ob bündig schief und normal gerade eingebaut wird (guckst Du Deine Zeichnung).
    P.S. Wohne ich jetzt im neueren Haus, sind die Dimensionen auch nicht anders (sofern die Fenster nicht nach außen gesetzt wurden).

    Andere Frage: Wie kacke sieht das von innen aus, wenn Du durchs Fenster oben auf einen Rollladenkasten schaust, der einfach in den Fensterbereich reinschaut. Finde ich eine Katastrophe. Dafür gibt es Vorbaurollläden.
     
  13. Bautanz

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    Jetzt verwirrst du mich. Oder ich dich. Die Rollläden werden in die Laibung montiert und dürfen nicht über den Fassadenrand vorstehen.

    panneau-volet-roulant-solaire2.jpg

    Der Rollladenkasten steht aber immer nach vorn, also ist der Rollladen umso näher am Fenster, je länger der Rollladen und je größer der Kasten.

    Die Zeichnung ist in dieser Hinsicht nicht korrekt, das stimmt - ich habe es versucht zu vereinfachen, damit die Bausituation klarer wird.

    Die Frage, ob in die Laibung montierte Rollläden kacke aussehen oder nicht, stellt sich in diesem Fall nicht - das ist die einzige erlaubte Möglichkeit. Da die Fenster aber im Altbau so hoch sind und die Mauern 50cm dick, hält sich die Tragik in Grenzen.

    Aber du weist mich gerade auf etwas anderes hin: Nämlich dass man die Rolllädenkästen ja auch von innen sieht, und sie dann eben von innen schief aussehen, wenn sie nicht parallel zum Fenster montiert wurden.
     
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Fassadenbündige Rollläden trotz ungleicher Laibungen?

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